Neu Mehrwertsteuer-Senkung vom 01.07.-31.12.2020 (Offizieller Diskussionthread) - Video

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JohnFrea

Sehr aktives Mitglied
21. September 2017
387
121
Ich habe auch Probleme mit dem Export über die Ameise.

Wir haben Methode Nr. 1 zur Änderung der Steuer genutzt, d.h. für den Steuerschlüssel 19% den hinterlegten Steuersatz auf 16% gesenkt. Das klang am einfachsten, lief soweit ganz gut, jedoch sind die Nebeneffekte beim Rechnung (Neu) Export über die Ameise nicht akzeptabel.

Die Ameise kann 16% MwSt Aufträge überhaupt nicht mehr exportieren.

Ich habe in eine Testumgebung eine Kopie meiner DB exportiert, um den Export hin zu bekommen und habe dort wieder auf 19% zurück geändert. Das funktioniert, jedoch gibts nun Probleme mit Rechungen, die 16% haben. Aus zwei Exporten habe ich mir dann eine vollständige Datei gebastelt.

Fazit: Der Ansatz, einfach in der Steuerklasse von 19 auf 16 zu setzen ist so richtig GRÜTZE und ich verstehe nicht, wie Ihr so etwas überhaupt als Weg empfehlen konnten.

Wie komme ich aus dem Schlamassel wieder raus? In der Produktivumgebung? Neue Steuerklassen MwSt 16/5% parallel zu 19/7% anlegen und bei sämtlichen Artikeln die neuen Steuerklassen zuweisen?

John
 

Condorraptor

Sehr aktives Mitglied
18. September 2018
351
41
Berlin
Ich habe auch Probleme mit dem Export über die Ameise.

Wir haben Methode Nr. 1 zur Änderung der Steuer genutzt, d.h. für den Steuerschlüssel 19% den hinterlegten Steuersatz auf 16% gesenkt. Das klang am einfachsten, lief soweit ganz gut, jedoch sind die Nebeneffekte beim Rechnung (Neu) Export über die Ameise nicht akzeptabel.

Die Ameise kann 16% MwSt Aufträge überhaupt nicht mehr exportieren.

Ich habe in eine Testumgebung eine Kopie meiner DB exportiert, um den Export hin zu bekommen und habe dort wieder auf 19% zurück geändert. Das funktioniert, jedoch gibts nun Probleme mit Rechungen, die 16% haben. Aus zwei Exporten habe ich mir dann eine vollständige Datei gebastelt.

Fazit: Der Ansatz, einfach in der Steuerklasse von 19 auf 16 zu setzen ist so richtig GRÜTZE und ich verstehe nicht, wie Ihr so etwas überhaupt als Weg empfehlen konnten.

Wie komme ich aus dem Schlamassel wieder raus? In der Produktivumgebung? Neue Steuerklassen MwSt 16/5% parallel zu 19/7% anlegen und bei sämtlichen Artikeln die neuen Steuerklassen zuweisen?

John

Hast du denn vor Änderung der MwSt die Bruttopreise exportiert?
 

Manuel Pietzsch

JTL-Wawi
Mitarbeiter
2. Januar 2012
2.527
750
Hückelhoven
Ich habe auch Probleme mit dem Export über die Ameise.

Wir haben Methode Nr. 1 zur Änderung der Steuer genutzt, d.h. für den Steuerschlüssel 19% den hinterlegten Steuersatz auf 16% gesenkt. Das klang am einfachsten, lief soweit ganz gut, jedoch sind die Nebeneffekte beim Rechnung (Neu) Export über die Ameise nicht akzeptabel.

Die Ameise kann 16% MwSt Aufträge überhaupt nicht mehr exportieren.

Ich habe in eine Testumgebung eine Kopie meiner DB exportiert, um den Export hin zu bekommen und habe dort wieder auf 19% zurück geändert. Das funktioniert, jedoch gibts nun Probleme mit Rechungen, die 16% haben. Aus zwei Exporten habe ich mir dann eine vollständige Datei gebastelt.

Fazit: Der Ansatz, einfach in der Steuerklasse von 19 auf 16 zu setzen ist so richtig GRÜTZE und ich verstehe nicht, wie Ihr so etwas überhaupt als Weg empfehlen konnten.

Wie komme ich aus dem Schlamassel wieder raus? In der Produktivumgebung? Neue Steuerklassen MwSt 16/5% parallel zu 19/7% anlegen und bei sämtlichen Artikeln die neuen Steuerklassen zuweisen?

John

Hi,

im Video erkläre ich die Corona Steuerklassen dafür. Wir nutzen das in unserer Buchhaltung genauso, das funktioniert.
Hast du die Steuerklassen auch so eingerichtet? Hast du evtl. andere Versandländer in deinen Steuereinstellungen bei denen noch die 19% stehen?

Gruß

Manuel
 

JohnFrea

Sehr aktives Mitglied
21. September 2017
387
121
@Manuel Pietzsch in deinem Video wurde das lediglich für den Datev Export als nötig dargestellt. Tatsächlich betrifft es aber jeden Rechungsexport, unabhängig ob Datev oder normale Rechungsexporte.

Ich werde das über die "corona Steuerklassen" probieren. Danke.
 
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Reaktionen: Manuel Pietzsch

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
12.309
962
Der Export "Rechnung (alt)" kann es noch, nur 2 Spalten bleiben leer, die kannst du einfach wieder füllen.
Ansonsten der Lösungsweg von ManuelP geht auch, du musst nur die Einstellungen ergänzen, andere Änderungen (Artikel) sind nicht notwendig.
 

Adler

Mitglied
9. Oktober 2019
17
0
Hallo,

also wie möchten die Bruttopreise auch beibehalten und ich hätte eine Frage zu der Vorgehensweise mit der Ameise.
Es wird im Video gezeigt, dass man ALLE Bruttopreise exportieren soll und anschließend wieder importiert.
Sprich Brutto aller Kundengrupppen, Staffelpreise, Sonderpreise, usw.

Was ist, wenn in allen Kundengruppen der "Standard-VK des Artikels" genutzt wird und alle Staffelpreise eine prozentuale Anpassung besitzen?

Würde dann mit dem Import nicht der Haken von "Standard-VK des Artikels" auf "Fester abweichender Preis" geändert werden?? Im Grunde würde dann ja auch nur der Export & Import von
1. Artikelnummer
2. Std. VK Brutto
völlig ausreichend sein.

Den Anhang 41279 betrachten

Den Anhang 41282 betrachten

Hallo,

wir sind auch wie im Video vorgegangen: alle Bruttopreise exportieren und wieder importieren. Jetzt wurde dann wie hier beschrieben durch den Import der Haken von "Standard-VK des Artikels" auf "Fester abweichender Preis" geändert. Wir nutzen aber i.d.R. nur den Standard-VK des Artikels. Preisänderungen wurden nun nicht mehr im Shop übernommen und wir haben uns gewundert bis wir den "Fehler" gefunden hatten. Wie bekommt man das wieder auf den "Standard-VK des Artikels" zurück?
- manuell in jede Kundengruppe über "Kundengruppenpreise bearbeiten" ? Wahnsinn...
- erneuter Import? (da fehlt aus meiner Sicht die Spalte, wo man dieses Häkchen mit importieren/ändern kann), also wird es nichts bringen.

Hat jemand eine Idee? Danke.
 

Adler

Mitglied
9. Oktober 2019
17
0

Manuel Pietzsch

JTL-Wawi
Mitarbeiter
2. Januar 2012
2.527
750
Hückelhoven

RickRoller

Aktives Mitglied
25. Februar 2016
31
3
Moin,

ich hab mal ne Frag bezüglich der zukünftigen erneuten Umstellung, sprich von 16 % auf 19 % und wollte wissen wir Ihr damit umgeht.
Es heißt ja immer das der Zeitpunkt der Auftragserfüllung wichtig für den Steuersatz ist.

Wenn also am 30.12.2020 jemand etwas hochpreisiges kauft, sagen wir mal für 1000 € inkl. 16 %, der Artikel aber erst am 01.01.2021 versendet werden kann, dann müsste nach der Regelung der Kunde ja auf einmal mehr bezahlen, weil 19 %?

Würdet ihr dann rigoros den Kunden nach bezahlen lassen? Ich denke nicht das viele Kunden damit einverstanden wären.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
12.309
962
Wir werden es den Kunden schenken und Brutto einfach auf 19% umstellen beim gleichen Betrag.
Letztlich ist es ein Rabatt den man gewährt, auch wenn wir ansonsten keine Rabatte haben, aber die 3% bringen uns nicht um, der Aufwand der Nachforderung ist zu hoch und die Differenz am Ende des Jahres kann auch der Kaufanreiz sein.
 

Manuel Pietzsch

JTL-Wawi
Mitarbeiter
2. Januar 2012
2.527
750
Hückelhoven
Hi,

auch interessant zu wissen. Wir machen jetzt auch unsere Hausaufgaben, haben bei der Umstellung viel gelernt:

1594362066800.png

Weiter kenne ich ja jetzt alle Antworten, da wir gemeinsam eine super FAQ aufgebaut haben. Ich werde also ein schönes YouTube Video machen bei dem diesmal mehr Fragen beantwortet werden (weil ich die Fragen ja jetzt kenne^^).

Gruß

Manuel
 

RickRoller

Aktives Mitglied
25. Februar 2016
31
3
Wir werden es den Kunden schenken und Brutto einfach auf 19% umstellen beim gleichen Betrag.
Letztlich ist es ein Rabatt den man gewährt, auch wenn wir ansonsten keine Rabatte haben, aber die 3% bringen uns nicht um, der Aufwand der Nachforderung ist zu hoch und die Differenz am Ende des Jahres kann auch der Kaufanreiz sein.

Ja, wir würden es auch nicht nachfordern wollen. Wir verkaufen viele Artikel die ca. 10 € kosten, da macht es eh wenig Sinn.
Allerdings haben wir auch viele Firmenkäufer dabei die im 3-4 - stelligen Bereich bei uns kaufen. Da würde es schon einen Unterschied machen.

Wir machen es dann wohl so wie bei der letzten Umstellung, das wir am letzten Tag im Jahr den Shop deaktivieren.

Wollte nur mal hören wie ihr das seht.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
12.309
962
Wir machen es dann wohl so wie bei der letzten Umstellung, das wir am letzten Tag im Jahr den Shop deaktivieren.
Wollte nur mal hören wie ihr das seht.

Wir haben am 30.6. nach der Erstellung der letzten Rechnung sofort umgestellt und waren um 15:00 damit fertig.
Da wir 7 Tage vor Weihnachten den Versand beenden bis 7.1.2021 ( wie jedes Jahr, vermutlich 16.12.2020), werde ich entsprechend alles schon am 16.12. zurückstellen.
Es gibt keinen Grund den Shop zu sperren oder die Umstellung erst am 31.12. zu machen, sofern man nur "*Bruttopreis" anzeigt und keinen %-Satz.

Aufträge, Zahlungen, etc. für 7.1.2021 sind dann alle korrekt und auch noch alte Aufträge die erst ab 2021 ausgeliefert werden.
 

RickRoller

Aktives Mitglied
25. Februar 2016
31
3
Es gibt keinen Grund den Shop zu sperren oder die Umstellung erst am 31.12. zu machen, sofern man nur "*Bruttopreis" anzeigt und keinen %-Satz.

Da liegt der Hase begraben, bei uns werden überall die Steuersätze angezeigt ( Shop, Auftragsbestätigungen). Wir können dies auch nicht rausnehmen weil wegen der Firmenkunden.

Von daher müssen wir unseren Shop für einen Tag deaktivieren.

Allerdings bringt uns das nicht um, und erst recht nicht am Silvestertag.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
12.309
962
Ohne eine müßige Diskussion anstoßen zu wollen:
Die Leistungserbringung ist erst ab 2021, von daher wäre es nicht falsch, weil du nur anzeigst oder bestätigst was der Fall sein "wird".
 

Puma7

Sehr aktives Mitglied
4. Mai 2016
385
42
@Manuel Pietzsch
Die Umstellung hat ja ganz gut geklappt, es war aber dennoch ein bisschen Arbeitsaufwand. Ich schau jetzt schon mal in die Zukunft zu Silvester 2020.
Wird es eine Lösung geben, dass man an Silvester/Neujahr sich nicht um die Umstellung zurück auf 19% kümmern muss und es einigermaßen automatisch läuft?
 

Manuel Pietzsch

JTL-Wawi
Mitarbeiter
2. Januar 2012
2.527
750
Hückelhoven
@Manuel Pietzsch
Die Umstellung hat ja ganz gut geklappt, es war aber dennoch ein bisschen Arbeitsaufwand. Ich schau jetzt schon mal in die Zukunft zu Silvester 2020.
Wird es eine Lösung geben, dass man an Silvester/Neujahr sich nicht um die Umstellung zurück auf 19% kümmern muss und es einigermaßen automatisch läuft?

Hi Freunde,

ja das ist ein guter Punkt.
Wir liefern dieses Quartal viele Optimierungen (besondern in der Ameise) die wir bei der Umstellung gelernt haben.
Automatisch ist aus unserer Sicht nicht möglich, bzw. viel zu komplex. Allein dass du beim Connector im Backend was ändern musst vorher, kann dir die Wawi nicht abnehmen. Die Art wie Aufträge und Preise angepasst werden ist so individuell, dass auch ein Wizard am Ende komplex zu bedienen wäre.
Dann lieber das was wir haben schön rund machen und eine gute Anleitung bringen.

Wir hatten auch Händler die am 30.06 um 17 Uhr schon fertig waren. Deren Vorgehen würde ich in einem Video erklären, damit alle schön Sylvester feiern können.

Gruß

Manuel
 

Puma7

Sehr aktives Mitglied
4. Mai 2016
385
42
Hi Freunde,

ja das ist ein guter Punkt.
Wir liefern dieses Quartal viele Optimierungen (besondern in der Ameise) die wir bei der Umstellung gelernt haben.
Automatisch ist aus unserer Sicht nicht möglich, bzw. viel zu komplex. Allein dass du beim Connector im Backend was ändern musst vorher, kann dir die Wawi nicht abnehmen. Die Art wie Aufträge und Preise angepasst werden ist so individuell, dass auch ein Wizard am Ende komplex zu bedienen wäre.
Dann lieber das was wir haben schön rund machen und eine gute Anleitung bringen.

Wir hatten auch Händler die am 30.06 um 17 Uhr schon fertig waren. Deren Vorgehen würde ich in einem Video erklären, damit alle schön Sylvester feiern können.

Gruß

Manuel
Ok, verstanden. Mein Masterplan für Silvester 2020:
Voll wie eine Haubitze die Datenbank Schreddern :D
 
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