AW: Wawi auf Windows-Tablet installieren?
OT:
tut mir leid, aber das ist totaler Schwachsinn!
Brauchen wir hier so einen aggressiven Ton ?
Zum Thema:
Ein Business Laptop ist ein kompletter Desktop Ersatz und noch mehr!
Kann man so sehen, muss man aber nicht.
Nichtsdestotrotz sind aber auch Desktoprechner keine Server.
Ein Server unterscheidet sich nicht nur in seinem Betriebssystem von einem Desktoprechner, es ist auch oder vorallem(!) die Hardware, die andere ist.
"Normale" Desktophardware ist halt eben auch einfach nicht auf einen 24/7 Betrieb ausgelegt, ebenso sind diese auch anders was Stromaufnahme, Hitzeenwicklung, Geräuschentwicklung aber auch sowas wie Ausfallsicherheit angeht.
RAID kann man auch mit einem NAS machen und das die Festplatten nicht freigegeben sind, sowas habe ich ja noch nie gehört und macht auch technisch keinen Sinn, da die Platten die selben wie in einem Desktop sind!
Nicht notwendiger Weise.
Es gibt Festplatten für ganz bestimmte Anforderungsbereiche, auch sogar innerhalb des Subtyp HDD für Server gibt es noch feinere Unterscheidungen je Anwendungszweck (beispielsweise kommt in einen Towerserver eine andere Art von HDD wie in einen Rack). Um mal wieder zum Laptop zu kommen. Hier sind die Festplatten deutlich anders. Beispielsweise haben fast alle Schock Sensoren, die vorallem auf vertikale Beschleunigugn reagieren, um im den Schreib-/Lesekopf zu fixieren, falls der Laptop fällt und somit Beschädigungen zu vermeiden. Server HDD's für Tower verzichten oft ganz auf diesen Sensor, denn auch er ist natürlich eine Fehlerquelle (-> weniger Fehlerquellen = erhöhte Ausfallsicherheit). Server HDD's für Tower haben wiederrum einen eigenen Sensor der Vibrationen erkennt, da in einem Rack oft mehrere Festplatten nebeneinander eingebaut sind, die sich teilweise aufschwingen können. Aber auch die Firmware der Festplatte ist oft eine andere, es wird ganz trivial ausgedrückt beispielsweise eine geringere Datendichte auf der Festplatte gewählt um auch bei hohem Alter (bzw. durch den Dauerbetrieb bei entsprechend zertifizierten Platten das gleiche zeitliche Alter, aber natürlich eine höheren Power-On Zeit) noch genügend intakte Sektoren zu haben (beschädigte können dann einfach durch die bisher frei gelassenene ersetzt werden, währenddessen eine Desktopplatte auch diese schon benutzt hat und somit nicht mehr ausweichen kann und vermehrt Fehler wirft).
Hier gibt es sicherlich noch viel mehr Unterscheidungen, ich bin was das angeht auch kein Profi, aber "Festplatte" ist eben nicht gleich "Festplatte".
Schau dir einfach mal bei Western Digital die Linien an, dort gibt es für 4 grundsätzliche Gruppen an Festplatten, die alle andere Techniken (sei es in der Hardware, als auch der Firmware) besitzen: Desktop, Mobile, NAS, Server. Und jede der Gruppen hat eigene Linien, die sich ebenfalls nochmal an die unterschiedlichen Anforderungsbereiche richten. Was die Zertifizierung angeht fragst du am besten einfach mal dort nach, wenn dich das Thema interessiert. Es gibt sie, und gerade für größere Betriebe die sich gegen solche Ausfälle auch versichern möchten (weil eben jede Minute Downtime etliche Euros Umsatzeinbuße kostet) gibt es hier ganz gezielte Normen die zu erfüllen (z.B. von der Versicherungen) verlangt werden. 24/7 Dauerbetrieb ist sicherlich nur eine von vielen was das angeht (Desktop Festplatten sind beispielsweise nur auf einen mittleren Betrieb von 2400h RunTime / Jahr ausgelegt).
Um mal wieder zurück zum Thema zu kommen:
Die ganzen letzten Beiträge waren ein wenig Overkill, aber grundsätzlich sollte für einen Serverbetrieb (und damit meist auch Dauerbetrieb), an dem ja meist das Geschäft und damit auch für den ein oder anderen die berufliche Existenz hängt, dafür zertifizierte Hardware benutzt werden.
Natürlich kann es auch der Media Markt Laptop für 500 € tun, das Risiko eines Ausfalls und etwaiger Schäden (und damit verbunden Kosten durch Reparatur aber auch Kosten durch Ausfall des Tagesgeschäfts) ist aber mit so einem Gerät höher.
Ob man dieses Risiko vertreten kann muss jeder für sich durchrechnen und entscheiden.
Wenn jedoch das Teil sowieso nicht dauerhaft läuft, sondern nur 3x am Tag für 2 Stunden angeschaltet, spricht natürlich nichts gegen die günstigere Variante.
PS: Auch professionelle und ausfallsicherere Hardware schützt natürlich vor regelmäßigen Backups nicht ; -)
Grüße,
Marc