Neu Verpackungsgesetz: Preisvergleich der "Systemdienstleister"

Ragnaroek

Neues Mitglied
11. Januar 2020
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Was mich daran aufregt ist, dass hier mal wieder das maximale Bürokratiemonster geschaffen wurde. Wie einfach wäre es bitte?:
Die deutlich übersichtlichere Anzahl an Unternehmen, die Verpackungen herstellen oder diese bereits fertig importieren müssen pro festgelegtem Zeitraum die produzierten/verkauften Mengen anmelden und bei einem Systembetreiber bezahlen. Die abfüllenden/verpackenden Unternehmen haben über ein aufgedrucktes Symbol/Herstellerkennung/Zertifikat o.ä. die Garantie, dass das Verpackungsmaterial "freigegeben" ist.
Klar wäre auch das in der Realität nicht ganz so simpel und man müsste Sonderfälle abdecken. Es wäre trotzdem noch weit weniger aufwändig.
Top! Das sehe ich genauso. Schade das im Bundestag kaum jemand mit Verstand, geschweige denn mit dem Ministeramt kompatiblem Sachverstand anwesend ist. Die Ämter werden mittlerweile nur noch aus Gründen der Machtpolitik mit Personen besetzt, nach Eignung wird da wenig geschaut.

Ich bin bei meinem Vergleich von den für mich und die meisten Onlineshops interessanten Abfallarten wie Papier, Pappe, Kunststoffe und Füllmaterial ausgegangen.
Das die aber komplett unterschiedliche Preise haben ist mir von Anfang an aufgefallen. Einige von denen scheinen vor allem für Kleinmengen eine Art Grundgebühr aufzuschlagen, die zwar nirgends gesondert berechnet oder aufgeführt wird, dafür aber in den Mengenpreisen für Kleinmengen bereits integriert scheint.

Bei vielen Anbietern spielt es oberhalb der verschleierten Grundgebühr keine Rolle ob man 10 oder 100 kg Pappe entsorgen muss. Bei den Kunststoffen hingegen sind die wesentlich empfindlicher und hier drücken einige KG je nach Anbieter schon ordentlich am Preis.

Insgesamt ist das wirklich ein sehr unsurchsichtiges System wie deren Preispolitik entsteht.
 

sjk

Gut bekanntes Mitglied
16. Januar 2019
112
32
Es den Herstellern der Verpackungen zu überlassen ist leider falsch, denn der ganze Import z.B. aus China und damit Unmengen wären dabei nicht abgedeckt.
Und irgendwas Aufgedrucktes ? Hahaha, wie das CE Zeichen, ist überall drauf, sagt aber nichts, weil manche Hersteller denken das muss man aufdrucken wenn man in Europa verkaufen will, wissen aber gar nicht wofür es steht.
Import wäre beispielsweise genau so ein Sonderfall, den man abdecken müsste. Zum Beispiel: Wenn du Produkte aus dem Ausland bestellst wärst du bei der "Simpellösung" Importeur von fertigen Verpackungen, also musst du dich um die Entpflichtung kümmern. So wie es jetzt auch ist. Trotzdem müssten dann signifikant weniger Unternehmen regelmäßig Arbeitszeit investieren.

Mein Punkt ist vor allem, dass das Ganze in vielen Bereichen maximal kompliziert erscheint.
 

wawi-dl

Sehr aktives Mitglied
29. April 2008
4.438
113
Wir haben 2.000kg Papier, 500kg Kunststoff und 100kg sonstige Verbundmaterial angegeben.

Die Preise haben wir allesamt online vorher kalkuliert, Veolia war in der Tat am billigsten, hatten uns aber für Noventiz entschieden, 2. billigst.

2020 neue Preise kalkuliert, auch online zu finden:
https://direct.noventiz.de/verlaengerung

Unsere Rechnung war dann 150 EUR teurer und haben um Stellungnahme gefordert, man wollte uns nur im Kreis schicken.
Wir lassen daher aktuell den Fall vom Anwalt prüfen und die Firma abmahnen, da online mit falschen Preisen geworben wird.

Wir werden wohl zu Veolia wechseln, die großen Grüner Punkt, Bella.... werden wir sicher nicht unterstützen, wir wollen nicht wissen was teilweise mit dem Geld passiert.

Die Preise gehören für ALLE Anbieter gleich gesetzt, hier wird nebenbei sonst zusätzlich Geld verdient, ohne einen Mehrwert für uns Kunden, die sich beteiligen MÜSSEN.
 
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