Neu Ermittlung des GLD überdenken (durchschnittlicher EK) ... Verfälschung von Gewinnmargen / Statistiken etc.

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  • Das Stable Release von JTL-Wawi 1.6 ist startklar: HIER gehts zum Forenbeitrag

wawi-dl

Sehr aktives Mitglied
29. April 2008
5.118
373
Hallo,

ich konnte nach 10min Suche nichts finden, wurden die Beiträge/Themen gelöscht?

Wir müssen leider das Thema GLD nochmals scharf anfechten, weil dieser einfach keinen Sinn macht, wir auch nicht wissen wie andere damit überhaupt arbeiten.

Wie JTL den GLD berechnet kann man ja hier nachlesen:
https://guide.jtl-software.de/jtl-w...tlung-in-jtl-wawi/#�-einkaufspreis-berechnung

Es gibt sicherlich Geschäftsfelder, bei denen diese Berechnen Sinn macht?
Wir können es aber leider überhaupt nicht nachvollziehen, wie ich auch dieser Basis meine Preise kalkulieren soll!

Ich bestelle 1.000 Artikel für 5€, es wird ein Teil abverkauft, bestelle dann nochmals 1.000 Stück nach, aber für 3€.
WARUM soll der GLD dann 4€ sein?

Ich möchte doch nach dem FIFO meine Kunden beliefern, sprich die ersten 1.000 Artikel werden mit 5€ EK als Basis verwendet für meinen VK.
Erst wenn ich dann diese Artikel los bin, kann ich doch den VK reduzieren, sofern ich will.

Unsere EKs schwanken wöchentlich, somit kann ich auch nicht Aufträge nachkalkulieren, da ich den EK immer verfälscht habe, ebenso dann auch die Statistiken etc.


Ich meine mal gehört zu haben, dass JTL "Berechnungsformlen" für den VK implementieren will, der aktuelle EK dann stets als Basis genommen wird, sobald sich dieser ändern.
Wann wird dies kommen? Wird JTL dann auch endlich die Berechnung des GLD ändern oder alternative Berechnungsmodi bereitstellen?

Oder bin ich der Einzigste der diese Probleme hier hat?

Danke
 

Verkäuferlein

Sehr aktives Mitglied
29. April 2012
1.281
381
An das Thema kann ich mich auch noch erinnern. ;)

Was ich jetzt auf die schnelle gefunden habe, sind die folgenden Threads, in denen das Thema angeschnitten wird:
https://forum.jtl-software.de/threads/einfacher-break-even-eines-artikels.125353/
https://forum.jtl-software.de/threads/wareneingang-rueckgaengig-machen.126918/
https://forum.jtl-software.de/threa...t-gld-statt-mit-ek-in-artikelhistorie.127221/

Allerdings gibt es den GLD in der 1.6 glaube ich gar nicht mehr, sondern nur noch einen Durschnitts-EK.
 
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MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
13.051
1.191
"Allerdings gibt es den GLD in der 1.6 glaube ich gar nicht mehr, sondern nur noch einen Durschnitts-EK."

Ich hoffe schwer, dass uns JTL das nicht einfach so unterjubelt mit der 1.6 - ohne detailliert darzustellen wie dies umgesetzt wurde, wo und wie genau, bis hin zur Lagerwertberechnung.

Denn der Lagerwert ist MEIN bereits versteuertes Vermögen / Kapital, jede Änderung muss offengelegt werden.
 

wawi-dl

Sehr aktives Mitglied
29. April 2008
5.118
373
"Allerdings gibt es den GLD in der 1.6 glaube ich gar nicht mehr, sondern nur noch einen Durschnitts-EK."

Ich hoffe schwer, dass uns JTL das nicht einfach so unterjubelt mit der 1.6 - ohne detailliert darzustellen wie dies umgesetzt wurde, wo und wie genau, bis hin zur Lagerwertberechnung.

Denn der Lagerwert ist MEIN bereits versteuertes Vermögen / Kapital, jede Änderung muss offengelegt werden.
Das ist der Knackpunkt!

Gehört jetzt nicht hierhin, aber die Lagerbewertung von Marc Völker ist meiner Meinung nach auch nicht korrekt, weil er sich ebenfalls immer nur auf den GLD bezieht.
Dieser GLD kann aber niemals stimmen, nur wenn die Bestände zum jeweiligen EK berechnet werden (was mMn eben nicht geschieht).

An das Thema kann ich mich auch noch erinnern. ;)

Was ich jetzt auf die schnelle gefunden habe, sind die folgenden Threads, in denen das Thema angeschnitten wird:
https://forum.jtl-software.de/threads/einfacher-break-even-eines-artikels.125353/
https://forum.jtl-software.de/threads/wareneingang-rueckgaengig-machen.126918/
https://forum.jtl-software.de/threa...t-gld-statt-mit-ek-in-artikelhistorie.127221/

Allerdings gibt es den GLD in der 1.6 glaube ich gar nicht mehr, sondern nur noch einen Durschnitts-EK.

Danke dir, du hast genau den Nagel auf den Kopf getroffen!
Wie man sieht, Thema dicht gemacht, auch die Ausführungen von Enrico sind für mich völlig falsch!
https://forum.jtl-software.de/threa...t-gld-statt-mit-ek-in-artikelhistorie.127221/

Der GLD ist völliger Murks, wenn ich 2 Artikel für 10€ und einen für 100€ einkaufe, dann darf mein GLD doch nicht 40€ sein, wir sprechen vom identischen Artikel (keine B-Waren).
Im Warenausgang wird immer der jeweilige EK gezogen, das habe ich in der DB gesehen, warum aber ein Auftrag mit GLD verrechnet wird, verstehe ich nicht.

Screenshot der JTL Wawi 1.6.29.2 ... kein GLD ersichtlich, nur "letzten EK", müsste man jetzt mal genauer anschauen was es damit auf sich hat.
 

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Verkäuferlein

Sehr aktives Mitglied
29. April 2012
1.281
381
Irgendwo habe ich das mal gelesen, dass der GLD rausfliegt und zum normalen Durchschnitts-EK wird. Ich konnte gestern aber die Info nicht ausfindig machen.
 

SebiW

Sehr aktives Mitglied
2. September 2015
1.963
719
Ehrlich gesagt verstehe ich das Problem an dieser Stelle nicht. Um auf das Beispiel von wawi-dl einzugehen:
Wenn ich 2 Artikel für 10€ und 1 Artikel für 100€ kaufe habe ich für 3 Artikel 120€ ausgegeben.
Der Durchschnitts EK dieser auf Lager befindlichen und ansonsten identischen Artikel liegt also bei 40€.
Wenn ich im Nachgang diese Artikel identisch behandle und verkaufe muss ich diese 40€ als Basis meines Preises zugrundelegen. Auch mein Lagerwert ist entsprechend, 3x 40 = 120€.
Wenn ich natürlich die beiden für 10€ bereits verkauft habe bevor ich den für 100€ kaufe muss der GLD für den einen Artikel entsprechend 100€ sein. So verhält sich die Wawi aber ja auch.

Ich glaube hier liegt schlicht ein Missverständnis vor:
Ich bestelle 1.000 Artikel für 5€, es wird ein Teil abverkauft, bestelle dann nochmals 1.000 Stück nach, aber für 3€.
WARUM soll der GLD dann 4€ sein?
Liegt er ja nicht. Ich bestelle 1000 Artikel für 5€. Ich verkaufe davon 500. Ich bestelle weitere 1000 Artikel für 3€.
Die Wawi rechnet [Bestand exkl. Lieferantenbestand] * [GLD des Artikel] + [Eingebuchter Bestand] * [EK der Bestellposition] / [Bestand exkl. Lieferantenbestand] + [Eingebuchter Bestand]
Also: 500 * 5 + 1000 * 3 / 500 + 1000 = 3,67 € GLD
Kaufe ich jetzt nochmal 100 für 10€ bedeutet das: 1500 * 3,67 + 100 * 10 / 1500 + 100 = 4,06 €
Da sich die Änderung des GLD immer auf den lagernden Bestand * vor der Buchung gültigen GLD bezieht gibt der Endwert immer den Durchschnittswert der aktuell lagernden Ware wieder.
Ich kann daran keinen mathematischen Fehler finden.

Edith sagt: Und automatisch wird der GLD nur gepflegt wenn man mit ER arbeitet. Also normal dass bei Dir nichts steht wenn das Feld nicht gepflegt wird :)
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
13.051
1.191
"Edith sagt: Und automatisch wird der GLD nur gepflegt wenn man mit ER arbeitet. Also normal dass bei Dir nichts steht wenn das Feld nicht gepflegt wird"

Man muss sich dem Thema genauer widmen.

1)
Bislang wurde der dEP gepflegt wie auch der letzte EK, auch ohne ER.
Es wird (wurde) nur ein WE benötigt, ob manuell oder aus einer Bestellung - egal.

2)
Der GLD wäre ja so gedacht, dass die Ware im Verkauf mit dem Preis bewertet wird, mit dem die Ware eingekauft wurde - in dem Beispiel also mit 10 ODER mit 100 Euro oder wenn 2 Stück vekauft werden die aus unterschiedlichen WE verkauft werden, dann 1 Stück mit 10 und 1 Stück mit 100 Euro. Ergibt also einen Warenwert von 110 Euro für 2 Stück.
Die Margenberechnung im Auftrag, auch im Hinblick auf Rabatt der gewährt werden kann, ist damit um so komplexer.
-> Auch bezogen auf ein Angebot, das erst später zu einem Auftrag wird und noch später geliefert und somit aus dem Lager gebucht wird, wenn der 1 Artikel für 10 Euro schon gar nicht mehr im Bestand ist.
Also wird der 10 Euro Artikel im Angebot reserviert oder im Auftrag ?
Wenn nicht, dann kann der 10 Euro Artikel schon weg sein und ich verkaufe dann schlimmstenfalls einen 100 Euro Artikel für den Preis von 50 Euro, weil ich dachte der Artikel kostet mich nur 10 Euro.

Also mir fehlt im Augenblick der Durchblick wie das in der praktischen Arbeit funktionieren soll ?

Und ja, mir ist klar, dass es mit dEP Differenzen geben kann, wenn es in der Zwischenzeit Wareneingänge gab, aber der dEP hat doch eine mehr ausgleichende Wirkung als der GLD.
 
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wawi-dl

Sehr aktives Mitglied
29. April 2008
5.118
373
Danke Sebi, unser GLD ändert sich ständig, wenn wir Ware verbuchen.

Deine Erläuterung leuchtet mir soweit jetzt ein, dann sehe ich es wohl aus einer anderen Brille.

Gerade JETZT in dieser COVID-Zeit, in denen die EKs explodieren, das geht bei uns von 10-500% hoch, da kann ich auf diese Berechnungsgrundlage nicht arbeiten.
Genau jetzt kann ich mir einen Vorteil verschaffen, wenn ich mein Lager voll gepumpt hab, dann kann ich meine 10.000 Artikel zu einem guten EK verkaufen und bin umsomehr konkurrenzfähig.
Es kommt hier also jetzt darauf an, wer wieviel gehortet / den längeren Atem hat.

Wir konnten so teilweise richtig gute Absätze fahren, weil viele Konkurrenten eben blank waren, deren EKs wir ebenfalls kennen und die eben Ihre Preise angepasst haben.
Jetzt hab ich noch 2.000 auf Lager, bestelle aber gleich 5.000 nach, aber zum doppelten Preis -> ich muss neue Preise kalkulieren.

Warum kann ich also nicht auf Basis von meinem alten EK alles abverkaufen?
Hätte man in JTL die Möglichkeit eine Formel zu hinterlegen (VK = dEK * 2 * 1,19), dann müsste ich nie VKs anpassen UND meine Kunden erhalten faire Preise UND ich kann immer mit meiner identischen Marge kalkulieren.

Dieser GLD ist für mich daher unbrauchbar.
 

Enrico W.

Administrator
Mitarbeiter
27. November 2014
6.790
1.191
Der GLD wird derzeit überarbeitet. Schlagt mich bitte nicht, aber wenn ich die Thematik so richtig verstanden habe, dann wird der GLD künftig anhand der Wareneingänge errechnet und benutzt dabei das Fifo-System. Ich kann aber noch nicht sagen, wann das live geht.
 
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SebiW

Sehr aktives Mitglied
2. September 2015
1.963
719
@MichaelH ja das hatte ich falsch im Kopf, Auszug dazu aus dem Guide:
Eingangsrechnungen nutzen: Mit dieser Option wird die Verarbeitung von Eingangsrechnungen in JTL-Wawi de-/aktiviert. Die Nutzung der Funktion Eingangsrechnungen bietet eine Übersicht Ihrer bezahlten oder gebuchten Lieferantenbestellungen. Das Aktivieren der Eingangsrechnungen hat zur Folge, dass der durchschnittliche Einkaufspreis (GLD) in den Artikelstammdaten von JTL-Wawi ausschließlich per Eingangsrechnung berechnet wird. Mit Eingangsrechnungen können zudem zur Berechnung des GLD Zusatzkosten, wie Zoll oder Versandkosten hinzugezogen werden. Sofern diese Option deaktiviert ist, können keine Eingangsrechnungen erstellt werden. Der durchschnittliche EK Netto (GLD) wird ohne Eingangsrechnung mit jedem Wareneingang in JTL-Wawi berechnet.
Da wir seit Ewigkeiten mit ERs arbeiten um genau diese Zusatzkosten mit abzubilden hab ich mich da falsch erinnert, sorry.

Der GLD macht NUR Sinn wenn es sich um Ware handelt, die sich abgesehen vom Preis in keinster Weise unterscheidet.

Stell Dir Schüttgut vor. Du kaufst 1 Tonne Mais für 100€, eine weitere Tonne für 200€ und dann nochmal 5 Tonnen für 50€. Das ganze kippst Du in einen Trog. In diesem Trog befinden sich jetzt vermischt 7 Tonnen Mais zu einem GLD von 1 * 100 + 1 * 200 + 5 * 50 / 7 = 78,57€.
Wenn jetzt ein Kunde 4 Tonnen Mais kauft ist nicht nachvollziehbar ob er zwei Tonnen teuren Mais und zwei Tonnen billigen kriegt, vier Tonnen billigen oder jede beliebige Konstellation dazwischen.
Der dEP wäre in diesem Szenario identisch.

Die beiden weichen aber massiv voneinander ab, wenn es sich nicht nur um einzelne Verkaufsprozesse handelt sondern um einen fließenden Vorgang.

Habe ich obiges Szenario, aber folgenden Verkaufsablauf: Ek 1 Tonne a 100€, VK 0,5 Tonnen, EK 1 Tonne a 200e, VK 0,5 Tonnen, EK 5 Tonnen @ 50€, VK 2 Tonnen, so bleibt der dEP gleich. Mein GLD steht aber bei:
0,5 * 100 + 1 * 200 / 1,5 = 166,67 € GLD zu 150 € dEP (1 Tonne a 100 + 1 Tonne a 200 /2)
1 * 166,67 + 5 * 50 / 6 = 69,44 € zu 78,57 dEP (1 Tonne a 100 + 1 Tonne a 200 + 5 Tonnen a 50 / 7)

-> Der durchschnittliche Warenwert meiner lagernden Ware ist niedriger als im 4 Tonnen auf einmal Szenario, da sich durch die Verkäufe zu unterschiedlichen Zeitpunkten (und wahrscheinlich auch unterschiedlichen VKs zum jeweiligen Zeitpunkt, wir sind ja alle nicht doof ;) ) die preisliche Zusammenstellung des Maises in meinem Trog geändert hat.
Keine von beiden Zahlen, dEP und GLD, sind falsch. Aber in obigem Szenario werde ich dem zweiten Kunden einen niedrigeren Preis auf Basis des dEP berechnen als auf Basis des GLD, dem dritten Kunden widerum einen höheren als auf Basis des GLD. Gilt andersrum natürlich genauso.

Also genau das Szenario (mit verkehrten Vorzeichen), das wawi-dl beschreibt. Arbeite ich auf Basis des dEP glätte ich Preisänderungen, arbeite ich auf Basis des GLD gebe ich Preisschwankungen direkter an den Kunden weiter. Beides hat Vor- und Nachteile.
 
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MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
13.051
1.191
Der GLD wird derzeit überarbeitet. Schlagt mich bitte nicht, aber wenn ich die Thematik so richtig verstanden habe, dann wird der GLD künftig anhand der Wareneingänge errechnet und benutzt dabei das Fifo-System. Ich kann aber noch nicht sagen, wann das live geht.

Hallo Enrico,

da kann ich mich nur wiederholen:

2)
Der GLD wäre ja so gedacht, dass die Ware im Verkauf mit dem Preis bewertet wird, mit dem die Ware eingekauft wurde - in dem Beispiel also mit 10 ODER mit 100 Euro oder wenn 2 Stück vekauft werden die aus unterschiedlichen WE verkauft werden, dann 1 Stück mit 10 und 1 Stück mit 100 Euro. Ergibt also einen Warenwert von 110 Euro für 2 Stück.
Die Margenberechnung im Auftrag, auch im Hinblick auf Rabatt der gewährt werden kann, ist damit um so komplexer.
-> Auch bezogen auf ein Angebot, das erst später zu einem Auftrag wird und noch später geliefert und somit aus dem Lager gebucht wird, wenn der 1 Artikel für 10 Euro schon gar nicht mehr im Bestand ist.
Also wird der 10 Euro Artikel im Angebot reserviert oder im Auftrag ?
Wenn nicht, dann kann der 10 Euro Artikel schon weg sein und ich verkaufe dann schlimmstenfalls einen 100 Euro Artikel für den Preis von 50 Euro, weil ich dachte der Artikel kostet mich nur 10 Euro.

Also mir fehlt im Augenblick der Durchblick wie das in der praktischen Arbeit funktionieren soll ?

Und ja, mir ist klar, dass es mit dEP Differenzen geben kann, wenn es in der Zwischenzeit Wareneingänge gab, aber der dEP hat doch eine mehr ausgleichende Wirkung als der GLD.




-> Ihr solltet dies nicht einfach so stillschweigend einführen, denn dies ist eine massive Änderung und ich werde hier ganz bestimmt eine Lagerbewertung DAVOR und DANACH fahren um festzustellen ob mein Vermögen durch diese Änderung vernichtet wird. Zudem hätte ich vermutlich auch eine Nachweispflicht gegenüber dem Finanzamt.

-> Denn der Lagerbestand ist bereits versteuert ! Dafür habe ich die Einkommensssteuer schon bezahlt und würde dann zudem mit einem sinkenen Vermögenswert bestraft.


Weiters wäre dann der Ausbau des Artikelkontos essentiell, denn heute bekommt man kaum Information aus den Buchungsdaten aus dem Artikelkonto heraus. Und das extra nochmal erwähnt, weil JTL das Artikelkonto schon abschaffen wollte, weil es ja das tolle WMS gibt ... das aber nicht jeder verwenden will und nicht verwenden wird.

-> Das ist also ein Mega-Thema !


SG, Michael
 
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Enrico W.

Administrator
Mitarbeiter
27. November 2014
6.790
1.191
Bin ich bei Dir, @MichaelH
Ich geb hier auch nur die mir vorliegenden Informationen weiter - und das auch noch ohne Gewähr auf Vollständigkeit.
Ich selbst hatte diese Diskussion hier im Forum auch schon einige male geführt, was sinnvoller wäre und ich nähere mich der Situation mit sehr ähnlichen Gedankengängen.
Ich kann ja noch mal die zuständigen Kollegen auf diesen Thread aufmerksam machen, mal schauen, was da noch kommt.
 
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SebiW

Sehr aktives Mitglied
2. September 2015
1.963
719
Wir konnten so teilweise richtig gute Absätze fahren, weil viele Konkurrenten eben blank waren, deren EKs wir ebenfalls kennen und die eben Ihre Preise angepasst haben.
Jetzt hab ich noch 2.000 auf Lager, bestelle aber gleich 5.000 nach, aber zum doppelten Preis -> ich muss neue Preise kalkulieren.

Warum kann ich also nicht auf Basis von meinem alten EK alles abverkaufen?
Hätte man in JTL die Möglichkeit eine Formel zu hinterlegen (VK = dEK * 2 * 1,19), dann müsste ich nie VKs anpassen UND meine Kunden erhalten faire Preise UND ich kann immer mit meiner identischen Marge kalkulieren.
Um auf dieses Szenario noch direkt einzugehen:
Ich habe 2000 Einheiten Ek 10€ VK 20€
Ich kaufe weitere 5000 Einheiten Ek 20€ VK 40€
Hier stellt sich tatsächlich die Frage: lohnt es sich, die 2000 Einheiten deutlich günstiger als der Markt verkaufen zu können, wohl wissend dass eine massive Preissteigerung ansteht.
Durchkalkuliert:
Ich verkaufe 2000 Einheiten für 40 K
Danach verkaufe ich 5000 Einheiten für 200 K, insgesamt also 240 K. Den Großteil der Ware muss ich allerdings ohne Preisvorteil gegenüber dem Markt verkaufen.

Arbeite ich auf Basis des GLD kann ich folgendermaßen vorgehen:
GLD ist 2000 * 10 + 5000 * 20 / 7000 = 17,14
In dem Szenario gehen wir davon aus, dass die Konkurrenz nur noch über teuer eingekaufte Ware verfügt.
Ich kann auf Basis des GLD die komplette Ware für 34,28 verkaufen. Das ist über den gesamten Lagerzeitraum der Ware billiger als die Konkurrenz.
Ich erlöse damit ebenfalls 240 K. Ich kann die Preissteigerung, die ich so oder so an den Kunden weitergeben muss, allerdings über den gesamten Zeitraum stabil halten und trotzdem unter Markt verkaufen.
 
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Manuel Pietzsch

JTL-Wawi
Mitarbeiter
2. Januar 2012
2.704
909
Hückelhoven
Hi Freunde,

hier sind tatsächlich Änderungen geplant und die Basis dafür haben wir schon in der JTL-Wawi 1.6 geschaffen. Ich hack das mal flott runter:

GLD wird durchschnittlicher Einkaufspreis

Bisher wurde hier nur der Text in den Artikeldetails umbenannt, die Logik dahinter hat sich noch nicht geändert.

Ist jetzt schon so
  • Die JTL-Wawi arbeitet intern mit FiFo.
  • Jede Bestandserhöhung erzeugt einen Wareneingang und jede Ausbuchung einen Warenausgang.
  • Warenausgänge buchen immer per FiFo die Wareneingänge aus.
  • Ein Bestand von 10 kann sich z.B. aus 3 Wareneingängen (3 + 5 + 2) ergeben.
  • Jeder Wareneingang hat einen eigenen Einkaufspreis (tWarenlagereingang.fEKEinzel), dieser wird aber nicht immer aktualisiert
Interne Änderungen
  • Der EK eines Wareneingangs kann manuell über die Eingangshistorie einsehen und geändert werden.
    • Auch massenhaftes Überschreiben ist möglich (z.B. mit dem EK des Standardlieferanten)
  • Das Ziel der 1.6 ist es diesen Wert immer korrekt zu halten:
    • Buche ich z.B. einen Wareneingang und dann erst die Eingangsrechnung, aktualisiert sich der Wert in den dazugehörigen Wareneingängen nach Buchung der Eingangsrechnung.
Wir kennen jetzt also alle Wareneingänge, wissen wie der Einzelpreis des Wareneingangs war und wie viel Menge noch darauf liegt.

Langfristige Änderung (nach 1.6)
  • Der durchschnittliche Einkaufspreis eines Artikels wird aus den offenen Wareneingängen berechnet: SUM(Wareneingang.EKEinzel * Wareneingang.OffeneMenge) / SUM(Wareneingang.OffeneMenge)
  • Damit entspricht der Ø EK immer dem Ø Wert der Ware im Lager
  • Die Berechnung des Ø EK kann jederzeit nachvollzogen und nachgerechnet werde (im Vergleich zum aktuellen GLD)

Margenberechnung im Auftrag
  • Versende ich einen Auftrag kenne ich die Warenausgänge zu jeder Position und somit den Wert der dazugehörigen Wareneingänge
  • Wir können den EK der Auftragsposition also mit dem echten EK der Wareneingänge überschreiben
  • Überlegung ist hier zwischen einem kalkulatorischen EK (der zum Zeitpunkt der Auftragserstellung verwendete Ø EK) und dem tatsächlichen EK (der EK aus dem Wareneingang der nach Auslieferung bekannt ist) zu unterscheiden


Soviel zur Idee des Ø EKs. Habt ihr da Fragen?

Gruß

Manuel
 
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Verkäuferlein

Sehr aktives Mitglied
29. April 2012
1.281
381
Liegt er ja nicht. Ich bestelle 1000 Artikel für 5€. Ich verkaufe davon 500. Ich bestelle weitere 1000 Artikel für 3€.
Die Wawi rechnet [Bestand exkl. Lieferantenbestand] * [GLD des Artikel] + [Eingebuchter Bestand] * [EK der Bestellposition] / [Bestand exkl. Lieferantenbestand] + [Eingebuchter Bestand]
Also: 500 * 5 + 1000 * 3 / 500 + 1000 = 3,67 € GLD
Kaufe ich jetzt nochmal 100 für 10€ bedeutet das: 1500 * 3,67 + 100 * 10 / 1500 + 100 = 4,06 €

Du hast die Klammern vergessen, um Punkt-vor-Strich zu umgehen. ;)

So ist das Ergebnis zwar richtig, passt aber nicht zu der Rechnung.

Die Rechnung ist also wie folgt:
(500 * 5 + 1000 * 3) / (500 + 1000) = 3,67 € GLD

(1500 * 3,67 + 100 * 10) / (1500 + 100) = 4,06 €

Denn der Lagerwert ist MEIN bereits versteuertes Vermögen / Kapital, jede Änderung muss offengelegt werden.

Wie genau bewertest Du denn?

Im Endeffekt wird die Veränderung ja offen gelegt, wenn Du nicht mehr nach GLD sondern EK bewertest.
Im Übrigen musst Du ja immer nach Niederstwertprinzip bewerten und es wird Dir ja vom Finanzamt nichts weggenommen, sondern Du hast bei anderer Bewertung ggf. eine Wertminderung des Bestandes (also einen bilanziellen Verlust).

Bei der kaufmännischen und statistischen Bewertung ist der GLD insofern hilfreich, bei der bilanziellen Bewertung der Vermögensgegenstände allerdings eher schwierig, insbesondere, wenn man Fremdkapital (falsche Darstellung des Unternehmenswerts) im Unternehmen hat oder einen Bewertungsnachteil durch zu Hohe Besteuerung des Bestandes.

Im Zweifelsfall mal das genaue Vorgehen mit einem Steuerberater abstimmen.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
13.051
1.191
Es ist wirklich zu lange her, dass ich mich mit dem Thema umfassend beschäftigt habe, ABER ...
... wenn ihr es so machen wollt, dann muss es auch eine Überleitung der Verbrauchsdaten in die FIBU geben.

Denn es braucht einen Anfangswert, dazu die Zugänge als Wert (aus Wareneingang oder Lagerkorrektur), die Abgänge als Wert (aus Verkauf und Lagerkorrektur) und daraus ergibt sich der tatsächliche Lagerwert.
Und dieser Wert in der FIBU muss sich in der Lagerführung widerspiegeln, also abstimmbar sein.

-> So irgendwie habe ich es in Erinnerung ...


"sondern Du hast bei anderer Bewertung ggf. eine Wertminderung des Bestandes"

Korrekt, ich zahle weniger Steuer auf Erlöse, weil mein Lagerwert gesunken ist. Das wird das Finanzamt wohl interessieren.
Das ist die eine Seite, bei einer Wertsteigerung aber zahle ich erneut eine Steuer die ich schon bezahlt habe, nur weil die Bewertung durch JTL geändert wird. Das interessiert das Finanzamt weniger, dafür aber interessiert es mich.


"Im Zweifelsfall mal das genaue Vorgehen mit einem Steuerberater abstimmen."

Eben, aber das sollte erst mal JTL machen, bevor ich es tue ohne die Bordmittel die JTL bietet im Detail zu kennen.
 

Verkäuferlein

Sehr aktives Mitglied
29. April 2012
1.281
381
Ich erlöse damit ebenfalls 240 K. Ich kann die Preissteigerung, die ich so oder so an den Kunden weitergeben muss, allerdings über den gesamten Zeitraum stabil halten und trotzdem unter Markt verkaufen.

Das ist ja der eigentliche Sinn des GLD, zu prüfen, ob man "gewinnbringend" verkauft und sich der aktuellen Marktlage anzupassen.
Anders gesagt:
"Wie weit kann ich runter, um ohne Verlust zu verkaufen?"
Wenn Menge abgebaut werden muss.

Oder wie kann ich bei laufenden Preissteigerungen und Zukäufen die Preisteigerungen möglichst smooth weitergeben.
Allerdings macht das nur eingeschränkt Sinn, weil natürlich eine Preissteigerung im EK auch eine Preisteigerung im VK zur Folge hat und ich meinen VK damit künstlich unter dem möglichen zu erzielenden VK mit bestem Schnitt aus Abverkauf und erzielbarem Gewinn halte.

Also aus ganz kaufmännischer Sicht, wie kann ich die Spanne zwischen VK und EK möglichst groß halten.
GLD = Mindest-VK
Aktueller Marktpreis = Max VK

Im Idealfall liegt der VK also möglichst dicht am aktuellen Marktpreis und möglichst weit vom GLD entfernt. Im Notfall ermöglicht mir aber der GLD zu erkennen, wie weit ich reduzieren kann, ohne Verlust zu machen.

Eben, aber das sollte erst mal JTL machen, bevor ich es tue ohne die Bordmittel die JTL bietet im Detail zu kennen.

Na ja, das was @Manuel Pietzsch da ankündigt klingt nach sehr transparenten Bewertungsmöglichkeiten. Der Durchschnitts-EK wird halt nicht nur bei Wareneingängen aktualisiert, sondern bildet immer in Echtzeit den durschnittlichen EK des aktuellen Bestands ab und alle Warenbewegungen sind mit Ihrem EK einzusehen und auswertbar. Damit lassen sich dann verschiedene Bewertungskriterien (auch im Nachgang und nach gewünschter Periode) anwenden.

Hast Du denn bisher nach GLD bewertet?

Du musst ja in Zukunft deshalb nicht Deine Bewertung verändern. Die Ware ist ja grundsätzlich nach dem niedrigsten möglichen Wert zu bewerten. Liegt der aktuelle EK unter dem aktuellen GLD, wäre ja der EK die Bewertungsgrundlage. Liegt der EK über dem GLD, würde man nach GLD bewerten. Aber auch da gibt es ja halt Gestaltungsspielräume und zu der genauen Vorgehensweise kann halt nur Dein Steuerberater was sagen.

Mit der zukünftigen Logik hast Du dann einfach nur mehr Möglichkeiten Werte zu ermitteln.
 
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