Neu Kosten für Steuerberater

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mvh

Sehr aktives Mitglied
26. Oktober 2011
1.217
461
Sehr geehrte Forumsmitglieder,

wir möchten erfahren, wie hoch Eure Jahreskosten für Steuerberater sind (ungefähr).

Wir freuen uns sehr über Ihre Antworten.
Ihr MVH-Team
 

recent.digital

Offizieller Service Partner
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8. Juli 2015
2.378
817
Wuppertal
Spannendes Thema, @mvh
Weitere Details wären interessant, falls man die Zahlen besser deuten möchte
- Besonderheiten: PAN EU, Differenzbesteuerung
- inkl. Lohnbuchhaltung
- Was macht der Steuerberater: Nur Jahresabschluss oder auch andere Dinge
- Wie digital läuft die Zusammenarbeit ab: Ordner vs. Datei vs. Fax
 

Verkäuferlein

Sehr aktives Mitglied
29. April 2012
2.618
1.074
@mvh

Dann macht doch mal den Anfang... 😉

Leider kann man das auch ehrlich gesagt nicht wirklich sauber vergleichen (zumindest nicht anhand der Gesamtkosten pro Jahr).

Gefühlt ist unser Steuerberater zu teuer, liegt aber im Bereich der Vergütungsverordnung und tut meines Erachtens nicht viel, außer dass eine Buchhalterin die digital übermittelten Daten auf entsprechende Summenübereinstimmungen prüft und fehlende Daten ergänzt. Dafür wird dann alles was geht abgerechnet (z.B. monatliche Telefon- und Portopauschale von 20 Euro). Das mag aber auch mein Vorurteil sein. 😉

Leider kenne ich auch nur den genauen Prozess-Ablauf bei uns und glaube, dass der Steuerberater Effizienz-Potenziale nicht wirklich nutzt (z.B. Vermerke und Zahlungszuordnungen aus Datev UO). Es müsste daher theoretisch auch günstiger gehen.
Da bei uns nahezu alles vorerfasst wird und vieles wiederkehrende Sachen sind, müsste - sofern Datev mal im Digitalisierungszeitalter angekommen ist - nahezu alles mit ein paar Voreinstellungen und Einstellungsoptimierungen automatisierbar sein.

Wenn ich mal Zeit habe, will ich mal beim Steuerberater hospitieren und mir den Ablauf dort anschauen. 🙂

Dennoch habe ich gerne den Steuerberater in der Nähe, weil wir auch schon eine Steuerprüfung ohne Beanstandung durchlaufen haben und das ist deutlich wertvoller, als den billigsten zu haben. Lieber einen funktionierenden Prozess der günstiger sein könnte und optimiert werden kann, als ein günstiger Prozess der nicht funktioniert oder im Nachgang zu Nachteilen (Draufzahlen) führt.
 

mvh

Sehr aktives Mitglied
26. Oktober 2011
1.217
461
Spannendes Thema, @mvh
Weitere Details wären interessant, falls man die Zahlen besser deuten möchte
- Besonderheiten: PAN EU, Differenzbesteuerung
- inkl. Lohnbuchhaltung
- Was macht der Steuerberater: Nur Jahresabschluss oder auch andere Dinge
- Wie digital läuft die Zusammenarbeit ab: Ordner vs. Datei vs. Fax
Moin.
Wir sind eine GmbH mit ca. 20 Mitarbeitern und betreiben unsere Produkte
über Onlineshop, E-Bay, Amazon im Inland und EU-Ausland.
Alle Daten werden digital zu DATEV übertragen.
Also Lohnbuchhaltung, PAN EU, Jahresabschluss - ja, der Rest - eher nein.
 

mvh

Sehr aktives Mitglied
26. Oktober 2011
1.217
461
@mvh

Dann macht doch mal den Anfang... 😉

Leider kann man das auch ehrlich gesagt nicht wirklich sauber vergleichen (zumindest nicht anhand der Gesamtkosten pro Jahr).

Gefühlt ist unser Steuerberater zu teuer, liegt aber im Bereich der Vergütungsverordnung und tut meines Erachtens nicht viel, außer dass eine Buchhalterin die digital übermittelten Daten auf entsprechende Summenübereinstimmungen prüft und fehlende Daten ergänzt. Dafür wird dann alles was geht abgerechnet (z.B. monatliche Telefon- und Portopauschale von 20 Euro). Das mag aber auch mein Vorurteil sein. 😉

Leider kenne ich auch nur den genauen Prozess-Ablauf bei uns und glaube, dass der Steuerberater Effizienz-Potenziale nicht wirklich nutzt (z.B. Vermerke und Zahlungszuordnungen aus Datev UO). Es müsste daher theoretisch auch günstiger gehen.
Da bei uns nahezu alles vorerfasst wird und vieles wiederkehrende Sachen sind, müsste - sofern Datev mal im Digitalisierungszeitalter angekommen ist - nahezu alles mit ein paar Voreinstellungen und Einstellungsoptimierungen automatisierbar sein.

Wenn ich mal Zeit habe, will ich mal beim Steuerberater hospitieren und mir den Ablauf dort anschauen. 🙂

Dennoch habe ich gerne den Steuerberater in der Nähe, weil wir auch schon eine Steuerprüfung ohne Beanstandung durchlaufen haben und das ist deutlich wertvoller, als den billigsten zu haben. Lieber einen funktionierenden Prozess der günstiger sein könnte und optimiert werden kann, als ein günstiger Prozess der nicht funktioniert oder im Nachgang zu Nachteilen (Draufzahlen) führt.
Das ist genau unser Problem.
Eigentlich sind wir zufrieden, aber trotz der kompletten Digitalisierung
(Rechnungsdatenservice, Amazon/E-Bay/PayPal/etc. DATEV-Anbindung, DATEV-Belege-Übertragung, usw.)
wird es nur noch teurer. Ja, wir haben unseren Steuerberater in der Nähe und ja - wir finden ihn gut,
aber bei einer kompletten Digitalisierung, ohne Papierbelege, sollten die Kosten senken und nicht steigen.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.718
1.986
Moin.
Wir sind eine GmbH mit ca. 20 Mitarbeitern und betreiben unsere Produkte
über Onlineshop, E-Bay, Amazon im Inland und EU-Ausland.
Alle Daten werden digital zu DATEV übertragen.
Also Lohnbuchhaltung, PAN EU, Jahresabschluss - ja, der Rest - eher nein.

Wir sind ähnlich, ohne ebay, AMA, aber das macht keinen großen Unterschied, hatten wir auch mal.
Keine DATEV Schnittstelle sondern über Ameisen-Export / Import FIBU.
OSS, ZM.
Alle Abschlüsse und Meldungen.
Lohn komplett inkl. Abrechnung.
Kosten sind gestiegen, habe ich aber akzeptiert, denn er war jahrelang sehr preiswert:
ER und Ausgangszahlungen werden manuell von ihm erfasst, Schnittstelle lohnt nicht.
Kontrolle aller Kontoauszüge.

1.200 neu 1.500 Euro Netto pro Monat, für mich sorgenfrei.
Bilanzerstellug separat 1.500.
 
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Verkäuferlein

Sehr aktives Mitglied
29. April 2012
2.618
1.074
Das ist genau unser Problem.
Eigentlich sind wir zufrieden, aber trotz der kompletten Digitalisierung
(Rechnungsdatenservice, Amazon/E-Bay/PayPal/etc. DATEV-Anbindung, DATEV-Belege-Übertragung, usw.)
wird es nur noch teurer. Ja, wir haben unseren Steuerberater in der Nähe und ja - wir finden ihn gut,
aber bei einer kompletten Digitalisierung, ohne Papierbelege, sollten die Kosten senken und nicht steigen.

Erfahrungsgemäß tun sich da alle nicht viel und meistens orientiert sich die Vergütung ja sowieso an der StBVV bzw. guckt der Steuerberater, dass er in diesem Rahmen einen gewissen Prozentanteil am Umsatz hat.

Effitzienzsteigerungen im Unternehmen gehen daher in der Regel zu Gunsten des Steuerberaters, Effizienzsteigerungen beim Steuerberater selber auch. Es gibt da sicherlich auch Ausnahmen in beide Richtungen (teurere und günstigere), aber wenn man da in der Mitte liegt und alles läuft, kann man glaube ich schon ganz zufrieden sein.

Wenn man mal vergleicht mit "Online-Steuerberatern", dann ist der eine Posten mal etwas günstiger und der andere etwas teurer oder aber der eine macht dies Mal so mit, was bei dem anderen wieder zusätzlich berechnet wird (z.B. kurze Fragen).
Aber was ist dann wieder bei einer Steuerprüfung, wenn der Steuerberater aus "sonstwo" diese betreuen soll?

Am Ende gibt es da nur einen eingeschränkten Zusammenhang zwischen Kosten und Aufwand.

Ganz klar ist aber, dass sich 90-99% der Buchführung eines Onlinehändlers automatisieren lässt, sich Einsparungen aber am Ende nur durch Aufbau von eigenem Know-How und einer eigenen Buchhaltung für einen selber generieren lassen. Das lohnt dann aber meistens auch nicht wirklich, weil wieder andere Probleme hinzu kommen.

Wenn jemand da andere Erfahrungen hat, bin ich darauf allerdings sehr gespannt.

Aktuell scheint sich ja auch JTL selber immer mehr an Datev anzunähern, so dass man irgendwann vielleicht auch keine externen Schnittstellen mehr braucht und die Wawi direkt mit dem Steuerberater bzw. Datev verbunden werden kann.
 

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