Neu Zebra GK420t oder GK420d?

Maxim_

Aktives Mitglied
9. September 2018
4
0
Hallo zusammen,

ich habe vor mir einen Drucker für DHL Etiketten zu beschaffen, und wollte mal nachfragen, ob denn der GK420t in der Lage ist, DHL Etiketten zu bedrucken, und das genauso gut wie der GK420d?

Ich habe im Internet gelesen, dass der GK420t ein Farbband besitzt. Wird dieses auch bei dem Ausdruck von DHL Versandetiketten verwendet? Würde der GK420t diese Versandetiketten auch ohne ein Farbband bedrucken?
Ein Farbband wird glaube ich nicht für jede Art von Etiketten benutzt, aber bitte korrigiert mich, falls ich damit falsch liege.

Danke im Voraus :)
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.601
1.945
Wir versenden mit DPD und bekommen die Drucker und Verbrauchsmaterial kostenlos, daher - keine Ahnung. ;)
Ich vermute aber es ist auch bei DHL normales Papier und daher "ja".
 

Matze_G

Sehr aktives Mitglied
1. Dezember 2017
206
71
Also, um mal Klarheit in die Druckverfahren zu bringen:

Bei allen Thermo-Druckern (Thermodirekt und Thermotransfer) erzeugt der Druckkopf Wärme. Diese wird je nach Verfahren unterschiedlich eingesetzt, um die "Farbe" aufs Etikett zu bringen.

Thermotransfer:
Es wird ein Farbband benötigt. Das ist eine dünne Folie, die mit einem Harz oder Wachs beschichtet ist. Durch die Wärme des Druckkopfes schmilzt das Wachs/Harz und wird so auf das darunter laufende Etikett gedruckt. Da das Farbband immer parallel mit dem Etikett bewegt wird, verbraucht auch ein leeres Etikett das Farbband. Dafür können alle Arten von Etiketten bedruckt werden. Papier, Plastik oder farbige Etiketten. Auch sogenannte Thermoetiketten könnten so bedruckt werden, das macht aus Kostengründen aber keinen Sinn.

Thermodirekt:
Hier "fehlt" das Farbband. Der Drucker erwärmt das das Etikett direkt. Die Etiketten sind aus einem speziellen Material, dass sich durch Wärme verfärbt. Diese Etiketten werden oft mit Thermoetiketten bezeichnet. So entsteht der Druck direkt im Etikett. Der Vorteil ist, man braucht kein Farbband, was Kosten spart (auch wenn die Etiketten etwas teurer sind ist es immer noch günstiger). Nachteil: Da die Thermoetiketten eben wärmeempfindlich sind, ist der Druck nicht beständig. Meist vergilben die Etiketten nach einer Zeit bzw. verblasst der Druck (je nach Umwelteinfluss). Etiketten, die für den Direktdruck geeignet sind lassen sich einfach identifizieren: Einfach mit dem Fingernagel fest auf dem Papier eine Linie eindrücken. Wenn sie sich dunkel verfärbt, handelt es sich um Thermopapier.

Für den Druck von Versandaufklebern genügt der Thermodirektdruck oft aus, da die Haltbarkeit ja nur für die Transportdauer reichen muss. Das gilt aber nur für den Inlands- oder Europaversand. Wenn's weiter weg geht, z.B. Übersee, sollte man evtl. doch den Transferdruck bevorzugen oder Papieretiketten mit einem Laserdrucker benutzen.

Soweit ich weiß, sind alle DHL-Rollenetiketten auch für den Thermodirektdruck geeignet, im Zweifel dort einfach beim Vertrieb nachfragen.

Der GK420 t kann beide Druckverfahren. Legt man ein Farbband ein, dann werden alle Etiketten immer mit dem Transferverfahren bedruckt (auch Thermoetiketten!). Legt man kein Farbband ein, benötigt man Thermoetiketten, die dann im Direktverfahren bedruckt werden. Man wählt das Druckverfahren also einfach aus, indem man ein Farbband einlegt oder nicht und im Druckertreiber die entsprechende Einstellung vornimmt.
Der GK420 d hat keinen Mechanismus für ein Farbband. Darum kann er nur Direktdruck mit den entsprechenden Thermoetiketten.

Ich hoffe, das hilft etwas bei der Auswahl...
 

Maxim_

Aktives Mitglied
9. September 2018
4
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Also, um mal Klarheit in die Druckverfahren zu bringen:

Bei allen Thermo-Druckern (Thermodirekt und Thermotransfer) erzeugt der Druckkopf Wärme. Diese wird je nach Verfahren unterschiedlich eingesetzt, um die "Farbe" aufs Etikett zu bringen.

Thermotransfer:
Es wird ein Farbband benötigt. Das ist eine dünne Folie, die mit einem Harz oder Wachs beschichtet ist. Durch die Wärme des Druckkopfes schmilzt das Wachs/Harz und wird so auf das darunter laufende Etikett gedruckt. Da das Farbband immer parallel mit dem Etikett bewegt wird, verbraucht auch ein leeres Etikett das Farbband. Dafür können alle Arten von Etiketten bedruckt werden. Papier, Plastik oder farbige Etiketten. Auch sogenannte Thermoetiketten könnten so bedruckt werden, das macht aus Kostengründen aber keinen Sinn.

Thermodirekt:
Hier "fehlt" das Farbband. Der Drucker erwärmt das das Etikett direkt. Die Etiketten sind aus einem speziellen Material, dass sich durch Wärme verfärbt. Diese Etiketten werden oft mit Thermoetiketten bezeichnet. So entsteht der Druck direkt im Etikett. Der Vorteil ist, man braucht kein Farbband, was Kosten spart (auch wenn die Etiketten etwas teurer sind ist es immer noch günstiger). Nachteil: Da die Thermoetiketten eben wärmeempfindlich sind, ist der Druck nicht beständig. Meist vergilben die Etiketten nach einer Zeit bzw. verblasst der Druck (je nach Umwelteinfluss). Etiketten, die für den Direktdruck geeignet sind lassen sich einfach identifizieren: Einfach mit dem Fingernagel fest auf dem Papier eine Linie eindrücken. Wenn sie sich dunkel verfärbt, handelt es sich um Thermopapier.

Für den Druck von Versandaufklebern genügt der Thermodirektdruck oft aus, da die Haltbarkeit ja nur für die Transportdauer reichen muss. Das gilt aber nur für den Inlands- oder Europaversand. Wenn's weiter weg geht, z.B. Übersee, sollte man evtl. doch den Transferdruck bevorzugen oder Papieretiketten mit einem Laserdrucker benutzen.

Soweit ich weiß, sind alle DHL-Rollenetiketten auch für den Thermodirektdruck geeignet, im Zweifel dort einfach beim Vertrieb nachfragen.

Der GK420 t kann beide Druckverfahren. Legt man ein Farbband ein, dann werden alle Etiketten immer mit dem Transferverfahren bedruckt (auch Thermoetiketten!). Legt man kein Farbband ein, benötigt man Thermoetiketten, die dann im Direktverfahren bedruckt werden. Man wählt das Druckverfahren also einfach aus, indem man ein Farbband einlegt oder nicht und im Druckertreiber die entsprechende Einstellung vornimmt.
Der GK420 d hat keinen Mechanismus für ein Farbband. Darum kann er nur Direktdruck mit den entsprechenden Thermoetiketten.

Ich hoffe, das hilft etwas bei der Auswahl...
Super Erklärung und Aufklärung, vielen Dank :)
 
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