Wichtig! Wie kann ich bei ABOs die VKs und EKs überwachen / aktualisieren?

SHAAN

Sehr aktives Mitglied
26. August 2020
693
228
Hi,

Abos werden automatisch erstellt und die Aufträge versendet.

Bedauerlicherweise werden die neuen Preise eines Artikels im Abo-Auftrag nicht herangezogen und der Artikel wird mit einem falschen EK und einem falschen VK verkauft.

Ist das ein BUG?

Wie kann ich die ABO-Aufträge am besten überwachen?

Kann ich eine Aktualisierung der Preise automatisieren? Was mehr Sinn macht, da es permanent Preisanpassung der Produzenten gibt.
 

Enrico W.

Administrator
Mitarbeiter
27. November 2014
9.191
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Ich glaube nicht, dass das ein Bug ist.

Um Preise während der Laufzeit eines Abos zu ändern bedarf es einer sehr eindeutigen, transparenten Kommunikation. Eine einseitige Preisänderung ist ohne entsprechende Vertragsklausel m.W. unwirksam.
Da quasi bei jedem Abo-Vertrag andere Grundlagen gelten können würde es einer einstellbaren Option in Artikel und Abo bedürfen, um so etwas umzusetzen. Daher würde ich es eher als nicht erwartetes Szenario bezeichnen.

Im Endeffekt läuft das aber aufs Gleiche hinaus: Du wirst das mit Boardmitteln nicht realisiert bekommen.
 

FOC Solutions

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5. Juli 2024
340
205
Ein Abo ist im Grund wie ein fertiger Auftrag, die Daten darin sind festgelegt. Wenn sich bei Kunden von uns die Bankverbindung ändert, so müssen wir diese in den Kundenstammdaten ändern und zusätzlich auch im Abo.

Es können ja auch spezielle Konditionen sein die im Abo hinterlegt sind. Aus meiner Sicht ist dies kein Bug sondern absolut nachvollziehbar.

Man könnte höchstens ein Button einfügen, im Sinne von "Preise aktualisieren". Das müsste aber mit einer History versehen werden und vor allem einem ganz dicken Ausrufezeichen.
 

SHAAN

Sehr aktives Mitglied
26. August 2020
693
228
Vielen Dank für eure Antworten, welche plausibel erscheinen, aber für mich nicht zutreffend sind.

Grundsätzlich muss man sich die Frage stellen, warum ein Kunde ein Abo in Anspruch nehmen möchte.

Wir bieten unseren Kunden ein Abo ohne Preisbindung an (die Frage kam auch Kundenseitig nie auf). Abonnements automatisieren den Kaufprozess und liefern Produkte oder Dienstleistungen regelmäßig, ohne dass man sich darum kümmern muss. Das ist es, was sich unsere Kunden in erster Linie wünschen.

So wie der Aboablauf in JTL programmiert ist, sollte nicht den Abo-Vertrag begründen, sondern umgekehrt.


Im Endeffekt läuft das aber aufs Gleiche hinaus: Du wirst das mit Boardmitteln nicht realisiert bekommen.

Das ist bedauerlich. Bedeutet wir müssen weitere Überlegungen anstellen. Die anfängliche Fragestellung bleibt für uns demnach weiter offen.
 

Enrico W.

Administrator
Mitarbeiter
27. November 2014
9.191
1.949
Da möchte ich widersprechen. Ohne irgendwelche direkte und glasklare Kommunikation geht jeder Kunde davon aus, dass dieser Preis für das Abo gilt. Ansonsten könntest du heute eine Flasche für 24,- im Abo kaufen und im nächsten Monat kostet sie dann 12355,-.
 

Enrico W.

Administrator
Mitarbeiter
27. November 2014
9.191
1.949
Ich würde sagen, lass Dich da unbedingt rechtlich beraten und nimm eure AGB dazu mit. Denn das kann sonst ganz böse enden.
 

SHAAN

Sehr aktives Mitglied
26. August 2020
693
228
Unsere Preiserhöhungsklausel ist nun wirklich nicht das Problem. Diese ist rechtlich absolut unproblematisch.

Beispielhafte Klausel bei Amazon:
"Für jede Spar-Abo-Bestellung wird der Preis jedes Spar-Abo-Produkts (ggf. einschließlich MwSt.) wie in der Bestellbestätigung angegeben an dem Tag berechnet, an dem Ihre Spar-Abo-Bestellung abgewickelt wird, abzüglich des geltenden Spar-Abo-Rabatts."
Unsere Klausel ist da deutlich kundenorientierter.

Zurück zur Fragestellung und der damit verbunden Probleme:
  • Einkaufspreise können sich je nach Produktart täglich ändern
  • Die manuelle Anpassung der Abos ist u. U. eine unzumutbare Gangart
  • Die Margen und Gewinne sind nicht wirtschaftlich
  • Die Statistiken werden verfälscht
Kannst du dir vorstellen, dass sich das zuständige JTL-Team noch einmal damit befaßt, oder hältst du meine Argumentation für gänzlich abwegig?
 

Enrico W.

Administrator
Mitarbeiter
27. November 2014
9.191
1.949
Ich weiß es nicht, vermute aber mal, dass das Szenario zu selten ist, da der Umbau einige Kreise ziehen müsste.
 

sjk

Sehr aktives Mitglied
16. Januar 2019
602
269
Meines Erachtens ist das einer der Punkte, warum die Abos in der Wawi im jetzigen Stand eine Minimal-Umsetzung darstellen.

Grundsätzlich ist ein Abo nunmal ein Vertrag über die regelmäßige Lieferung einer Leistung zu festgelegten Konditionen, zahlbar vorab oder regelmäßig.

Damit kann man jetzt auf verschiedene Arten umgehen.
Amazon schickt vor jeder Lieferung eine E-Mail mit dem für die nächste Lieferung geltenden Preis, inkl. Möglichkeit das Abo sofort zu kündigen. Nachteil ist, dass man dadurch keine langfristigen Bindungseffekte hat, weil Kunden jederzeit vom Abo zurücktreten können.
Im Softwarebereich ist es üblich, dass eben in regelmäßigen Abständen eine einseitige Vertragsänderung vorgenommen wird. Als Kunde hat man dann, innerhalb einer angemessenen Übergangszeit, die Wahl, ob man den neuen Konditionen zustimmt oder mit Ablauf der Frist gekündigt wird.

So wie die Abos in der Wawi umgesetzt sind kennt man das eigentlich nur vom Mobilfunk. Also eine festgelegte Laufzeit zu starren Konditionen. Im Handel mit physischen Waren ist das natürlich, je nach Branche in unterschiedlichem Ausmaß, schwer umsetzbar.
vermute aber mal, dass das Szenario zu selten ist
Wir handeln mit Lebensmitteln, und können das Abomodul aktuell nicht sinnvoll einsetzen aufgrund dieses starren Grundkonzepts. Ich vermute, es wird vielen Händlern mit physischen Waren ähnlich gehen. Meine These ist also, dass das Szenario aktuell selten ist, weil für viele nicht praktikabel.

Was aus meiner Sicht aktuell fehlt ist ein Ausgabeweg, um Kunden (halb)automatisch über sich ändernde Konditionen zu informieren. Damit könnte man bereits viele Varianten von Abos abdecken. Man könnte beispielsweise ein "Erneuerungs-Intervall" einführen. Nach Ablauf dieses Intervalls (monatlich, quartalsweise, jährlich, whatever) angelegte Abo-Aufträge prüfen (halb)automatisch auf Preisänderungen. Falls es Änderungen gibt wird dem Kunden (halb)automatisch eine E-Mail geschickt mit Hinweis auf die entsprechende(n) Änderung(en). Die Kunden könnten dann widersprechen bei Bedarf und man beendet das Abo manuell in der Wawi.

So wäre die Verwendung des Abo-Moduls auch für Händler mit potentiell stark schwankenden EK-Konditionen möglich, für Kunden wäre es transparent und für alle mit wenig Aufwand verbunden. Auch wäre ein solches Intervall gut in AGBs kommunizierbar ("Wir garantieren Preisstabilität für X Monate nach Abo-Abschluss, danach werden Preise alle X Monate den aktuellen Marktpreisen angepasst. Wir informieren Sie im Falle von Änderungen und Sie haben im Fall von steigenden Preisen jederzeit die Möglichkeit vom Vertrag zurückzutreten." oder so ähnlich).
 
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