Neu EU-weite Lieferschwelle und One-Stop-Shop ab 01.07.2021

M°M

Sehr aktives Mitglied
15. Oktober 2020
244
73
@Stephan K.
Was soll mir das sagen? Natürlich ist der Bezugszeitraum das gesamte Jahr, 2020 bzw. 2021.

Es geht um den Fall, weder in 2020 noch in 2021 die Schwelle von 10.000 EUR EU weit erreicht zu haben.
 

Stephan K.

Sehr aktives Mitglied
14. Mai 2014
1.258
299
@Stephan K.
Was soll mir das sagen? Natürlich ist der Bezugszeitraum das gesamte Jahr, 2020 bzw. 2021.

Es geht um den Fall, weder in 2020 noch in 2021 die Schwelle von 10.000 EUR EU weit erreicht zu haben.

Ja. Kein OSS, dann wird alles so wie gehabt gebucht. Logisch. Da OSS ja freiwillig ist und dir auch wieder gesperrt werden kann, müssen ja auch die alten Konten fortbestehen können.

Für OSS kannst du dich nur quartalsweise registrieren. Bist du registriert, ist das sowas wie das opt-out für die EU-Lieferschwelle. Fortan wird das Ausland lokal besteuert. Ich nehme an, dass du dich auch in der Wawi mit OSS "registriert" hast.
Insofern ist es doch einfach nur dein Fehler, wenn du die Schwelle in 2020 + 1. Hj. 2021 nicht gerissen hast und dich dennoch für OSS registriert hast.
Aber OSS ist freiwillig. Insofern zahlst du halt jetzt durchschnittlich 1-2% mehr je nach Ort & Menge... kannst du ja selbst ausrechnen, inwiefern du drauf zahlst.
 

M°M

Sehr aktives Mitglied
15. Oktober 2020
244
73
Aber OSS ist freiwillig. Insofern zahlst du halt jetzt durchschnittlich 1-2% mehr je nach Ort & Menge... kannst du ja selbst ausrechnen, inwiefern du drauf zahlst.
Ich habe mich für OSS registriert, da ich nicht riskieren wollte, in einem Quartal ohne OSS Registrierung die Schwelle zu überschreiten und damit automatisch in jedem Land meine USt. melden zu müssen. Wie Du selbst weisst und schreibst, ist eine nachträgliche OSS Registrierung nicht möglich. Über meine Marge solltest Du keine Kopfschmerzen bekommen.

Der Punkt ist: Die erstellten B2C Rechnungen für Händler, die im Moment die Schwelle noch nicht überschritten haben und die Anpassungen in der WaWi vorgenommen haben, sind augenscheinlich falsch, da sie nur die deutsche USt. ausweisen dürften.

*P.S.: Es sei denn, mit der OSS Registrierung ist die Lieferschwelle hinfällig. So verstehe ich aber den Blogeintrag von Taxdoo nicht.
 

Stephan K.

Sehr aktives Mitglied
14. Mai 2014
1.258
299
Ich habe mich für OSS registriert, da ich nicht riskieren wollte, in einem Quartal ohne OSS Registrierung die Schwelle zu überschreiten und damit automatisch in jedem Land meine USt. melden zu müssen. Wie Du selbst weisst und schreibst, ist eine nachträgliche OSS Registrierung nicht möglich. Über meine Marge solltest Du keine Kopfschmerzen bekommen.

Der Punkt ist: Die erstellten B2C Rechnungen für Händler, die im Moment die Schwelle noch nicht überschritten haben und die Anpassungen in der WaWi vorgenommen haben, sind augenscheinlich falsch, da sie nur die deutsche USt. ausweisen dürften.

Ja, wenn Sie OSS in der Wawi eingestellt haben und es per se nicht sind. Ist doch logisch. Wo ist denn da das Problem?
Du meldest dich bei OSS an - alles richtig.

du hast dich zu sehr auf die 10.000 Schwelle und die Buchungskonten fixiert.
Und dafür, dass man dir helfen will...
 
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M°M

Sehr aktives Mitglied
15. Oktober 2020
244
73
Ok, dann werde ich mich morgen nochmal mit dekodi und taxdoo in Verbindung setzen. Denn sobald man die OSS Registrierung durchgeführt hat ist ja anscheinend die Lieferschwelle hinfällig und alle B2C Geschäftsvorfälle sind mit dem Steuersatz des Bestimmungslandes zu verbuchen und über OSS zu melden (sofern Lagerland DE ist).
 

M°M

Sehr aktives Mitglied
15. Oktober 2020
244
73
Hier https://steuerberater-capellmann.de/neues-one-stop-shop-oss-verfahren-zum-01-07-2021/ wird es übrigens ziemlich eindeutig beschrieben:

Gibt es eine Ausnahmeregelung für kleinere Unternehmen?​

Die Umsätze, die dem Grunde nach unter das OSS-Verfahren fallen, gelten als in Deutschland erbracht, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  1. Der leistende Unternehmer ist nur in Deutschland ansässig
  2. Bei den erzielten Umsätzen handelt es sich um
    1. innergemeinschaftliche Fernverkäufe oder um
    2. auf elektronischem Weg erbrachte Dienstleistungen an Privatleute im EU-Ausland.
  3. Der Gesamtnettoumsatz, der unter Punkt 2. genannten Umsätze ist im laufenden Kalenderjahr und im Vorjahr jeweils kleiner als 10.000 €.
Sind alle Bedingungen erfüllt, können die Rechnungen mit den deutschen Mehrwertsteuersätzen erstellt werden. Kleinunternehmer müssen keine Mehrwertsteuer ausweisen.


UND

Verzicht auf die Anwendung der Ausnahmeregelung möglich​

Es ist möglich, auf die Anwendung der Ausnahmeregelung zu verzichten. Der Verzicht bindet den Unternehmer für mindestens zwei Jahre.

Unsere Empfehlung ist, auf die Ausnahmeregelung von Anfang an zu verzichten, wenn absehbar ist, dass die Lieferschwelle überschritten wird.


Mit anderen Worten: Wer sich für OSS registriert, ist für 2 Jahre gebunden (das wusste ich vorher schon) und erstellt ab dem 01.07. (Lieferdatum) seine Rechnungen nach dem bekannten Schema inkl. der Meldung über das BZSt

Ich gebe Bescheid, falls ich von Taxdoo und meinem StB dazu noch etwas anderes hören sollte.
 

M°M

Sehr aktives Mitglied
15. Oktober 2020
244
73
Zur Klarstellung (von Taxdoo):

Hi Marcus, mit der Registrierung für den OSS hast du nach Ansicht der deutschen Finanzverwaltung auf die Anwendung des Schwellenwertes verzichtet und müsstest daher jetzt ausländische Umsatzsteuer auf deinen Rechnungen ausweisen (wenn du Rechnungen ausstellst). Beste Grüße
 

Rektor

Sehr aktives Mitglied
22. November 2011
674
296
Was soll mir das sagen? Natürlich ist der Bezugszeitraum das gesamte Jahr, 2020 bzw. 2021.

Es geht um den Fall, weder in 2020 noch in 2021 die Schwelle von 10.000 EUR EU weit erreicht zu haben.
Irgendwie verstehst du das nicht so richtig.

Die Lieferschwelle von 10.000 Euro in 2020 oder 2021 (bis 07.2021), im gesamten EU-Ausland hattest du bisher nicht erreicht. Also, weshalb gehst du den Weg über OSS, wenn du doch weiterhin die Lieferschwelle nicht überschreitest. Nur wenn absehbar ist, das die Lieferschwelle nach dem 01.07.21 in Kürze überschritten wird, ist dieser Weg sinnvoll.
Wie Stephan K. bereits geschrieben hat, ist diese Aktion mit der Anmeldung bei OSS nicht unbedingt notwendig gewesen.

Solltest du die Lieferschwelle z.B. im 4. Quatal/2021 doch noch überschreiten, kannst du dich immer noch bei OSS anmelden. Nur wenn du die Lieferschwelle in 2020 bereits überschritten hattest, oder in 07.2021 kurz davor stehst, wäre eine freiwillige Anmeldung bei OSS ratsam.

Also, nach meiner Meinung der falsche Weg....
 

M°M

Sehr aktives Mitglied
15. Oktober 2020
244
73
Für das dritte Quartal war der Launch eines neuen Produktes geplant und wenn das vom Zeitplan gepasst hätte dann wäre es gut möglich gewesen, dass ich im dritten Quartal die Schwelle überschreite.

Ich hab mir also bei dem Schritt schon etwas dabei gedacht.

Das ich nun den ausländischen Satz versteuern muss nehme ich gerne in Kauf gegenüber dem Risiko ohne OSS Registrierung die Lieferschwelle zu überschreiten und mich dann in jedem Land umsatzsteuerlich registrieren lassen zu müssen.
 

Rektor

Sehr aktives Mitglied
22. November 2011
674
296
Ich hab mir also bei dem Schritt schon etwas dabei gedacht.

Das ich nun den ausländischen Satz versteuern muss nehme ich gerne in Kauf gegenüber dem Risiko ohne OSS Registrierung die Lieferschwelle zu überschreiten und mich dann in jedem Land umsatzsteuerlich registrieren lassen zu müssen.
Dann passt das doch.
Irgendwann muss fast jeder sich für OSS anmelden. Du hast es bereits frühzeitig getan, somit sicherlich in Zukunft eher eine Routine in der Abwicklung.
Jedoch stellt die eventuell mögliche Überschreitung der Lieferschwelle kein "Muss" dar, denn das Risiko der eventuell möglichen Überschreitung der Lieferschwelle ist kein vorhersehbarer Grund, sich bei OSS anzumelden.

Denn bei unvorhersehbaren Käufen kannst du dich jederzeit bei OSS anmelden, wenn die Lieferschwelle in 2020 und bis einschl. 2 Quatal 2021 nicht überschritten wurde, zudem im 3. Quatal 2021 nicht absehbar ist.

Viel Glück.
 

Rektor

Sehr aktives Mitglied
22. November 2011
674
296
Meine Lösung ist für mich perfekt und extrem einfach.
Ich versende nur noch weltweit, excl. EU - also kein Aufwand mit irgendwelchen Behörden.
Wenn man sich das als Händler leisten kann..

Wir können das leider nicht, auf Kunden innerhalb der EU zu verzichten. Denn das ist der überwiegende Teil der Auslandskunden.

Der einfache Weg ist meistens nicht der beste....
 

pokershop

Gut bekanntes Mitglied
25. Dezember 2007
132
4
Habe jetzt gerade entdeckt, dass die neuen Umsatzsteuersätze von den anderen EU Ländern nur bis zum 7.7 richtig übernommen wurden und von da an ist wieder überall der normale Steuersatz von 20% (Österreich) bei allen verwendet worden. Außer bei Deutschland, hier ist nach wie vor der korrekte Satz von 19% drinnen (das war aber schon seit 2017 so). Bewusst habe ich nichts umgestellt. An was kann das liegen? Im Webshop zeigt es den Kunden aus anderen Ländern auch die falsche Umsatzsteuer an.

Kann mir hier bitte jemand weiterhelfen?
 

Leo Versand

Aktives Mitglied
10. Oktober 2016
44
2
Kurze Frage: wenn ich den OSS nicht am 1.7.2021 im JTL aktiviert habe, sondern bisschen später, soll ich dann alle Rechnungen zwischen 1.7 und die Aktivierungsdatum anpassen?
 

smandrew

Aktives Mitglied
18. Dezember 2017
20
1
Da Q3 bald endet, würden wir uns schon Gedanken machen, wie die zu BZSt. hochzuladende Datei aussehen soll. In der Ameise habe ich kein neues Exportformat gefunden.

Gibt es dafür eine Lösung schon?
 

intrinsicforce

Sehr aktives Mitglied
4. Oktober 2015
671
100

smandrew

Aktives Mitglied
18. Dezember 2017
20
1
Dafür braucht es auch kein neues Exportformat. Wie das aussehen kann kommt drauf an wie und womit du deine Buchhaltung machst..
Das mit dem Steuerberater abgestimmte Format der csv ist natürlich klar, so läuft das seit Jahren.
Ich meinte das Format der csv Datei, die im Rahmen des OSS nach jedem Quartal hochgeladen werden muss.
Ob euch das bekannt ist und wenn ja, wie man das aus der Wawi holt?
 
Zuletzt bearbeitet:

smandrew

Aktives Mitglied
18. Dezember 2017
20
1
Das mit dem Steuerberater abgestimmte Format der csv ist natürlich klar, so läuft das seit Jahren.
Ich meinte das Format der csv Datei, die im Rahmen des OSS nach jedem Quartal hochgeladen werden muss.
Ob euch das bekannt ist und wenn ja, wie man das aus der Wawi holt?
Falls jemand noch betroffen ist, hier die Antwort vom BZSt:

"Guten Tag,
hinsichtlich der Realisierung der Importfunktion kommt es zu zeitlichen Verzögerungen. Die Funktion wird frühestens Anfang Januar 2022 für die Abgabe der Steuererklärung zum 4. Quartal 2021 zur Verfügung stehen. Die Steuererklärungsdaten zum 3. Quartal 2021 werden noch manuell eingegeben werden müssen.
Das Steuererklärungsformular für das 3. Quartal 2021 ist seit dem 01.10.2021 im BOP verfügbar.
Die Angaben in der Steuererklärung sind manuell einzutragen. Es ist geplant, für zukünftige Quartale einen Datenimport zur Verfügung zu stellen."
 

jtldudel

Sehr aktives Mitglied
4. Januar 2018
636
207
Ich weiß das ist hier schon ne Weile her aber kann mir jemand sagen ob das SQL Skript von JTL auch in einer aktuellen 1.6 funktioniert?
 

espressointernational

Aktives Mitglied
14. Juli 2020
6
3
Hallo,
wir merken aktuell in der Buchhaltung ( Datev-Export), dass es Probleme gibt mit der Typisierung der Steuerklassen.
Wir haben viele Steuerklassen (Kaffee, Milch, Gebäck, Zubehör ...) und können einen Steuertypen immer nur einmal zuweisen.

Nun haben wir aber mehr Steuerklassen als Steuertypen.

Wie können wir hier reagieren?

Danke im Voraus.
 

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