Neu WERO Plugin? Kampfansage gegen PayPal?

wawi-dl

Sehr aktives Mitglied
29. April 2008
6.568
769
Hallo,

offenbar wird VeroPay von oben ziemlich gepuscht, wird von vielen Banken akzeptiert und soll eine Kampfansage gegen PayPal sein.
Die Gebühren sind auch deutlich geringer als PayPal und Co, also nicht uninteressant.

Hat jemand schon Erfahrungen gesammelt und gibt es dafür schon ein JTL Plugin Wawi + Shop?

Danke
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.505
1.891
Eine Alternative zu PayPal muss zuerst für uns Händler SEHR attraktiv sein.
Erst dann werden wir dafür sorgen, dass es von Kunden akzeptiert wird.

Diese Abzocke gegenüber uns für das hin- und herschieben von Geld, ohne Risiko für die Zahlungsabwickler, muss ein Ende haben.
 
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DerJöns

Sehr aktives Mitglied
23. Januar 2017
150
79
Hi,

ich habe gerade einen Spezialmakler für Paymentlösungen / Factoring / Warenkreditversicherung / Avalen beauftragt mir Angebote für den normalen Rechnungskauf einzuholen.
Ja so was gibt es, ich bin durch ein Unternehmertreffen drauf gestossen.

Will also heissen:

Der Makler unterbreitet mir mind. 2-3 verschiedene Angebote von Payment-Providern und begleitet mich bei der technischen Einbindung in JTL.

Factoring habe ich vor mehr als 20 Jahren schon mal gemacht, da lief die Sache natürlich noch nicht so hochautomatisiert.

Grober Funktionsablauf:
Rechnungen und Gutschriften werden morgens - vom Vortag - automatisiert per Schnittstelle an den PaymentProvider übertragen und dann gibt es je nach Vertragsgestaltung

nach einem Tag die Zahlung
nach 3 Tagen die Zahlung
abzüglich Gebühr.

Somit kann ich erstmal fast jedem Kunden den offenen Rechnungskauf anbieten aus meinem normalen Tagesgeschäft.
Also wenn der Warenkorbwert + Prozent nicht vom durschnittlichen Warenkorbwert abweicht.

Der Makler schaut sich natürlich im Vorfeld meine Zahlen genau an,

also

Branche, Umsatz, durchschnittlicher Warenkorb, Anzahl der Transaktionen, Retourenquote, etc...
Also nichts anderes als Paypal schon seit Jahrzehnten mit mir macht.

Bei Interesse werde ich gerne berichten.

Gruss,
DerJöns
 

wawi-dl

Sehr aktives Mitglied
29. April 2008
6.568
769
SORRY ... es geht hier NICHT um "VeroPay", sondern um "WeroPay" bzw. "WERO"!!!

WERO
https://wero-wallet.eu/de

Berichte dazu:
https://www.br.de/br-fernsehen/send...pal-finanzen-tipps-sebastian-hanisch-100.html


Griopay ist ja schon einmal gescheitert, daher wollte die European Payments Initiative und als Nachfolger der nationalen Zahlungsdienste von Giropay, Paylib, iDEAL und Payconiq durchstarten.
Beteiligt sind in Deutschland die Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die Deutsche Bank sowie die ING.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.505
1.891
Verstehe ich aber immer noch nicht.

Das Ziel wäre doch endlich eine Zahlungsart zu haben welche so gut wie völlig befreit ist von "Zahlungsvermittlern" welche für 0 Leistung und 0 Risiko ordentlich abkassieren in % des Betrages und/oder mit Transaktionsgebühr, wo wir heute kostenlose Sofortzahlungen (!) im EU-Raum haben, für Jedermann der ein Konto besitzt.
WERO sollte daher eigenständig sein und eine Integration in MOLLIE & Co verhindern bzw. ablehnen.
Und wenn WERO Kosten verrechnen würde, dann müssten die wesentlich niedriger sein als die von Zahlungsvermittlern.

Oder was wäre denn das Problem dabei ?
 

SebiW

Sehr aktives Mitglied
2. September 2015
2.969
1.470
Der Aufbau einer leistungsfähigen Infrastruktur samt Kundensupport für Händler etc kostet viel Geld. Wenn die Zahlungsvermittler das integrieren ist auf Ebene 1 Wero - Händler erstmal der Druck raus. Es muss nicht sofort für funktionierende Plugins für diverse Shopsysteme etc gesorgt werden.

Alternativ kann man auch ein paar Milliarden in Infrastruktur buttern und hoffen, dass am Ende die Kunden schon kommen. Das wäre der typische Startup Weg. Erstmal so lange mit Verlusten leben bis eine kritische Masse erreicht ist und wenn die nicht erreicht wird geht das Projekt halt ein. Haben die Banken halt keine Lust dazu das zum xten Mal vorzufinanzieren und dann auf den Kosten sitzen zu bleiben. Giropay lässt grüßen.

Henne Ei Problem. Habe ich keine Händler bei denen die Kunden mit meinem Zahlungssystem zahlen können verbreitet sich mein Zahlungssystem nicht. Integratoren dafür zu verwenden ist insofern naheliegend und sinnvoll.
 
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MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.505
1.891
"Es muss nicht sofort für funktionierende Plugins für diverse Shopsysteme etc gesorgt werden.
Alternativ kann man auch ein paar Milliarden in Infrastruktur buttern und hoffen, dass am Ende die Kunden schon kommen."

Nicht dein Ernst. Milliarden ? Für was denn bitte ?

Nein, ich sehe das in meiner Unkenntnis immer noch anders.
Wenn MOLLIE WERO integriert, dann kassieren diese die mögliche Einsparung ein und für uns wird gar nichts wesentlich billiger.

Nein, WERO muss den eigenen Weg gehen.
WERO hat eine eigene Plattform an der Banken sich anschließen können und dann von dort die Verbindung zu schaffen wie der Platzhirsch PayPal diese hat und anbietet kann nun wirklich keine Milliarden kosten, sondern wenige Millionen und der Nutzen ist sofort da.

Es ist schon ein Unsinn PayPal über Mollie zu machen, WERO über Mollie wäre geradezu kontraproduktiver Unsinn.
WERO sollte eine Integration bei etablierten PSP verhindern und keinesfalls fördern.

Händler wie wir sollten WERO nur unterstützen wenn sie eigenständig sind und eine echte preiswerte Alternative zu Kreditkarten und PayPal darstellen.
Alles andere ist doch Nonsens ?
 
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SebiW

Sehr aktives Mitglied
2. September 2015
2.969
1.470
Die Aufgabe von WERO ist auch erstmal nicht Zahlungen für Händler billiger zu machen. Die Aufgabe von WERO ist es eine europäische Alternative zu amerikanischen Anbietern zu etablieren.
Dafür muss WERO nicht billiger sein. Ähnlich performant, ähnlich teuer und 100% europäisch wäre in diesem Zusammenhang schon ein enormer Gewinn. Keine Abhängigkeit mehr von amerikanischer Gesetzgebung.

Du unterschätzt völlig den Kostenblock der hinter einer solchen Payment Lösung steht. Giropay hat 2023 ohen jegliche Investitionen noch einen Verlust von 8 Mio eingefahren. Rechenzentren etc sind seither teurer geworden, nicht billiger.
WERO kann aus dem Stand nicht die Infrastruktur von Paypal abbilden. Paypal hat 2024 bei einem umsatz von 32 Mrd 5,4 Mrd Gewinn vor Steuern gemacht. Der Rest sind Kosten, ein guter Teil davon Infrastruktur.

Es ist völlig illusorisch dass WERO aus dem Stand ein Ökosystem wie Shopanbindungen etc aufbauen könnte.

Kurz: Wir Händler sollten europäische Anbieter wie Mollie und WERO unterstützen, auch und gerade wenn die Kosten vergleichbar mit amerikanischen Anbietern sind. Wenn das auch noch günstiger ist, fein, wenn nicht und wir uns zumindest dem Würgegriff der amerikanischen Vorgaben (kein Porn, kein Tabak, kein dies, kein das und wehe Du verkaufst Tomaten die "Schwarze Krim" heissen, dann wird erstmal der Account geschlossen, ja, ich spreche aus Erfahrung) entziehen können. Das sollte uns sogar MEHR wert sein.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.505
1.891
Ich verstehe deine Sichtweise.
Meine Sichtweise ist trotzdem anders.

Für mich ist der Schwerpunkt bei: Ein Ende der Abzocke der PSP.
Zumal wir nun kostenfreie SEPA-Sofortüberweisung haben. D.h. im SEPA-Raum braucht kein Mensch mehr PayPal oder Kreditkarte, wenn die Banken so klug wären ihren Teil zu erledigen.

SEPA-Sofortüberweisung müssen sie ja auch kostenlos machen und d.h.: Geht doch.
Und an so einem lausigen Shop-Plugin das man zig-fach in jeder Version verkaufen kann, kann es wohl nicht scheitern ... oder hat etwa keiner ein Interesse ein nettes Sümmchen zu verdienen ?
 

frankell

Sehr aktives Mitglied
9. September 2019
2.360
712
Flensburg
Die Aufgabe von WERO ist auch erstmal nicht Zahlungen für Händler billiger zu machen. Die Aufgabe von WERO ist es eine europäische Alternative zu amerikanischen Anbietern zu etablieren.

Tut WERO das nicht dadurch, dass es interessant für Händler ist. Klar, nicht nur dadurch, aber halt auch.

Es ist völlig illusorisch dass WERO aus dem Stand ein Ökosystem wie Shopanbindungen etc aufbauen könnte.

Öhm, wäre das nicht eher Pflicht als Kür, gerade wenn man für Händler attraktiv sein will?

Wir arbeiten zB mit VR Payment, und selbst die stellen diverse Integrationen von sich aus bereit: https://www.vr-payment.de/onlineshop-module

Wenn WERO sogar auf europäischer Ebene ne große Rolle spielen möchte, dann sollten solche Integrationen quasi mit die erste Aufgabe sein. Gerade hinsichtlich des von @MichaelH zurecht angeführten europaweit umgesetzten Instant Payment wüsste ich noch nicht einmal, wieso es eine technische Hürde geben könnte, wenn man letztlich doch darauf aufbaut. Klar, ich steck da nicht wirklich drin. Aber ich würd es erst einmal nicht verstehen, wenn die Integrationen nicht zügig kommen.

Darüber hinaus verstehe ich zwar, dass man sich auch bei Mollie integrieren möchte, um von deren Reichweite zu profitieren. Aber das sollte (hoffentlich) nur übergangsweise sein. Wenn wir am Ende zwar eine europäische Lösung haben, die uns genauso ausquetscht wie PayPal & Co., dann sehe ich keinen überzeugenden Grund, auf WERO zu wechseln. Für mich persönlich würde das Label "europäisch" ausreichen, aber für die große Masse?
 
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SebiW

Sehr aktives Mitglied
2. September 2015
2.969
1.470
Ja, natürlich müssen mittelfristig entsprechende Anbindungen kommen. Realistisch gesehen wird sowas aber durch Dienstleister umgesetzt und die Priorität ist nicht für alle Absatzwege gleiche groß.
Gerade für kleinere Shopsysteme wie den JTL Shop...

Schauen wir mal in den JTL Shop:
Paypal - JTL
Stripe - Ninepoint
Payone - Webstollen
Ama Pay - Solution 360
Mollie - Webstollen
Unzer - Solution 360
Klarna - Solution 360
Payone - Webstollen

Das ist schlicht ne Frage der Resourcen auf Seiten der Dienstleister. Die KÖNNEN gar nicht die nötige Menge an spezialiserten Programmierern und Supportern vorhalten um jedes Shopsystem zu bedienen.
Was haben diese Plugins alle gemein? Sie sind kostenlos. Warum? Weil der Zahlungsanbieter dafür bezahlt. Und am Ende des Tages damit natürlich wir Händler.

Wollen wir Wetten abschließen wie teuer WERO wäre wenn Sie für jedes System in der Größenordnung von JTL ein eigenes Developer Team vorhalten müssten?
WERO muss mit überschaubarem Budget (wir reden hier ja nicht über Umsatzzahlen wie bei Paypal) gerade unter anderem folgende Probleme lösen:

1. Muss die interne Infrastruktur so aufgebaut werden, dass Zahlungsvorgänge sicher und fehlerfrei laufen und im Problemfall Kundensupport vorhanden ist und zwar so, dass der ganze Mist skalieren kann.
2. Muss für den Endkunden eine einfache Lösung zur Verwendung von WERO bereitgestellt werden - also eine App. Die steht derzeit bei 2,9* im Playstore - da ist also noch jede Menge Arbeit vor der Nase.
3. Muss die Bekanntheit des Systems erhöht werden - machen wir uns nichts vor, das bedeutet Werbung, und bei einem System in der Größe reden wir da nicht über ne 3x3 cm Anzeige im Buxtehuder Abendblatt.
4. Muss das System als Zahlungssystem etabliert werden - und da reden wir jetzt nicht nur über Webstores sondern auch und vor allem über den lokalen Handel. Der Kunde muss überall damit bezahlen können sonst nutzt er es nicht.

Und ja, das kostet Milliarden wenn Du in die Größenordnung von Paypal vordringen willst. Giropay hat im letzten Jahr seiner Existenz 25 Millionen Transaktionen abgewickelt. Da haben 100 Hanseln gearbeitet. Ergebnis waren 8 Millionen Verlust. Und die waren da wohlgemerkt schon überall ausgerollt, die Initialkosten waren längst abgefrühstückt.

Kommen noch Kleinigkeiten hinzu wie der in DE noch ziemlich überschaubare Anteil an Banken, die das System derzeit unterstützen, generelle Komplexität im Bereich Banking (Geldwäsche, Critis etc) und es ist völlig klar, dass die als Thema gerade nicht haben wie man ein Plugin für den JTL Store baut. Der zentrale Vorteil von WERO ist ja auch, dass das mal keine DE Sondernummer ist sondern in anderen Ländern schon gut angenommen wird. Da willste erstmal BOL als Partner gewinnen und nicht JTL.

Der Weg über PSPs ist absolut nachvollziehbar und die einzige Chance das Ding auf breiter Front auszurollen. Die haben mehr als genug zu tun mit den großen Einzelhändlern Lösungen zu entwickeln - Wero arbeitet daran das Payment für Leuchtturmpartner wie Lidl oder Rossman auszurollen. Nebenbei soll nächstes Jahr auch noch iDeal integriert werden.

Kurz, es wird irgendwann sicher eine Lösung für den JTL Shop geben. Stand jetzt ist es aber 100% nachvollziebar, dass Wero den Onlinehandel erstmal über Partner anbindet.

Und ja, da sind wir dann wieder beim Thema digitale Souveränität: Einen europäischen Zahlungsdienstleister über einen europäischen PSP anzubinden ist ein Wert an sich. Dass das Ding auch über PSPs immer noch günstiger sein wird als Paypal, KKs etc macht das ganze nur noch attraktiver. Wir haben alle das eindeutige Interesse, dass der Rollout lautlos über die Bühne geht. Es wäre hirnrissig das nicht über PSPs zu machen.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.505
1.891
Ich wusste gar nicht, dass ich bei Lidl an der Kasse mit PayPal bezahlen kann ?
Also ich denke du bist da zu sehr in altem Denken verhaftet.

Ich möchte WERO gar nicht mit PayPal vergleichen (sondern PayPal loswerden) und wenn ich einen Zusammenhang mit Mollie lese, dann wird mir eh schon schlecht.

Als Laie sehe ich auch eine andere Möglichkeit:
  • Der Kunde bezahlt in seiner Banking-App, er braucht keine neue App.
    Es ist also lediglich eine Zahlungsoption.
  • Heute wird der Zahlungsempfänger bereits in der Bank-App geprüft, bevor eine Sofortüberweisung in Sekunden übertragen wird, die Verbindung Bank zu Bank existiert also schon und zwar zwischen ALLEN Banken. Wie das die Banken gemacht haben weiß ich nicht, immerhin ist es ihnen gelungen. Bravo. Ähem.
  • Nun muss jede Bank die an WERO teilnehmen will nur mehr eine Verbindung zu einem WERO-Server (?) schaffen von dem wiederum der Zahlungsempfänger (Shop-Plugin oder wie auch immer) die Zahlung zentral auf sein Konto erhält.
  • Da gibt es also dann genau 1 Schnittstelle welche alle Shopsysteme und Plugin nutzen können, kann also keine Raketenwissenschaft sein.

  • Kurz gesagt: Sollte so ein WERO-Plugin tatsächlich ein Wunderwerk sein verliere ich vollends den Glauben in moderne Technik und Programmierung.

Denn auch PayPal wickelt die Zahlung letztlich zeitverzögert ab, die Zahlung wird zwar bestätigt, das Geld trifft aber nicht sofort ein.
PayPal kann von Guthaben, Kreditkarte und Bankkonten abbuchen.
In einer Banking-App die der Kunde schon hat müsste der Kunde nur die WERO-Zahlung freigeben, wenn überhaupt.
Somit kannst du einige deiner Punkte grad wieder in der Rundablage (=Papierkorb) entsorgen.

Aus Fehlschlägen sollten die Banken lernen und es nun einfach(er) besser machen.
Neue Lösungen und neues Denken braucht die Welt. ;)

Und dass wir hier mit Gegenwehr durch PayPal, PayLife, Mollie und Konsorten zu rechnen haben ist anzunehmen, da deren Geschäftsmodell obsolet wird, welche Ausmaße diese annehmen ist noch offen. Deine Postings klingen fast so als ob du für ein PSP arbeitest.

Auf alle Fälle lassen sich damit Milliarden einsparen - zu unserem Wohle wohlgemerkt - wer sollte also dagegen sein außer die PSP ?
 

SebiW

Sehr aktives Mitglied
2. September 2015
2.969
1.470
Ich wusste gar nicht, dass ich bei Lidl an der Kasse mit PayPal bezahlen kann ?
Also ich denke du bist da zu sehr in altem Denken verhaftet.
Dann warst Du lange nicht mehr bei Lidl an der Kasse oder hast Dich einfach nicht damit beschäftigt. Ich kann hier bei allen Discountern zahlen mit:
Paypal
Apple Pay
Google Pay
Und im Zweifel kann ich Paypal in Google Pay integrieren. Ich als Kunde muss nur die entsprechende App auf dem Smartphone haben, NFC, gezahlt, fertig. So läuft das in den nordischen Ländern schon seit Jahren.
Ich möchte WERO gar nicht mit PayPal vergleichen (sondern PayPal loswerden) und wenn ich einen Zusammenhang mit Mollie lese, dann wird mir eh schon schlecht.

Als Laie sehe ich auch eine andere Möglichkeit:
  • Der Kunde bezahlt in seiner Banking-App, er braucht keine neue App.
    Es ist also lediglich eine Zahlungsoption.
  • Heute wird der Zahlungsempfänger bereits in der Bank-App geprüft, bevor eine Sofortüberweisung in Sekunden übertragen wird, die Verbindung Bank zu Bank existiert also schon und zwar zwischen ALLEN Banken. Wie das die Banken gemacht haben weiß ich nicht, immerhin ist es ihnen gelungen. Bravo. Ähem.
  • Nun muss jede Bank die an WERO teilnehmen will nur mehr eine Verbindung zu einem WERO-Server (?) schaffen von dem wiederum der Zahlungsempfänger (Shop-Plugin oder wie auch immer) die Zahlung zentral auf sein Konto erhält.
  • Da gibt es also dann genau 1 Schnittstelle welche alle Shopsysteme und Plugin nutzen können, kann also keine Raketenwissenschaft sein.

  • Kurz gesagt: Sollte so ein WERO-Plugin tatsächlich ein Wunderwerk sein verliere ich vollends den Glauben in moderne Technik und Programmierung.
Dass Du WERO nicht mit Paypal vergleichen willst ist Deine Sache. WERO soll nach eigener Zielsetzung eine europäische Paypal Alternative werden.
Der Kunde möchte nicht 20 Knöpfchen drücken bis die Zahlung endlich durch ist. Paypal gibt den Standard vor: Einloggen, klicken, fertig. Wenn gewünscht werden die Kundendaten für das Konto auch gleich vorbefüllt und beim nächsten mal läuft die Zahlung mit einem Klick. Damit muss WERO konkurrieren. Wenns den Kunden nervt nutzt ers nicht.
Dein gesamter Prozess ist außerdem viel zu langsam. Wenn ich an der Kasse zahlen möchte will ich mein Gerät hinhalten, im Zweifel einmal kurz bestätigen und fertig.
Und wenn Schnittstellen so einfach wären wären in der Vergangenheit nicht so viele Zahlungsarten dran gescheitert. Die PSPs gibt es ja nicht ohne Grund.

Denn auch PayPal wickelt die Zahlung letztlich zeitverzögert ab, die Zahlung wird zwar bestätigt, das Geld trifft aber nicht sofort ein.
PayPal kann von Guthaben, Kreditkarte und Bankkonten abbuchen.
In einer Banking-App die der Kunde schon hat müsste der Kunde nur die WERO-Zahlung freigeben, wenn überhaupt.
Somit kannst du einige deiner Punkte grad wieder in der Rundablage (=Papierkorb) entsorgen.
Die Banking App ist für mobiles Zahlen nicht geeignet.
Aus Fehlschlägen sollten die Banken lernen und es nun einfach(er) besser machen.
Neue Lösungen und neues Denken braucht die Welt. ;)

Und dass wir hier mit Gegenwehr durch PayPal, PayLife, Mollie und Konsorten zu rechnen haben ist anzunehmen, da deren Geschäftsmodell obsolet wird, welche Ausmaße diese annehmen ist noch offen. Deine Postings klingen fast so als ob du für ein PSP arbeitest.

Auf alle Fälle lassen sich damit Milliarden einsparen - zu unserem Wohle wohlgemerkt - wer sollte also dagegen sein außer die PSP ?
Wenn das alles so einfach wäre hätts längst jemand gemacht. Komplexe Probleme haben immer einfache Lösungen und die sind immer falsch.
Und nochmal: Es geht darum mit den PSPs zu STARTEN um die nötige Verbreitung zu erreichen. Ein neues System KANN zum Start nicht alle Plattformen bedienen, insbesondere nicht fehlerfrei und sicher.
Du unterschätzt die Größenordnung völlig. Wir reden hier nicht über 5 Integrationen. Mollie allein hat 120 verschiedene Plugins. Plus Kassensysteme. Plus große Einzelhändler. Plus Plus Plus.
Du siehst das alles aus dem Blickwinkel eines kleinen Shops in einem kleinen Shop Ökosystem. Deine Alternative sind an dieser Stelle: Warten bis mal Zeit für die dritte Reihe ist oder PSP. Dann lieber PSP.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.505
1.891
"Paypal gibt den Standard vor: Einloggen, klicken, fertig."
Ist in meiner Bank-App nicht anders, ich erhalte die Zahlungsaufforderung, bestätige diese und fertig.

"Und wenn Schnittstellen so einfach wären wären in der Vergangenheit nicht so viele Zahlungsarten dran gescheitert. Die PSPs gibt es ja nicht ohne Grund."
Klar, die halten die Mähr am Laufen, ist ja deren Geschäftsmodell - das meinte ich mit "da ist mit Gegenwehr zu rechnen".

"Die Banking App ist für mobiles Zahlen nicht geeignet."
Hä ?

"Wenn das alles so einfach wäre hätts längst jemand gemacht. Komplexe Probleme haben immer einfache Lösungen und die sind immer falsch."
What ?
Ich sehe das völlig anders:
Komplexe Probleme müssen einfach gelöst werden, ansonsten ist die Lösung schlecht und nicht durchdacht.

"Es geht darum mit den PSPs zu STARTEN um die nötige Verbreitung zu erreichen"
Das wäre ein immenser Fehler mit den PSP zu starten, denn man setzt sich nicht mit dem Feind ins gleiche Boot.
Was soll dabei rauskommen ? Nix.

"Wir reden hier nicht über 5 Integrationen. Mollie allein hat 120 verschiedene Plugins. Plus Kassensysteme. Plus große Einzelhändler. Plus Plus Plus."
Ich denke du hast meinen Lösungsvorschlag nicht verstanden und lebst noch in einer alten Welt mit alter Denkweise, verheddert in 120 Plugins.

Du vergisst einfach, dass hier Konstrukte aufgebaut wurden die einzig darauf abzielen es möglichst schwer und komplex zu machen um die Platzhirsche möglichst keiner Konkurrenz auszusetzen.
Diesen unnötigen Wasserkopf hältst du für notwendig.
Insofern denke ich völlig anders.
Die haben deren künstliche Komplexität zu deren USP gemacht und du glaubst daran.
Ich nicht.

Siehe SEPA-Sofortüberweisung, die Banken haben bewiesen, dass es geht.
Nun sollten sie einen Schritt weiter gehen.
 

marekus

Aktives Mitglied
15. Juli 2015
23
20
Die Aufgabe von WERO ist auch erstmal nicht Zahlungen für Händler billiger zu machen. Die Aufgabe von WERO ist es eine europäische Alternative zu amerikanischen Anbietern zu etablieren.
Dafür muss WERO nicht billiger sein. Ähnlich performant, ähnlich teuer und 100% europäisch wäre in diesem Zusammenhang schon ein enormer Gewinn. Keine Abhängigkeit mehr von amerikanischer Gesetzgebung.

Du unterschätzt völlig den Kostenblock der hinter einer solchen Payment Lösung steht. Giropay hat 2023 ohen jegliche Investitionen noch einen Verlust von 8 Mio eingefahren. Rechenzentren etc sind seither teurer geworden, nicht billiger.
WERO kann aus dem Stand nicht die Infrastruktur von Paypal abbilden. Paypal hat 2024 bei einem umsatz von 32 Mrd 5,4 Mrd Gewinn vor Steuern gemacht. Der Rest sind Kosten, ein guter Teil davon Infrastruktur.

Es ist völlig illusorisch dass WERO aus dem Stand ein Ökosystem wie Shopanbindungen etc aufbauen könnte.

Kurz: Wir Händler sollten europäische Anbieter wie Mollie und WERO unterstützen, auch und gerade wenn die Kosten vergleichbar mit amerikanischen Anbietern sind. Wenn das auch noch günstiger ist, fein, wenn nicht und wir uns zumindest dem Würgegriff der amerikanischen Vorgaben (kein Porn, kein Tabak, kein dies, kein das und wehe Du verkaufst Tomaten die "Schwarze Krim" heissen, dann wird erstmal der Account geschlossen, ja, ich spreche aus Erfahrung) entziehen können. Das sollte uns sogar MEHR wert sein.
Was Soll denn der Quatsch mit eine "Europäische Lösung"? Eine solche Lösung muss erstmal gegen die Etablierten ankämpfen, das bedeutet das es einen Mehrwert denen gegenüber bietet!
Warum sollte ich als Händler etwas nutzen das niemand hat, keinen Mehrwert und die selben Kosten wie die Etablierten hat oder wie die meisten "europäischen Lösungen" meist noch teurer und qualitativ schlechter sind?
Und glaubst du ernsthaft das eine Europäische Lösung ohne Regeln, ala PayPal daher kommt, bei Porn und Tabak kannst du gleich einen Haken dran machen, der Drops ist doch schon gelutscht!

Ja, PayPal hat 31 Mrd Umsatz gemacht und davon 5,4 Mrd Gewinn darin sind aber auch 6 Mrd für Aktienrückkäufe, die den Gewinn senken, und das alles bezieht sich aber auf 1,7 Billionen Dollar die 2024 transferiert wurden, also 1,8% sind Umsatz!

Um das mal ganz einfach klarzustellen: Fressen kommt vor Moral! Beim Geld ist mir Patriotismus ziemlich egal, denn ich muss mit meinem Arsch an die Wand kommen!
Wenn Wero also keinen Vorteil für die Händler bietet, nimmt es den selben Weg wie Giropay und Co! Und das Passiert wenn sie sich nur über dritt Anbieter wie Mollie verbreiten wollen!
 
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marekus

Aktives Mitglied
15. Juli 2015
23
20
"Paypal gibt den Standard vor: Einloggen, klicken, fertig."
Ist in meiner Bank-App nicht anders, ich erhalte die Zahlungsaufforderung, bestätige diese und fertig.

"Und wenn Schnittstellen so einfach wären wären in der Vergangenheit nicht so viele Zahlungsarten dran gescheitert. Die PSPs gibt es ja nicht ohne Grund."
Klar, die halten die Mähr am Laufen, ist ja deren Geschäftsmodell - das meinte ich mit "da ist mit Gegenwehr zu rechnen".

"Die Banking App ist für mobiles Zahlen nicht geeignet."
Hä ?

"Wenn das alles so einfach wäre hätts längst jemand gemacht. Komplexe Probleme haben immer einfache Lösungen und die sind immer falsch."
What ?
Ich sehe das völlig anders:
Komplexe Probleme müssen einfach gelöst werden, ansonsten ist die Lösung schlecht und nicht durchdacht.

"Es geht darum mit den PSPs zu STARTEN um die nötige Verbreitung zu erreichen"
Das wäre ein immenser Fehler mit den PSP zu starten, denn man setzt sich nicht mit dem Feind ins gleiche Boot.
Was soll dabei rauskommen ? Nix.

"Wir reden hier nicht über 5 Integrationen. Mollie allein hat 120 verschiedene Plugins. Plus Kassensysteme. Plus große Einzelhändler. Plus Plus Plus."
Ich denke du hast meinen Lösungsvorschlag nicht verstanden und lebst noch in einer alten Welt mit alter Denkweise, verheddert in 120 Plugins.

Du vergisst einfach, dass hier Konstrukte aufgebaut wurden die einzig darauf abzielen es möglichst schwer und komplex zu machen um die Platzhirsche möglichst keiner Konkurrenz auszusetzen.
Diesen unnötigen Wasserkopf hältst du für notwendig.
Insofern denke ich völlig anders.
Die haben deren künstliche Komplexität zu deren USP gemacht und du glaubst daran.
Ich nicht.

Siehe SEPA-Sofortüberweisung, die Banken haben bewiesen, dass es geht.
Nun sollten sie einen Schritt weiter gehen.
"Siehe SEPA-Sofortüberweisung, die Banken haben bewiesen, dass es geht.
Nun sollten sie einen Schritt weiter gehen."

Das haben doch nicht die Banken gemacht! Das war eine EU Vorgabe, warum sollten die Freiwillig auf Ihr Geld Verzichten? letztendlich sind Paypal und die Deutsche Bank das gleiche! Einfach Zahlungsanbieter die von den Transaktionen leben! Wenn auch die Klassischen Banken auf andere Einnahmen setzen kannst du dir sicher sein das die nicht auf freiwillig auf Geld verzichten, das geht nur mit Zwang und versteckten Gegenfinanzierungen!
Nichts ist umsonst oder Kostenlos im Leben!
 
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