Inaktiv Mahnlauf - Zahlungsziel aus 1. Stufe - Doppelverwendung

mischael134

Gut bekanntes Mitglied
5. September 2013
152
13
Hallo, ich muß das Thema auch nochmal aufwärmen weil das bei uns einfach nicht funktioniert, oder ich grundsätzlich was nicht verstehe.

(Ich habe diesen Beitrag auch schon in einem anderen Beitrag in diesem Forum gepostet. Da dieser aber schon als gelöst markiert war, bin ich mir nun nicht sicher, ob das ganze nochmal von irgendjemand gelesen wird, deswegen nochmal neu...)

JTL Wawi ist 1.1.4.7
Ich habe die Mahnstufen Zahlungserinnerung (28+3), Mahnstufe 1 (10 + 3), Mahnstufe 2 (10 +3 ) (
Ich bekomme einen Auftrag über einen Webshop rein und möchte diesen auf Rechnung umstellen (wir bieten das nur auf Nachfrage an).
Damit bekommt die REchnung das Zahlungsziel "Rechnungsdatum + 28 Tage" (weil das im Auftrag so hinterlegt ist und das ja auch richtig ist). Die 28 Tage werden, wenn ich das richtig verstanden habe aus der Mahnstufe Zahlungserinnerung gezogen (alles andere wird in der neuen Wawi nicht mehr unterstützt).
Über die Mahnlaufverwaltung kann ich dann nach Ablauf der 28(+3) Tage den Mahnlauf starten.
Damit lande ich in der Mahnstufe Zahlungserinnerung und es werden auf das Zahlungsziel (im Auftrag hinterlegt RNrDat +28) wieder 28 Tage aufgeschlagen.
Und das ist genau das Problem, was andere hier auch schon beschrieben haben (zumindest verstehe ich das so).
Nach meinem Verständnis ist die Zahlungserinnerung eine Mahnstufe deren Zahlungsfrist auf das ursprüngliche Zahlungsziel addiert wird. Dieser Wert wird aber auch bei der Erstellung eines Auftrages herangezogen um das ursprüngliche Zahlungsziel zu setzen.

Das heißt bei mir, der Wert 28 Tage aus der ersten Mahnstufe wird zweimal benutzt. Einmal für das Zahlungsziel selbst, womit man sich aber nach meinem Verständnis noch nicht im Mahnlauf befindet und dann noch mal als zweite Frist für die erste Stufe (Zahlungserinnerung) des Mahnlaufs.
Und das geht eben nicht.
Ich starte nach den 28 Tagen den Mahnlauf und wenn ich nicht bevor ich die Mahnung dann rausschicke, dass Zahlungsziel nochmal manuell auf die 10 Tage ändere, steht das Datum in der Zahlungserinnerung drin (wenn man es reinschreibt) und der Kunde hat nach erreichen des Zahlungsziels nochmal die selbe Zeit (28 TAge) bis man die nächste Mahnstufe aktivieren kann. Das heißt man ist manuell immer am nachstellen, was eigentlich automatisch gerechnet werden sollte.

Ich habe auch schon versucht noch eine Mahnstufe davor zu stellen, "Zahlungsziel" genannt (28+3 und dann Zahlungserinnerung auf 10+3 ...), damit man das eigentliche Zahlungsziel eben getrennt einstellen kann (wenn es automatisch gezogen werden soll). Wenn ich dann aber den Mahnlauf starte, lande ich erstmal in der Zahlungszielstufe, muß das neu errechnete Zahlungsziel auf gestern setzen und kann dann in die eigetnliche Mahnstufe "Zahlungserinnerung" stellen (wo ich dann die 10 TAge eingestellt habe....). Wirklich weniger Aufwand ist das auch nicht und führt damit zu Fehlern...

Ich hoffe ich habe das jetzt einleuchtend erklärt. Wenn ich dazu was grundlegend falsch verstanden habe, könnt ihr mich gerne korrigieren. Ich will das verstehen und brauche den Mahnlauf so, dass ich im Normalfall keine Änderungen machen muß und er die Fristen selbst korrekt berechnet und man nicht erst nochmal überprüfen muß was nun in der Mahnung steht und ob das zu den eigentlich gesetzten Mahnfristen passt oder ob sich da wieder die 28 Tage eingemogelt haben.

Aus meiner Sicht wäre es notwendig wieder einen eigenen Wert für das Zahlungsziel zu haben und ihn nicht aus der Zahlungsfrist der ersten Mahnstufe zu nehmen (weil er sonst für zwei unterschiedliche Zwecke verwendet wird (Original Zahlungsfrist und Zahlungsfrist der ersten Mahnung ). Vielleicht kann man das originale Zahlungsziel ja der Mahngruppe mitgeben, oder eben eine zusätzliche erste Stufe Zahlungsziel, die aber vom Mahnlauf übersprungen wird.
Oder jemand sagt mir wo mein Denkfehler liegt....


Grüße
Michael
 
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svenp

Aktives Mitglied
10. November 2016
1
0
Hallo Michael,

mit genau dem gleichen Problem kämpfe ich gerade auch.
Ich finde es nicht gut das bei der 'Zahlungserinnerung' der eingestellte Wert in die Angebotserstellung bei 'Zahlungsziel' automatisch übernommen wird.

Die Verkäufer/Forderungsmanagement müssen hier per Hand nacharbeiten und da passieren die Fehler.


Das sehe ich genauso.
......
Aus meiner Sicht wäre es notwendig wieder einen eigenen Wert für das Zahlungsziel zu haben und ihn nicht aus der Zahlungsfrist der ersten Mahnstufe zu nehmen (weil er sonst für zwei unterschiedliche Zwecke verwendet wird (Original Zahlungsfrist und Zahlungsfrist der ersten Mahnung ). ....

Gruß Sven
 

tkremzow

Aktives Mitglied
20. Mai 2016
12
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Berlin
Fakt ist, wenn man in der Zahlungserinnerung ein Zahlungsziel von 14 Tagen eingibt, müßte das Zahlungsziel ja dann auch in der Spalte "Zahlungsziel" = Rechnungsdatum + 14 Tage drinstehen! Tut es aber nicht! Gibt es hier schon Lösungen, oder haben andere nicht auch das Problem? So kann man die Prozesse auch nicht automatisiert über die Workflows steuern -> was schlecht ist!
 

mischael134

Gut bekanntes Mitglied
5. September 2013
152
13
So, ich habe zwischenzeitlich nochmal direkt mit dem Support von JTL Kontakt aufgenommen.
Letztendlich kam dann der Hinweis, ich soll dafür Workflows nutzen.

Deswegen habe ich jetzt mehrere Sachen gemacht.
Zum einen habe ich für alle vorhandenen Kunden das Zahlungsziel per Ameise gesetzt. Damit haben alle vorhandenen Kunden (<50000) das richtige Zahlungsziel.
Dann habe ich mich mal etwas mit den Workflows beschäftigt und für das Ereignis "Kundenkonto erstellt" und "Kundenkonto geändert" jeweils 2 Workflows angelegt (ich habe mehrere Kundengruppen mit insgesamt zwei unterschiedlichen Zahlungszielen zum einen 28 Tage und zum anderen 10 TAge, deswegen jeweils zwei Workflows, historisch bedingt...). Die Workflows setzen dann das Zahlungsziel im Kundenkonto (über die Testfunktion hat das funktioniert).

Jetzt sind Aufträge reingekommen.
Aufträge die von ebay und amazon kommen haben das Zahlungsziel 0, es wird also kein Zahlungsziel übernommen. Die Kundenkontodaten die von Ebay übernommen wurden, stehen als neuer Kunde in der Wawi. Das Zahlungsziel steht im Kundenkonto auf 0. Die Kundenkonto-Workflows haben also für ebay und amazon Kunden nicht gezogen...
Der Auftrag aus dem JTL-Shop von einem Neukunden hat das Zahlungsziel 7. Die 7 kommt nur im Mahnlauf vor. Wird also anscheinend nach wie vor daraus gezogen. Das dazu gehörende Neukundenkonto hat als Zahlungsziel die 28 Tage. Da hat der Workflow anscheinend gezogen, aber das Kundenkonto wird wohl erst nach dem Auftrag erstellt...

Das heißt zum einen, dass Ereignis "Kundenkonto erstellt" gilt nur für Shopkunden und wird nach der Auftragserstellung in der Wawi ausgeführt. Für Neukunden deren ersten Auftrag ich auf Rechnung umstellen will, helfen mir diese Workflows also nicht.

Für spätere manuelle Aufträge von z.B einem Ebaykundenkonto (das ist nicht so weit hergeholt wie es sich anhört) helfen die Workflows ebenfalls nicht. Da bei einem Ebaykundenkonto das Zahlungsziel nicht eingetragen wurde, muß ich im Kundenkonto bzw im Auftrag doch wieder manuell das Zahlungsziel setzen

Deswegen habe ich nun zwei weiteren Workflows eingerichtet, die einmal am Tag nachts überprüfen welche Kundenkontos Zahlungsziel kleiner 8 haben. Diese werden dann der Kundengruppe entsprechend auf 10 oder 28 Tage gesetzt.

Das heißt ich hab jetzt 6 Workflows erstellt um das Zahlungsziel der Kundengruppen bei zukünftigen Folgeaufträgen in den Griff zu bekommen.
Das Zahlungsziel des Auftrags eines Neukunden steht damit aber immer noch nicht auf dem definierten Zahlungsziel, müßte also per Hand definiert werden.
Dafür habe ich nun nochmal zwei Workflows erstellt. Bei dem Ereignis "Auftrag erstellt" wird nun auch nach Kundengruppe differenziert das Zahlungsziel gesetzt. Dabei hab ich dann festgestellt, dass dort sowohl "Stammdaten.Kunde.Zahlungsziel" als auch" Zahlungen.Zahlungsziel" gesetzt werden kann.
...Ich kann also bei der Auftragserstellung auch die Kundenkontodaten verändern. Arrgh....Rein theoretisch könnte ich damit dann wahrscheinlich die 6 Kundenkontoworkflows wieder löschen. Da ich aber nicht weiß, ob es da dann auch wieder Unterschiede gibt bei shop, ebay oder amazon Kunden und ich ab und zu (für die Fax-Besteller) auch noch manuell Kundenkontos anlegen muß, lass ich das....

Ok, ich hätte dann damit mein Ziel wahrscheinlich erreicht, dass jeder Auftrag automatisch ein Zahlungsziel aufgrund der Kundengruppe hinterlegt hat (Egal ob es gebraucht wird oder nicht). Ein gewisser Zweifel, ob ich alle Fälle erwischt habe oder ob es noch einen Fall oder eine Kombination gibt, die ich übersehen habe, bleibt.

Ich glaube, dass man mit den Workflows viele individuelle Anwendungsfälle lösen kann und finde sie auch gut. Aber dafür, dass ich einfach nur ein Zahlungsziel gesetzt haben möchte, ist das ganz schön viel Aufwand und es ist relativ schwer den Überblick zu behalten (auch weil , wenn man nichts diesbezüglich macht, eine Variable herangezogen wird, die eigentlich nicht dafür gedacht ist (Zahlungsziel der erste Mahnstufe)). Wenn schon nicht geplant ist, das Zahlungsziel als eigenständigen Wert wieder "stand alone" definierbar zu machen, sollte wenigsten die Verwendung des Zahlungsziels aus der ersten Mahnstufe gestrichen werden und eine Anleitung wie man es richtig macht. Das führt sonst immer wieder zu Verwirrungen.

Grüße
Michael
 

mischael134

Gut bekanntes Mitglied
5. September 2013
152
13
Meine Anleitung in Kürze, für alle die den ganzen Text oben drüber nicht lesen wollen.
Um immer und überall das konkrete Zahlungsziel zu setzen und damit den Mahnlauf zur korrekten Zeit ohne Eingreifen starten zu können, muß für folgende Ereignisse ein Workflow eingerichtet werden:

Kundenkonto erstellt
Kundenkonto geändert
Kundenkonto manuell (mit zeitlichem Trigger)
Auftrag erstellt

Dabei muß das Zahlungsziel entsprechend gewünscht eingestellt werden.
Hinweis: Wenn man das Zahlungsziel für einen Kunden manuell verändern möchte so geht das mit diesen Workflows nicht. Das im Kundenkonto hinterlegte Zahlungsziel wird aufgrund des dritten Workflows immer überschrieben...
 

michael_sdl

Aktives Mitglied
20. Oktober 2016
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Also, dass das reguläre Zahlungsziel gleichzeitig auch als Zeit von der Erinnerung bis zur 1. Mahnung genommen wird, erscheint mir schon recht unsinnig.
Wenn ich meinen Kunden, mal als Extrembeispiel, ein Zahlungsziel von 60 Tagen gebe, hätten sie ja dann nach der Erinnerung bis zur 1. Mahnung nochmal 60 Tage Zeit.
Und für eine Standartfunktion einer Wawi eine handvoll Workflows einzurichten, kann ja nicht Sinn der Sache sein.
Ich hoffe mal, dass das also ein Programmier- / Denkfehler seitens JTL ist.
Michael, als der Support dir die Nutzung von Workflows empfohlen hat, war das als Übergangslösung gemeint bis das Problem geändert ist oder ist das für JTL so korrekt in der Wawi umgesetzt ?

MfG Michael
 
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netcrawler

Aktives Mitglied
18. Januar 2016
82
8
ich hatte mich vor einem halben Jahr mit dem Mahnwesen beschäftigt und bin auf gleiches Problem gestoßen.
"Damals" dachte ich an einen Bug im System und habe das verschoben. Kommt bei uns zum Glück selten vor dass man mal eine Mahnung erstellen muss.
Nun wollte ich mich der Sache nochmal annehmen und stehe wieder vor dem Problem. Schade eigentlich.
 

mischael134

Gut bekanntes Mitglied
5. September 2013
152
13
Sorry fuer meine spaete Antwort, aber die Benachrichtigungen zum Beitrag sind in meinem spam gelandet...
Also ich hatte nicht das Gefühl, das überhaupt verstanden wurde was das Problem ist. (Dafür hätte man sich meine Ausführung komplett durchlesen und verstehen müssen... Ich wurde dann lieber angerufen...). Deswegen denke ich nicht, dass da in absehbarer Zeit etwas geändert wird.
Man muss halt dafür sorgen , dass das Zahlungsziel im Kundenprofil gesetzt ist (was standardmäßig eben nicht gesetzt wird und die wawi dann den Wert aus der zahlungserinnerung des mahnlaufs nimmt).
Und grundsätzlich funktioniert das auch mit den workflows ganz gut (habe seit der Einrichtung kein Chaos mehr mit mahnfristen gehabt). Nur blöd, dass man sowas dann nur im forum findet...
 

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