Gelöst Übernahme der Lagerbestände und Artikel ohne EAN

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas oso
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

oso

Gut bekanntes Mitglied
15. März 2012
433
9
Hallo zusammen

Wir möchten in Zukunft das WMS in unserem Lager mit dem Versandprozess EazyShipping nutzen. Das meiste ist mir eigentlich klar, jedoch bleiben aktuell noch zwei Fragen offen...

1. Ist es ein Problem, wenn Artikel keine EAN haben? Wir haben aktuell noch einige Artikel im Sortiment, die keine EAN haben. Dies wird sich in Zukunft ändern. Kann ich diese nun irgendwie einlagern oder muss ich dazu zwingend eine Artikeletikette ausdrucken und auf dem Artikel jeweils anbringen?

2. Wie gehe ich am besten vor, um die Artikel aus dem Standardlager ins WMS-Lager zu übernehmen? Ist der Weg korrekt einen "Pseudolagerplatz" zu erstellen und dann alle Artikel auf diesen umzulagern? Danach jeden Artikel vom "Pseudolagerplatz" auf die entsprechenden Lagerplätze verteilen?

Grüsse
Roland
 

Stetto

Sehr aktives Mitglied
2. Juli 2009
4.818
580
Hi,

zu 1.) Einlagern kannst du alle Artikel. Ohne Barcode (dabei ist es irrelevant ob EAN, UPC, CODE128 oder ein beliebiger anderer Code) musst du die Artikelnummer allerdings händisch eintippen. In vielen Dialogen gibt es zusätzlich eine optionale Button-Lösung, mit der man die Artikel über den Touchscreen bestätigen kann. Die Artikel nachzuetikettieren ist aber die klare Empfehlung.

zu 2.) Streiche "Pseudolagerplatz" oder "alles auf einen Platz" aus deinem Kopf 🙂 Kann man machen, sollte man NICHT! Bringt dir keine Vorteile, außer "schnell fertig", dafür viele Probleme und Nacharbeit. Ihr habt nicht zufällig einen Keller, der als Nachschub dienen soll und aktuell nicht mit WLAN bestückt ist? Die Anfrage ist rein zufällig sehr nah an der Anfrage eines Servicepartners gestern Abend 😉 Deshalb hier die selbe Antwort:

Inventur ist immer der beste Weg! Den Worker kannst du laufen lassen, es soll ja fleißig
weiter verkauft werden und die Aufträge sollen auch rein kommen, kein Ding.

1. WMS-Lager anlegen
2. WMS-Lager für verfügbaren Bestand sperren
3. WMS-Lager Inventur machen
4. WMS-Lager Inventur abschließen / buchen und Lager für verfügbaren Bestand freigeben
5. Standardlager über Wawi-Inventur auf 0 setzen
6. fertig

Das IST die Best Practice und daran wird sich auch niemals was ändern. 😉 Eine solche
Umstellung eignet sich einfach perfekt, um eine Inventur durchzuführen, außerdem müssen
die Bestände auf den WMS-Lagerplätzen 100% korrekt sein, sonst wird dem Kunden die
gesparte Zeit irgendwann mit Problemen beim Picken auf den Kopf fallen!

Eine Alternative gibt es inzwischen - die ich nicht empfehle! - Du kannst mehrere
Umlagerungen anlegen. Startlager = Standardlager - Ziellager = WMS-Lager.

So kannst du die Artikel nacheinander vom Standardlager ins WMS-Lager umbuchen -
sortenrein nach Artikel! Dafür eignet sich auch JTL-WMS Mobile indem du dort dann einfach
den Wareneingang auf den Lieferanten bzw. die anglegte Umlagerung durchführst.

Die Inventur ist aber besser, weil du dir hier dann am Ende die Differenzen zwischen
Standard- und WMS-Lager summiert auf einer Differnzliste ausdrucken kannst, die du dann
entsprechend auch in der Bilanz berücksichtigen bzw. an den Steuerberater weitergeben
kannst.

Einen Einblick gibt auch unsere "Checkliste zum Umstieg":
https://guide.jtl-software.de/Checkliste_zur_Integration_von_JTL-WMS
 

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