Neu Unzufriedenheit mit dem JTL-Support

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ple

Sehr aktives Mitglied
20. August 2019
853
180
Bugs hin oder her, es ist schon traurig was hier getrieben wird seitens JTL. Die User helfen sich hier gegenseitig, weil irgendwas nicht läuft. Klar könnte man auch 1 Stunde Zeit mit Ticket verbringen, aber will man das? Wer bezahlt die Stunde?
Siehe dieses Ticket hier mit den speichern von Globalen Textbausteinen aus der GUI heraus. und das anscheinend nur, weil der Trigger nicht ausgelöst wird?
https://issues.jtl-software.de/issues/WAWI-85988
und gelöst in der .5 ist es anscheinend auch nicht. Und sehr wahrscheinlich nur 5 min Sache um es zu beheben. Und wenn es Auswirkungen auf andere Module haben sollte, die die erst herausfinden müssten, dann haben die keinen Überblick über ihre Software mehr und das endet irgendwann mal ganz böse.
Ich vertrete auch die Meinung, wenn ich für etwas bezahle, dann soll es auch funktionieren.
Also, JTL darf gerne einen Bugschuss mal bekommen, dass denen da oben mal klar wird, wie mit Bestandkunden und Problemen umgegangen wird. Da fühle ich mich ja bei Tesla noch besser aufgehoben.

Gruß
 

NoOne

Sehr aktives Mitglied
16. März 2024
569
188
Könntest Du dazu mal ein paar Informationsseiten zitieren @NoOne ?
Soweit mir bekannt ist gelten die HIER GUT ZUSAMMENGEFASSTEN Vorgaben auch weiterhin.

Kurz, Produkthaftungsgesetz greift wenn zugesicherte Eigenschaften nicht erfüllt werden.
Das hab ich doch gar nicht bestritten? Aber im B2B ist das alles lockerer. Gerade was in den AGB stehen darf und wann die AGB wirksam werden ist im B2B gänzlich anders. Eine Pflicht für Ticket-Support besteht nun mal nicht. Und Bugs werden ja behoben. Aber die Zeit, die dafür benötigt wird, ist nicht gesetzlich geregelt, bzw. vom Gesetzgeber bewusst schwammig gehalten. Man muss Bugs melden können. Das kann man. Im Forum und notfalls auch per E-Mail. Einen gesetzlichen Anspruch auf Rückmeldung, eine genaue Reaktionszeit oder gar eine Bearbeitung durch einen Mitarbeiter gibt es schlicht nicht. Die Reaktionszeiten im Ticket-Support sind über die SLAs vertraglich geregelt, aber einen gesetzlichen Anspruch auf kostenlosen Ticket-Support hat man auch nicht. Anspruch hat man nur auf die Beseitigung des Mangels. In dem Dokument steht auch nichts anderes.

Außerdem stellt JTL einen Issue-Tracker zur Verfügung, über die Fehler in der Software kann man sich also im Voraus informieren. Damit sind bestimmte Mängel (alle bekannten zumindest) bei Vertragsabschluss schon bekannt und ein B2B-Kunde ist quasi "selbst schuld" wenn er das nicht beachtet.

Es kann freilich nicht alles ausgeschlossen werden, aber wie gesagt... Im B2B ist das deutlich laxer als im B2C.
 
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dc-nico

Sehr aktives Mitglied
Und Bugs werden ja behoben. Aber die Zeit, die dafür benötigt wird, ist nicht gesetzlich geregelt, bzw. vom Gesetzgeber bewusst schwammig gehalten. Man muss Bugs melden können. Das kann man. Im Forum und notfalls auch per E-Mail.
Kurz noch hierzu, wenn eine Software gut läuft und man durch diese unrealistisch vielen Neuerungen alles kaputt macht, muss man auch wieder zurück zur stabilen Version gehen und keine Updates mit diesen ganzen Fehlern zulassen.
Die Betaphasen wie z. B. für den Lister 2.0 wurden mangelhaft durchgeführt, da man ansonsten schon nach dem ersten Versuch bemerkt hätte, dass es komplett falsch programmiert wurde, und unzählige Fehler hat.
Nachgewiesen habe ich das schon nach meinem ersten versuch, Artikel einzustellen und einen Import vorzunehmen.
Welcher Betatester hat denn hier Artikel von Amazon importiert, wenn der Vater nicht hätte importiert werden dürften, was aber bei jedem Import erneut geschieht.
Auch die Zuordnung der Varianten funktioniert nur mittels unnötiger und unverständlicher Vorgehensweise.
Was soll dieses ganze Theater und diese Ausreden seiten Support, man hätte zu viel zu tun.
Interessiert mich überhaupt nicht und wenn es so ist, muss der Support sich in der Geschäftsleitung Beschwerden.
Oder sollen wir das übernehmen???
 
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hula1499

Sehr aktives Mitglied
22. Juni 2011
5.388
1.314
Interessiert mich überhaupt nicht und wenn es so ist, muss der Support sich in der Geschäftsleitung Beschwerden.
Oder sollen wir das übernehmen???

Die Geschäftsleitung und die jeweiligen PMs sind ja für den ganzen rundherumschlamassel der letzten 1-2 Jahre alleinverantwortlich.
Der Support kann auch nur mit dem arbeiten was zur Verfügung steht.

Das Sprichwort mit dem Fisch und dem Kopf dürfte halt recht gut zu JTL passen.
 

dc-nico

Sehr aktives Mitglied
Und by the way: Eigentlich gibt es ja bereits eine Art Austauschformat: Dieses Forum. In dem es von Verbesserungsvorschlägen nur so wimmelt. Daher muss man schon skeptisch sein, warum es eines neuen Formats bedürfen sollte, wenn nicht mal das bestehende so genutzt wird, wie es genutzt werden könnte und wie es ja früher auch üblich war. Es ist also nicht so, als würde man hier unbedingt etwas Neues erfinden müssen.
Mittlerweile muss ich Frankell hier Recht geben und werde entsprechende Schritte vornehmen.

Gruß,
NICO
 

blackes

Sehr aktives Mitglied
4. Februar 2018
156
120
Also ich muss jetzt auch mal meinem Unmut Luft machen. Es kann doch nicht sein, dass so essenzielle Sachen nicht funktionieren, wie Mediendateien mit der Ameise zu importieren. Das sind Dinge, die in den letzten 10 Jahren nie ein Problem waren. Wir stellen seit Jahren unseren Kunden PDF´s zu unseren Produkten zur Verfügung. Sei es Sicherheitsdatenblätter oder technische Informationen, wie Anwendungsempfehlungen oder Produktdatenblätter. Was muss man denn da rumvoten. Das sind Basisfunktionen. Sowas muss einfach funktionieren und wenn es das nicht tut, dann muss das umgehend gefixed werden.

Wenn ich mir ein Auto kaufe und das schaltet nicht in den letzten Gang und es stellt sich raus, dass von diesem Problem alle Fahrzeuge dieses Models betroffen sind, dann wird das behoben. Dann muss man nicht voten ob das repariert werden soll. Es muss repariert werden! Auch wenn das Auto auch ohne den letzten Gang fährt, kann man doch nicht so tun als wäre das, dass Problem des Kunden und dann fürs reparieren noch Geld verlangen!

So agiert ihr aber mittlerweile. Ihr verursacht mit euren ständigen schlechten Updates, "innovativen" neun Funktionen und Fixes immer neue Probleme und wir Kunden sollen dann dafür bezahlen, dass Ihr die Probleme, die Ihr verursacht habt, wieder behebt.

Ich kann mir vorstellen, dass die Servicemitarbeiter*innen echt alle Hände voll zu tun haben, aber in solchen Fällen gibt es nichts zu voten, nur zu handeln!

Außerdem finde ich es ehrlich gesagt unmöglich, dass inzwischen nicht einmal mehr die Stable Varianten der Wawi Updates funktionieren. Die letzte "Stable" war eine Katastrophe!
Leute ganz ehrlich, an der JTL WaWi sitzen keine Hobbyisten - an dem Programm hängen Arbeitsplätze und Millionen von Umsätze! Ihr könnt nicht so einen Murks rausbringen und auf der anderen Seite ständig irgendwelche neuen "Funktionen" einbauen, die im Grunde kein Mensch braucht. Bitte kümmert euch doch mal darum, dass das was die WaWi seit über einem Jahrzehnt an Funktionen geboten hat, einfach funktioniert, bevor ihr euch ständig mit neuem Kram die Leute nervt.

Ich brauch mir nur Greyhound anzuschauen. Wir haben uns 2 Wochen lang mit dem Gerümpel beschäftigt und uns das angeschaut. Danach haben wir das komplette Projekt Greyhound eingestampft. Ich bin überzeugt davon, dass 8 von 10 WaWi Kunden dieses ach so innovative Tool nicht brauchen - vor allem nicht wenn man die selbe Zeit aufwendet und sich nach Alternativen umschaut.

Stellt endlich wieder sicher, dass Stable Versionen wirklich laufen! Lasst die Grundfunktionen, die man fürs tägliche Geschäft braucht in Ruhe! Findet endlich eine praktikable Lösung für´s Amazonlisting und Ebaylisting. Amazon Lister 2.0 ist bei uns der Firma mittlerweile Voldemort. Wer das laut ausspricht muss eine Runde Kaffee ausgeben!!

Es ist so traurig was Ihr euren Kunden da zumutet. Das ist unfertig. Das ist unpraktikabel. Das ist mit soviel Aufwand verbunden, dass es unterm Strich viel zu kosten- und arbeitsintensiv ist. Es ist einfacher in der Sellercentral zu listen und die Angebote im nachhinein in die WaWi zu importieren, als eure Systeme zu nutzen. Was okay wäre. Da könnten wir mit leben.... Aber dann hört auf so einen Quatsch zu entwickeln und konzentriert euch auf die wesentlichen Funktionen. Und vor allem bringt den Kram erst raus, wenn er auch funktioniert und man sich als User nicht qualvoll durch dieses Forum kämpfen muss, weil man vor lauter Fehlermeldungen an seinem eigenen Verstand zweifelt!!!

Den Beiträgen hier nach zu urteilen, sind wir sicher nicht die Einzigen, die genau so denken. Von euren Servicepreisvorstellungen und den ohnehin gestiegenen Kosten bei euch, will ich erst garnicht anfangen. Es ist traurig wo sich JTL die letzten 2 Jahre hinentwickelt hat. Man arbeitet jetzt seit über 10 Jahren mit euren Programmen und hat mittlerweile wirklich kein gutes Gefühl mehr euch weiterzuempfehlen. Bei jeder Neuerung, bei jedem Update hat man schon vorher Bauchschmerzen weil man nicht nur befürchten muss, dass bekannte Fehler nicht behoben wurden, sondern auch, dass eure neuen "Features" nicht nur nicht funktionieren, sondern zusätzlich noch bekannte und eingespielte Betriebsabläufe killen, weil wieder irgendwelche bestehenden Funktionen fehlerhaft sind.

Ich muss ehrlich sagen, dass wir momentan absolut enttäuscht und unzufrieden sind. Sowohl mit dem Service, als auch mit der Art und Weise wie ihr die WaWi "betreut und weiterentwickelt"

So! Vermutlich werde ich hier keine Antwort auf mein Geschriebenes bekommen aber zumindest bin ich es mal los geworden und hoffe, dass Ihr euch die hier geschriebenen Kommentare mal durch den Kopf gehen lasst! Der Tenor hier scheint ja ziemlich eindeutig zu sein.
 
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blackes

Sehr aktives Mitglied
4. Februar 2018
156
120
Kurz noch hierzu, wenn eine Software gut läuft und man durch diese unrealistisch vielen Neuerungen alles kaputt macht, muss man auch wieder zurück zur stabilen Version gehen und keine Updates mit diesen ganzen Fehlern zulassen.
Die Betaphasen wie z. B. für den Lister 2.0 wurden mangelhaft durchgeführt, da man ansonsten schon nach dem ersten Versuch bemerkt hätte, dass es komplett falsch programmiert wurde, und unzählige Fehler hat.
Nachgewiesen habe ich das schon nach meinem ersten versuch, Artikel einzustellen und einen Import vorzunehmen.
Welcher Betatester hat denn hier Artikel von Amazon importiert, wenn der Vater nicht hätte importiert werden dürften, was aber bei jedem Import erneut geschieht.
Auch die Zuordnung der Varianten funktioniert nur mittels unnötiger und unverständlicher Vorgehensweise.
Was soll dieses ganze Theater und diese Ausreden seiten Support, man hätte zu viel zu tun.
Interessiert mich überhaupt nicht und wenn es so ist, muss der Support sich in der Geschäftsleitung Beschwerden.
Oder sollen wir das übernehmen???
Kann mich dir nur anschließen. Dann müssen Sie eben Leute einstellen. Das kann nicht in unserer Verantwortung sein. Ich erinnere gerne mal an das Debakel mit der Einführen GPSR ...
Alles viel zu spät und mangelhaft. Keine echte Hilfestellung. Niemand bei JTL kannte sich aus.
Eine einzige Katastrophe. Alles was dort umständlich doppelt gemacht wurde oder im Nachhinein "geflickt" wurde, hätte man im Vorfeld richtig machen können. Das Gesetzt zu dem Thema war jahrelang bekannt. JTL hat hier eindeutig in Kauf genommen, dass wir Schaden durch Abmahnungen erleiden. Das war unterste Schublade. Erstrecht wenn man versteht, dass nichts von alle dem überraschend kam, sondern klipp und klar schon Jahre vorher bekannt war.

Ich kenne die Umstände bei JTL nicht, aber man hat wirklich manchmal das Gefühl, da programmieren Studenten irgendwas zusammen, die wirklich absolut keine Ahnung haben auf was es im Handel ankommt. Als wüsste niemand dort, dass Existenzen an dem Programm hängen und die WaWi für uns kein Hobby ist, sondern das wir mit dem Werkzeug JTL WaWi, uns, unsere Familien, unsere Mitarbeiter und deren Familien ernähren.


Naja ich denke ich habe jetzt genug dazu geschrieben..
 
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Verkäuferlein

Sehr aktives Mitglied
29. April 2012
2.618
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Mal eine Frage zwischendurch, die da auch mit reinspielt...

Ist der Issue-Tracker eigentlich irgendwie kaputt?

Wenn ich mir die von mir gevoteten / beobachteten Tickets aufrufen will, werden mir irgendwelche Tickets (auch welche mit 0 Beobachtern und 0 Votes) angezeigt, an die ich mich nicht erinnere, dass diese für mich relevant wären.
Springen auf Seite 2 geht auch nicht, wenn ich 100 Einträge / Seite wähle, obwohl ich zuletzt irgendwas um die 200 Tickets unter Beobachtung hatte.

Und alle Tickets ohne Einschränkungen und ohne Filter nach Votes sortieren führt zu "Keine Ergebnisse gefunden".
 

dc-nico

Sehr aktives Mitglied
Wir müssen einfach ein mal ehrlich sein, glaubt wirklich jemand, dass sich die Programmierer hier über diese Probleme Gedanken machen?
Ich sage euch wie es läuft.
Support verdient mit den Tickets, Hilfestellungen, Ausbau von neuen kostenpflichtigen Erweiterungen Geld und nicht mit dem kostenlosem Support.
Da muss auch keiner hier irgendwelche Versprechungen machen oder sonstige Mährchen erzählen.
Wie schon angekündigt, bin ich dabei, eine neue Software zu programmieren und mich so in Zukunft von niemandem mehr abhängig zu machen.
Es wird da keine dummen Extras geben, welche die Software nur langsam machen und Abstürze verursachen, sondern die essenziellen Funktionen bereitstellen.
Wenn dann irgendwelche zusätzlichen Sachen benötigt, muss auf eigenständige Programme ausweichen, welche sicher auch ohne die Verlangsamung des Hauptprogramms funktionieren.
Des weiteren wird dieser Sachverhalt an die Verbraucherzentrale weitergeleitet, denn hier werden seit Jahren kontenpflichtige Schnittstellen angeboten, bei welche nachweislich trotz zahlreicher Fehlermeldungen keine Fehlerbeseitigung vorgenommen wird.
gerne kann ich unzählige Beiträge nennen, welche seit Jahren unbearbeitet geblieben sind.
 

SebiW

Sehr aktives Mitglied
2. September 2015
3.043
1.592
Verbraucherzentrale wird Dir nicht helfen. Wir sind Händler, keine Verbraucher.
Aber ja, JTL hat sich offensichtlich neu positioniert. Sowohl die Änderung der Gebührenstrukturen als auch die offensichtlich Neupriorisierung von relevanzen innerhalb des Produktsortiments sprechen dafür.
Keine Ahnung ob JTL sich damit abschafft. Es wird schon einen Businessplan mit Zielorientierung geben. Wir und viele andere sind offensichtlich nicht mehr Ziel der Unternehmensphilosophie.

Damit lebt man oder zieht wie auch immer geartete Konsequenzen aus dieser Änderung. Ich vermute für JTL sieht das Stand jetzt alles ganz toll aus.

Unternehmensumsatz und Gewinn steigt dank neuer Gebührenstruktur im Hauptprojekt und den zugekauften Nebenprojekten. Halt die typisch kurzsichtige Halbjahresbilanzbonuskacke die solche Unternehmen kurzfristig pushen und dann langfristig platzen lassen. Bis dahin hat der Investor aber seinen Reibach sicher gemacht.
 
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dc-nico

Sehr aktives Mitglied
Das stimmt, hier habe ich wohl die falsche Aussage getroffen, was Verbraucher angeht.
Fakt ist, meine Software wird erstellt und wenn es mich weiter so ärgert, wird diese auch in den vertrieb kommen.
Da ich ebenfalls eine komplette Finanzsoftware integriert habe, wird es sicher auch für viele andere Verkäufer interessant sein.
So ist das nun mal im leben, wenn man zu viel will, bleibt man irgendwann auf seinem Mist sitzen.
 

dc-nico

Sehr aktives Mitglied
Es tut sich nichts.
Daher hier einmal die Rechtliche Seite zum Problem:
In der rechtlichen Auseinandersetzung mit Softwareherstellern wie JTL gibt es eine klare Hierarchie zwischen dem, was in den AGB steht, und dem, was das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) vorschreibt. Wenn Sie für eine Leistung bezahlen, haben Sie starke gesetzliche Rechte, die durch AGB nicht einfach ausgehebelt werden können.

Hier ist die eindeutige Rechtslage für Ihren Fall:

1. Die Rechtsgrundlage: Miete statt Kauf​

Da Sie für die Schnittstelle eine laufende Gebühr bezahlen, handelt es sich rechtlich um einen Mietvertrag (Software-as-a-Service). Hier gilt § 535 Abs. 1 S. 2 BGB:

"Der Vermieter hat die Mietsache dem Mieter in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und sie während der Mietzeit in diesem Zustand zu erhalten."
Das bedeutet für Sie:

  • Erhaltungspflicht: JTL ist gesetzlich verpflichtet, Fehler zu beheben, die die Funktion der Schnittstelle beeinträchtigen.
  • Beweislast: Wenn der Fehler "nachweislich" existiert und von vielen bestätigt wurde, ist der Mangel offensichtlich. Sie müssen nicht beweisen, warum der Code falsch ist, sondern nur, dass das Programm nicht tut, was es soll.

2. Ihre konkreten Rechte bei dauerhaften Bugs​

Wenn JTL einen bestätigten Fehler über Monate nicht behebt, stehen Ihnen folgende Rechte zu:

  • Minderung der Gebühr (§ 536 BGB): Solange die Schnittstelle nur eingeschränkt funktioniert, ist die monatliche Gebühr automatisch kraft Gesetzes gemindert. Sie müssen theoretisch nicht den vollen Preis zahlen.
  • Schadensersatz (§ 536a BGB): Entstehen Ihnen durch den Bug nachweisbare Schäden (z. B. entgangene Verkäufe oder manueller Mehraufwand), ist der Hersteller schadensersatzpflichtig, wenn er den Fehler kannte und nicht behoben hat.
  • Selbstvornahme (§ 536a Abs. 2 BGB): Theoretisch könnten Sie den Fehler durch Dritte beheben lassen und die Kosten JTL in Rechnung stellen (in der Praxis bei geschlossener Software schwer umsetzbar, aber rechtlich ein starkes Druckmittel).

3. Was ist eine "zeitnahe" Behebung?​

Das Gesetz spricht von einer angemessenen Frist.

  • Bei geschäftskritischen Schnittstellen (z. B. Bestandsabgleich) sind 2 bis 4 Wochen für eine Fehlerbehebung oder zumindest einen funktionierenden Workaround üblich.
  • Mehrere Monate Wartezeit bei einer kostenpflichtigen Leistung sind rechtlich in der Regel nicht mehr angemessen.

4. Die "AGB-Falle" beim Support​

JTL argumentiert oft, dass kein " Ticket-Anspruch" besteht. Aber:

  • Fehlermeldung ist kein Support: Das Recht auf Mängelbeseitigung ist völlig unabhängig davon, ob Sie ein "Support-Paket" gebucht haben. Die Meldung eines Mangels ist eine Reklamation, keine Bitte um Hilfe. JTL muss Ihnen einen Weg einräumen, diese Mängel rechtssicher anzuzeigen.

Empfohlene Vorgehensweise (Die "Eskalationsstufe"):​

  1. Mängelrüge per Einschreiben/E-Mail: Schreiben Sie JTL formell an. Verweisen Sie auf die Ticket-Nummer oder den Issue-Tracker-Eintrag.
  2. Fristsetzung: Setzen Sie eine konkrete Frist (z. B. 14 Tage) zur Behebung des Fehlers.
  3. Zahlung unter Vorbehalt: Kündigen Sie an, die monatlichen Gebühren für die Schnittstelle nur noch unter Vorbehalt der Rückforderung zu zahlen, solange der Fehler besteht. Das macht deutlich, dass Sie bereit sind, die Zahlungen zu kürzen.
Zusammenfassend: JTL hat keine rechtliche Handhabe, Sie für eine defekte Schnittstelle monatlich voll zahlen zu lassen, während ein bekannter Fehler über Monate ignoriert wird. Das BGB
 
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SebiW

Sehr aktives Mitglied
2. September 2015
3.043
1.592
Jurist oder Chatgpt? Liest sich ein wenig wie letzteres. Mittlerweile schwer zu unterscheiden, beide, Juristen wie Chatgpt, sind gut darin im Brustton der Überzeugung Meinungen zu äußern die erstmal mit der Realität nicht viel zu tun haben müssen :D
 
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dc-nico

Sehr aktives Mitglied
Ist beides dabei, aber wie schon in Vergangenheit erwähnt sind Juristen in der Familie.
Es ist aber doch offensichtlich, dass man gezahlte Leistungen auch erhält.
Kein Mensch hat ja verlangst, dass man innerhalb von 24 Stunden eine Fehlerbehebung erwartet, aber hier ist es eindeutig, dass JTL nur noch auf Ausbau aus ist und da werde ich für Recht sorgen.
 
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