Neu Feedbackrunde zur Umsetzung der Verpackungsverordnung (PPWR) in JTL-Wawi

MichaelH

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17. November 2008
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Euer Vorhaben erinnert mich sehr stark an das Vorhaben der BRD als Musterknabe die Welt vor dem Klimawandel zu retten, auch wenn sich China, Indien und die USA rein gar nicht dafür interessieren.
Ich werde dies amüsiert weiter beobachten.

Ich frage mich echt wie wir es seit Jahren schaffen die LUCID-Meldung & Co mit einem Arbeitsaufwand von einem halben Tag pro Jahr zu erledigen und sogar unsere Versandkartons in der WAWI mit Bestand geführt werden ohne dass "Herbert" einen Anpfiff bekommt.
 

unblack

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23. November 2007
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77
Euer Vorhaben erinnert mich sehr stark an das Vorhaben der BRD als Musterknabe die Welt vor dem Klimawandel zu retten, auch wenn sich China, Indien und die USA rein gar nicht dafür interessieren.
Ich werde dies amüsiert weiter beobachten.

Ich frage mich echt wie wir es seit Jahren schaffen die LUCID-Meldung & Co mit einem Arbeitsaufwand von einem halben Tag pro Jahr zu erledigen und sogar unsere Versandkartons in der WAWI mit Bestand geführt werden ohne dass "Herbert" einen Anpfiff bekommt.

Kann es sein, dass Du Dich bisher weder mit dem einen noch mit dem anderen Thema auseinandergesetzt hast?

Denn wenn Du das gemacht hättest, wäre Dir vielleicht bewusst geworden, dass die am Mittwoch in Kraft tretende PPWR n bisschen mehr ist als eine "LUCID-Meldung & Co".

Und dass sich das "nicht für Klimawandel interessierende China" 2025 mehr Solar- und Windenergie zugebaut hat als der Rest der Welt zusammen, an seinem CO2 peak ist und mittlerweile mehr E-Autos zugelassen werden als Verbrenner...
 
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itratosTeam

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19. April 2007
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Wir bauen uns da eine komplette autarke Lösung für, die Leerraumregel habe ich aber mal nach hinten geschoben, weil die ohnehin erst ab 2030 gilt. Und vielleicht wird bis dahin die technische Machbarkeit auch nochmal überdacht.

Extrembeispiel: DHL verlangt Mindestmaße 15x11x1 cm. Praktisch müssen es 20x11x1cm sein, weil die DHL Label so groß sind und man nicht mehr "über Eck" kleben darf.
So. Jetzt verschicke ich Fancy Spezialschraube 4x0,5x0,5 cm oder eine Pokemon-Sammelkarte in so einem Karton...
Die PPWR kennt zwar "technische Ausnahmen" bei der Leerraum-Regel aber sowas zu tracken wird sehr spaßig.
hmm, warum?? bei Deinem Beispiel komme ich auf eine Leerraumquote = 99,55 % - Ich biete keine Rechtsberatung, ich vermute aber PPWR-rechtlich sollte der Fall als „technisch begründeter Sonderfall wegen erforderlicher Versandlabel-Fläche – finale Bewertung nach Art.-24-Durchführungsmethodik“ markiert werden und nicht einfach als Verstoß - berichtige mich wenn das falsch ist
 

unblack

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23. November 2007
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hmm, warum?? bei Deinem Beispiel komme ich auf eine Leerraumquote = 99,55 % - Ich biete keine Rechtsberatung, ich vermute aber PPWR-rechtlich sollte der Fall als „technisch begründeter Sonderfall wegen erforderlicher Versandlabel-Fläche – finale Bewertung nach Art.-24-Durchführungsmethodik“ markiert werden und nicht einfach als Verstoß - berichtige mich wenn das falsch ist
Ja, schrieb ich ja, dass die PPWR bei sowas Ausnahmen kennt.
Aber wie trackst du, dass es ein Sonderfall war? Also wie trackst du den Unterschied zwischen "ging nicht anders" und "Packer hat den falschen Karton genommen"?

Aber wie gesagt, über die Leerraumquote mache ich mir gerade keine Gedanken weiter ;)
 

MichaelH

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17. November 2008
14.682
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Kann es sein, dass Du Dich bisher weder mit dem einen noch mit dem anderen Thema auseinandergesetzt hast?

Denn wenn Du das gemacht hättest, wäre Dir vielleicht bewusst geworden, dass die am Mittwoch in Kraft tretende PPWR n bisschen mehr ist als eine "LUCID-Meldung & Co".

Und dass sich das "nicht für Klimawandel interessierende China" 2025 mehr Solar- und Windenergie zugebaut hat als der Rest der Welt zusammen, an seinem CO2 peak ist und mittlerweile mehr E-Autos zugelassen werden als Verbrenner...

Ich wage zu schmunzeln, ich erkenne woher dein Wind weht.

Wenn du eine Ahnung hättest von Luid, wenn man Hersteller von über 2.000 Produkten ist, dann wärst du ein Schritt weiter.
Wir haben heute schon Details über alles was wir an Glas, Deckel, Stöpsel, Metall, Beutel & Co verwenden bis hin wie viele Etiketten aus welchem Material und wir wissen auch wie viel wir in welches Land verbringen.
Also ja, ich bin mir Vielem bewusst.
Und die Dokumentation dazu hatten wir schon immer, denn wir mussten schon immer die Eignung des Verpackungsmaterails nachweisen, Materialzusammensetzung & Co.

Aber dafür einen derartigen Moloch an Software zu verwenden, auf diese Idee wäre ich nie gekommen.
 

itratosTeam

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19. April 2007
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Euer Vorhaben erinnert mich sehr stark an das Vorhaben der BRD als Musterknabe die Welt vor dem Klimawandel zu retten, auch wenn sich China, Indien und die USA rein gar nicht dafür interessieren.
Ich werde dies amüsiert weiter beobachten.

Ich frage mich echt wie wir es seit Jahren schaffen die LUCID-Meldung & Co mit einem Arbeitsaufwand von einem halben Tag pro Jahr zu erledigen und sogar unsere Versandkartons in der WAWI mit Bestand geführt werden ohne dass "Herbert" einen Anpfiff bekommt.
Hallo michael,

was meinst Du mit unserem Vorhaben, die PPWR ist nicht von unser Vorhaben - wir bieten nur eine Lösung eines Problems mit dem wir uns ca. 15 Monate beschäftigt haben.

Der Abschnitt "BRD als Musterknabe die Welt vor dem Klimawandel zu retten" in Deinem Satz ist aber völlig am Thema vorbei
  1. BRD hat sich schon 1990 erledigt
  2. 1990 war jeder noch der Meinung "Atomkraftwerke" sind gut - jetzt trocknen die Flüße aus und dann werden sie abgeschaltet - wo der Müll hin soll weiß auch heute noch keiner bzw. keiner will ihn vor seiner Haustür :) - nur die Energie aus der Steckdose.
Also keine Anhaung was Du meinst, zu zeiten der BRD wurden die grünen belächelt - da dachte keiner an den Klimawandel - war einfach nur ein anderes Wetter.

PS: Bündnis90 kommt aus der DDR wenn ich mich nicht irre :) und ziehen am gleichen Strang wie die Grünen BRD - also gibt es auf beiden Seiten der Grenze, die in manchen köpfen dicke Mauern hat, solche Musterknaben.
 

MichaelH

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17. November 2008
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Wie gesagt, ich amüsiere mich köstlich - wie erwartet.

Schön, wenn man noch in den 90er lebt und denkt, warst du da schon geboren ?

"die PPWR ist nicht von unser Vorhaben - wir bieten nur eine Lösung eines Problems mit dem wir uns ca. 15 Monate beschäftigt haben."
Genau wie die Grünen, die bauen auch Lösungen für Probleme die nicht existieren, sondern erst durch unpassende Lösungen zum Problem werden mit endlosem Aufwand ohne Nutzen.

Was denkst du denn wo die Wurzel des PPWR liegt ?

In 30 Jahren Politik wurden die Grünen noch nie so belächtet wie aktuell, geändert hat sich zudem, dass man nichts mehr von ihnen hört oder liest. Wurde auch Zeit.
Lösungen sehen eben anders aus.

Die PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) ist ein Kernprojekt des EU-weiten Green Deals und der europäischen Kreislaufwirtschaftsstrategie.
  • Politische Urheberschaft: Maßgeblich auf den Weg gebracht wurde das Dossier konkret getrieben durch den damaligen EU-Umweltkommissariatsbereich und insbesondere die europäische Parteienfamilie der Grünen / EFA sowie progressive Kräfte (Renew Europe und Teile der Sozialdemokraten). Im EU-Parlament zählten die Grünen (mit prominenten Verhandlungsführern wie Frédérique Ries oder deutschen Europaabgeordneten) zu den schärfsten Befürwortern und treibenden Kräften, die strengere Quoten für Wiederverwendung, Verbote von unnötigen Einwegverpackungen (wie Mini-Shampoos in Hotels oder Plastiktüten für Obst) und ambitionierte Recyclingziele forderten.

Wenn nun die EU-Verordnung greift, gleicht das für deutsche Firmen oft nur einer Anpassung oder Verschärfung des ohnehin bekannten Systems - VerpackG & LUCID.

Die Rolle der deutschen Wirtschafts- und Fachmedien: In Deutschland existiert eine riesige Industrie aus spezialisierten Kanzleien, Beratungsunternehmen, Verbänden und Fachportalen (wie der IHKs, Rechts-Kanzleien etc.), die das Thema „PPWR“ seit Monaten aggressiv bespielen. Da drohende Bußgelder in Deutschland (wie die im nationalen Begleitrecht diskutierten Strafen von bis zu 200.000 Euro) stark kommuniziert werden, herrscht hier eine ganz andere Panik- und Aufmerksamkeitswelle.

Und bezüglich TEMU & Co ich denke da haben die Behörden genug zu tun:
Sobald Temu oder chinesische Händler Fulfilment-Lager innerhalb der EU nutzen (um Waren schneller zu liefern), gelten sie schlagartig als reguläre Inverkehrbringer auf dem Binnenmarkt.
Bei den massenhaften Direktimporten von Billigplattformen wie Temu, Shein oder AliExpress greift das Ganze in der Praxis oft ganz anders, weil die Pakete an den klassischen, regionalen Marktüberwachungsbehörden (wie Gewerbeaufsicht oder ZSVR) vorbeiwandern. Sie kommen in Millionen kleiner Päckchen direkt aus Drittstaaten per Luftfracht an und werden einzeln an Endkunden zugestellt.

Insofern, ggf. sind Chinesen auf der Suche nach tollen Lösungen, doch ich denke ... nein, eher nicht, die WAWI kann kein chinesisch und ohne WAWI läuft diese grüne Monster-Software nicht.
Zudem bei den billigen Arbeitskräten können sie jedes Paket inkl. Inhalt per Hand in Excel eintippen lassen, inkl. aller Ausnahmen und Sonderfälle, grammgenau, damit der Kontrolleur auch wirklich zufrieden ist, wenn er sich 1 am Tag aus den Millionen Paket rauspickt und kontrolliert.
Das ist auch wirklich wichtiger als zu prüfen ob der Inhalt dem entspricht was auf der Rechnung steht und der ausgewiesene Preis halbwegs realistisch ist, denn auch dies wird ja schon millionenfach täglich gewissenhaft erledigt.
Oder nicht ?
Egal, aber Hauptsache der Müll ist korrekt erfasst.

Immerhin in China ist Strom nachhaltig und der LKW der das Paket mit Müll im Müll im fast undurchdringlichen Smog vorbei an verpesteten Flüssen zum Flughafen fährt hat Elektromotor (für den Scheibenwischer). Vorbildlich wie immer, die zeigen wo der Hammer hängt.

Eine wahrhaft Grüne Lösung welche die Welt und nebenbei unsere Wirtschaft retten wird.
Perfekt, wie immer.

Nein, macht nichts, wenn du es immer noch nicht verstehst, ist nur Business-Satire, das machen die Grünen schon seit über 30 Jahren.
 
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itratosTeam

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19. April 2007
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Schön, wenn man noch in den 90er lebt und denkt, warst du da schon geboren ?
@MichaelH also ich glaube gelesen zu haben das du BRD geschrieben hast - was mich vermuten lässt das Du noch in Ost "DDR" und West "BRD" denkst ;)
Ja ich lebte da schon und ich kenne die Strecke von Hof über Chemnitz nach Dresden, oder Richtung Berlin. Die einspurige marode Straße kostete mir richtig Kohle, weil ich nicht mit solchen Schlaglöchern rechnete und mir die Stoßdämpfer ruinierte.

Genau wie die Grünen, die bauen auch Lösungen für Probleme die nicht existieren, sondern erst durch unpassende Lösungen zum Problem werden mit endlosem Aufwand ohne Nutzen.

Also bis Du der Meinung das unsere Lösung, nicht die Lösung ist, sondern das wir das Problem erzeugt haben was vorher noch gar nicht bestand?? Also gibt es jetzt die PPWR Dokumentation nur weil wir es ermöglichen.
Deine Ausführungen sind sehr weit von dem entfernt, um es nachvollziehen zu können - es geht hier ja nicht um die Henne / Ei Frage, also was war zuerst da, oder entspricht das Deiner Wahrnehmung?

In 30 Jahren Politik wurden die Grünen noch nie so belächtet wie aktuell, geändert hat sich zudem, dass man nichts mehr von ihnen hört oder liest. Wurde auch Zeit.
Lösungen sehen eben anders aus.

man erlebt das öfter das man von Personen kritisiert oder belächelt wird die an der Seitenlinie stehen, auch Merz sagte, er kann Kanzler besser als Scholz, Weidel/Höcke & Co. der NS-AFD meinen, sie haben eine Lösung für alle Probleme usw.
Ganz ehrlich, ich möchte kein Land regieren müssen, da man keinem etwas recht machen kann. Man merkt das doch oft schon in den Mini-Regierungen, auch Familie genannt -also ich habe noch keine gesehen wo alle miteinander in Harmonie lebten und die Entscheidungen des anderen unkritisch akzeptierten. Wenn Du verheiratet bist dann frag mal Deine Frau ob Sie mit Dir ausnahmslos zufrieden ist - wenn Du schon geschieden bist dann hast Du bereits die Antwort erhalten.

Deine Übertreibung was Deutschland leistet höre ich auch sehr oft im privaten Umfeld, oft stammt das ausschließlich aus der AFD Rhetorik, die leider vielen als die Quelle des Wissens ausreicht, deshalb kurz zu dem Thema wer in der Richtung mehr macht als Deutschland.
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https://de.wikipedia.org/wiki/Energiewende_nach_Ländern
China ist gleichzeitig mit großem Abstand vor anderen Ländern der weltweit bedeutendste Investor in erneuerbare Energien und der größte Ökostromproduzent. China hat etwa seit 2011 weltweit die Führungsrolle beim Ausbau erneuerbarer Energien von Europa übernommen.[121] 35 % aller Investitionen in die Energiewende wurden im Jahr 2021 von China getätigt.[122] Insbesondere durch staatliche Subventionen ist China zudem Weltmarktführer bei der Herstellung und im Einsatz von Windkraftanlagen, Solarzellen und Smart-Grid-Technologien. 2020 stammten weltweit mehr als 70 % der Solarmodule, 69 % der Lithium-Ionen-Akkumulatoren und 45 % der Windkraftanlagen von chinesischen Unternehmen
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Wenn man China kritisiert dann sollte man auch daran denken das China bis 1978 noch ein Bauern- und Agrarstaat war, wie lange brauchten wir für die Transformation ?? Und was richtete das an ??

China scheint es erkannt zu haben das sie etwas ändern müssen, aber wenn ich lese was Du schreibst - dann wird mir klar, das wir erst aufwachen wenn Deutsche Truppen in Österreich und der Schweiz einmarschieren, weil die uns mit einem Staudamm das Wasser abdrehen. Um mir die Erklärung zu sparen "Wasser fließt aufgrund der Schwerkraft (Gravitation) von oben nach unten (CH/AT = oben / DE = unten"
 

unblack

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23. November 2007
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Wie gesagt, ich amüsiere mich köstlich - wie erwartet.

Ich probiere es nochmal kurz mit Fakten, auch wenn ich weiß dass die dich eh nicht interessieren.

Dein Kronzeugin Frédérique Ries sitzt für die belgischen Liberalen (MR) in der Fraktion Renew Europe. Die sind alles, aber nicht grün. Und die finale PPWR wurde von der EVP so weit verwässert, dass sie den Grünen nicht weit genug ging. Also ein grünes Monster, verhandelt von Liberalen und entschärft von Konservativen. Ganz starkes Argument. Nicht.

Die PPWR steht auf Artikel 114 AEUV. Binnenmarkt. Nicht auf dem Umweltartikel. Das ist keine Auslegungsfrage, das steht in Zeile eins. Der Anlass war kein Ideologie-Anfall, sondern Chaos: Frankreich mit Triman, Italien mit eigener Kennzeichnung, Spanien mit Plastiksteuer, 27 inkompatible EPR-Register. Wer aus Deutschland in die EU verkauft, hat das jahrelang bezahlt. Deshalb Verordnung statt Richtlinie.

Und du lieferst das Argument selbst: Für deutsche Firmen sei das „nur eine Anpassung des bekannten Systems". Eben. Wir fahren VerpackG und LUCID seit Jahren. Rate mal, wer profitiert, wenn 26 andere nachziehen müssen. Spoiler: es sind nicht die Chinesen.
Apropos. Dein Smog-Bild von China ist so aus den 2000ern. Als ich 2008 zum ersten Mal in Shenzhen war existierte die Sonne nur in Gerüchten. Aber flieg da mal heute hin. Blauer Himmel. Klare Luft. Der komplette Busbetrieb elektrisch seit 2017, Taxis mittlerweile auch fast vollständig, Die haben durchgezogen, während wir noch über Verbrenner-Ausstiegsdaten diskutieren.
Und nein, in China ist deswegen nicht alles superduper ökologisch. Aber Dein Bild von China ist nunja...

Und zu Temu: Die PPWR ändert ausgerechnet die Marktüberwachungsverordnung 2019/1020, führt Bevollmächtigten-Pflichten für Drittstaaten-Anbieter ein und nimmt Plattformen selbst in die Haftung. Du machst dich also über ein Loch lustig, das diese Verordnung gerade schließt.

Dass die Umsetzung operativ maximal beschissen ist und von Sadisten erdacht wurde - geschenkt. Fristen bis 2040, Nachweise, die kein Lieferant am Stichtag liefert – da sind wir alle bei Dir. Nur ist das Kritik am Handwerk, nicht am Zweck. Und für Handwerk gibt's Software.

Und ich sags nochmal: die PPWR gilt ab morgen.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
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BRD ist eine gängige Abkürzung, nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu Vielen verwende(te) ich den Begriff "Ossi" nicht, da ich diesen als abwertend empfinde.

"Also bis Du der Meinung das unsere Lösung, nicht die Lösung ist, sondern das wir das Problem erzeugt haben was vorher noch gar nicht bestand?? "
Korrekt, wenn man diese Sichtweise auf eine Lösung für PPWR hat, dann schafft man ein Problem, das es zuvor nicht gab.

"er kann Kanzler besser als Scholz"
Jeder kann Kanzler besser als Scholz.

"Ganz ehrlich, ich möchte kein Land regieren müssen, da man keinem etwas recht machen kann."
Gut dass du kein Politiker bist, denn genau so ist es, egal was du tun würdest, du kannst es immer nur einer Teilmenge recht machen.

"oft stammt das ausschließlich aus der AFD Rhetorik"
Ja, du kennst dich scheinbar erstaunlich gut aus mit der AFD. Warum wohl ?
Ich beschäftige mich mit der AFD überhaupt nicht und kenne auch deren Rhetorik nicht.

"China bis 1978 noch ein Bauern- und Agrarstaat war"
Deutschland hatte den CO2 Peak 1979, China 2026 lt. deinen Angaben als Hellseher, toll, alles super, weiter so, mal sehen was 2027 bringt.
China wird die Welt retten, staatlich gefördert, weil sie so sozial eingestellt sind in ihrer kommunistischen Diktatur.
Wer Zusammenhänge nicht versteht oder nicht erkennt, sollte sich besser informieren.

"Deutsche Truppen in Österreich und der Schweiz einmarschieren, weil die uns mit einem Staudamm das Wasser abdrehen"
Jo, ja, ähem, ich denke du überschätzt die Fähigkeit Wasser zu speichern und wenn, dann wo bitte sollte so ein Mega-Staudamm entstehen ?
Du weißt schon, dass Österreich in jeder Nacht das Wasser von Auffangbecken zurück in Stauseen pumpt, damit man am nächsten Tag mit dem gleichen Wasser erneut Strom erzeugen kann und dies schon seit Jahrzehnten. Warum die das tun ? Darfst mal drüber nachdenken.

"Als ich 2008 zum ersten Mal in Shenzhen war existierte die Sonne nur in Gerüchten."
Schon klar, dass du China-Fan bist, was sonst. Du fährst Tesla oder XPeng und nutzt iPhone, bist Veganer und isst nur mit Stäbchen aus Respekt und Anerkennung anderer Kulturen.

"Dass die Umsetzung operativ maximal beschissen ist und von Sadisten erdacht wurde - geschenkt. Fristen bis 2040, Nachweise, die kein Lieferant am Stichtag liefert – da sind wir alle bei Dir. Nur ist das Kritik am Handwerk, nicht am Zweck. Und für Handwerk gibt's Software. Und ich sags nochmal: die PPWR gilt ab morgen."

Sadisten, Frist 2040, keine Nachweise der Lieferanten ...
... klar da macht es Sinn 15 Monate über eine Software nachzudenken und diese irgendwann zu entwickeln für einen Termin 12.8.2026.
Jo, verstehe.
Perfekt.
Wie wann genau ist die Software fertig ?

Und natürlich kann ich darin wiederverwendete Kartons erfassen um diese auch tatsächlich wiederzuverwenden zu dürfen, habe genug Chinesen zur Hand die den Barcode Scannen und diesen in den Bestand aufnehmen, damit auch alles der German-Gründlichkeit entspricht.

1 Satz:
Eine Lösung mit der man perfekt mit Kanonen auf Spatzen schießen kann und trotzdem nicht trifft.
 

itratosTeam

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19. April 2007
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Bamberg
Hallo zusammen,

lasst uns nicht über Sachen streiten die man nicht ändern kann bzw. wir, lasst uns über Sachen reden die man optimieren und verbessern kann.

Ein Kunde legte uns PDF Liefer- bzw Auftragsbestätigungen seiner Lieferanten vor und fragte ob wir damit etwas anfangen können, Ja können wir, den darin standen bei den Produkten die FEFCO Codes.
Jetzt läuft bereits bei uns die Lösung um diese PDF's zu verarbeiten, mit dem Ergebnis das man sich einiges an Arbeit bei der Datenerfassung spart.

OT
"oft stammt das ausschließlich aus der AFD Rhetorik"
Ja, du kennst dich scheinbar erstaunlich gut aus mit der AFD. Warum wohl ?
Ich beschäftige mich mit der AFD überhaupt nicht und kenne auch deren Rhetorik nicht.

Um sich selbst eine Meinung zu bilden muss man sich alles anhören. Wenn man das nicht macht dann hat man keine eigene Meinung, die man sich aneignete, dann gibt man lediglich das weiter was man hier und da hörte. Wenn das von Personen stammt, die sich selbst auch für nicht interessieren, dann wird die Qualität dessen was verbreitet wird immer schlechter.

Also ich persönlich habe mir das gesamte TV-Quadrell mit den Kanzlerkandidaten Scholz, Habeck, Merz und Weidel angesehen und auch das TV-Duell: Höcke gegen Voigt - nur so erkennt man wo Parolen von reinen Populisten enden.
Was mir bei dem Quadrell den Magen umdrehte war die Bestätigung von Scholz das nur 20% der Beamten bis zum erreichen des Renten bzw. Pensionsalters arbeiten.
Ich bin deshalb der festen Überzeugung, das unser Problem in der seit Jahren gebildeten Struktur liegt und nicht ausschließlich bei der Person die für kurze Zeit ganz oben steht.

Damit komme ich unmittelbar zu Deiner Aussage
und meiner Gegenfrage, also auch Du? oder wer könnte es besser??
Also ganz ehrlich, ich würde es mir nicht zutrauen, aber dann bin ich auch nicht "jeder" der es besser kann.

Also besser kann es keiner als der andere, so ist das in der Politik seit Jahrhunderten, es sind schon ganze Weltreiche verschwunden weil die anderen meinten sie können es besser.
Wichtig ist das man auf das reagiert was passiert und auch akzeptiert das manche Sachen länger dauern und andere nicht von einer Person allein gelöst werden können.

Frag doch mal in Deiner Firma ob alle mit Dir und Deine Entscheidungen zufrieden sind, oder frag mal Deine Familie - vorausgesetzt Du bist hier die Person die Entscheidungen trifft. Jeder der Entscheidungen treffen muss, muss damit rechnen das die Personen, die davon beeinflusst werden, ihre eigene Meinung zu der Entscheidung haben - die kann sehr positiv oder auch negativ ausfallen.

In der Familie ist das nicht anders als in einem Staat - nur, wenn Papa sagt, wir fahren 2027 in den Urlaub nach Spanien und Mama und die 2 Kinder freuen sich drauf - aber 6 Wochen vor dem Urlaub merkt Papa das seine Firma nicht ganz Rund läuft und muss den Urlaub stornieren - jetzt ist er die Person in der Familie die allen anderen das Leben versaute - alle nörgeln. Stell Dir das in Groß vor, das nennt man dann Staat und da hat jeder andere Ansprüche an die Person ganz oben - man kann also nichts richtig machen bzw. Deine Darstellung das Jeder besser Kanzler kann als ... löst sich in Luft auf.

Um hier zum Ende zu kommen, lass uns versuchen die Anforderungen der PPWR so einfach zu gestalten wie möglich und ohne das Händler tief in die Tasche greifen müssen, die werden eh schon mehr als genug mit Kosten überzogen. Lass und aufgeschlossen sein und ohne Anfeindungen an einen Strang ziehen - den nur so bewegt man auch was.
 

itratosTeam

Sehr aktives Mitglied
19. April 2007
725
91
Bamberg
Hallo zusammen,

hatte heute ein sehr nettes Meeting mit @Michael Spaltmann - ich durfte ihm zeigen was wir so haben.
Ohne uns jetzt selbst loben zu wollen, aber ich glaube er war überrascht wo wir stehen bzw. was wir alles mit dieser zentralen Lösung liefern.

Ich konnte ihm auch die weiteren Lösungen zeigen, wie unsere BI Lösung, oder den Marketing Bereich mit Klaviyo und/oder Brevo Support

Freue mich auf interessierte Kunden und Servicepartner, die mit uns die Lösung bei ihren Kunden platzieren und um weitere Funktionen ergänzen..

@Michael Spaltmann, noch einmal Danke das Du Dir die Zeit genommen hast.
 

wawi-dl

Sehr aktives Mitglied
29. April 2008
6.758
825
Den Mehrwert der Software sehe ich leider immer noch nicht ... gibt es Demos oder Videos, die das veranschaulichen?

Wie wollt ihr Verpackungsmaterial erfassen, wenn diese nicht geführt werden?
Wird das Verpackungsmaterial dann beim Versand erfasst?

Wir haben unseren Artikeln schon lange eigene Felder verpasst mit Versandart und Verpackungsmaterial, das man für 1 Stück verwenden muss.
Parallel dazu auch die Verssndarten namentlich angepasst, damit wir sofort erkennen ob es letztlich mit Versandtasche oder Karton ausgeliefert wurde.

Wir verbuchen aber kein Material, nur anhand dem Namen und können so "relativ" gut berechnen, was es in etwa an Menge war pro Jahr.
Mehr Aufwand wollen wir nicht reinstecken ... auch wenn wir es über unsere eigene PackSoftware lösen könnten.
 

Morimus

Sehr aktives Mitglied
16. Mai 2019
607
131
Moin @itratosTeam,
ich habe durchaus Interesse!

Ich verstehe das Tool nur noch nicht ganz.

Du schreibst ja selbst, dass der Händler am Ende eine klare Aussage darüber erhält, welche Pflichten für sein Unternehmen tatsächlich gelten und welche Maßnahmen erforderlich sind.
Genau an der Stelle frage ich mich, wie ihr mit Anforderungen umgeht, deren konkrete Berechnungs oder Bewertungsmethodik durch die EU-Kommission noch gar nicht festgelegt wurde.

Rezyklatanteile nach Art. 7:
Die Methodik zur Berechnung und Überprüfung des Rezyklatanteils soll erst bis zum 31.12.2026 festgelegt werden.

Recyclingfähigkeit / Design for Recycling nach Art. 6:
Die konkreten Design-for-Recycling-Kriterien sollen erst bis zum 01.01.2028 festgelegt werden.

Leerraumquote nach Art. 24:
Die konkrete Berechnungsmethode für die Leerraumquote soll erst bis zum 12.02.2028 festgelegt werden.

Kennzeichnung nach Art. 12:
Auch hier hängt die konkrete Ausgestaltung von noch zu erlassenden Durchführungsrechtsakten ab.

Ich verstehe absolut den Nutzen eines zentralen Datenmodells, in dem man Verpackungsdaten, Materialien, Länderpflichten, Dokumente usw. schon heute sauber sammelt.

Was ich aber noch nicht verstehe, wie kann das Tool bei diesen Punkten heute schon eine klare Aussage dazu treffen, welche Maßnahmen erforderlich sind, wenn die dafür maßgeblichen Methoden teilweise noch gar nicht existieren?

Bedeutet „vollständig umgesetzt“ bei euch also, dass die Datenstrukturen und Prozesse bereits vorhanden sind und die späteren EU-Vorgaben nachgezogen werden?
 

itratosTeam

Sehr aktives Mitglied
19. April 2007
725
91
Bamberg
Hallo @wawi-dl
wer sagt den das wir etwas NICHT hätten ;) siehe Anhang, mal ein paar Screens aus dem Bereich. Die Software erfassen z.b. über Zugpferd die Daten der Lieferanten bzw. deren Artikel und Mengen.

Deine Art der Umsetzung ist für mich noch nicht nachvollziehbar, verstehe ich das richtig
  1. Du hinterlegst bei einem Artikel Karton / Versandtasche Artikelnummer xxx
  2. Dann zu dem Artikel 50 Gramm Holzwolle
Wenn jetzt jemand bestellt buchst Du das, richtig??
Sehr gut durchdacht, wenn sich dann in zwei Jahren die Verpackung ändert, dann muss due das nur fix im eigenen Feld ändern, wenn nur noch 40 Gramm Holzwolle gebraucht werden, dann ändert man das auch fix mit der Ameise und fertig - ABER - jetzt gebe ich den Ball zurück und frage Dich wie Du das Problem lösen willst wenn Dich jemand prüfen will - oder einen Deiner Kunden die Eure Lösung nutzen

Folgen bei nachträglichen Änderungen
    • Verlust der Konformität: Ändert sich das Verpackungsmaterial (z. B. geringerer Recyclinganteil oder andere Materialzusammensetzung als in der Dokumentation hinterlegt), verliert die bestehende Konformitätserklärung ihre Gültigkeit.
    • Prüfpflicht: Jede wesentliche Änderung an der Verpackungsart oder -menge erfordert eine erneute Konformitätsbewertung.
    • Rückverfolgbarkeit: Die Technische Dokumentation muss über die vorgeschriebene Frist (5 Jahre für Einweg, 10 Jahre für Mehrweg) konsistent und nachvollziehbar bleiben.

Unsere Lösung erzeugt deshalb auf die Millisekunde genau einen Hash der als Nachweis dient das nicht gefälscht wurde.

Man kann sich sehr viel sehr einfach machen, oft stellt sich dann heraus, das man dann alles doppelt und dreifach machen muss - weil man ein Problem nur bis zur ersten Stirnfalte durchdacht hat.
Sei mir nicht böse, aber bei einer Software die einer Verordnung gerecht werden soll, sollte man nicht zu einfach planen.

Hier einfach mal ein Link: https://www.anwalt.de/rechtstipps/p...er-neuen-eu-verpackungsverordnung-277831.html

Aus dem Grund ist in unserer Lösung auch noch zusätzlich ein sehr mächtiges Datenschutz Management System enthalten.
Auch diese Lösung war ein Must Have, nicht nur wegen der PPWR, sondern auch um Händlern viel Aufwand zu sparen z.B. Kunden schreibt, ich will das gemäß §§§ meine Daten gelöscht werden - das DSMS prüft dann wo es den Kunden überall gibt bzw. ob z.B. es Vorgänge in JTL gibt die noch aufbewahrt werden müssen, ob der Kunde in einem Klaviyo oder brevo Profil bzw,. Liste ist usw. Wenn der Mitarbeiter dann dem Kunden bzw. den Vorgang im DSMS bestätigt, dann wird der Vorgang vom System gemäß rechtlicher Vorschriften dokumentiert.

Also Ja, man kann Software einfach machen, ich verstehe darunter aber etwas ganz anderes.
 

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itratosTeam

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Moin @itratosTeam,
ich habe durchaus Interesse!

Ich verstehe das Tool nur noch nicht ganz.

Du schreibst ja selbst, dass der Händler am Ende eine klare Aussage darüber erhält, welche Pflichten für sein Unternehmen tatsächlich gelten und welche Maßnahmen erforderlich sind.
Genau an der Stelle frage ich mich, wie ihr mit Anforderungen umgeht, deren konkrete Berechnungs oder Bewertungsmethodik durch die EU-Kommission noch gar nicht festgelegt wurde.

Rezyklatanteile nach Art. 7:
Die Methodik zur Berechnung und Überprüfung des Rezyklatanteils soll erst bis zum 31.12.2026 festgelegt werden.

Recyclingfähigkeit / Design for Recycling nach Art. 6:
Die konkreten Design-for-Recycling-Kriterien sollen erst bis zum 01.01.2028 festgelegt werden.

Leerraumquote nach Art. 24:
Die konkrete Berechnungsmethode für die Leerraumquote soll erst bis zum 12.02.2028 festgelegt werden.

Kennzeichnung nach Art. 12:
Auch hier hängt die konkrete Ausgestaltung von noch zu erlassenden Durchführungsrechtsakten ab.

Ich verstehe absolut den Nutzen eines zentralen Datenmodells, in dem man Verpackungsdaten, Materialien, Länderpflichten, Dokumente usw. schon heute sauber sammelt.

Was ich aber noch nicht verstehe, wie kann das Tool bei diesen Punkten heute schon eine klare Aussage dazu treffen, welche Maßnahmen erforderlich sind, wenn die dafür maßgeblichen Methoden teilweise noch gar nicht existieren?

Bedeutet „vollständig umgesetzt“ bei euch also, dass die Datenstrukturen und Prozesse bereits vorhanden sind und die späteren EU-Vorgaben nachgezogen werden?
Hallo @Morimus
Danke für Dein Interesse und die wichtigen Fragen, die ich dir gerne wie folgt beantworte

Unsere Lösung hat ein Regelwerk als Grundstruktur die aktuell auf die vorhandene Verordnung aufbaut, also ganz simpel erklärt. Wenn sich in 6 Monaten etwas ändert z.b. hier https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:C_202603084 dann liefern wir ein Update vom Regelwerk. Die Software prüft dann auf Basis des Regelwerk nach dem Update ob sich etwas für den jeweiligen Händler änderte.

Dieses Regelwerk wirkt aber in zwei Richtung, also nicht nur wenn die EU etwas ändert.
Nehmen wir an ein Startup mit 2 Mitarbeitern und einem Umsatz von 100.000 € hat in 12 Monaten, 30 Mitarbeiter und 8 Mio Umsatz, dann erkennt das Regelwerk das dieses Unternehmen ganz andere Pflichten hat.

Für mich persönlich sind das alles nur Vorgen und Werte die man in einer Software verarbeiten muss. Das was gefordert wird ist zwar noch nicht final geklärt, aber was bedeutet das für eine Software - eigentlich nichts.
Die Lisson Brüder starteten mit der JTL Software 2007, was hat sich in der Zeit alles geändert an der Wawi - so ist es auch hier, man muss in dem Fall reagieren, mehr nicht.
 

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wawi-dl

Sehr aktives Mitglied
29. April 2008
6.758
825
...

Deine Art der Umsetzung ist für mich noch nicht nachvollziehbar, verstehe ich das richtig
  1. Du hinterlegst bei einem Artikel Karton / Versandtasche Artikelnummer xxx
  2. Dann zu dem Artikel 50 Gramm Holzwolle
Wenn jetzt jemand bestellt buchst Du das, richtig??
Sehr gut durchdacht, wenn sich dann in zwei Jahren die Verpackung ändert, dann muss due das nur fix im eigenen Feld ändern, wenn nur noch 40 Gramm Holzwolle gebraucht werden, dann ändert man das auch fix mit der Ameise und fertig - ABER - jetzt gebe ich den Ball zurück und frage Dich wie Du das Problem lösen willst wenn Dich jemand prüfen will - oder einen Deiner Kunden die Eure Lösung nutzen

Folgen bei nachträglichen Änderungen
    • Verlust der Konformität: Ändert sich das Verpackungsmaterial (z. B. geringerer Recyclinganteil oder andere Materialzusammensetzung als in der Dokumentation hinterlegt), verliert die bestehende Konformitätserklärung ihre Gültigkeit.
    • Prüfpflicht: Jede wesentliche Änderung an der Verpackungsart oder -menge erfordert eine erneute Konformitätsbewertung.
    • Rückverfolgbarkeit: Die Technische Dokumentation muss über die vorgeschriebene Frist (5 Jahre für Einweg, 10 Jahre für Mehrweg) konsistent und nachvollziehbar bleiben.

Unsere Lösung erzeugt deshalb auf die Millisekunde genau einen Hash der als Nachweis dient das nicht gefälscht wurde.
...
Danke ... so langsam verstehe ich den Ansatz, also ich erfasst egal über welchen Weg die Verpackungsmaterialien, die zum Einsatz kommen.

Dennoch bleibt dann die Frage, wie das je Auftrag, Paket und Versand verbucht wird, man müsste das im Prozess alles scannen/einstellen/speichern.

Sorry, die aktuelle gesetzliche Lage ist noch nicht zu 100% fix und zum anderen kann uns der EU Staat an dieser Stelle kreuzweise ... diese Doku-Pflichten von A-Z sind doch nicht mehr angemessen.
Egal wie groß das Unternehmen ist, sorry aber das geht zu weit und wir als kleine Klitsche haben schon genug anderes zu leisten.
Nichts gegen eure Software, Fundament ist da, man muss die Software nur noch in den Prozess bekommen mit möglichst wenig aufwand.

Wir haben uns nur selbst beholfen für das Verpackungsgesetz, damit wir überhaupt etwas auswerten können, wir mussten das bislang auch nicht exakt genau machen und werden wir auch nicht.
Es ist auch nicht nur die Verpackung für einen Artikel mit 1 Stück, sondern die jeweiligen Verpackungseinheiten dazu, die wir schon vorbelegen, aber der Mitarbeiter dennoch was anderes verwenden kann (Lücken gibt es immer).
 

itratosTeam

Sehr aktives Mitglied
19. April 2007
725
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Bamberg
Danke ... so langsam verstehe ich den Ansatz, also ich erfasst egal über welchen Weg die Verpackungsmaterialien, die zum Einsatz kommen.

Dennoch bleibt dann die Frage, wie das je Auftrag, Paket und Versand verbucht wird, man müsste das im Prozess alles scannen/einstellen/speichern.

Sorry, die aktuelle gesetzliche Lage ist noch nicht zu 100% fix und zum anderen kann uns der EU Staat an dieser Stelle kreuzweise ... diese Doku-Pflichten von A-Z sind doch nicht mehr angemessen.
Egal wie groß das Unternehmen ist, sorry aber das geht zu weit und wir als kleine Klitsche haben schon genug anderes zu leisten.
Nichts gegen eure Software, Fundament ist da, man muss die Software nur noch in den Prozess bekommen mit möglichst wenig aufwand.

Wir haben uns nur selbst beholfen für das Verpackungsgesetz, damit wir überhaupt etwas auswerten können, wir mussten das bislang auch nicht exakt genau machen und werden wir auch nicht.
Es ist auch nicht nur die Verpackung für einen Artikel mit 1 Stück, sondern die jeweiligen Verpackungseinheiten dazu, die wir schon vorbelegen, aber der Mitarbeiter dennoch was anderes verwenden kann (Lücken gibt es immer).
Hallo @wawi-dl

ja, die Verpackungsmaterialien müssen wir ja in der Software verarbeiten - ohne könnte die Software nie nachvollziehen bzw. glaubhaft dokumentieren was im Lager passiert.
ZU:
Dennoch bleibt dann die Frage, wie das je Auftrag, Paket und Versand verbucht wird, man müsste das im Prozess alles scannen/einstellen/speichern.
Um die Vorgaben zu 100% erfüllen zu können müsste jeder Platz an dem verpackt wird
  1. per Kamera überwacht werden um je Bestellung die Kartonage zu erfassen
  2. der Versandplatz müsste auf einer eigenen Waage stehen um das verwendete Füllmaterial automatisch zu wiegen
Unmöglich - das abzubilden und ist aus meiner Sicht auch so nicht gewollt vom Gesetzgeber.
Wichtig ist aus meiner Sicht, ich lass mich da aber gerne berichtigen, dass der Händler nachvollziehbar und sehr einfach prüfbar aufzeigen kann was er an Verpackungsmaterial kaufte und verbrauchte.
Den Nachweis, das er bei der Bestellung B-2356 den Karton Art Nr. 12345 und 28 Gramm Füllmaterial Art Nr 987 genutzt hat, hat mir bis Dato noch keiner als verpflichtend bestätigt.

Wenn ein Prüfer kommt und der Händler über die PPWR Software den Einkauf des Verpackungsmaterial im Bezug zu den Bestellungen eine nachvollziehbare, nicht manipulierbare Auswertung vorlegt, dann sollte das ausreichen. Durch die Berechnung der Artikelmaße und der Kartonagen können wir schon sehr genau den Leerraum feststellen bzw. durch den Zugriff auf die wawi wissen wir auch das nur ein Karton versendet wurde und die Bestellung nicht aufgeteilt wurde.

Ja, am Ende ist das nicht genau, aber ganz ehrlich - 100% genau ist gar nicht möglich.

Nichts gegen eure Software, Fundament ist da, man muss die Software nur noch in den Prozess bekommen mit möglichst wenig aufwand.
Ja genau, dass dies für mich ein wichtiger Punkt ist sagte ich auch Michael Spaltmann im Meeting.
Die vielen externen PPWR SaaS Lösungen die ich mir angeschaut habe zeigten immer das gleiche, umfangreicher bürokratischer Aufwand bei der Datenpflege. Das was wir erfassen kann die JTL-Wawi gar nicht, oder noch nicht via API liefern, das würde für einen Händler viele Stunden an Arbeitsaufwand bedeuten um der PPWR ansatzweise gerecht zu werden.

Deshalb sagte ich auch Michael das die Software, aus meiner Sicht, direkt mit der Quelle "wawi" verbunden werden muss, was wir machten.

PS: Nur als Hinweis. Die BI Lösung die auch enthalten ist erfasst auch eingesparten manuellen Aufwand. Also wenn wir zusammen mit unseren Testkunden eine manuelle Aufgabe erkennen, die bereits vorher vorhanden war oder durch die neue Software entsteht und wir diese lösen können z.b. ganz oder zum teil automatisiert, dann erfassen wir diesen Zeitaufwand in €.

Das bedeutet, wenn der Kunde uns mitteilte, er bzw. einer seiner Mitarbeiter musste über die Ameise exportieren, den Export dann in Excel mit Formeln auswerten um dann zu erkennen das der gestrige Tag schlechte war, als der gleiche Tag im Jahr zuvor - dann ist das etwas was wir lösen und die Zeit erfassen.

Ich bin schon lange dabei, aber ich hätte nicht im Ansatz damit gerechnet was manchen für einen Aufwand haben oder sich machen müssen, um eine Übersicht zu haben was passiert.
Bei einem unserer Kunden sind es schon über 3000 € im Monat die nicht mehr für manuelle Aufgaben verbraten werden müssen.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.682
1.980
Ich bin schon lange dabei, aber ich hätte nicht im Ansatz damit gerechnet was manchen für einen Aufwand haben oder sich machen müssen, um eine Übersicht zu haben was passiert.
Bei einem unserer Kunden sind es schon über 3000 € im Monat die nicht mehr für manuelle Aufgaben verbraten werden müssen.

Ja, das zeigt es sehr deutlich:
Man kann sehend oder blind in der Untergang schreiten, untergehen wird man trotzdem.
 

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