Neu Shipping 2.0 Versandarten

yousuf1131

Mitglied
13. August 2025
84
4
Hallo zusammen,

ich finde dazu leider nichts in der Dokumentation. Weiß jemand, ob man in Shippingcloud für jede Gewichtsklasse einer Versandoption eine eigene Versandart anlegen muss? Z. B. gilt „UPS Standard 0–1 kg“ ja nur bis 1 kg und „UPS Standard 68–70 kg“ eben nur für dieses Gewicht. Ich schätze mal, das ist wirklich so gedacht?

Ich habe dafür jetzt einige Versandarten angelegt, aber plötzlich sehe ich die alten nicht mehr. Es gibt auch keine Möglichkeit zu scrollen, mir werden nur noch die neu erstellten angezeigt.

Danke schon mal!
 

Morimus

Sehr aktives Mitglied
16. Mai 2019
613
131
Wenn du direkt über die Wawi versendest, werden derzeit weder die tatsächlichen Artikelgewichte noch die Paketmaße an UPS übermittelt.
Stattdessen werden die pauschalen Werte verwendet, die du im Auftrag beziehungsweise in der Versandart hinterlegt hast.

Wenn du Nachberechnungen durch UPS vermeiden möchtest, würde ich dir deshalb empfehlen, die Versandarten nach Gewicht zu staffeln.

Wenn ihr über den Packtisch oder das WMS versendet, könnt ihr grundsätzlich mit zwei bis drei Versandarten für den weltweiten Versand auskommen.
Dann spielt es keine große Rolle mehr, wie die Versandart in JTL benannt ist.

Ein Beispiel:

Die Versandart heißt „UPS Standard 1–2 kg“.
Im Grunde handelt es sich dabei einfach um UPS Standard.
Du übermittelst Gewicht und Maße der Sendung und erhältst dafür ein Versandlabel.
Abgerechnet wirst du anschließend anhand des gewählten UPS-Services sowie der tatsächlich erfassten Maße und des Gewichts deiner Sendung.

Wir versenden weltweit und nutzen lediglich zwei UPS-Versandarten:
UPS Standard und UPS Express.

Wenn du UPS über Shipping 2.0 produktiv einsetzen und international versenden möchtest, solltest du dich außerdem unbedingt mit den Zolleinstellungen und den Incoterms beschäftigen.
Nach aktuellem Stand wird jede UPS-Sendung, die du über Shipping 2.0 anmeldest, mit dem Incoterm DDP abgewickelt.
Damit wird UPS mitgeteilt, dass die Einfuhrabgaben nach der Zustellung dem Versender in Rechnung gestellt werden sollen.
 
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yousuf1131

Mitglied
13. August 2025
84
4
Wir liefern hauptsächlich innerhalb Deutschlands, aber das ist ein guter Hinweis. Ich werde mir das mal ansehen. Momentan sind die Versandarten nach Gewicht angelegt und es gibt ziemlich viele davon. Ich bin mir nicht sicher, ob das an einem schlechten UI-Design liegt, ein Bug ist oder etwas anderes? Ich kann jedenfalls ältere Versandarten, die in der Shipping Cloud angelegt wurden, nicht mehr sehen.
Angenommen, ich nutze JTL- WMS oder den Packtisch: Wie funktioniert das dann mit der Shipping Cloud? Sind die Versandarten dort dann immer noch nach Gewicht gestaffelt?
 

Morimus

Sehr aktives Mitglied
16. Mai 2019
613
131
Momentan sind die Versandarten nach Gewicht angelegt und es gibt ziemlich viele davon.
Ich habe nie verstanden, warum das so gelöst wird.

Nehmen wir folgendes Beispiel:
Du betreibst einen JTL- Shop 5 und 99 % deiner Bestellungen gehen innerhalb Deutschlands raus.
Als Versanddienstleister bietest du ausschließlich UPS an.

Die Versandkosten im Shop sind nach Gewicht gestaffelt.
Kauft ein Kunde eine Melone, zahlt er beispielsweise 6,90 Euro Versand.
Kauft er zehn Melonen, zahlt er 9,90 Euro.

Der Kunde bestellt nun zehn Melonen.
In der Wawi entsteht daraus ein Auftrag mit zehn Artikeln, einem Gesamtgewicht und einer Versandart.

Warum sollte es nun notwendig sein, in der Wawi zehn unterschiedliche Versandarten anzulegen?
Es ist nicht erforderlich, eine eigene Versandart zu erstellen, die exakt diese zehn Melonen beziehungsweise genau dieses Gewicht abbildet.

Der Auftrag besitzt bereits ein Gesamtgewicht.
Dieses Gewicht wird zusammen mit den Paketmaßen an UPS übermittelt und auf dieser Grundlage wird das Versandlabel erstellt.

Wie funktioniert das dann mit der Shipping Cloud? Sind die Versandarten dort dann immer noch nach Gewicht gestaffelt?

Ja, aber das ist in diesem Fall irrelevant, da du über WMS beziehungsweise den Packtisch die tatsächlichen Paketinformationen an UPS übermittelst.
Die Abrechnung erfolgt anschließend anhand dieser übermittelten Maße und Gewichte.
 

Morimus

Sehr aktives Mitglied
16. Mai 2019
613
131
:oops:

Ich frage mich gerade, wie dieses Machwerk von Software jemals den Beta-Status verlassen konnte.
Gut, dass du zitierst, denn meine vorherige Aussage war falsch!

Beim Versand direkt über die Wawi werden nur die Daten an UPS übermittelt, die im Auftrag hinterlegt sind.
Dazu gehört das Versandgewicht des Auftrags.
Das Gewicht der Kartonage wird dabei jedoch nicht berücksichtigt.

Was ich eigentlich sagen wollte, ohne Packtisch oder WMS ist es nicht möglich, das exakte Paketgewicht an UPS zu übermitteln.

Wir versenden beispielsweise über das WMS mit aktivierter Verwiegepflicht.
Dadurch wird das tatsächlich gewogene Paketgewicht inklusive Kartonage und Verpackungsmaterial an UPS übermittelt.
PPWR lässt grüßen.

Das hat den Vorteil, dass wir am Monatsende keine Nachberechnungen erhalten, da die von UPS ermittelten Gewichte nicht wesentlich von den übermittelten Paketgewichten abweichen.

Ich habe mich anfangs auch sehr über Shipping 2.0 gefreut.
Grundsätzlich funktioniert es ja auch, aber am Ende ist es leider wieder typisch JTL: „Fire and Forget“. 🤷
 

yousuf1131

Mitglied
13. August 2025
84
4
Okay, ich verstehe, was du meinst. Das Problem sind für uns im Moment nicht die Versandarten in der Wawi, da diese schon eingerichtet sind. Ja, ich werde mir WMS und den Packtisch auf deinen Rat hin ansehen. Das akute Problem ist aber, dass in Shipping 2.0 nicht mehr alle Versandarten zu sehen sind, wenn ich die von uns benötigten anlege (also UPS Standard, Express und DHL für sämtliche Gewichte). Man sieht nur noch die kürzlich erstellten. Wäre das nicht auch ein Problem, wenn ich WMS oder den Packtisch verwende? Ich sehe beispielsweise noch die UPS-Standard-Methoden, die ich als Letztes erstellt habe, aber die DHL und UPS-Express versandarten tauchen gar nicht mehr auf.
 

deliman

Sehr aktives Mitglied
13. Februar 2016
1.058
131
Wenn man den Versand also nur aus der Wawi heraus steuert und dort keine Paketabmessungen hinterlegt und auch keine in der Cloud-Versandart hinterlegt hat, dann erhält man evt. ständig Fehlermeldungen a la die Paketabmessungen passen nicht zur Versandart...? So zumindest mein Eindruck. Wir haben diverse feste Kartonformate, die auch hinterlegt sind, nutzen aber auch "Gebrauchtkartons" bzw. Lieferantenverpackungen und die messen wir natürlich dann nicht vorher ab und legen dafür einen neuen Versandkarton in der Wawi an, wenn das jedesmal eine andere Kartongröße ist.

Bislang habe ich mehr Fehlermeldungen als Labels herausbekommen und habe dann doch wieder auf unseren DHL 4.0 Eigenvertrag zurückgegriffen. Evt. liegt es ja auch an mir und ich habe das system noch nicht ganz kapiert allerdings gibt es eben in der Cloud pro Versandart diverse Zusatzeinstellungen die nirgends richtig erklärt werden. OK, viele sind selbsterklärend aber gerade das mit den Paketabmessungen und welche Werte dann prio haben...

In der Wiki wird angegeben, das man möglichst reale Kartonmaße in den Cloud-Versandarteneinstellungen bzw. der Kartonverwaltung hinterlegen soll und die ggfls. je nach gerade verwendetem Karton für den Labeldruck jedesmal anpassen sollte um möglichst realistische Werte zu übertragen, passt ja nun nicht wirklich zu einen flüssigen und möglichst automatisierten Versandpozess. Muss mir den Versandprozess über den Packtisch mal ansehen...
 

yousuf1131

Mitglied
13. August 2025
84
4
Wir wurden darüber informiert, dass eine Versandart völlig genügt. Es sind also nicht so viele gewichtsbasierte Versandarten nötig. Nun kann ich mich über WMS und den Packtisch informieren. Vielen Dank Leute!
 
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Morimus

Sehr aktives Mitglied
16. Mai 2019
613
131
Ich sehe beispielsweise noch die UPS-Standard-Methoden, die ich als Letztes erstellt habe, aber die DHL und UPS-Express versandarten tauchen gar nicht mehr auf.
Das kann ich tatsächlich nicht sagen. Es scheint sich um einen Bug zu handeln.
Bei mir werden in Shipping 2.0 alle Versandarten angezeigt, die ich angelegt habe.

Ich würde dir empfehlen, dazu ein Ticket beim Shipping-Support zu eröffnen.

@deliman
Wenn man den Versand also nur aus der Wawi heraus steuert und dort keine Paketabmessungen hinterlegt und auch keine in der Cloud-Versandart hinterlegt hat, dann erhält man evt. ständig Fehlermeldungen a la die Paketabmessungen passen nicht zur Versandart...?
Wenn du UPS in Verbindung mit Shipping 2.0 meinst, musst du bei den dort angelegten Versandarten zunächst pauschale Gewichte hinterlegen.
Welche Daten letztlich an UPS übermittelt werden, hängt davon ab, wie du versendest.

Beim Versand direkt aus der Wawi werden die Daten verwendet, die auch im Auftrag hinterlegt sind.
Selbst wenn du dort eine Kartonage auswählst, wird deren Gewicht bei der Übermittlung nicht berücksichtigt.

Daher kann es beim Versand direkt aus der Wawi durchaus sinnvoll sein, mehrere nach Gewicht gestaffelte Versandarten anzulegen.

Wenn du dagegen WMS oder den Packtisch nutzt, kannst du die Anzahl der Versandarten deutlich reduzieren.
Dort werden die tatsächlichen Paketdaten erfasst und übermittelt, wodurch das Risiko von Nachberechnungen wesentlich geringer ist.
 

Morimus

Sehr aktives Mitglied
16. Mai 2019
613
131
Und um das auch hier noch einmal zu erwähnen, die Incoterm-Problematik wurde seitens JTL inzwischen behoben.

Zitat:
"Was wurde behoben?
Ab sofort entscheidet der von Ihnen gewählte Incoterm darüber, wer die Einfuhrzölle zahlt:

DAP oder DDU: UPS berechnet die Einfuhrzölle und Steuern nun dem Empfänger — genau wie erwartet, und ebenso wie bei Ihren manuell erstellten Sendungen.

DDP: Die Zölle verbleiben auf Ihrem UPS-Konto — das ist korrekt, da DDP bedeutet, dass der Absender zahlt.

Der ausgewählte Incoterm wird nun außerdem immer auf der an UPS übermittelten Zollrechnung aufgedruckt. (Ein technischer Hinweis: Das System von UPS akzeptiert nur eine ältere Liste von Incoterm-Codes, die DAP nicht enthält, weshalb DAP als DDU übermittelt wird — was für die Zollzahlung dasselbe bedeutet: Der Empfänger zahlt.)

Wie sieht es bei GLS aus?
Die gute Nachricht: GLS war nie betroffen. Bei GLS wurde der Incoterm schon immer korrekt übermittelt, und GLS nutzt ihn, um zu entscheiden, wer die Zölle zahlt (DAP/DDU → Empfänger zahlt, DDP → Absender zahlt). Wird kein Incoterm ausgewählt, geht GLS standardmäßig von "Empfänger zahlt" aus — es besteht also kein Risiko unerwarteter Zollgebühren bei GLS-Sendungen.

Wann wird die Behebung live gehen?
Die Behebung ist abgeschlossen und getestet und wird mit dem nächsten Produktions-Update aktiv."
 
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deliman

Sehr aktives Mitglied
13. Februar 2016
1.058
131
Ich meine speziell nur die Cloud-Versandarten mit Zentraltarif von JTL. Unser eigener DHL Tarif läuft über DHL 4.0 problemlos mit je einer Versandart für die einzelnen Services unabhängig vom Paketgewicht. Bei den Zentraltarifen gibt es nach JTL Werbeaussage ja über 50.000 Möglichkeiten und wenn man sich eine Möglichkeit z.B. dpd classic 0-3 kg ausgesucht hat, dann gilt der Preis halt für Pakete bis 3 kg. Ist das Gewicht höher, wird wohl nachberechnet oder man wählt halt zusätzlich dpd classic 3-5 kg / 5-10 kg u.s.w. muss diese Versandarten dann auch in der Wawi anlegen und mit den Cloudarten verknüpfen.

Wir haben bis jetzt unterschiedliche Versandoptionen von dpd, Spring-GDS und UPS ausprobiert und bekommen halt mehr Fehlermeldungen als Labels vom System zurück. Wenn man mal schnell die Paket fertig machen will und kämpft mit Fehlermeldungen die man i.d.R. nicht sofort entziffern kann, ist das schon frustierend. Da kommen dann ebend auch meldungen wie die Paketmaße passen nicht zum gewählten Tarif obwohl das so nicht stimmt aber man ebend auch nicht weis, was für Werte werden von der Wawi übergeben bzw. wird nichts übergeben weil keine Paketmaße angegeben und auch nicht in der Shippingcloud hinterlegt sind. Alternativ bei dpd auch die Meldung, das man für den Service nicht freigeschalten ist (betrifft scheinbar nur dpd classic wegen der Abholung) u.s.w.

Evt. geht es hier im Thread aber auch eher um die Einbindung eigener Verträge/Dienstleister statt der Nutzung der JTL Zentraltarife? Dann wäre ich quasi offtopic...
 

Morimus

Sehr aktives Mitglied
16. Mai 2019
613
131
Evt. geht es hier im Thread aber auch eher um die Einbindung eigener Verträge/Dienstleister statt der Nutzung der JTL Zentraltarife?
Technisch gibt es keinen Unterschied zwischen einer Versandart, die JTL zentral anbietet, und einer Versandart, die du selbst erstellst.

Unterschiede gibt es lediglich innerhalb der Versandart, abhängig davon, welche Einstellungen du zuvor ausgewählt hast.
Bei einer Inlandsversandart gibt es beispielsweise keine Einstellungsmöglichkeiten für den Zoll.

Wenn du Probleme mit einer Fehlermeldung hast, kannst du diese gerne direkt mit angeben.
Zumindest die UPS-Fehlermeldungen kenne ich mittlerweile fast alle auswendig.
 
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