Genau und wenn Minderheiten was wollen, dann soll die Mehrheit gefälligst Alles und Jedem zustimmen.
Nö. Aber es darf auch keine Diktatur der Mehrheit geben. Ansonsten machen wir ab jetzt nur noch was die Frauen wollen. Die sind nämlich mehr als wir
😉
Minderheitenschutz und -rechte sind eine der zentralen Errungenschaften unserer westlichen Demokratie. Das tut manchmal eben mehr weh und manchmal weniger.
Wir steuern also in eine Minderheitengesellschaft.
Die Vorstellung der Minderheit bestimmt was die Mehrzeit zu denken, zu tun und zu akzeptieren hat.
Jeder soll sein Leben leben können wie er will, die Gesellschaft wird abgeschafft.
🙂
Wie passt Deine Argumentation, dass hier gesellschaftlicher Konformismus aufgezwungen würde, zur gleichzeitigen Feststellung, dass wir auf eine Minderheitengesellschaft zusteuern?
Der zentrale Hebel ist doch: Der Zwang zu Konformismus verringert sich gerade durch die Freiheit des einzelnen, sich auch als Mitglied einer Minderheiten ausdrücken und ausleben zu dürfen.
Die gesellschaftliche Akzeptanz von Minderheiten, durch die Möglichkeit gleichberechtigter Teilnahme am öffentlichen Leben, aber auch durch gelebte Akzeptanz in Form einer angepassten Sprache, kann doch nicht gleichzeitig zu Konformismus zwingen UND das Gegenteil, nämlich ein immer stärkeres Auseinanderdriften in Partikulargruppen bewirken.
Und zur Whataboutism-"Keule" sag ich jetzt fast nix, außer dass man also am Besten keine Vergleiche ziehen sollte, sondern nur den Argumenten des Anderen folgen darf, so wie dieser sie vorgibt.
(
https://de.wikipedia.org/wiki/Whataboutism )
Toll !
Wir bilden einen Sitzkreis und werden das erst mal diskutieren.
Die Nazi Keule würde ich ja noch akzeptieren, aber es gibt keine Whataboutism Keule, hier muss ich Dir einfach grundlegend widersprechen.
Es geht beim Vorwurf des Whataboutism nicht darum Vergleiche zu verbieten wo diese Sinn machen. Wenn aber der Dieselpreis und die sprachliche Einbindung von Minderheiten in einen Topf geworfen werden macht das schlicht keinen Sinn.
Um darauf mal einzugehen: Ich habe keine starke positive Überzeugung beim Gendering. Ich gendere selbst nicht. Ich halte Atomkraft für eine sinnvolle Übergangstechnologie. Ich bin kein Pazifist. Ich bin überzeugter Fleischesser. Und ich bin trotzdem der Meinung, das Auto fahren deutlich teurer werden muss. Aus umwelt-, mehr aber noch aus geopolitischen Gründen. Wie passe ich in das von Dir gezeichnete Klischeebild?
Durch Deine Art der Argumentationsführung versuchst Du aber diese Themen miteinander zu verquicken. Hier geht es aber weder um Atomkraft noch um Pazifismus und auch nicht um Dieselpreise.
Hier geht es um die Frage ob und inwieweit das Gendern eine schwerwiegende Gefahr für die Gesellschaft darstellt. Und nur in dieser Frage habe ich Dir vehement widersprochen.