Neu Kein Support für "Auftragspaket 100" in JTL Start Edition

NoOne

Sehr aktives Mitglied
16. März 2024
607
209
"Ihr erhaltet einen auf diese Produkte begrenzten Zugang zum Ticket-Support im JTL-Kundencenter"

läßt keinen Verhandlunsspielraum offen. Die Aussage von @NoOne


ist falsch: Ich bin zahlender Kunde und erfülle die von JTL gestellte Bedingung. Im Beitrag habe ich darauf hingewiesen, daß ich den Support nicht dazu benutzt habe, um nice-to-have-Wünsche zu stellen und somit die Bedingung des begrentzen Zugangs erfüllt habe.
Dir ist schon klar, dass der Post von 2019 ist? Den Basic Tarif gibts seit der Umstellung auf die Pakete nicht mehr. Deswegen steht beim Start-Paket auch kein "Support-Level: Basic" sondern "Support-Level: Community". Der Bronze Tarif hat auch keine 2 Tage SLA mehr, sondern 3: https://www.jtl-software.de/jtl-store/services/jtl-bronze-support. Der Silber-Tarif hat keine Option auf Rückruftickets mehr, dafür nur noch eine SLA von 1 statt 1 1/2 Tagen: https://www.jtl-software.de/jtl-store/services/jtl-silber-support

I'm sorry, aber Dinge ändern sich. Ein 6 Jahre alter Blog-Post ist nicht dazu geeignet deine Argumentation zu untermauern.

Edit: Und bevor du behauptest das der Basic Tarif noch nie im Store war, doch war er: https://web.archive.org/web/20201106033539/https://www.jtl-software.de/jtl-store/services/support (2020)
Da war sogar noch der Platin Tarif drin.

https://web.archive.org/web/20220830045230/https://www.jtl-software.de/jtl-store/services/support (2022)
Stand der Basic Support immer noch drin, aber Platin ist da schon rausgefallen.

https://www.jtl-software.de/jtl-store/services/support
Jetzt: Nix mehr Basic Support. Gibts also nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:

TDS2018

Sehr aktives Mitglied
25. Oktober 2018
636
103
@NoOne

Danke für den Hinweis :) – mir war tatsächlich nicht aufgefallen, dass es sich um einen älteren Beitrag handelte. Da ich über eine Google-Suche direkt auf eine Seite unter jtl-software.de gestoßen bin, bin ich selbstverständlich davon ausgegangen, dass die dortigen Angaben aktuell und gültig sind.

Gerade bei einem Softwareanbieter, bei dem sich Produkte, Tarife und Bedingungen regelmäßig ändern, wäre es aus meiner Sicht besonders wichtig, veraltete Inhalte entweder zu entfernen oder zumindest klar als überholt zu kennzeichnen. Andernfalls entsteht – wie in diesem Fall – leicht Verwirrung, die für Kunden und Interessenten kaum nachvollziehbar ist. Ich denke, ein transparenter Umgang mit früheren Änderungen würde langfristig allen Seiten helfen und solche Missverständnisse von vornherein vermeiden.

Also was machen wir heute am Ende des Tages damit? Ich ziehe das Fazit: Nicht alle kostenpflichtigen Abos erlauben den Zugang zum Ticketsystem. Dennoch habe ich aufgezeigt, dass ich – wie viele andere Nutzer der JTL-Wawi in der Starter-Edition – über Jahre hinweg das Ticketsystem nutzen konnte, ohne darauf hingewiesen zu werden, dass dies ein angeblicher Fehler seitens JTL in ihrem Vertragssystem gewesen sei.

An dieser Stelle möchte ich noch auf einen wichtigen Punkt hinweisen, der auch den Titel dieses Themas erklärt:

Als ich den Beitrag mit der Überschrift "Kein Support für Auftragspaket 100 in JTL Start Edition" erstellt habe, entsprach dies meinem damaligen, aus Kundensicht nachvollziehbaren Eindruck. Nach sieben Jahren problemloser Nutzung des Ticketsystems erschien es mir selbstverständlich, dass die Meldung von Fehlern durch ein Ticketsystem weiterhin im Interesse von JTL und der Weiterentwicklung der Software liegt – und nicht davon abhängig gemacht wird, ob zusätzlich ein Supportvertrag abgeschlossen wird.

Durch einen Kontakt zur Hotline aufgrund eines aktuell aufgetretenen Fehlverhaltens von JTL Wawi wurde mir mitgeteilt, daß dies ein Fehler war und das habe ich hier im Forum angesprochen. Eine aktive Vorab-Information an die Nutzer hätte ich in diesem Zusammenhang als kundenfreundlicher empfunden. Stattdessen wurde mir der Eindruck vermittelt, Nutzer wie ich hätten den Support "umgangen" oder "unrechtmäßig" in Anspruch genommen – eine Darstellung, die der eigentlichen Ursache nicht gerecht wird. Die Nutzung des Ticketsystems war uns von JTL möglich und jetzt erfahre ich, dass der Zugang angeblich ein jahrelanger Fehler auf Seiten JTLs war. Das führt zu Reaktionen, gerade wenn diese Sichtweise von Forenmitgliedern wie NoOne bestätigt wird und verstärkt das Missverständnis und das ungute Gefühl, für einen internen Fehler des Herstellers verantwortlich gemacht zu werden. Ein falsches Bild entsteht selten aus bösem Willen, sondern meistens durch unklare Worte.

War die jahrelange Nutzung des Ticketsystems von Kunden, die JTL-Wawi in der Starter-Edition genutzt haben, tatsächlich ein Fehler?

Ich persönlich empfinde die Erklärung, daß es ein Fehler war, als nicht vertrauensfördernd, denn ein weiterer aus meiner Sicht unterschätzter Punkt ist folgender:

Bei einer komplexen Software wie JTL-Wawi, die sich regelmäßig durch Updates und neue Funktionen verändert, ist ein strukturierter, effizienter und niedrigschwelliger Kanal zur Meldung von Fehlern (wie es das Ticketsystem bietet) ein enormer Vorteil – nicht nur für den Nutzer, sondern insbesondere auch für JTL selbst. Jede frühe, klare Fehlermeldung über das Ticketsystem ermöglicht JTL:
  • Fehler schnell zu erkennen und zu beheben,
  • die Qualität der Software hoch zu halten,
  • und so die Grundlage für die wirtschaftliche Existenz beider Seiten zu sichern:
Wenn Kunden mit der Software zuverlässig arbeiten und damit mehr Geld verdienen können, kann auch JTL mit Pflege und Weiterentwicklung weiterhin erfolgreich Geld verdienen. Wer durch Fehlen eines effizienten Kommunikationskanals (Ticketsystem vs. klassische Email) den Fluss von Rückmeldungen behindert, riskiert nicht nur Kundenfrust, sondern schlimmstenfalls:
  • eine Häufung unerkannter Fehler,
  • zunehmende Probleme im produktiven Betrieb bei Kunden,
  • und am Ende unnötige Auseinandersetzungen anstelle einfacher Problemlösungen.
Aus Sicht eines Unternehmers betrachtet, kann ich nur dringend empfehlen, sich bewusst zu machen:

Ein stets verbesserter Support und die Förderung aktiver Kundenkommunikation sind keine lästige Ausgabe, sondern eine Investition in die eigene Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Wer Kunden hingegen das Gefühl gibt, sie stünden auf der anderen Seite des Tisches und seien „Fehlerausnutzer“, riskiert Vertrauensverlust – ein Risiko, das weit schwerer wiegt als kurzfristige Einsparungen.

Ich hoffe, dass JTL diese Diskussion nutzt, um das eigene Vorgehen zu reflektieren, denn eine offene Kommunikation ist im Sinne der Kunden.

Trotz meiner Kritik habe ich nach wie vor große Freude an der Arbeit mit der JTL-Software und an der Diskussion hier im Forum. Ich bin der Überzeugung, dass es besser ist, Dinge offen anzusprechen, als sie stillschweigend hinzunehmen. Nur so kann man gemeinsam etwas verbessern.
 
Zuletzt bearbeitet:

NoOne

Sehr aktives Mitglied
16. März 2024
607
209
Also was machen wir heute am Ende des Tages damit? Ich ziehe das Fazit: Nicht alle kostenpflichtigen Abos erlauben den Zugang zum Ticketsystem. Dennoch habe ich aufgezeigt, dass ich – wie viele andere Nutzer der JTL-Wawi in der Starter-Edition – über Jahre hinweg das Ticketsystem nutzen konnte, ohne darauf hingewiesen zu werden, dass dies ein angebliocher Fehler seitens JTL in ihrem Vertragssystem gewesen sei.
Ich kann hier nur vermuten, aber: Ich denke der "Bug" hat sich darauf bezogen, dass nicht zuverlässig festgestellt werden konnte, wer etwas gebucht hatte, dass unter die Ausnahme fällt ein Ticket zu erstellen. Deswegen war das einfach durch die Bank weg erlaubt. Das fällt jetzt generell weg, weil es nur noch ab Advanced Ticket-Support gibt. Der Bug ist wahrscheinlich immer noch da, aber da es diese Ausnahmen nicht mehr gibt, wurde das jetzt deaktiviert, weil keine "false positives" mehr zu befürchten sind.

War die jahrelange Nutzung des Ticketsystems von Kunden, die JTL-Wawi in der Starter-Edition genutzt haben, tatsächlich ein Fehler?
Jahrelang ist jetzt auch übertrieben. Die Pakete sind noch nicht mal vor einem ganzen Jahr eingeführt worden. ;)


Ein stets verbesserter Support und die Förderung aktiver Kundenkommunikation sind keine lästige Ausgabe, sondern eine Investition in die eigene Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Wer Kunden hingegen das Gefühl gibt, sie stünden auf der anderen Seite des Tisches und seien „Fehlerausnutzer“, riskiert Vertrauensverlust – ein Risiko, das weit schwerer wiegt als kurzfristige Einsparungen.
Das geht ab einer gewissen Größe bzw. ab einem gewissen Kundenstand nicht mehr so einfach. Du kannst nur mehr Supporter einstellen, wenn du die auch bezahlen kannst. Wenn du 30 % Free-Kunden hast, dann können die 70 % die Gehälter der Supporter vielleicht mittragen. Je schlechter das Verhältnis zugunsten der zahlenden Kunden wird, desto mehr Anfragen kriegst du von Free-Kunden rein, die dir kaum bis gar kein Geld bringen. Das führt entweder zu überlasteten Supportern, oder zu einem Verlust, weil du zwar mehr Supporter einstellen musst, aber die Einnahmen dazu nicht im gleichen Maße steigen.

Eine Häufung unbekannter Fehler kann es eigentlich nur geben, wenn die nur bei den Free-Kunden auftritt und die das nirgends melden. Denn die Fehler werden vor den zahlenden Kunden vermutlich keinen Halt machen. Seltene oder Einzelfälle (oder neudeutsch: Edge-Cases) könnten unter den Tisch fallen, wenn das Forum oder die E-Mail nicht genug überwacht wird. Zumal einige Kunden dann auch bei den Service-Partnern aufschlagen, weil einige dort flexibleren (nicht unbedingt günstigeren) Support auf Stundensatzbasis bieten. Und die können ebenfalls Bugs weitergeben. Vermutlich auch direkter als übers Ticket-System nehme ich mal an.
Die zunehmenden Probleme im produktiven Betrieb fallen unter die gleiche Riege.

Die "einfache" Problemlösung hast du im Ticket-Support dann nur für dich selbst. Das Forum ist hier leicht im Vorteil gegenüber Support-Tickets, wenn das ein bekanntes Problem ist, für den jemand bereits einen Workaround hat. Nur ein leichter Vorteil, weil die Workarounds auch öfter im entsprechenden Ticket des Issue-Trackers stehen. Muss man nur die entsprechenden Issues finden. Bist du der erste mit dem Problem, ist das natürlich nicht so, da wäre das Support-Ticket leicht im Vorteil. Weil es vermutlich schneller gelöst wird. Aber es ist nicht so, als würden JTL-Mitarbeiter nicht ins Forum schauen, dort schreiben und Workarounds anbieten, sofern bekannt (oder erarbeitet).
 

TDS2018

Sehr aktives Mitglied
25. Oktober 2018
636
103
Langsam aber sicher wird die Diskussion angenehm konstruktiv. 🙂

Das Prinzip, JTL-Wawi in der Starter-Edition kostenlos bereitzustellen, ist absolut sinnvoll, denn gerade kleinere Unternehmen und Gründer erhalten dadurch die Möglichkeit, in Ruhe mit dem System zu starten. Wächst das eigene Geschäft, erfolgt im Idealfall auch ein Wechsel in ein kostenpflichtiges Abo-Modell – eine klassische Win-Win-Situation.

Dass Nutzer der reinen kostenlosen Starter-Edition keinen Zugang zum Ticketsystem erhalten, halte ich für völlig verständlich. Eine Öffnung würde zwangsläufig zu einer Überlastung des Supports führen, was zulasten der zahlenden Kunden ginge – das wäre niemandem geholfen.

Sobald allerdings – und bitte korrigiert mich, wenn ich hier falsch liege – ein kostenpflichtiges Produkt gebucht wird und damit ein Kundenkonto bei JTL besteht, sollte meiner Meinung nach ein geordneter, transparenter Zugang zum Ticketsystem möglich sein. Und zwar nicht primär für Supportanfragen zu individuellen Wünschen, sondern mindestens für strukturierte Fehlermeldungen.

Ein Ticketsystem bietet für beide Seiten erhebliche Vorteile:
  • Für JTL:
    • Fehler werden schnell, reproduzierbar und geordnet erfasst.
    • Prioritäten und Häufungen lassen sich intern sauber auswerten.
    • Es entstehen weniger Doppelmeldungen und weniger Chaos.
  • Für den Kunden:
    • Die Meldung ist klar und nachvollziehbar dokumentiert.
    • Man kann den Bearbeitungsstatus nachvollziehen.
    • Beide Seiten sparen sich zeitaufwendige Rückfragen per E-Mail.
Ob der Kunde eine priorisierte Bearbeitung innerhalb von 24 oder 72 Stunden wünscht, sollte dann über die Wahl des Supportpaketes gesteuert werden – das ist völlig legitim und sinnvoll. Schnell gegen Bezahlung, nach bester Möglichkeit kostenlos, denn Fehler abzustellen ist Aufgabe von JTL, nicht der Kunden, die keinen Zugriff auf den Source-Code haben. Aber die grundsätzliche Möglichkeit, Fehler sauber zu melden, sollte jedem zahlenden Kunden offenstehen, unabhängig vom gebuchten Support-Level.

Am Ende profitieren beide Seiten davon:
  • JTL kann die Qualität der Software durch klare Rückmeldungen besser sichern.
  • Kunden behalten das Vertrauen, dass ihre Anliegen überhaupt gesehen und ernstgenommen werden.
Dass jemand einen Fehler meldet, der womöglich auch andere betrifft, ist kein Kostenfaktor, sondern im Gegenteil eine Investition in die Produktqualität und Kundenbindung.
 
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