Gelöst Welcher EK wird beim dropshipping herangezogen?

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7. Februar 2017
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#1
Hallo fleißige Forums Helfer!

Ich habe eine Verständnisfrage, bei der ich leider nicht weiter komme.
Ich habe mich bereits in die Thematik des durchschnittlichen Einkaufspreises eingelesen und weiß auch, dass sich dieser durch den Wareneingang oder durch Erfassung der Eingangsrechnung errechnet.

1. Standardlager:
Ich habe einen Artikel in meinem Standardlager mit Bestandsführung. Wenn ich nun eine Lieferantenbestellung auslöse und diesen anschließend erhalte, wird durch eine Wareneingangsbuchung oder die Erfassung der Eingangsrechnung der durchschnittliche Einkaufspreis aktualisiert.
Verstanden!

2. Fulfillment Lager:
Wenn ich hier eine lieferantenbestellung auslöse und einen Artikel in meinen fulfillment Lager liefern lasse, kann ich auch hier durch den Wareneingang, bzw. durch die Erfassung der Eingangsrechnung den durchschnittlichen Einkaufspreis errechnen lassen.
ABER: liefere ich nun via Auftrag einen Artikel aus dem fulfillment Lager an meinen Kunden aus, fallen in diesem Fall fulfillment Gebühren an, die ich im VK-Artikelpreis mit eingepreist habe, die ich demnach nicht gesondert im Auftrag oder in der Rechnung aufliste. Dies führt jetzt natürlich zu einer falschen Gewinnermittlung.
Nach meinem Verständnis, müsste ich beim Wareneingang bereits diese, in Zukunft anfallenden Gebühren und Frachtkosten, durch die Option Zusatzkosten verteilen, mit aufschlagen, damit diese den durchschnittlichen Einkaufspreis beeinflussen. Es fallen aber auch monatliche Lagergebühren und Mietzahlungen an, die ich nicht auf den einzelnen Artikel unterbrechen kann.
Hat hier jemand eine passende Idee, wie ich diese Kosten berücksichtigen kann?

3. Dropshipping!
Hier liegt mein größtes Problem.
a) bei dropshipping habe ich weder einen Wareneingang der meinen durchschnittlichen Einkaufspreis berechnet, noch erfolgt eine Berechnung des durchschnittlichen Einkaufspreises durch die Erfassung einer Eingangsrechnung!
Dies habe ich ausprobiert und es hat leider keine Auswirkungen.
Demnach bin ich wie folgt vorgegangen.
Ich habe beispielsweise einen Artikel, der von acht verschiedenen Lieferanten Angeboten angeboten wird und nicht jeder Lieferant kann überall in Deutschland liefern. Alle Lieferanten sind im Artikel als Dropshipping Lieferant mit eigenem Einkaufspreis hinterlegt.
Wenn ich jetzt diesen Artikel via Auftrag an einen Kunden ausliefern möchte, wähle ich hierfür bei der Auslieferung den jeweiligen dropshipping Lieferanten aus.
Jedoch wird hier nicht der jeweils hinterlegte Einkaufspreis des Lieferanten zur Gewinnermittlung herangezogen, sondern eben auch in diesem Fall der durchschnittliche Einkaufspreis, welchen ich manuell überschreiben müsste.
ABER: die Konditionen und die Einkaufspreise der Lieferanten variieren enorm stark!
Frage: wie bringe ich JTL dazu, bei dropshipping, den jeweils für den Lieferanten hinterlegten Einkaufspreis für die Gewinnermittlung heranzuziehen?
Oder geht das auch bei Dropshipping nur über den durchschnittlichen Einkaufspreis, den ich dann manuell setzen müsste?
Dies würde bedeuten, dass ich für jeden Dropshipping Lieferanten ein und denselben Artikel extra anlegen müsste, um den durchschnittlichen Einkaufspreis zu setzen?

Ich bin hier für jeden Tipp sehr dankbar! Denn derzeit kann ich mit der Gewinnermittlung von jtl leider nichts anfangen, ohne dass ich exakt verstehe, wie jtl im jeweiligen Fall vorgeht.

Ich freue mich von Euch zu hören!

Viele Grüße

Marco
 

Sebastian Paul

Aktives Mitglied
14. Juni 2017
38
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#2
Ich habe mir nur die Überschirft durchgelesen... DS Preise kannst du beim Lieferanten hinterlegen(Artikel>Lieferanten) hinterlegen, der wird dann bei Aufträgen verwendet, unabhängig ob Dropship oder nicht.
 
7. Februar 2017
14
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#3
Ich habe mir nur die Überschirft durchgelesen... DS Preise kannst du beim Lieferanten hinterlegen(Artikel>Lieferanten) hinterlegen, der wird dann bei Aufträgen verwendet, unabhängig ob Dropship oder nicht.
Hallo und danke dir für deine Antwort!
Aber leider werden gerade eben diese ek Preise nicht herangezogen. Einzig bei lieferantenbestellungen werden die richtigen ek Preise ausgewiesen. Aber zur Gewinnermittlung und in den Aufträgen wird eben nur der durchschnittliche Einkaufspreis herangezogen.

Genau das ist ja mein Problem.

Ich bin für weitere Tipps sehr dankbar!!
 

tafechner

Offizieller Servicepartner
SPBanner
31. Juli 2010
593
6
Berlin
#4
Hallo, das ist auch richtig so. Jeder Artikel kann mehrere Lieferanten und auch über den Zeitraum unterschiedliche EK haben. Hieraus wird nun der GLD ermittelt der relevant zur Gewinnermittlung und auch der Lagerbewertung ist.
Beim Einlagern der Artikel sortierst Du ja nicht nach Lieferanten und nach dem tatsächlichen EK und auch beim ausliefern schaust Du nun nicht nach von welchem Lieferanten zu welchem Preis du dann auslieferst.
Wenn man natürlich nur einen Lieferanten hat, dann sollte man den GLD mit dem EK des vorhanden Lieferanten nehmen.
 
7. Februar 2017
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#5
Hallo, das ist auch richtig so. Jeder Artikel kann mehrere Lieferanten und auch über den Zeitraum unterschiedliche EK haben. Hieraus wird nun der GLD ermittelt der relevant zur Gewinnermittlung und auch der Lagerbewertung ist.
Beim Einlagern der Artikel sortierst Du ja nicht nach Lieferanten und nach dem tatsächlichen EK und auch beim ausliefern schaust Du nun nicht nach von welchem Lieferanten zu welchem Preis du dann auslieferst.
Wenn man natürlich nur einen Lieferanten hat, dann sollte man den GLD mit dem EK des vorhanden Lieferanten nehmen.
Danke!
Jetzt habe ich die dahinterliegende Logik verstanden.
Bei mir ist es wirklich so, dass der Artikel zwar nahezu identisch ist, bei uns im Lager jedoch durchaus nach den verschiedenen Herstellern sortiert wird. Und auch beim Versenden an den Kunden Wert darauf gelegt wird, von welchem Hersteller wird diesen Artikel versenden. Demnach bleibt mir nichts anderes übrig, als wir den nahezu identischen Artikel verschiedene Artikel anzulegen, damit der durchschnittlicher Einkaufspreis auch den reellen Einkaufspreis widerspiegelt.
Vielen Dank! Das hat mir sehr geholfen!
Somit kann das Thema als gelöst betrachtet werden.

Viele Grüße!

Marco Schulz
 

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