Neu Hat jemand gegen AMAZON geklagt? Garantieanträge werden immer zu Kd. Gunsten entschieden

ROGUE

Sehr aktives Mitglied
11. September 2013
385
31
Hallo Zusammen,

wir haben echt schnauze voll, dass Amazon immer zu den Gunsten des Kunden entscheidet.

Ein paar Beispielfälle:

- Kunde bekommt Ware und öffnet ein Garantieantrag, dass Artikel nicht angekommen sein, schreibt aber, dass es defekt ist. Wir bitten mehrmals um Fotos. Der Kunde reagiert nicht. Der Garantieantrag wird trotzdem zu seinen Gunsten entschieden obwohl er gar nicht reagiert hat.
- Laut Sendungsverfolgung ist die Ware angekommen (in Briefkasten zugestellt). Kunde behauptet das Gegenteil. Nachforschung läuft. Garantieantrag wird zu seinen Gunsten entschieden.
- Wir senden Ware zu FBA. 4 Pakete kommen an, aber kein einziges Artikel wird zu gebucht. Die Sendung wird geschlossen. Wir fragen an, Amazon macht nichts und schließt den Fall. Wir eröffnen es erneut und warten mehrere Monate auf Reaktion aber die reagieren nicht. Warenwert = 3000€
Und wir haben unzählige solche Fälle!

Wir würde gerne gegen Amazon klagen, aber haben Angst, dass die uns sperren.
Hat jemand schon Erfahrungen bei so was? Hat jemand schon gegen Amazon geklagt?
 

_simone_

Sehr aktives Mitglied
17. Februar 2013
3.075
355
Emsland
Ich glaube, "David gegen Goliath" funktioniert nur in Erzählungen und Märchen. :(

Selbst wenn du gewinnen solltest, wirst du auf dem Weg dahin viel Mühe und Geld lassen und dann gehts in die nächste Instanz...
 

Günther

Sehr aktives Mitglied
29. November 2007
1.099
4
Augsburg
Hallo,
wir haben das Amazon Geschäft aufgegeben weil die Amazon Kosten den Gewinn komplett auffressen.
Macht keinen Sinn und Spaß mehr.
Gleiches gilt für Google adward.
Günther
 
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en001

Sehr aktives Mitglied
15. März 2017
256
25
Nur mal so nebenbei.. Deine Domains in der Signatur sollen erreichbar sein?
Beide sind es aktuell nicht.
 

maydo

Sehr aktives Mitglied
28. März 2011
2.119
83
DE-Fulda
das ist "normal" bei Amazon :) friss oder stirb

Klagen würde ich dir nicht empfehlen, da der "Rausschmiss" vorprogrammiert wäre.
Erfolgschancen sehe ich da keine.

wir haben wegen diesen Gründen und noch vielen anderen bereits 2015 Amazon verlassen.
Nur noch Amapay im Webshop, das geht noch einigermassen.
 

astek

Aktives Mitglied
23. Oktober 2013
17
2
Nachdem der BGH bereits früher entschieden hatte, dass die Gewährung einer Paypal-Garantieleistung mit Rückzahlung des Kaufpreises an den Käufer für den Verkäufer nicht bindend ist, holt er dies jetzt auch für Amazon nach: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&az=VIII%20ZR%2018/19&nr=105603. In der Folge kann gegen den Käufer ein Zahlungsanspruch erneut geltend gemacht werden, wenn diesem infolge einer falschen...
Mehr anzeigen


Quelle: RA Malte Mörger
 
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ROGUE

Sehr aktives Mitglied
11. September 2013
385
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Nachdem der BGH bereits früher entschieden hatte, dass die Gewährung einer Paypal-Garantieleistung mit Rückzahlung des Kaufpreises an den Käufer für den Verkäufer nicht bindend ist, holt er dies jetzt auch für Amazon nach: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&az=VIII%20ZR%2018/19&nr=105603. In der Folge kann gegen den Käufer ein Zahlungsanspruch erneut geltend gemacht werden, wenn diesem infolge einer falschen...
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Quelle: RA Malte Mörger
Ja, das machen wir auch immer. Wenn Amazon zu Unrecht dem Kunden das Geld auszahlt, dann mahnen wir die Kunden selbst ab und ca. 50% zahlen auch danach auch. bei den anderen 50% muss man entweder klagen oder einfach vergessen wenn man die Zeit nicht verlieren möchten.
Wir hatten schon mal ein Fall, dass bei einem Kunden aus der 28,90€ (Rechnungssnummer) über 100€ geworden sind, welche der Kunde später auch bezahlt hat. Da war auch ein Anwalt im spiel.
 

trennscheibenwelt

Sehr aktives Mitglied
17. März 2017
976
203
Herne
Hier einmal Aktuelle infos vom Händlerbund:
https://www.onlinehaendler-news.de/...Newsletter&utm_medium=Link&utm_campaign=Daily

Welche Folgen hat das Urteil?
Der Bundesgerichtshof hat damit eine Entscheidung für die Händler auf dem Amazon-Marketplace gefällt. Hat ein Händler das Gefühl, dass er nach einem A-Z-Garantie-Antrag schlechter dasteht, als er es bei den gesetzlichen Ansprüchen tun würde, so darf er direkt gegen den Käufer vorgehen.
 
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ROGUE

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11. September 2013
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Verkäuferlein

Sehr aktives Mitglied
29. April 2012
947
197
Ähm, ich war bisher eigentlich immer schon davon ausgegangen, dass Amazon und ebay keine Rechtsinstanzen in unserem Land sind und dementsprechend auch keine abschließende Rechtsprechung durchführen dürfen.

Genauso wie es etwas seltsam ist in Verträgen und AGB den Rechtsweg auszuschließen. Dann könnte man ja auch einfach mit einem T-Shirt rumlaufen auf dem vorne drauf steht "Ich hafte für gar nichts." und hinten "Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.", könnte seine Haftpflicht-Versicherung kündigen und wäre vor Straf- oder Zivilrechtsprozessen sicher.

Kennt denn jemand einen auf solche Fälle (ungerechtfertigte Reklamationen / missbräuchliche Nutzung von Käuferschutz) spezialisierten Dienstleister, der die Forderungen aufkauft/übernimmt oder zumindest durchsetzt?

Es gibt ja teilweise im Inkasso-Bereich Anwälte und Dienstleister, die kostenfrei tätig werden und dennoch die Ursprungs-Forderung im Erfolgsfall zu 100% ausschütten, kennt da jemand einen entsprechenden Anbieter?

Das Problem ist ja häufig, dass "Mängel" konstruiert werden und das bei unserem Verbraucherrecht und den Gerichtsurteilen häufig ausreicht, wenn irgendwo eine kleine Schramme ist, um daraus einen riesen Gewährleistungsfall zu machen....
 

Rektor

Sehr aktives Mitglied
22. November 2011
333
79
Eigentlich sollte klar sein, wer bei Amazon verkauft sollte die anstehenden Probleme nochmal überdenken und eventuell das unvermeidbare Risiko der ungesetzlichen Rückgabe-Genehmigung über Amazon kalkulieren können. Nichts gegen die Händler, welche über Amazon verkaufen, jedoch sind die entsprechenden Foren voll von Beschwerden über die Amazon-Willkür. Amazon hällt sich teilweise selbst nicht an Ihre eigenen AGB gegenüber dem Händler.
Und Amazon weiß, das die wenigsten gegen diese unhaltbaren Zustände klagen...
Wir wissen von einigen Händlerpartnern, welche Praktiken dort angewendet werden, nur um dem Kunden zu gefallen. Der Händler hat keine Rechte und muss der Amazon-Macht folgen. Zudem gibt Amazon versprechen ab, welche nur zu Lasten der Händler abgewickelt werden. Die hier beschriebene Angst, das der Händler bei einer Klage von Amazon degradiert wird, zeigt schon, das diese Macht viele Händler voll im Griff hat.
Bei uns wird der Verkauf auf Amazon und die Zahlung über AmazonPay mit Sicherheit nicht stattfinden.
 

hula1499

Sehr aktives Mitglied
22. Juni 2011
4.328
738
Ich hab noch nie diese Hetze gegen Amazon oder eBay verstanden und bin seit knapp 20 Jahren in dem Geschäft.

Wer nicht kalkulieren kann, soll Amazon und sonstige Portale einfach lassen, sich schön am Trödlmarkt stellen und weniger jammern.

Du magst Amazon nicht? Du magst Amazon Payments nicht? Du magst eBay und diese grottigen Zahlungsbedinungen nicht?
Dann nutz es halt einfach nicht und ignorier die Reichweiten von diesen Portalen. Alle JTL User ZUSAMMEN haben vermutlich nichtmal 1 Promille der Reichweite von Amazon :D
Interessieren dich Reichweiten nicht? Perfekt, dann gibts ja noch weniger zu jammern.

Amazon klagen:
Meine Güte. Ihr könnt auch euren eigenen Staat klagen, die USA oder die grünen Pfitschi Indianer auf der Nimmerleinsinsel

Hat Amazon immer recht? Nein, natürlich nicht. Nutzt Amazon seine Marktmacht aus? Ja, na und? That´s business.
Ist es ärgerlich? Natürlich...aber wer mit den großen Spielen möchte, muss halt auch mal erwachsen werden und nicht immer wie ein Kleingeist denken.

Kannst damit nicht leben, sind deine Margen zu gering -> dann lass es doch.
Wer den Unterschied zwischen Recht haben und Recht bekommen nicht kennt, ist als Geschäftsmann sowieso untauglich.

Wer im großen Schloss spielen möchte, muss sich an die Regeln des Hausherrens halten. Gefällt dir die Tapete nicht, hast du hoffentlich nicht vergessen, wo die Türe ist.

Wir alle hatten schon immer das Recht, den Endkunden zu klagen, was interessiert mich das Portal in dem Fall.
Fall ans Fordungsmanagement weiterleiten, weniger graue Haare und die Sache ist gegessen (sofern es sich überhaupt auszahlt).
Mit den AmaIndern zu diskutieren ist vollkommen wertlos, kostet nur Zeit und bringt eh meistens nichts.

PS:
Ich spreche hier niemanden persönlich an, alles rein allgemein und meine ganz persönliche Meinung (die natürlich keiner teilen muss)
 

Verkäuferlein

Sehr aktives Mitglied
29. April 2012
947
197
@hula1499
Im Prinzip hast Du ja recht, das ist auch der Grund, warum wir uns bisher nicht um Amazon gekümmert haben. Wir haben so schon genug zu tun und werden wenn auch nur mit bestimmten "reklamationsarmen" Produkten zu Amazon gehen, weil das sonst Harakiri wäre.

Allerdings hat das finde ich nicht nur mit Gejammer zu tun, sondern auch mit Erfahrungsaustausch, Anspruch und ein Stück weit auch mit der differierenden Vorstellung bzw. dem Konflikt zwischen sozialer Marktwirtschaft und amerikanischem Hardcore-Kapitalismus.

Zum Teil sind Plattformen halt gleichzeitig Wettbewerb und Partner. Dementsprechend ist auch das Business: Den Wettbewerb zu beobachten und ggf. auch rechtliche Möglichkeiten auszuloten.

Es ist einfach so, dass Großkonzernen in unserem Land bzw. in der politischen und gesellschaftlichen Realität zu viel Freiraum gewährt wird und Kleinunternehmer und dem Mittelstand zuviele Pflichten und Lasten auferlegt werden und das nicht nur von staatlicher Seite, sondern eben auch von den von staatlicher Seite zu sehr geförderten Konzernstrukturen, die sich gleichzeitig darum bemühen Ihre eigenen Pflichten und Lasten möglichst gering zu halten.

Und nein, ich bin kein Marxist, sondern ehrbarer Kaufmann (schon Robert Bosch sagte: "Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle." und Henry Ford sagte "Ein Geschäft, das nur Geld einbringt, ist ein schlechtes Geschäft.")... :D ;)
 

hula1499

Sehr aktives Mitglied
22. Juni 2011
4.328
738
Ist doch absolut in Ordnung, wenn Menschen unterschiedliche Auffassungen / Vorstellungen / Firmenstrategien haben und garantiert ist Ama/eBay auch nicht für jeden Absatzmarkt geeignet.

Ich würde jetzt nicht Amazon als Hardcore-Kapitalismus-Vorzeigebösewicht hinstellen. Es gibt, gerade in DE, mehrere große Firmen, die noch viel schlimmer sind: Platzierungsgebühren, 6-12 Monate Zahlungsfristen, Werbekostenzuschüsse. Mindesjahresbonivereinbarungen usw...da ist Amazon noch großzügig dagegen :)

Viele haben einfach ein "falsches" Bild von Amazon. Partner. Amazon ist garantiert nicht unser/euer Partner, das ist nicht Firmenpolitik. Denke, dass ist auch der Grund der großen Missverständnisse und hetzen gegen Ama/eBay.
Die Amazon Formel ist eigentlich simple: Umsatz=Provision+keine Probleme=du wirst in ruhe gelassen und darfst mitschwimmen.
Ich seh das als Zweckehe, die unbezahlbare Reichweite bringt.

Es ist einfach so, dass Großkonzernen in unserem Land bzw. in der politischen und gesellschaftlichen Realität zu viel Freiraum gewährt wird und Kleinunternehmer und dem Mittelstand zuviele Pflichten und Lasten auferlegt werden und das nicht nur von staatlicher Seite, sondern eben auch von den von staatlicher Seite zu sehr geförderten Konzernstrukturen, die sich gleichzeitig darum bemühen Ihre eigenen Pflichten und Lasten möglichst gering zu halten.
100% agree.
Nur...was willst machen? Die Politik ist hier gefragt, einen Aufstand der Mittelschicht kannst vergessen und die Kleinen sind zu uninteressant (nicht falsch verstehen, ich mein das nicht abwertend).
Die Politik will / muss aber auch die Großen befriedigen, da sie Arbeitspätze schaffen/halten (lassen wir mal Steuervergünstigungen aussen vor).
 
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