Kunde Widerruft Bestellung und möchte nicht Rücksendekosten zahlen weil Paket Sperrgutgröße hat...

styloo

Aktives Mitglied
9. Januar 2010
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Hallo liebe kollegen,

ich habe hier einen Kunden der bei Ebay einen Wäscheständer bei mir gekauft hat. Der Wäscheständer hat Sperrgut größe und kann somit nicht als normales Paket verschickt werden. Der Kunde möchte vom Kauf zurücktreten und nutzt somit sein Widerrufsrecht. In meiner Widerrufsbelehrung ist u. a. folgendes angegeben:

"...Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung paketversandfähiger Waren sowie die unmittelbaren Kosten der Rücksendung nicht paketversandfähiger Waren. Die Kosten für nicht paketversandfähige Waren werden auf höchstens etwa 70 EUR geschätzt...."

Die Widerrufsbelehrung stammt von Händlerbund.

Der Kunde ist jetzt der Meinung, dass er die Kosten der Rücksendung nicht tragen muss, weil im Angebot nicht angegeben wurde, dass der Wäscheständer nicht als normales Paket sondern Sperrgut Paket verschickt werden muss.

Wie ist hier die Rechtslage?

Danke für eure hilfe
 

Verkäuferlein

Sehr aktives Mitglied
29. April 2012
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1.074

Sicher, dass das eine Formulierung vom Händlerbund ist? Soviele Widersprüche innerhalb von 5 Worten sind sehr schwer hinzubekommen.

Ansonsten würde ich dann auch eher raten, einen Anwalt bzw. den Händlerbund zu Rate zu ziehen.

Meiner bescheidenen Meinung nach gibt es aber folgende Möglichkeiten:
a) Der Kunde schickt nicht zurück, eröffnet bei ebay einen Fall und wird von ebay aufgefordert, einen Versandbeleg vorzulegen bzw. den Artikel auf seine Kosten zurückzusenden.
b) Der Kunde schickt auf seine Kosten zurück, Du erstattest nur den Kaufpreis + Hinsendekosten und wartest was passiert.
c) Der Kunde schickt nicht zurück und die Widerrufsfrist läuft aus.

Allerdings heißt die Tragung der Rücksendekosten meines Wissens nicht (speziell bei Sperrgut-Sendungen), dass Du nicht dennoch den Rücktransport (Abholung) in die Wege leiten musst.

Je nach Abmessung der Sendung und damit möglichen Transporteuren (wenn Du also per Paketdienst geliefert hast), hilft es auch, dem Kunden eine günstige Rücksendemöglichkeit zu benennen. Z. B. bei packlink (.de) und einigen anderen Portalen kann man Preise vergleichen und Labels generieren und der Kunde fährt damit häufig günstiger als mit dem Standard-Paket bei DHL. Für ungewöhnlich große bzw. lange (Paket-)Sendungen gibt es sonst auch https://www.upstoday.com/de/ ...

Ansonsten ist es ja durchaus nicht ungewöhnlich, dass die Kunden erfinderisch sind, wenn sie sich von der Ware wieder - möglichst kostengünstig (für sich selbst) versteht sich - trennen wollen.
 
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