Neu Datev wirklich so kompliziert ?

madeby

Gut bekanntes Mitglied
23. Dezember 2011
314
17
Hallo,

derzeit suchen wir Möglichkeiten um Kosten zu sparen.
Seit ein paar Wochen stellen wir nun unseren STB auf die Probe. Wir sind nun 7 Jahre bei Ihm und unser Vertrauen schwindet langsam... leider.

Wir nutzen die JTL WaWi und hatten in der Vergangenheit öfters das Thema Datev angesprochen, was leider immer wieder im Sande verlief.
Nun sind wir aber hartnäckig geblieben und er hatte wohl auch Kontakt / JTL / Datev um sich die Vorteile anzusehen.

Auch hier mussten wir Ihn erst wieder ansprechen, was denn nun daraus geworden war. Wir hatten im testweise auch eine Datev Datei mit JTL Wawi exportiert. Auch hier erst auf weitere Nachfrage eine Reaktion: ,,Mit der Datei können wir nix anfangen"
Er selbst nutzt aber Datev für die Erstellung der Steuerunterlagen, also kennt er Datev und hätte vermutlich was mit der Datei anfangen können, zumindest Verbesserungen vorschlagen können etc.

Nach dem Gespräch mit JTL sagt er nun, dass ist alles zu komplziert ist, oder möchten Sie alle Rechnungen digital einscannen und in der WaWi verbuchen!
Ich sagte ja, wenn es dadruch Kosten spart?
Dann sagte er, Ihnen liegen doch sicherlich nicht alle Rechnungen digital vor ?
Ich sagte nein, aber das kann man ändern und den Rest scannen wir einfach ein... usw.

Mir kommt das langsam alles sehr sehr seltsam vor.
Was meint ihr, sucht er Gründe um monatlich mehr zu kassieren, da er ja alles händisch machen muss ? Oder ist Datev wirklich kompliziert und nur für wirklich große Firmen interessant?

Würde mich über Meinungen sehr freuen.
 

SebiW

Sehr aktives Mitglied
2. September 2015
1.756
620
Ganz ehrlich, Deine Beschreibung klingt als würde der Steuerberater schlicht digitale Systeme nicht präferieren.
Ich möchte damit keineswegs etwas über die generelle Qualität Deine Steuerberaters sagen. Diese kann ich nicht einschätzen. Es gibt sehr gute Steuerberater mit sehr analoger Arbeitsweise.
Möglicherweise wärst Du aber mit einem anderen Partner mit einer anderen Ausrichtung dennoch besser bedient.

Wir arbeiten mit unserem Steuerberater fast volldigital zusammen. Das passt gut zu unserer Arbeitsweise und zu der unseres Steuerberaters.
Kosten sind eine andere Frage. Ich vermute aber stark, wir hätten im Vergleich mit früheren Partnern deutliche Kostensenkungen gesehn wenn sich im Zuge der letzten Jahre unsere Situation nicht grundsätzlich deutlich verkompliziert hätte (PANEU, OSS, Intrastat etc).
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
12.318
970
Bis auf Eingangsrechnungen läuft bei uns alles über Schnittstellen.

Natürlich ist das für einen Buchhalter eine Umstellung, eine Kontrolle und Abstimmung ist immer nötig für ihn.
Doch je nach Anzahl der Belege sind manuelle Buchungen wohl viel aufwändiger.

Nicht jede FIBU hat eine passende Schnittstelle, doch mit der Ameise kann man die Daten exportieren, für den Import in die FIBU aufbereiten - so machen wir das.
Funktioniert seit vielen Jahren.
 

madeby

Gut bekanntes Mitglied
23. Dezember 2011
314
17
Wir exportieren die Rechnunge (Einnahmen) mit der WaWi und senden Ihm diese per Email zu.
Zusätzlich erhält er in Papier die Ausgaben und Rechungen (Einahmen) er vergleicht angeblich nochmals die Daten mit der Excel Datei.
Ich denke es handelt sich pro Monat um ca 2000 Rechnungen (Einnahmen) und c.a 250 bis 350 Ausgaben Rechnungen.

Was mich nun immer wieder wundert, es tauchen in letzter Zeit einfach vermehrt ungereimtheiten wo ich nicht näher ins Detail gehen möchte.
Er verlangt ca 550€ pro Monat und ich frage mich, ob es das noch Wert ist. Denn immer wenn ich frage ob man wo sparen kann, geht das Thema irgendwie unter.

Er sendet jeden Monat eine BWA an uns, er übermittelt die Daten zur Umsatzsteuer auch an das Finanzamt.
Diese wurde eben mit Datev erstellt, weswegen das Thema Datev Export bei uns aufkam. Ich habe ihm alle Daten gesendet die mit der JTL Wawi derzeit möglich sind (Datev Export)
Und er sagt, er könne mit solch einer Datei überhaupt nichts anfangen.
 

vgehlen

Neues Mitglied
22. August 2021
6
4
Ich bin Steuerberater und zufällig in diesem Forum gelandet, weil ein Bestandsmandat auf JTL wechselt und ich die Möglichkeiten der digitalen Zusammenarbeit erarbeite.
Hier muss ich mal eine Lanze für meine Kollegen brechen, denn wir Berater haben es mit hunderten von Wawis u.ä. zu tun, deren Exportmöglichkeiten von "nicht vorhanden" bis "gut" alles abbilden. Auch ist die eigene Softwareumgebung des Beraters ( DATEV etc) mit kriegsentscheidend. Neben einer geschmeidigen Datenübernahme spielt auch das Thema GoBD eine gewichtige Rolle. Wenn also ein Kollege sich mit dem Thema "schwer tut", nicht direkt verzweifeln, sondern diskutieren, woran es hapert und gemeinsam Lösungen finden.

Ziele einer digitalen Zusammenarbeit sollten sein:
-keine/wenige manuellen Eingaben beim Berater
-kein Belegverkehr in Papierform
-Tätigkeit des Beraters beschränkt sich auf Kontrollen/Plausibilitätsprüfungen
-schnelle Bereitstellung
-optional: Berater stellt seinem Mandanten alle Buchungsbelege mit Buchungsangaben als revisionssicheres Archiv zur Verfügung

Mein vorstellbarer Königsweg, abhängig vom Umfang der Nutzung der JTL-Module:
Eingangsrechnungen, Ausgangsrechnungen und Zahlungsverkehr werden mit verknüpften Belegbildern online in ein Zusammenarbeitsportal übertragen, also nicht als Datei per Mail. Dieses Portal dehnt als Drehscheibe zwischen JTL und der Fibu des Beraters.

Und hier offenbart sich bereits, daß JTL nicht State of the Art ist. Nach meinem Kenntnisstand ist eine Buchungssatzausgabe mit Belegverknüpfung nicht möglich. Einige einfache ERPs wie Lexoffice, Sevdesk können das bereits. Auch die Konzentration von JTL auf DATEV ist unglücklich. Anbieter wie Addison, Agenda ... sind auch noch vorhanden.

Ich arbeite mit Addison und meine Lexoffice-Mandanten gehen mit mir genau o.g. Weg. Per Klick importiere ich die Daten und habe für die Kontrolle in meiner Fibu zu jedem Buchungssatz per Klick direkten Zugriff auf die zugehörige Rechnung. Besser geht nicht - für beide Seiten.

Solltet ihr nicht alle Module in JTL nutzen, wie z.b. keine Verarbeitung von Eingangsrechnungen oder Kasse, sind immer noch hybride Formen möglich. Online-Kassenbericht, Einscannen der ER und senden/getmyinvoice usw, alles immer noch digital, aber halt aus unterschiedlichen Quellen.

Ich hoffe, daß ihr mit ein wenig Verständnis für uns Berater die richtigen Schritte geht und wünsche euch wenig Umsatz und hohe Gewinne.
 

DerJöns

Aktives Mitglied
23. Januar 2017
36
11
Hallo,

wie schon von vgehlen beschrieben kommt es immer auf den StB und auch dessen technische Möglichkeiten / Verständnis an.

JTL exportiert die Daten im DATEV Format. Es ist ja nicht zwingend erforderlich dass die Daten auch an DATEV übermittelt werden. Addisson und Agenda können ja auch die Buchungsdaten im DATEV FORMAT einlesen.
Ich hatte beide Softwares im eigenen Betrieb im Einsatz.

Es ist - wie schon beschrieben - wichtig Absprachen zu treffen und die technischen Möglichkeiten auszuloten.

Einge werden die kompletten Belege - also die erzeugten PDFS - aus den Ausgangsrechnungen direkt an das DUO - Datev Unternehmen online - hochladen.
Wenn ich natürlich mehrere tausend Ausgangsrechnungen pro Monat erzeuge, macht das auch nicht so großen Sinn, da Datev oder die anderen Anbieter sich den CLOUD Speicherplatz sehr sehr teuer bezahlen lassen.

Es gibt noch die Variante der DATEV Upload-Mail. Diese nutzen wir z.B. um dem StB unsere Eingangsrechnungen zur Verfügung zu stellen. Somit steht dem StB das Belegbild zur Verfügung.
Mit Hilfe einer "Lern-Datei" bei Datev wir der Beleg mittels OCR ausgelesen, die Rechungsrelevanten Daten extraiert und der Buchhungssatz erzeugt.
AGENDA und Addisson können das auch..

Wenn im DATEV UNternehmen online -AGENDA und Addisson können das auch :) - noch der automatischen Banktransfer eingerichtet ist dann holen sich die Rechenzentren die Kontoumsätze tagaktuell...
Die Payal-Umstzätze holen sich die Rechenzentren auch täglich automatisch ab.

Also, es führen viele Wege zur richtigen Steuererklärung....

Gruss, DerJöns
 

vgehlen

Neues Mitglied
22. August 2021
6
4
Ich denke es handelt sich pro Monat um ca 2000 Rechnungen (Einnahmen) und c.a 250 bis 350 Ausgaben Rechnungen.
Wenn euer STB diese Anzahl von Rechnungen manuell bucht, legt er Geld drauf. Auch wenn er eure Ausgangsrechnungen importieren, die Eingangsrechnungen als Scan automatisch analysieren und verbuchen, den Zahlungsverkehr mittels Einlesen von Zahlungsdateien (mt940 o.ä.) erfassen würde, bei dieser Anzahl von Vorgängen wäre der Zeitaufwand durch Kontrollen und Abstimmarbeiten recht hoch. Bei kompletter manueller Verbuchung sind 550 € geschenkt und entspricht eher der Höhe nach einer automatisierten Verbuchung.
 
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Xantiva

Sehr aktives Mitglied
28. August 2016
1.647
270
Düsseldorf
Wir nutzen die JTL-Wawi mit JTL-POS, - Shop, Amazon, eBay, PayPal, Amazon Pay und Bankkonto. Inzwischen läuft hier Datev-Mittelstand und ich buche nach Einweisung durch unsere Stb alles selber und sie macht die Abschlüsse.

Dabei nutzen wir Datev-Unternehmen Online (DUO), um die Eingangsrechnungen (PDFs und Scans) zur Verfügung zu stellen. Per OCR werden die relevanten Daten in den allermeisten Fällen richtig erkannt, ich muss die dann nur noch in Datev den passenden Sachkonten zuordnen (wenn der automatische Vorschlag mal nicht stimmt).

Die Ausgangsrechnungen liegen nur noch als PDF vor (auf entsprechende Backup-Strategie achten, z. B. ecoDMS, ...). Die schiebe ich nicht nach DUO, weil die Cloudkosten nicht ohne sind.

Um die Stapel für Datev zu erstellen verwenden wir JTL2Datev: Daten aus Wawi, von Amazon, etc. importieren und auf Knopfdruck die Stapeldateien für Datev erstellen. Das was noch am meisten Zeit benötigt, ist die Übernahme der Konten, mittels MT940 Datei. Die Eingangszahlungen werden alle automatisch den Ausgangsrechnungen zugeordnet (da sie in der Wawi sowieso schon verknüpft sind), lediglich bei den Ausgangszahlungen muss ich noch das Belegfeld 1 mit der Rechnungsnummer füllen. (Ich weiß, könnte man über Datev einlesen, aber dann können die Eingangszahlungen nicht automatisiert zugeordnet werden. Und das sind mehr ;) )

Die Stapeldateien, die JTL2Datev (von Jera) erzeugt, können direkt in Datev Rechnungswesen eingelesen werden. (Belege buchen => Stapelverarbeitung)

Vielleicht sollte er mal mit den Fachleuten von Jera sprechen, die sollten seine Sprache sprechen ;)
 
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vgehlen

Neues Mitglied
22. August 2021
6
4
So, ich habe jetzt mal evaluiert, wie die Zusammenarbeit zwischen einem JTL-Anwender und einem Steuerberater, der mit Addison arbeitet, aussehen könnte. Diejenigen unter euch, die mit einem Addison-Stb zusammenarbeiten, können es gerne als Blaupause verwenden.

Ausgangsrechnungen:
Verwendung der Datev-Schnittstelle oder einer individuellen Ausgabe aus JTL, falls weitere Infos mit übergeben werden sollen. Addison hat hier ein gutes Tool, um Importe jeglicher Art zu programmieren. Da leider keine Belegbilder ausgegeben werden können, muss ich mich auf die korrekte Kontierung in JTL verlassen. Ggf. stichprobenhafte Kontrollen.

Eingangsrechnungen:
Hier verlasse ich mich bei fehlender buchhalterischer Grundeignung des Mandanten nicht auf die Daten von JTL.
Der Mandant speichert/scannt seine ER in einen Ordner, diese werden automatisch an uns hochgeladen, analysiert (ocr) und uns als Buchungsvorschläge bereitgestellt.

Zahlungsverkehr:
Vorrangig Daten aus JTL oder Banking-Import per MT940.

Wenn JTL irgendwann neben den Buchungssätzen auch verknüpfte Belegbilder ausgeben könnte, wäre das Optimum so ziemlich erreicht. Der Steuerberater könnte Buchungen zügig prüfen und falls gewünscht alles als revisionssicheres Archiv zur Verfügung stellen. Vielleicht kommt ja da mal was von JTL.
 

DerJöns

Aktives Mitglied
23. Januar 2017
36
11
Hallo @vgehlen,

vielen Dank für Deine Ausführungen.

Zu den Ausgangsrechnungen:
Mein STB macht stichprobenartige Kontrolle und dafür einen "nur-lesenden-zugriff" auf unser Dokumentenmanagement System.

Eingangsrechnungen
Diese senden unsere kleineren Lieferanten und Dienstleister an extra dafür eingerichtete Mailadresse. Die dort eingehenden Mails werden automatisch an das System des STB und an unser DMS weitergleitet.
Unsere Hauptlieferanten - mehrere hundert Rechungen pro Montat - senden die Rechnungsmails an unser DMS und stellen am Monatsanfang einen Buchungsstapel der gesendeten Rechungen des Vormonats zur Verfügung.

Gerade die Eingangsrechnung und Ausgangsrechnungen tun bei einem großen Belegaufkommen als Cloud-Speicher in den Rechenzentren der Steuerberater weh... Bitte mal kallkulieren:
3000 - 5000 Rechnungen pro Monat x 212 - 270kb und das ganze dann mal 12 Monate und x 10 Jahre...
Siehe auch Belegbilder...
Zahlungsverkehr - Abruf direkt von DATEV - oder Addison vom Rechnezentrum von unserer Bank.

Gruss, DerJöns
 
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DerJöns

Aktives Mitglied
23. Januar 2017
36
11
Hi,

danke für die Übersicht, den Kalkulator...

Beleggröße:
Über die Beleggröße der PDF gibt es hier einige Beiträge im Forum. Diese selbst zu optimieren ist natürlich unser Aller Ziel.

Jetzt kommt ein großes ABER:
Wir haben natürlich unsere Lieferanten, dort auf die Erstellung der Eingangs-PDF´s Einfluss zu nehmen ist meist nur sehr schwer bis überhaupt nicht möglich.
Beispiel: Wir haben eine Spedition die sendet PDFs im Corporate ID Design und dort - ist jeweils ein 1,5MB große Bilddatei des Logo´s im PDF eingebunden, Vorschau Thumbnails für die Seiten, eigene Schriftarten und alles mögliche. :(

Wir bekommen von unserem Hauptlieferanten - ca. 350 - 600 Rechnungen pro Monat. Dieser wickelt die Rechnungsstellung über einen externen Dienstleister ab.
Die PDF könnte auch gut und gerne 200KB kleiner sein, da verdient der Dienstleister ja nichts mehr am verkauften Speicherplatz für die Archivierung...

Ok. Das geht dann aber jetzt zu weit am Thread vorbei...

Gruss, DerJöns
 
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vgehlen

Neues Mitglied
22. August 2021
6
4
Hallo @vgehlen,

vielen Dank für Deine Ausführungen.

Zu den Ausgangsrechnungen:
Mein STB macht stichprobenartige Kontrolle und dafür einen "nur-lesenden-zugriff" auf unser Dokumentenmanagement System.

Eingangsrechnungen
Diese senden unsere kleineren Lieferanten und Dienstleister an extra dafür eingerichtete Mailadresse. Die dort eingehenden Mails werden automatisch an das System des STB und an unser DMS weitergleitet.
Unsere Hauptlieferanten - mehrere hundert Rechungen pro Montat - senden die Rechnungsmails an unser DMS und stellen am Monatsanfang einen Buchungsstapel der gesendeten Rechungen des Vormonats zur Verfügung.

Gerade die Eingangsrechnung und Ausgangsrechnungen tun bei einem großen Belegaufkommen als Cloud-Speicher in den Rechenzentren der Steuerberater weh... Bitte mal kallkulieren:
3000 - 5000 Rechnungen pro Monat x 212 - 270kb und das ganze dann mal 12 Monate und x 10 Jahre...
Siehe auch Belegbilder...
Zahlungsverkehr - Abruf direkt von DATEV - oder Addison vom Rechnezentrum von unserer Bank.

Gruss, DerJöns
Aus der Sicht eines Steuerberaters ist das alles recht suboptimal. Unsere Sachbearbeiter müssen sich zur Recherche in unzähligen verschiedenen Anwendungen diverser Mandanten zurecht finden, um Beleginformationen zur erhalten. Alles zeitaufwendig. Ein DMS ist auch oft nicht vorhanden.
Ganz aktuell habe ich erfahren, daß Addison an einer Anbindung mit JTL arbeitet👍.
Sollten hier Datensätze mit verknüpften Belegbildern in unsere Fibu übertragen werden können, wovon ich ausgehe, ist das Verfahren rund, und zwar auch für den Mandanten. Denn damit können wir auch JTL-Anwendern ein recherchierbares und revisionssicheres Archiv zur Verfügung stellen, kostet volumenunabhängig bei Addison 2,90 im Monat. Ein DMS wäre damit ggf. überflüssig.
 
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MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
12.318
970
Vieles lässt sich doch ganz einfach über eine Ordnerstruktur lösen, verstehe hier diese scheinbare Komplexität nicht wirklich.
DropBox bietet schon beim kleinsten Tarif 2TB = 2.000GB.
 

DerJöns

Aktives Mitglied
23. Januar 2017
36
11
@vgehlen

Dann zählen wir mal die Tage von heute bis die Anbindung an Addison steht... :)

@MichaelH
Da bin ich fast bei Dir. Bitte aber darauf achten, dass ein Business Tarif gewählt wird, wegen der Auftragsdatenverarbeitung.
 

vgehlen

Neues Mitglied
22. August 2021
6
4
Vieles lässt sich doch ganz einfach über eine Ordnerstruktur lösen, verstehe hier diese scheinbare Komplexität nicht wirklich.
DropBox bietet schon beim kleinsten Tarif 2TB = 2.000GB.
Nun, hierfür müsstest du dich in die Arbeitsweise des Beraters hinein versetzen. Dieser geht in seiner Finanzbuchhaltung gewisse Buchungen durch. Unter z.B. dem Konto lfd. Kfz Kosten will er von allen Buchungen des Monats nur gewisse Belege zu Kontrolle der korrekten Verbuchung einsehen. Wie er diese in Dropbox schnell finden soll, kann ich mir nicht vorstellen, auch nicht mit einer gewissen Ordnerstruktur. Bei optimalen Anbindungen kann der Steuerberater in seiner Fibu sofort per Mausklick den Beleg zur Buchung aufrufen. Da sind die Varianten Dropbox und Co. meilenweit von entfernt.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
12.318
970
Dein Berater bekäme ansonsten einen sog. Laufordner in dem die Belge in Papierform sind.
Nun, hierfür müsstest du dich in die Arbeitsweise des Beraters hinein versetzen und überlegen wie er den Beleg den er kontrollieren will finden würde.

Mit neuem Wissen ausgestattet würdest du erkennen, dass ein sprechender Dateiname in einem Ordner in der Dropbox vermutlich seine Arbeit erleichtern würde.
Alexa würde ihm den Namen sogar vorlesen.
😂
 

Verkäuferlein

Sehr aktives Mitglied
29. April 2012
987
227
Wir exportieren die Rechnunge (Einnahmen) mit der WaWi und senden Ihm diese per Email zu.
Zusätzlich erhält er in Papier die Ausgaben und Rechungen (Einahmen) er vergleicht angeblich nochmals die Daten mit der Excel Datei.
Ich denke es handelt sich pro Monat um ca 2000 Rechnungen (Einnahmen) und c.a 250 bis 350 Ausgaben Rechnungen.

Was mich nun immer wieder wundert, es tauchen in letzter Zeit einfach vermehrt ungereimtheiten wo ich nicht näher ins Detail gehen möchte.
Er verlangt ca 550€ pro Monat und ich frage mich, ob es das noch Wert ist. Denn immer wenn ich frage ob man wo sparen kann, geht das Thema irgendwie unter.

Er sendet jeden Monat eine BWA an uns, er übermittelt die Daten zur Umsatzsteuer auch an das Finanzamt.
Diese wurde eben mit Datev erstellt, weswegen das Thema Datev Export bei uns aufkam. Ich habe ihm alle Daten gesendet die mit der JTL Wawi derzeit möglich sind (Datev Export)
Und er sagt, er könne mit solch einer Datei überhaupt nichts anfangen.
Für den geschilderten Ablauf erscheint mir das auch verhältnismäßig günstig zu sein. Wobei sich ja die Berechnung häufig auch nach dem Umsatz richtet.

Wir arbeiten auch seit langem mit einer Steuerkanzlei zusammen, die Datev einsetzt und haben einen ähnlichen Ablauf wie @Xantiva außer, dass wir kein Datev Mittelstand einsetzen und nicht selber buchen.

Der Ablauf ist also wie folgt:
- Eingangsrechnungen werden gescannt oder digital an Datev Unternehmen Online übertragen und von uns "vorerfasst" (knapp 90-95% sind wiederkehrende Rechnungs-Aussteller und werden per OCR erkannt)
- Bankkonten werden über das Datev-Rechenzentrum mit dem Bank-Rechenzentrum abgeglichen, das Banking (Zahlung der Eingangsrechnungen, etc.) läuft über Datev UO / Zahlungen und zugehörige Belege werden entweder automatisch oder von uns manuell geprüft und zugeordnet
- ebay, Paypal und Co., sowie die Ausgangsrechnungen werden über JTL2Datev UO von Jera in Datev UO eingespielt. Wir übertragen hierbei auch keine PDFs wegen der Dateigröße, aber aus den XML-Daten werden von Datev UO "Beleg-Kopien" erzeugt, die sich dann in Datev / Datev UO entsprechend weiterverarbeiten lassen
- Die Ausgangs-PDF-Rechnungen werden in ecoDMS gespeichert (und da wir eine Steuerprüfung hatten und ecoDMS die Belege nicht mit der ursprünglichen Rechnungsnummer exportieren konnte, der Steuerprüfer sich aber keinen Wolf suchen wollte, parallel noch im Dateisystem belassen, wenn Sie für den ecoDMS-Scaninput erzeugt werden und später jahresweise extra als einfache PDF-Dateien archiviert. So haben wir die Belege einmal als revisionssicheres Archiv und wenn ecoDMS nicht will wie wir, auch noch gesondert anzubieten.)

Das läuft seit Jahren weitestgehend problemlos. Ab und an gibt es Probleme mit JTL2Datev (Daten werden nicht eingelesen oder nicht korrekt verarbeitet) und man muss dann relativ lange auf Lösungen von Jera warten.

Aufgrund der Einfacheit haben wir auch bisher eine Abrechnung auf Stundenbasis für die FiBu mit dem Steuerberater vereinbart, allerdings ist in letzter Zeit der Stundensatz deutlich angehoben worden und parallel der (berechnete) Zeitaufwand deutlich gestiegen. Das muss ich mir nochmal genau erläutern lassen. Leider bin ich zu sehr buchhalterischer Laie (eher theoretisches als praktisches Wissen), um beurteilen zu können, was in der Steuerkanzlei eigentlich noch groß gemacht werden muss, wenn alle Daten digital und miteinander verknüpft vorliegen.

@Xantiva
Bringt das denn wirklich so einen großen Vorteil, dass sich das selber buchen in Datev Mittelstand lohnt? In der Regel sind ja in unserem Business die meisten Sachverhalte so ähnlich, dass sich vieles digitalisieren und automatisieren lässt und bei den schwierigen Fällen muss man dann doch wieder den StB fragen, ist es da nicht einfacher gleich die FiBu machen zu lassen?

@vgehlen
Vielleicht kannst Du ja dazu mal etwas sagen, welche Tätigkeiten bei einem digitalisierten Buchhaltungsprozess noch in der Steuerkanzlei anfallen und mit welchen Kosten / Zeitaufwänden man realistischer Weise rechnen muss, wenn die daraus resultierenden Effizienzvorteile auch voll genutzt werden!?
Du scheinst Dich ja zum einen gut damit auseinander gesetzt zu haben, wie die optimale Digitalisierung einer JTL-FiBu ablaufen kann und auch das nötige technisch-digitale Interesse und Wissen zu haben.