Artikelstatus - Was ist ein Verkauf

opti61

Sehr aktives Mitglied
13. September 2006
449
28
Die Zahlen im Artikelstatus, die ich gerade einmal überprüft habe, waren für mich recht überraschend, da sie nicht mit meiner eigenen Statistik übereinstimmen.
Ich kann mir die Zahlen nicht erklären, außer, dass noch nicht ausgelieferte Shopbestellungen und ebay-Auktionen schon vor Rechnungserstellung als Verkauf gerechnet werden. Das haut aber alles durcheinander. Ein Verkauf ist normalerweise erst erfolgt, wenn ein Lieferschein erstellt wurde - bzw. hier in der Wawi die Rechnung. Da sollte die Statistik noch einmal überarbeitet werden.

Andreas
 

Dealux-GmbH

Sehr aktives Mitglied
5. März 2007
8.676
7
Düsseldorf
AW: Artikelstatus - Was ist ein Verkauf

Wenn ein Auftrag erstellt wurde, werden Artikel reserviert (ab der nächsten Version kann man auch über einen Button in den Artikeldetails sehen wo). Sobald eine Rechnung erstellt wurde, wird der Artikel vom Bestand abgezogen.
 

opti61

Sehr aktives Mitglied
13. September 2006
449
28
AW: Artikelstatus - Was ist ein Verkauf

Das ist schon klar, mir kommt es nur darauf an, dass die Statistik nicht auch auf falschen Definitionen aufbaut. Sie soll das reale Geschäft abbilden - und - ein in einem Auftrag stehender Artikel ist bei Vorkasse so lange nicht verkauft, bis die Kohle da ist. Von der Seite der Programmierer ist die "Denke" da natürlich anders. In ebay ist ein "Verkauf" gelaufen, die Gebühren wurden berechnet. EA hat die Transaktion abgewickelt; die Gebühren wurden berechnet - auch klar. Da ist aus kaufmännischer Sicht alles in Ordnung. Wenn es aber um einen Warenfluss geht, muss das auch von der Statistik als solcher berücksichtigt werden.
Bei Rechnungskäufen im B2B-Projektgeschäft würde man bei einer Statistik auf dieser Basis und evtl. Einkaufsplanung tüchtig auf die Nase fallen - wie oft werden da Aufträge noch in letzter Minute geändert...
Schon die Bestandsreservierung im Auftrag ist fragwürdig und sollte abgeschaltet werden können. Ich muss jetzt immer "Lagerbestand darf kleiner Null werden" aktivieren, um bei einigen Artikeln überhaupt Aufträge anlegen zu können, obwohl ich das eigendlich gar nicht will.

Wie gesagt - seht das nicht als Gemecker an. Ich habe jahrelang zuerst im Einzelhandel und dann im Großhandel mit angekoppelter Produktion und laufendem Projektgeschäft gearbeitet und war mit für dafür verantwortlich, dass alle Prozesse sauber abgebildet wurden und immer ein möglichst genauer Überblick vor allem des Warenflusses vorhanden war. Ein extrem wichtiger Punkt war dabei eine ausgeklügelte Rückstandsverwaltung und eine lückenlose Artikelverfolgung.
Die beste Variante ist die komplette Verlinkung aller internen Vörgange. Wenn ich in der Auftragsliste in einen Auftrag gehe und dort auf den Artikel klicke, muss das Artikelfenster aufgehen.
Wenn ich in der Rechnungsliste auf die Auftragnummer klicke, geht der Auftrag auf; über dem Auftrag ist in Form eines Organigramms abgebildet, welche Einkäufe ausgelöst wurden, welche Teillieferungen wann erstellt wurden und in welcher Rechnung sie berechnet wurden u.s.w.
Im Augenblick ist unser jetziges Geschäft noch recht klein und ich kann die Wawi noch nutzen, aber man stößt schon jetzt immer wieder an Grenzen (siehe meinen Beitrag zur fehlenden Bestandssicherheit, fehlende Tabelle Lieferungen, keine einheitliche Adressverwaltung, keine Möglichkeit einen Auftraggeber mit abweichender Lieferadresse und abweichender Rechnungsadresse zu verwalten. (Einkauf Hannover bestellt, Lieferung geht an Sub-Firma XYZ in Buxdehude, die Rechnung erhält die Konzernzentrale in Berlin.)
Wenn der ausgezeichnet zu bedienende Shop und die gut funktionierende ebay-Anbindung nicht wären....

Andreas
 

flotschi

Gut bekanntes Mitglied
19. April 2009
464
1
München
AW: Artikelstatus - Was ist ein Verkauf

Bei Rechnungskäufen im B2B-Projektgeschäft würde man bei einer Statistik auf dieser Basis und evtl. Einkaufsplanung tüchtig auf die Nase fallen - wie oft werden da Aufträge noch in letzter Minute geändert...
Schon die Bestandsreservierung im Auftrag ist fragwürdig und sollte abgeschaltet werden können. Ich muss jetzt immer "Lagerbestand darf kleiner Null werden" aktivieren, um bei einigen Artikeln überhaupt Aufträge anlegen zu können, obwohl ich das eigendlich gar nicht will.

Hallo,

leider verstehe ich hier nicht so genau was du damit meinst. Wenn du Aufträge änderst, dann ändert sich auch der reservierte Bestand. Macht doch keinen Unterschied ob im B2B oder B2C Geschäft. Für uns ist z.B. ziemlich wichtig, dass es Bestandsreservierung gibt. Wie sollen wir sonst jemals wissen, ob überhaupt noch Artikel vorhanden sind. Wenn ein Auftrag erstellt wurde, dann muss ich halt auch erstmal davon ausgehen, dass die Ware wirklich verkauft wird.

Genauso gut, kann jemand auch Ware zurücksenden. Dann habe ich auch wieder eine Bestandsveränderung etc...

Grüße
 

opti61

Sehr aktives Mitglied
13. September 2006
449
28
AW: Artikelstatus - Was ist ein Verkauf

Das ist recht einfach. In jeder Warenwirtschaft sieht man doch schon beim Anlegen eines Auftrages, wie viele Artikel vorrätig sind, wie viele von den Kunden bestellt sind - bei Abrufaufträgen sollte dann auch noch das Datum - zu wann geliefert werden muss drinstehen - und - wann welche Ware vom Lieferanten eintrifft. Anhand dieser Daten in der Auftragsübersicht und einer entsprechenden Warnung beim Liefern (wenn mehr Bestellungen als Artikel bezogen auf den aktuellen Zeitpunkt vorliegen) kann man liefern, oder lässt es bleiben. Eine Reservierung sollte es nur bei Artikeln geben, die für die Produktion benötigt werden (werden über Stücklisten fest reserviert) oder für ganz wichtige Aufträge, bei denen man sonst Konventionalstrafen riskiert - sprich Terminlieferungen und Komplettlieferungen (Kunde ist nicht mit Teillieferungen einverstanden). Die Reservierung darf aber auf keinen Fall verhindern, dass keine neuen Aufträge angelegt werden können und Artikel in den Rückstand genommen werden. Hier bekommt der Kunde eine AB mit den voraussichtlichen Lieferterminen.

Bei allen anderen Aufträgen greift dann die Rückstandsverwaltung - nach Lagerzugang wird geprüft wie viele Artikel sind vorhanden; wenn immer noch weniger als Auftragsbestand - welcher Kunde wartet am längsten bzw. welcher Auftrag ist am Wichtigsten (Punktesystem), welche Artikel sind noch zu liefern und können mitgliefert werden - in diesem Zusammenhang - wann kommt die restliche bestellte Ware; wüscht der Kunde eine Komplettlieferung; sollen an diese Lieferadresse auch von anderen Auftraggebern bzw. aus anderen Aufträgen Waren verschickt werden und kann dies zusammengefasst werden u.s.w. - bei teilweise 100 verschiedenen Artikeln in einem Auftrag, einigen hundert offenen Aufträgen, mehreren Lieferadressen und -terminen u.s.w. ist das gegenüber dem Endkundengeschäft ein gewaltiger Unterschied. Hier wird die Ware zu dem Zeitpunkt geordert / eingekauft, wenn sie benötigt wird um unnötige Lagerhaltung und gebundenes Kapital zu vermeiden. Es ist immer eine Gratwanderung, bei der man sich auf die Lieferanten verlassen können muss und jederzeit eine genaue Übersicht behalten muss.
Das dies nicht nur bei Branchenriesen wie SAP klappt, beweist unter anderm die Software Alphaplan, die ausgeklügelte Übersichtsfunktionen hat und mit Windowing arbeitet (Jede Aktion öffnet ein neues Fenster. Der Auftrag bleibt z. B. offen, wenn man einen Artikel anklickt und in die Artikelverwaltung wegen spezieller Infos springt.)
Andreas
 

Dealux-GmbH

Sehr aktives Mitglied
5. März 2007
8.676
7
Düsseldorf
AW: Artikelstatus - Was ist ein Verkauf

Aber auch Alphaplan ist unter einem 4-stelligem Betrag nicht zu bekommen. Und die Firma die das Herstellt hat ca. 80 Mitarbeiter. Bedenke mal diesen Unterschied ;)
 

opti61

Sehr aktives Mitglied
13. September 2006
449
28
AW: Artikelstatus - Was ist ein Verkauf

Aber auch Alphaplan ist unter einem 4-stelligem Betrag nicht zu bekommen. Und die Firma die das Herstellt hat ca. 80 Mitarbeiter. Bedenke mal diesen Unterschied ;)

Ähmmm - eher im mittleren 5-stelligen Bereich.... :mad: leider... Aber man darf doch mal träumen... - und den Entwicklern hier helfen, Sackgassen zu vermeiden und ein vernünftiges Zukunftskonzept auf die Beine zu stellen. Nicht alles muss neu erfunden werden und dass die Oberfläche der Wawi dringend ein übersichtliches und möglichst ohne Maus zu bedienendes Outfit bekommen sollte, dürfte auch klar sein.
 

flotschi

Gut bekanntes Mitglied
19. April 2009
464
1
München
AW: Artikelstatus - Was ist ein Verkauf

@Opti: So wie du hier schreibst, solltest du Dir wahrscheinlich eine andere WaWi suchen. Meine Meinung! Wahrscheinlich wirklich SAP.

Frohe Weihnachten
 
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