Neu Vorsbestellungen bei aktiver Bestandsführung

Baltazar80

Gut bekanntes Mitglied
18. Januar 2014
279
17
Hallo,

wir betreiben einen Online- Shop für B2B und B2C Kunden.
B2B Kunden haben bei uns auch die Möglichkeit Waren vorzubestellen, das sind auch mal viel größere Mengen, als wir für den B2C-Shop vorrätig haben, und die Händler bestellen dann auch mal Ware, welche erst in 3-4 Wochen geliefert wird.

Unser Problem ist jetzt, dass wenn wir eine Vorbestellung in der Wawi für einen Händler als Auftrag anlegen, wird ja der Bestand des Artikels auf Minus gesetzt und ist ja dann im Online-Shop nicht mehr verfügbar.

Als Beispiel:
Artikel A, Bestand 20 Stück
Händler bestellt 500 Stück vor, mit 4 Wochen Lieferzeit, wir legen dazu einen Auftrag an.
Jetzt ist der Bestand in der Wawi -480 Stück, und dadurch nicht mehr online bestellbar, obwohl wir ja die 20 Stück noch vorrätig haben.

Wie könnten wir denn solche Vorbestellungen als Auftrag anlegen, ohne dass die den Bestand blockieren?
Bestandsführung deaktivieren ist da keine Lösung, weil wir ja dann ständig Überverkäufe für Endkunden hätten.

Ich habe mir überlegt, den Artikel zu duplizieren, als reinen B2B Artikel und nur einen Auftrag anzulegen. Und wenn dann die Ware bei uns vorrätig ist, dachte ich ändere ich halt die Artikelnummer kurz in dem Auftrag auf die eigentliche Artikelnummer um, aber leider klappt das auch nicht, auch wenn ich die Artikelnummer im Auftrag dann ändere, dann bleibt der ursprüngliche Artikel im Auftrag (mit der falschen Artikelnummer). Also ich dachte mir das so, die eigentliche Artikelnummer lautet ART001 und ich lege denselben Artikel mit ART001X an, und später lösche ich dann das X am Ende, aber wie gesagt, das klappt nicht.

Hat denn einer für uns einen Lösungsvorschlag, wie wir das machen könnten?
 

jtldudel

Sehr aktives Mitglied
4. Januar 2018
636
207
Wenn du Artikel im Auftrag austauschen möchtest, musst du die Position immer löschen und komplett neu einfügen. Andernfalls behält die Position ihre Verknüpfung zum "alten" Artikel, egal wie du ihn nennst oder was du mit der sku machst.

Eine Idee wäre, den Auftrag nicht als Auftrag sondern als Angebot anzulegen. Angebote reservieren den Bestand nicht. Wenn dann die Ware kommt, wandelt ihr das Angebot in einen Auftrag um und könnt ausliefern.
Müsstet ihr jetzt prüfen ob das für euch praktikabel ist.
 

Baltazar80

Gut bekanntes Mitglied
18. Januar 2014
279
17
Eine Idee wäre, den Auftrag nicht als Auftrag sondern als Angebot anzulegen. Angebote reservieren den Bestand nicht. Wenn dann die Ware kommt, wandelt ihr das Angebot in einen Auftrag um und könnt ausliefern.
Müsstet ihr jetzt prüfen ob das für euch praktikabel ist.

Danke für deine Hilfe. Ein Angebot erstellen wäre eigentlich möglich, nur schicken wir unseren Kunden halt Auftragsbestätigungen zu, die auch meistens mit einer Anzahlung verbunden ist. Außerdem ist ja ein Angebot nicht bindend für einen B2B-Kunden, die Auftragsbestätigung aber schon.

Was mir dazu einfallen würde, wäre vielleicht, dass wir vielleicht die Angebotsvorlage missbrauchen könnten, und wie eine Auftragsbestätigung aussehen lassen könnten, also z.B. anstatt Angebot würden wir dann Auftragsbestätigung in die Vorlage schreiben, aber da wiederum könnten wir dann keine Anzahlungen buchen denke ich, da man ja keine Zahlung einem Angebot zuordnen kann.

Eigentlich wäre das ganz einfach zu lösen, wenn man in dem Auftrag ein Hakan setzten könnte, wie z.B. "Bestand nicht reservieren" oder so.
 
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aaha

Sehr aktives Mitglied
11. Januar 2007
548
82
Ich hab's immer so gemacht, dass ich - nach AB-Versand - die Menge(n) auf "1" gesetzt (nicht "0", denn dann verschwindet es aus dem offenen Versand in "geliefert" und erhält - bei automatisierter Rechnungserstellung dann auch gleich noch eine - falsche - Rechnung) und im Artikelnamen sowie im Status die eigentlich zu liefernde Menge vermerkt und den Auftrag insgesamt erstmal zurückgehalten habe ("wartet auf ...").
Damit - bei Vorkasse - die irgendwann eingehende Zahlung dann sauber zugeordnet werden kann, immer noch eine zusätzliche "Dummy" Position, die die Betragsdifferenz aufhebt, bis die Zahlung eingeht. Die eingegangene Zahlung automatisch (aus der Wawi) zu bestätigen, empfiehlt sich hierbei allerdings eher nicht ... (sähe "komisch" aus ... also wieder Handarbeit ... 🥴).
Achtung! Bei längeren Lieferzeiten und kurzem Zeitfilter in der Auftrags-/Versandliste verschwindet es dann auch schon mal aus dem Fokus.

Alles in Allem ist diese "Lösung" (eher typische "Krücke" eines JTL-geübten Users 🥴) also letztlich sehr fehleranfällig und funzt wahrscheinlich nur bei Betrieben, in denen Einkauf + Verkauf/Versand entweder durch die gleiche Person (mit gutem Gedächtnis) bearbeitet werden oder aber die Kommunikation zwischen den jeweils Verantwortlichen mindestens hundertprozentig stattfindet und - ebenfalls mindestens - eine:r der Verantwortlichen solche Fälle in Hinterkopf behält (und immer anwesend ist ... "selbst und ständig" eben 😬) ...
 
Zuletzt bearbeitet:

aaha

Sehr aktives Mitglied
11. Januar 2007
548
82
Hier wird noch der Vorschlag gemacht, Aufträge nach Erstellung zu stornieren, bis sie ausgeliefert werden können. Das wäre auch eine Idee, dafür einen eigenen Stornogrund haben und den Auftrag solange storniert lassen bis er ausgeliefert werden kann - Zahlungen kann man trotzdem zuordnen.

Diese Idee finde ich auch ziemlich smart aber auch das ist letztlich nur eine "Krücke". Professionelles, effizientes Arbeiten stelle ich mir eben leider anders vor. Denn auch hier bleibt die Herausforderung:
... und funzt wahrscheinlich nur bei Betrieben, in denen Einkauf + Verkauf/Versand entweder durch die gleiche Person (mit gutem Gedächtnis) bearbeitet werden oder aber die Kommunikation zwischen den jeweils Verantwortlichen mindestens hundertprozentig stattfindet und - ebenfalls mindestens - eine:r der Verantwortlichen solche Fälle in Hinterkopf behält (und immer anwesend ist ... "selbst und ständig" eben 😬) ...

Außerdem: Wurde der betreffende Auftrag über den Shop generiert, empfiehlt es sich bei diesem Workaround aber nicht, die Storno-Bestätigungs-E-Mail im Shop aktiviert zu haben:

Ich wäre an eurer Stelle am ehesten hierfür:
Eigentlich wäre das ganz einfach zu lösen, wenn man in dem Auftrag ein Hakan setzten könnte, wie z.B. "Bestand nicht reservieren" oder so.

Macht doch an geeigneter Stelle mal einen entsprechenden Vorschlag (feature request).

Viel Erfolg/Glück!
 

Baltazar80

Gut bekanntes Mitglied
18. Januar 2014
279
17
Danke schon mal für eure Hilfe. Das mit dem Stornieren klingt eigentlich nicht schlecht. Vielleicht dann als Stornogrund "Zurückgehalten bis Lagerverfügbarkeit" eingeben. Könnte man solche Aufträge dann unter "Storniert" filtern, so dass man da dann eine besser Übersicht hat gegenüber den tatsächlich stornierten Aufträgen?

Edit: Man kann ja Auftragsfarben vergeben, und hier dann eine Farbe für "Zurückgehaltene Vorbestellungen" vergeben, dann stornieren, dann kann man nach der Farbe filtern, und bei den Aufträgen die Stornierung rückgängig machen, wenn die Ware da ist. Das ist eigentlich OK für eine vorübergehende Lösung.
 
Zuletzt bearbeitet:

Baltazar80

Gut bekanntes Mitglied
18. Januar 2014
279
17
Wir würden das doch gern anders gelöst haben, und wollen für Endkunden und Händler getrennte Lager führen. Aber auch das scheint nicht möglich zu sein oder?

Können wir das irgendwie so hinbekommen, dass der Endkundenshop einen eigenen Lagerbestand bekommt, welcher dann nicht von dem anderen Lagerbestand, welcher für Händler ist, beeinflusst wird?
 
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