In Diskussion eBay neue Zahlungsabwicklung ... Streitfälle viele Wochen später

wawi-dl

Sehr aktives Mitglied
29. April 2008
6.727
813
Hallo,

wir sind nun paar Monate umgestellt, erhalten jetzt zunehmend Streitfälle über eBay, warum wieso weshalb wissen wir nicht, Kunden reagieren auch nicht auf Emails.

Es scheint sich herumgesprochen zu haben, sich Ware senden zu lassen, wenn diese keine Sendungsverfolgung hat, dann die Zahlung zu verweigern.

Wie geht ihr damit um?

Wir erstatten den Betrag, bevor wir 16 EUR Strafe bezahlen, leiten dann Inkasso ein, um zu sehen ob DANN die Kunden reagieren.

Danke
 

Somanches

Gut bekanntes Mitglied
7. Januar 2019
196
22
Hallo,

wir konnten bei einem solchen Fall die Zustellung belegen und trotzdem wurde der Fall erst einmal zu unseren Ungunsten geschlossen. Also : Wieder anrufen und das ganze klären, um zumindest die 16 € zurückzubekommen.

Mit welchen Grund wurden denn die Fälle bei Euch angezeigt? Bei uns kam: Der Kunde hat Probleme mit der Bezahlung des Artikels

Gruß Sonja
 

wawi-dl

Sehr aktives Mitglied
29. April 2008
6.727
813
Ein (sinnloser) Aufkleber mit einem Strichcode auf der Sendung kostet cent und wirkt wunder...
Danke, das machen wir bereits mit "Nachverfolgungsnummer" und "PackVideo", das löst aber nicht die Streitfälle.

Bei uns haben die Kunden offenbar nichts erhalten, Fälle wurden automatisch geschlossen (waren der Meinung Kunde hat doch etwas erhalten), jetzt Wochen später kommen diese Fälle.

Wir leiten daher je nach Kunde mal Inkasso ein, kostet uns nichts, der Kunde muss/wird dann sicherlich reagieren.
Einen anderen Weg wissen wir nicht, zumindest erstatten wir erst einmal, um die 16€ zu vermeiden.
 

wawi-dl

Sehr aktives Mitglied
29. April 2008
6.727
813
Strafgebühr 16 EUR seitens eBay, wenn man Streitfall ablehnt und verliert, egal aus welchen Gründen.
Ich ärgere mich lieber mit dem Kunden als mit eBay.
 

Notebookpartstore

Gut bekanntes Mitglied
17. März 2013
296
20
Hatte ich leider auch schon und bin abgesehen von den 16 € Streitfallgebühren mega verärgert über die Umstellung Seitens eBay.

1. Die Streitfallgebühr erhält man nur 1x zurück! (Laut eBay Kundensupport)
2. Die Rechnungsstellung von eBay ist extrem unübersichtlich und nicht nachvollziehbar.
- Hat hierzu vll jemand einen Rechenweg für mich? Ich komme nie auf die Gebühren die mir auf der Rechnung ausgewiesen werden.
3. Höhere Gebühren

@wawi-dl wen nutzt ihr als Inkassobüro, kannst Du mir hierzu eine PN zukommen lassen.

Danke und Grüße
Fabian
 

wawi-dl

Sehr aktives Mitglied
29. April 2008
6.727
813
Richtig, die Knebelaktion schaut sich eBay wohl von Amazon ab, man hat als Verkäufer also keine Chance mehr ohne Nachweis.
Sendungen über 20 EUR gehen bei uns mit Sendungsnachweis raus, daher stornieren/erstatten wir alles jetzt darunter und gehen dann den Kunden an, dann muss dieser reagieren.

1.) aha was eine Frechheit, ernsthaft??? Egal ob man Nachweise hat?
2.) Warum? Habt ihr auch die Umsatzrabatte beachtet und abgezogen?
3.) Kann ich nicht nachvollziehen, wir zahlen im Schnitt weniger als vorher, werden dies aber nochmals prüfen.

Wir nutzen Inkasso VOP, da es hier eine Kopplung zu JTL gibt.
https://www.inkasso-vop.de/softwarelösungen/debitconnect
 

Verkäuferlein

Sehr aktives Mitglied
29. April 2012
2.618
1.074
Mal mein Senf dazu:

1.) Bisher haben wir nur einmal "verloren" und die Streitfallgebühr gutgeschrieben bekommen. Ich find's auch vollkommen absurd, ist einfach nur ein zusätzlicher Verdienst für ebay und im Zweifelsfall wird dann auf "den Zahlungsdienstleister" verwiesen, von dem ebay ja abhängig ist und leider selber nichts dafür kann und auch nicht in Fälle eingreifen kann, selbst wenn der Kunde schreibt: "Hallo, alles bestens, aber ich möchte einfach nicht bezahlen."
2.) Bedenke, dass ebay die Provision prozentual netto auf den Brutto-Betrag erhebt und dann USt. aufschlägt. Die Provision beträgt also netto z.B. 11,5% / Brutto entspricht das aktuell aber ca. 13,34 % des Brutto-Betrags.
3.) Wir haben bei ebay die USt.-Senkung nicht weitergegeben ansonsten bezahlten wir überwiegend weniger als vorher ebay + Paypal zusammen, es fällt nur sätrker auf, wieviel man eigentlich an ebay abdrückt, wenn das direkt vom Betrag abgezogen wird und auch bei den Erstattungen angezeigt wird, wieviel Anteil ebay hat.

Ansonsten wird es immer mieser mit ebay, die passen sich sowohl im (Händler-)"Kunden"-"Service" immer stärker an Amazon an, als auch bei der "Interessiert-Uns-Doch-Nicht-Mentalität". Hauptsache der Kunde ist glücklich und der Händler zahlt. Bin mal gespannt, wann man den Kunden noch fürs kaufen bezahlen darf. "Wir haben festgestellt, die Kundenzufriedenheit steigt deutlich, wenn Sie dem Kunden für seinen Kauf noch 50 Euro mit ins Paket legen..."

Einem selber wird immer empfohlen kulant zu sein und am besten einfach alles zu erstatten, aber Wehe Du möchtest eine (Kulanz-)Erstattung von 0,00002% von den einigen tausend Euro Gebühren, die jeden Monat an ebay fließen, da hagelts dann Ausreden.

Was ebay am Ende abrechnet durchschaut sowieso kein Mensch, zumal ich jetzt den 3. (korrigierten) Abrechnungsbericht für August/September erhalten habe, weil ebay irgendwas bastelt. Insgesamt werden die Plattformen immer mehr zu "Wir-machen-das-Geschäft-Du-trägst-das-Risiko"-Einrichtungen. Alles wird einem (gegen Gebühr und mit sanftem Zwang versteht sich) abgenommen (Rechnungsstellung, Zahlungsabwicklung, etc.) und wenn's dann nicht funktioniert, darf man sich drum kümmern, das dem Kunden erklären und seinem Geld hinterher laufen....

So, genug Frust... :)
 

Max Berater

Aktives Mitglied
17. April 2020
155
9
Kann ich nur bestätigen. Amazon haben wir schon abgeschafft, die Kunden machen dort was Sie möchten. Fristen etc. juckt keinen mehr. Ebay geht noch, aber es nähert sich leider Amazon an. Am besten man kümmert sich um seinen eigenen Shop und investiert hier, dann ist man wenigstens teils unabhängig.
 
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wawi-dl

Sehr aktives Mitglied
29. April 2008
6.727
813
Kann ich nur bestätigen. Amazon haben wir schon abgeschafft, die Kunden machen dort was Sie möchten. Fristen etc. juckt keinen mehr. Ebay geht noch, aber es nähert sich leider Amazon an. Am besten man kümmert sich um seinen eigenen Shop und investiert hier, dann ist man wenigstens teils unabhängig.
OT ON
Ist ein anderes Thema, aber ja geht in die Richtung, ging schon immer so, dass eBay immer nur alles nach macht.
Amazon kann sich lohnen, sofern man Rekla-Quote analysiert und diesen Faktor auf den Preis drauf haut, dann ist das Ergebnis unterm Strich gleich.
Nicht ohne Grund ist meistens alles auf Amazon teurer, alles einkalkuliert.
OT OFF
 
Zuletzt bearbeitet:

Max Berater

Aktives Mitglied
17. April 2020
155
9
Deshalb auf ebay nur Dinge verkaufen, wo erstens per Tracking versendet werden und zweitens, die Idiotensicher sind. Alles andere geht schief. Leute werden halt immer dümmer. Lesen und versehen gleich NULL - Bilder ansehen geht gerade noch.
 

Somanches

Gut bekanntes Mitglied
7. Januar 2019
196
22
Hallo Verkäuferlein,

was meinst Du mit

Was ebay am Ende abrechnet durchschaut sowieso kein Mensch, zumal ich jetzt den 3. (korrigierten) Abrechnungsbericht für August/September erhalten habe, weil ebay irgendwas bastelt.

Kamen die Automatisch? Oder nach Reklamationen durch Euch? Oder habt Ihr das nur 'zufällig' gesehen?

Bin gerade dabei, mal den Oktober genauer anzusehen, ob da alles mit rechten Dingen zuging..

Danke für die Unterstützung!

Gruß
Sonja
 

Verkäuferlein

Sehr aktives Mitglied
29. April 2012
2.618
1.074
Hallo Sonja,

wir haben mehrere ebay-Accounts, darunter auch einen, der immer vom 16. bis 15. des Folgemonats abgerechnet wird, was natürlich für die USt-Anmeldung blöd ist, wenn ebay dann noch 10-20 Tage für die Erstellung des Abrechnungsberichts benötigt.

Daher hatten wir bei ebay Anfang Juli um Umstellung des Abrechnungszyklus auf Monatsersten bis Monatsletzten gebeten, was dann jetzt auch im September erfolgt ist. Daraus resultierend hatte ich dann einen Abrechnungsbericht vom 16.08 bis 15.09.2020, anschließend dann einen vom 01.09.2020 bis 30.09.2020 (welcher allerdings mit einem Anfangsbestand von 0 begonnen wurde und mit einem hohen negativen Bestand endete) und nun haben sie nochmal einen erstellt der vom 16.08.2020 bis zum 30.09.2020 abrechnet und wieder im Plus endet.

Bei keinem der Berichte konnte unsere Buchhaltung den Endbestand nachvollziehen bzw. anhand der gelaufenen Geschäftsvorfälle und Auszahlungen bestätigen. Jedes Mal, wenn ich zu verstehen versuche, was genau ebay da rechnet bzw. abrechnet und was unter welchen Punkt fällt, stelle ich fest, dass ich wohl nicht genug Zeit eingeplant habe und verschiebe das Prüfen dann auf später.

Bisher bin ich noch auf keinen groben Patzer gestoßen, aber mitunter sind in den verschiedenen Darstellungen von ebay Fehler enthalten, die sich nur mühsam klären lassen (doppelte Minusbuchungen, die dann an anderer Stelle wieder korrigiert worden sind und nie Einfluss auf Auszahlungen genommen haben, etc.). Es geht also mehr um Darstellungsfehler und Unlogiken in der Aufbereitung der Daten, als um tatsächliche Auszahlungsfehler.

Daher habe ich mir vorgenommen, bei Gelegenheit mal ins Detail einzusteigen und mal nachzurechnen bzw. überhaupt die Logik nachzuvollziehen, mit der ebay da arbeitet.
Würde mich also auch interessieren, ob Dir was auffällt.

Gruß
Verkäuferlein
 

wawi-dl

Sehr aktives Mitglied
29. April 2008
6.727
813
Deshalb auf ebay nur Dinge verkaufen, wo erstens per Tracking versendet werden und zweitens, die Idiotensicher sind. Alles andere geht schief. Leute werden halt immer dümmer. Lesen und versehen gleich NULL - Bilder ansehen geht gerade noch.
Sorry, aber diese Aussage ist genauso Quatsch!
Wir haben 0,4% Retourenquote und 0,05% Verlustquote, wobei wir 80% Großbriefe versenden, deine Aussage ist daher schlichtweg haltlos.
 
Zuletzt bearbeitet:

wawi-dl

Sehr aktives Mitglied
29. April 2008
6.727
813
Wir haben pro Woche einen neuen Streitfall, viele davon trudeln 1-2 Monate nach dem Kauf später ein.

Alle Kunden die wir anschreiben, geben dann zu 90% an, Sie hätten nichts gemacht oder eröffnet, Sie hätten die Ware erhalten.
Es ist nervig, wir fragen daher Kunden an, reagieren diese nicht rechtzeitig, schließen wir den Streitfall und eröffnen das Mahnverfahren.

Viele Kunden scheinen überfordert zu sein, was plötzlich durch PayPal / RatePay was auch immer abgebucht wird und blockieren dies.
 
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PHET

Aktives Mitglied
17. Oktober 2013
63
8
Sorry, aber diese Aussage ist genauso Quatsch!
Wir haben 0,4% Retourenquote und 0,05% Verlustquote, wobei wir 80% Großbriefe versenden, deine Aussage ist daher schlichtweg haltlos.
Ich muss hier leider zustimmen, wir haben bei aktuell 43.000 laufende Angebote bei E-Bay eine Rückgabequote von nahezu "0" und eine Verlustquote von ebenfalls nahezu "0". Wir versenden ALLES!!! mit Trackingnummer und haben das in den pauschalen Versandkosten als Mischkalkulation mit eingerechnet. Angezeigt wird dem Käufer das aber nur indirekt, das es sich um nachweisbaren Versand handelt. (Erst wenn wir dann den Versand bei E-Bay mit Trackingnummer hinterlegen und da schaut fast kein Kunde rein).
 

PHET

Aktives Mitglied
17. Oktober 2013
63
8
Wir haben pro Woche einen neuen Streitfall, viele davon trudeln 1-2 Monate nach dem Kauf später ein.

Alle Kunden die wir anschreiben, geben dann zu 90% an, Sie hätten nichts gemacht oder eröffnet, Sie hätten die Ware erhalten.
Es ist nervig, wir fragen daher Kunden an, reagieren diese nicht rechtzeitig, schließen wir den Streitfall und eröffnen das Mahnverfahren.

Viele Kunden scheinen überfordert zu sein, was plötzlich durch PayPal / RatePay was auch immer abgebucht wird und blockieren dies.
Mit den neuen Zahlungsmethoden von E-Bay, die ja das Kauferlebnis der Käufer auf ein neues Hoch heben sollen, kommt kaum noch einer klar. Und schon gar nicht der Kunde bzw. wir als Verkäufer. Maxime von E-Bay: "machen wir es erst richtig kompliziert, dann merkt keiner mehr das wir die einzigen Gewinner sind".
Wir forcieren unseren eigenen Shop und nutzen jede "Erlaubte" Möglichkeit den Kunden auf unseren Shop, E-Mail direkt Kontakt etc. zu bringen. Wir legen z.B. nahezu jeder Lieferung einen Gutschein bei, der aber nur in unserem eigenen Shop einlösbar ist, oder ein Rubbellos etc. Artikel sind grundsätzlich bei uns im Shop mindestens um den Gebührenanteil von E-Bay preiswerter und das wird recht gut angenommen.
 
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