Neu Einkaufspreis bei Ameise-Import über "Lagerbestände" ergänzen

JoeKyx

Mitglied
7. Februar 2025
49
6
Hallo zusammen,

wir stehen aktuell vor einer Herausforderung bei unserem Einkaufsprozess und hoffen auf einen Denkanstoß aus der Community.

Unsere aktuelle Situation:

Wir kaufen unsere Artikel von Privatpersonen und haben dafür einen schnellen, automatisierten Prozess aufgesetzt, der von der Neuanlage des Artikels über die Einbuchung bis zur Erstellung des eBay-Angebots reicht.

Herzstück dieses Prozesses ist die JTL Ameise, mit der wir die Artikel direkt über den Importtyp "Lagerbestände" einbuchen. Das ist für uns der schnellste Weg, da wir so in einem Rutsch den gesamten Wareneingang für eine Vielzahl von Einzelartikeln abwickeln können.

Unsere Herausforderung:

Nun möchten wir für jeden Artikel den individuellen Einkaufspreis (EK) erfassen, um unsere Auswertungen zu verbessern. Leider bietet der Ameise-Import "Lagerbestände" standardmäßig keine Spalte für den Einkaufspreis.

Wir möchten unseren bewährten und schnellen Workflow aber nur ungern komplett umbauen (z. B. auf einen Bestellprozess mit Wareneingang), da dies für unsere Ankäufe von Privat zu aufwendig wäre.

Unsere Frage:

Hat jemand eine Idee oder einen Lösungsansatz, wie wir den Einkaufspreis trotzdem effizient in die Wawi bekommen, ohne unseren bestehenden Prozess über den Haufen zu werfen?

Mögliche Ideen unsererseits waren:

  1. Ein zweiter Ameise-Import: Könnte man direkt nach dem "Lagerbestände"-Import einen zweiten, schlanken Import (z. B. "Artikel-Aktualisierung") nur mit Artikelnummer und Einkaufspreis durchführen? Wäre das performant und sicher? Und wichtig: hängt der Einkaufspreis dann an genau dem Einkauf oder wird der einfach als durchschnittlicher Einkaufspreis hinterlegt? Wir brauchen für jede Buchung den exakten Einakufspreis für die Buchführung später.
  2. Ein Workaround im Lagerbestände-Import: Gibt es vielleicht einen Trick oder ein verstecktes Feld, das wir übersehen haben?
  3. Eine ganz andere Methode: Übersehen wir eine viel einfachere Möglichkeit, die sich gut in unseren bestehenden Prozess integrieren lässt?
Wir sind für jeden Tipp und jede Idee dankbar, die uns hilft, den EK pro Artikel zu hinterlegen, ohne dabei die Geschwindigkeit unseres Workflows zu verlieren.

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!

Beste Grüße
 

frankell

Sehr aktives Mitglied
9. September 2019
2.685
840
Flensburg
Hallo @JoeKyx,

vom Prinzip her würde ich zuerst einen regulären Artikelimport (Typ "Artikelstammdaten") starten und dann in einem zweiten Rutsch den Import "Lagerbestände". Letzteren kannst Du ja auch öfter laufen lassen. Ich behaupte mal, dass es auch üblich ist, Artikelstammdaten deutlich seltener zu importieren als Lagerbestände. Zwar kann man auch mit "Artikelstammdaten" Lagerbestände importieren, aber leider nur für Standard- und nicht WMS-Läger.

Ohne den zweiten Rutsch wirst Du nichts werden, weil dem Import "Lagerbestände" einfach die notwendigen Fehler für einen Import in einem Rutsch fehlen. Ich finde es aber spannend, dass über den Import "Lagerbestände" überhaupt Artikel angelegt werden können.

Der von mir skizzierte Ablauf könnte auch dafür sorgen, dass der im ersten Rutsch definierte EK auch für die Einbuchung über den zweiten Rutsch gilt (umgekehrt kann das gar nicht der Fall sein). Ob das aber tatsächlich so ist, weiß ich nicht. Könntest Du aber mal mit einem Testartikel in Erfahrung bringen. Normalerweise wird bei einer Lieferantenbestellung nicht automatisch der durchschnittliche Einkaufspreis genommen, sondern der für den jeweiligen Lieferanten gespeicherte. Denn ein Artikel besitzt nicht den einen EK. Er besitzt einen durchschnittlichen und jeweils einen für jeden Lieferanten. Das trifft natürlich alles nicht auf Deinen Fall zu, aber auf dieses spezielle Geschäftsmodell ist die Wawi auch nicht ausgerichtet. Wie das Verhalten beim Einbuchen ist, müsstest Du testen.

Ein zweiter Import über die Ameise ist kein Problem, insbesondere wenn dabei nur sehr wenig getan werden muss wie in Deinem Fall. Du müsstest nur dafür Sorge tragen, dass der erste Durchlauf auch abgeschlossen ist, bevor der zweite startet, um sicherzugehen, dass nicht doch für die hinteren Artikel des ersten Durchlaufs doch der zweite früher kommt. Es hört sich aber eh so an, als würdet Ihr alles über mindestens einen Workflow laufen lassen. In einem Workflow hast Du ja die Möglichkeit, dass die folgende Aktion (zweiter Import) auf die vorhergehende (erster Import) warten muss.

Good luck!
 

JoeKyx

Mitglied
7. Februar 2025
49
6
Hallo @JoeKyx,

vom Prinzip her würde ich zuerst einen regulären Artikelimport (Typ "Artikelstammdaten") starten und dann in einem zweiten Rutsch den Import "Lagerbestände". Letzteren kannst Du ja auch öfter laufen lassen. Ich behaupte mal, dass es auch üblich ist, Artikelstammdaten deutlich seltener zu importieren als Lagerbestände. Zwar kann man auch mit "Artikelstammdaten" Lagerbestände importieren, aber leider nur für Standard- und nicht WMS-Läger.

Ohne den zweiten Rutsch wirst Du nichts werden, weil dem Import "Lagerbestände" einfach die notwendigen Fehler für einen Import in einem Rutsch fehlen. Ich finde es aber spannend, dass über den Import "Lagerbestände" überhaupt Artikel angelegt werden können.

Der von mir skizzierte Ablauf könnte auch dafür sorgen, dass der im ersten Rutsch definierte EK auch für die Einbuchung über den zweiten Rutsch gilt (umgekehrt kann das gar nicht der Fall sein). Ob das aber tatsächlich so ist, weiß ich nicht. Könntest Du aber mal mit einem Testartikel in Erfahrung bringen. Normalerweise wird bei einer Lieferantenbestellung nicht automatisch der durchschnittliche Einkaufspreis genommen, sondern der für den jeweiligen Lieferanten gespeicherte. Denn ein Artikel besitzt nicht den einen EK. Er besitzt einen durchschnittlichen und jeweils einen für jeden Lieferanten. Das trifft natürlich alles nicht auf Deinen Fall zu, aber auf dieses spezielle Geschäftsmodell ist die Wawi auch nicht ausgerichtet. Wie das Verhalten beim Einbuchen ist, müsstest Du testen.

Ein zweiter Import über die Ameise ist kein Problem, insbesondere wenn dabei nur sehr wenig getan werden muss wie in Deinem Fall. Du müsstest nur dafür Sorge tragen, dass der erste Durchlauf auch abgeschlossen ist, bevor der zweite startet, um sicherzugehen, dass nicht doch für die hinteren Artikel des ersten Durchlaufs doch der zweite früher kommt. Es hört sich aber eh so an, als würdet Ihr alles über mindestens einen Workflow laufen lassen. In einem Workflow hast Du ja die Möglichkeit, dass die folgende Aktion (zweiter Import) auf die vorhergehende (erster Import) warten muss.
Moin,

Erstmal danke für die ausführliche Antwort. Genau so wie du es beschreibst machen wir es bereits. Erster Import legt die Artikel über die Stammdaten an. Danach importieren wir den Lagerbestand mit Menge 1. Bei genau diesem Lagerbestandsimport würden wir aber gerne den Einkaufspreis dieser einen Menge festlegen. Wenn wir den EK bei den Stammdaten als durchschnittlichen EK bereits importieren wird der Lagerbestand beim darauffolgenden Import leider trotzdem mit EK 0 eingebucht
 

frankell

Sehr aktives Mitglied
9. September 2019
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Wenn wir den EK bei den Stammdaten als durchschnittlichen EK bereits importieren wird der Lagerbestand beim darauffolgenden Import leider trotzdem mit EK 0 eingebucht

Genau. Deswegen mein Verweis auf den Lieferanten-EK. Wenn Ihr nicht mit einem Sammel-Lieferanten für alle die Käufe von Privatpersonen arbeitet, sondern alle einzeln anlegt, dann müsstet Ihr einen weiteren Import des jeweiligen "Lieferanten" voranstellen.
 
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JoeKyx

Mitglied
7. Februar 2025
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Leider kann man beim Import nur Lieferantenaufträge importieren, dort kann nicht einmal der Lagerplatz festgelegt werden so wie ich das sehe. Wie es aussieht werden wir über die API gehen müssen oder direkt per SQL unsere Artikel einbuchen, schade.
 

John

Sehr aktives Mitglied
3. März 2012
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Berlin
Wieso geht ihr denn überhaupt über den Ameise Punkt "Preise/Bestände", um den Bestand einzubuchen?

Geht doch auch im zweiten Durchlauf über den Import Artikelstammdaten und schreibt Euren Bestand in das Lager und setzt dabei den Einkaufspreis auf Euren Wunschwert.
Obacht, unten in den Einstellungen gibt es noch eine Option, ob der Bestand hinzu addiert oder überschrieben werden soll.

Vielleicht geht das sogar alles in einem Durchlauf...
 

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frankell

Sehr aktives Mitglied
9. September 2019
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Leider kann man beim Import nur Lieferantenaufträge importieren, dort kann nicht einmal der Lagerplatz festgelegt werden so wie ich das sehe. Wie es aussieht werden wir über die API gehen müssen oder direkt per SQL unsere Artikel einbuchen, schade.

Gemeint war, dass Du erst einen Lieferanten importierst (Lieferantenstammdaten), dann Artikel (Artikelstammdaten) mit dem Lieferanten-EK und dann den Bestand (Lagerbestände).
 

John

Sehr aktives Mitglied
3. März 2012
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Berlin

Ja und?

Dann buch doch erst deinen Besand ins WMS Lager.
Danach buchst Du dann einen Bestand von 1 via Stammdaten zusammen mit Deinem duchschnittlichen EK ins Standardlager und buchst ihn gleich wieder raus.
Der Duchschnittliche EK sollte erhalten bleiben.
Vielleicht muß man aber auch für den EK einen doppelt so hohen Wert ansetzen, weil ja Menge 1 via WMS zu 0,00 EUR rein gekommen ist.

Hmm, ging nicht füher auch durchscnittlichen EK (aka GLD) via Stammdaten überscheiben ganz ohne Ware einzubuchen?
Lange nicht mehr probiert...
 

JoeKyx

Mitglied
7. Februar 2025
49
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Gemeint war, dass Du erst einen Lieferanten importierst (Lieferantenstammdaten), dann Artikel (Artikelstammdaten) mit dem Lieferanten-EK und dann den Bestand (Lagerbestände).
Mh, ich habe es jetzt so versucht:
  1. Lieferant "Privat" angelegt
  2. Artikelstammdaten mit Lieferantennummer und Netto-EK sowie Brutto-EK per Ameise importiert
  3. Lagerbestand per Ameise importiert und dabei Lieferantennummer gesetzt
Leider wird der Artikel immer noch so eingebucht wie im Screenshot zu sehen, also ohne EK.
 

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