Jo, das kostet so viel weil so viel konfiguriert werden muss. Setz Dich mal hin und konfiguriere ein JTL von Grund auf exakt so wie Dein jetziges System gebaut ist. Das dauert Tage, eher Wochen.
Dann nimm noch mit dazu, dass das gewachsene Geschichten sind und die Komplexität bei laufenden System durch Sonderanpassungen stets steigt.
Jetzt stell Dir vor die Aufgabenstellung ist, den mindestens gleichen Funktionszustand in einem völlig anderen System so abzubilden, dass dabei der Betrieb laufend aufrechterhalten werden kann.
Da fällt so viel Kleinscheiss an. Da reden wir nicht über Mannstunden oder Tage sondern eher Mannmonate.
Es ist völlig nachvollziehbar, dass die SPs da was deutlich fünfstelliges aufrufen. Schlicht weil es bei Odoo so viele Möglichkeiten gibt etwas zu bauen und zu konfigurieren. Und die Abhängigkeiten so immens sind. Vielleicht willst Du die Gelegenheit ja gleich nutzen um eine Ladenkette für Dackeldecken in Algerien mit auszurollen. Oder ein mehrschichtiges Produktionskettensystem für neuartige Akkusysteme in einer brasilianischen Favela aufbauen. Oder Du hast da eine nette Partnerschaft für die Ausfuhr von Kriegswaffen nach Südostasien in der Hinterhand, inklusive aller entsprechend zu berücksichtigenden Kontrollpflichtsysteme. Oder Du hast gar einen Schnullerverleih für die nächste Loveparade in Planung und brauchst noch eine Hygienedoku dafür, inklusive automatischem Tracking.
All das kannst Du mit Odoo abbilden. Ganz sicher. Auch gleichzeitig.
Und genau da ist das Problem. Du musst dem System nämlich auch beibringen was Du alles gar nicht willst und brauchst ohne Dir dabei die Sachen zu zerschiessen DIE Du willst und brauchst.
Ich kann mich in 25 Jahren Ecommerce nicht dran erinnern je vor einem so krass flexiblen System gesessen zu haben. Ich habe einen Heidenrespekt vor dieser Software. Merkt man vielleicht