Neu Versandart nach dem Ausliefern ändern

harlix

Aktives Mitglied
10. Januar 2013
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Hallo,

wir nutzen den Auslieferungsprozess in der Wawi, um Auftragsdaten an ein nachgelagertes System zur Produktionssteuerung zu exportieren. Die "ausgelieferten" Aufträge sind dann unter Lieferscheine->offen zu finden, bis die Versanddaten später importiert und die Lieferscheine mit Trackingdaten versehen werden. Die Versanddaten sollen dann automatisch von der Wawi an Amazon übermittelt werden.

Wir arbeiten allerdings mit verschiedenen Transporteuren und Versandtypen und es wird erst beim tatsächlichen Versand im Warenausgang entschieden, welche Versandart letztendlich verwendet wird. Die Katze beißt sich hier in den Schwanz, da die Wawi es nicht ermöglicht, Aufträge ohne zugewiesene Versandart auszuliefern. Wir müssen also in der Wawi bei jedem Auftrag erst einmal eine Fake-Versandart setzen um ausliefern zu können.

Leider verlangt Amazon in letzter Zeit bei den Versandbestätigungen immer genauere Angaben über die beauftragten Versanddienstleister und deren Versandtypen (Ship-Method). Die Versanddaten werden meines Wissens nach beim Bestätigen in der Wawi als DirectCall an Amazon übermittelt, wobei der in der Versandart hinterlegte CarrierCode und der Versandartname als ShipMethod übertragen wird.

Das bedeutet, dass wir beim Import von Sendungsdaten die Versandart anpassen müssen, um CarrierCode und ShipMethod korrekt an Amazon zu übertragen. Da die Wawi hierfür keine direkte Möglichkeit bietet, haben wir uns folgendes 2-schrittiges Vorgehen per externem SQL-Script überlegt:
  1. Sobald neue Sendungsdaten vorliegen, wird ein zusätzliches Paket für den jeweiligen Lieferschein mit der entsprechenden Tracking-Nummer und der korrekten Versandart erzeugt. Dies erfolgt per SQL über die Stored Procedure Auslieferung.spPicklistenAusliefern_PaketeErzeugen.
  2. Das ursprüngliche, initiale Paket, das beim Ausliefern automatisch mit der Fake-Versandart erzeugt wurde, wird in der Datenbank per SQL-Befehl DELETE FROM tVersand WHERE kLieferschein = 12345 AND cIdentCode = '' gelöscht. Der Befehl löscht alle Pakete eines Lieferscheins mit kLieferschein = 12345, für die keine Tracking-Nummer hinterlegt wurde. Das trifft auf alle Pakete zu, die nicht vorher per StoredProcedure angelegt wurden.
Das Löschen in Schritt 2 wird also nach dem Erzeugen des "echten" Pakets über den Stored-Procedure-Call ausgeführt und sorgt dafür, dass die Lieferscheine in der Wawi aus der Ansicht Offen in die Ansicht Versendet rutschen. Dies würde ansonsten nicht passieren, da das initiale Paket bis in alle Ewigkeit unbestätigt bliebe.

Fragen an die Wawi-Entwickler*innen bzw. SQL-kundigen:
  1. Ist das Vorgehen in dieser Form seiteneffektfrei umsetzbar? Oder gibt es hier eine elegantere Lösung? Insbesondere das Löschen des ursprünglich angelegten Pakets in Schritt 2 soll nicht zu Inkonsistenzen in der Datenbank führen.
  2. Wird bei dem beschriebenen Vorgehen der Versandstatus für das über die Stored Procedure erzeugte Paket automatisch per DirectCall bei Amazon gesetzt? Oder muss das extra getriggert werden?

Viele Grüße

Felix
 
Zuletzt bearbeitet:

harlix

Aktives Mitglied
10. Januar 2013
8
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Hallo zusammen,

ich hatte vor langer Zeit diesen Thread erstellt, auf den es keine Antworten gab. Das Thema war zunächst für uns nicht mehr wichtig, ist jetzt aber wieder aktuell geworden:

Unser Problem besteht darin, dass wir beim Ausliefern noch nicht wissen, mit welchem Versanddienstleister unsere Ware verschickt wird. Das wird erst in einem nachgeschalteten Fremdsystem ermittelt. Dieses System stellt am Ende eine CSV-Datei mit Sendungsdaten bereit, die in die Wawi zurückimportiert werden (Versanddatenimport). JTL Wawi setzt dann den Versandstatus auf den Verkaufsplattformen (Ebay, Amazon usw). Der Import der Sendungsnummern funktioniert gut, aber es kann offenbar kein Versanddienstleister (Carrier) gesetzt werden. Die Wawi geht wohl davon aus, dass die ursprüngliche Versandart des Auftrags korrekt ist und überträgt den darin hinterlegten Carrier mit der importierten Sendungsnummer an die Plattformen. Das wiederum führt dazu, dass z.B. eine DHL-Sendungsnummer mit dem Carrier-Code 'DPD' bei Amazon landen, was natürlich problematisch ist.

Unser bisheriger Lösungsansatz:
  1. Wir haben für jeden Versanddientleister, mit dem wir zusammenarbeiten, in der Wawi eine Versandart angelegt.
  2. Bevor wir die Sendungsdaten importieren, lassen wir ein SQL-Skript laufen, welches die Versandarten der jeweiligen Lieferschein-Sendungen in der Wawi-Datenbank korrigiert.
  3. Beim anschließenden Import der Sendungsnummern treffen diese auf Sendungen mit den korrigierten Versandarten, zu denen passende Carrier-Codes hinterlegt sind.
Die Korrektur der Versandarten erfolgt ausschließlich in der Tabelle tVersand für die Sendung, die automatisch beim Ausliefern zum Lieferschein angelegt wurde:

Code:
UPDATE dbo.tVersand SET kVersandArt = ...

Die Versandart des Auftrags selbst wird nicht verändert, da hier Versandkosten hinterlegt sein können und eine nachträgliche Änderung den Gesamtwert des Auftrags ändern könnte, für den zu diesem Zeitpunkt schon eine Rechnung erstellt wurde.

Mit dieser Lösung werden die Sendungsdaten korrekt an die Verkaufsplattformen übertragen, sobald wir die Sendungsnummern über den Versanddatenimport in die Wawi importieren. Bisher konnte ich keine negativen Seiteneffekte feststellen.

Meine Frage in die Runde an Euch Experten: Kann dieses Vorgehen zu Problemen oder Inkonsistenz von Daten führen? Kann es potenziell zu Fehlern kommen, wenn die Versandart einer Sendung in der Wawi nach dem Update nicht mehr der Versandart des Auftrags entspricht, zu der sie gehört? Da wir hier direkt in die Datenbank schreiben, bin ich lieber vorsichtig und würde mich freuen, Eure Meinung dazu zu hören.

Vielen Dank im Voraus und Grüße

Felix
 
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squip

Gut bekanntes Mitglied
16. März 2007
97
26
Mich würde auch mal interessieren ob es für "harlix" Problem eine Lösung gibt. Bei uns ist es exakt genauso.
 

squip

Gut bekanntes Mitglied
16. März 2007
97
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Es wäre doch sicherlich möglich wenn beim Versanddatenimport auch die Versandart gesetzt/geändert werden könnte. So könnte man in der CSV-Import-Datei die Versandart hinterlegen lassen.
Hier müsste JTL allerdings die Möglichkeit dazu schaffen da dies aktuell leider nicht möglich ist.
 
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