Neu Wer benutzt Warenpost? Frage zur Sendungsverfolgung

TDS2018

Aktives Mitglied
25. Oktober 2018
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Guten Tag,

ich nutze seit einigen Wochen als Geschäftskunde das Produkt Warenpost der Deutschen Post. Laut Produktbeschreibung https://www.deutschepost.de/de/w/warenpost.html#

WARENPOST im Überblick:
  • Sendungsverfolgung
  • Gewicht bis 1.000 g
  • Länge 353 mm, Breite 250 mm, Höhe 50 mm
  • Ab 200 Sendungen pro Jahr
  • Zustellung in der Regel innerhalb eines Werktags nach Einlieferung
gibt es dafür eine Sendungsvefolgung.

Aktuell hat ein Kunde über Ebay einen Fall wegen nicht zugestellter Ware eröffnet und moniert (zurecht), daß keine Sendungsnummer hinterlegt wurde. Ich habe den Fall geprüft und festgestellt:

1) Das Label "Warenpost" würde über die JTL-Schnittstelle am 9.12.2019 gekauft.
2) In meiner Portokasse / Auftragshistorie gibt es wie immer dafür keine Vorgangsnummer. Die Buchung ist irgendwo in einer der folgenden Rechnungen unter vielen anderen Briefmarken mit dem gleichen Betrag "versteckt" und ich kann diese unmöglich zuordnen.
3) Der Artikel wurde auf Ebay als verschickt markiert, aber keine Sendungsnummer hinterlegt.
4) In JTL gibt es unter Versand / Sendungsreferenz einen 20-stelligen Code "A001261127000000132B". Wenn ich diesen in der Sendungsverfolgung eintrage, erhalte ich die Fehlermeldung, daß es zu dieser Kombination keine Sendung gibt.
5) Im Internet gibt es mehrere Fragen nach der Sendungsverfolgung von Warenpost.

Ich habe bereits bei der gewöhnlichen Warensendung regen Paketschwund gehabt und wenn ich nach Umsteigen auf Warenpost trotz der Zusage der Sendungsverfolgung weiteren Schwund habe, kann ich die Hälfte meiner Artikel gleich entsorgen, da mir bei dem geringen Artikelwert nur wenige die teurere Versandart DHL Paket akzeptieren werden.

Mir ist auch aufgefallen, daß die Warenpost von den Poststellen bei der Einlieferung nicht eingescannt wird und auf meine Bitte die Senungen einzusacannen, hat es noch niemand geschafft, Warenpost einzuscannen. Daher hoffte ich, daß dieses Produkt im Laufe der Beförderung eingescannt wird, ansonsten die Zusage "Sendungsverfolgung" sich als glatte Lüge rausstellen würde, um jetzt zu sehen, daß der einzige mir zu diesem Vorgang über JTL übermittelte Code "A001261127000000132B" offenbar unbrauchbar ist.

Bei einer weiteren Suche fand ich folgende Info (Originaltext Detsche Post):
Mit der Erfassung der WARENPOST-Sendung im Zielbriefzentrum kann davon ausgegangen werden, dass die Zustellung am gleichen Tag bis spätestens 18 Uhr erfolgt ist - Ihre Sendung gilt ab diesem Zeitpunkt in unserem System als zugestellt und wird dementsprechend beauskunftet.
Falls die Zustellung an der Empfängeradresse jedoch nicht möglich ist, werden durch den Zusteller die Zustellhindernisse (z.B. Nachsendung, Rücksendung wegen Unzustellbarkeit) vermerkt und es erfolgt eine entsprechende Beauskunftung im Rahmen der Sendungsverfolgung.


Ich habe daher alle seit 3 Wochen mit Warenpost verschickten Artikel überprüft zum zum Erschrecken festgestellt, daß ungefähr die Hälfte der Artikel über die Sendungsnummer verfolgbar und als zugestellt gilt, aber die andere Hälfte als Ergebnis "Es konnten keine Informationen zur Sendung gefunden werden." stehen hat. Bei den als nicht zugestellten/unbekannten Sendungen wiederum entnehme ich aus Bewertungen auf Ebay, daß diese zugestellt wurden.
Dieses Chaos ist nicht traurig oder schlimm, es ist kriminell!!!

Wer von Euch, der mit Warenpost verschickt weiß, hat ähnliche Probleme und wie hat er/sie diese gelöst (oder nicht)?

Wer möchte mit mir gegen die Deutsche Post juristische Schritte einleiten?
 
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DerJöns

Aktives Mitglied
23. Januar 2017
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Hallo, ich gehe davon aus, dass Du mit den Labeln eine Warensendung ausgedruckt hast und keine Warenpost.
Für die Warenpost ist ein sep. Vertrag mit DHL nötig. Hast Du diesen vorliegen?

Ergänzend dazu mal eine Seite der DHL:
https://www.deutschepost.de/sendung/simpleQueryResult.html

Wichtig bei der Warenpost - dem Label - ist dass das W - Zustellnachweis aufgedruckt ist.

Gruss, Jens
 
Zuletzt bearbeitet:

MaxWe

Aktives Mitglied
6. August 2018
182
17
Hamburg
Hier das gleiche Problem. Wir haben einen separaten und passenden Vertrag mit der deutschen Post und in diesem ist klipp und klar eine Sendungsverfolgung enthalten. Wie hier schon beschrieben, gibt es allerdings eine große Menge an Sendungen, die eben nicht verfolgbar sind.. Die andere hälfte wird äußerst mies verfolgt.. Status 1: "Angekündigt", Status 2: "Ist da" ... Was eine Verfolgung :D

Hier muss die deutsche Post stark nacharbeiten.. Allgemein ist die Post eine halbe Katastrophe, aber leider konkurrenzlos im internationalen Raum.
 

Rektor

Sehr aktives Mitglied
22. November 2011
203
26
Auch bei uns ist es erschreckend, dass das Tracking nur minimal erfüllt wird. Bei knapp 50% der Sendungen steht, das die Sendung nicht gefunden wurde. Dementsprechend bei Reklamation vom Kunden, Geld zurück oder Neulieferung. Es ist auch richtig, das die deutsche Post bei Warenpost tracked die Sendungsverfolgung zusagt, jedoch sich nicht immer daran hält, bzw. technisch nicht in der Lage ist. Gäbe es da nicht überwiegend ehrliche Kunden, wären wir schon längst Pleite.
Wir haben das bereits mehrfach bei der Post beanstandet, jedoch bisher ohne Einsicht oder Besserung. Vermutlich ist der "einzelne" Kunde unwichtig.

Offensichtlich gibt es da nur einen Weg, Sammelklage gegen den Vertragspartner Deutsche Post AG.

Falls Ihr euch dieser Sammelklage anschließen wollt, sendet per PN eure Daten. Ich werde dann alles weitere in die Wege leiten, bzw. werde unseren Fachanwalt mit dem Fall beauftragen.
Dieses Forum wird die Deutsche Post AG sicherlich nicht zum umdenken bewegen, zumal es Millionen von Einträgen im Internet gibt, wobei die Post komplett versagt.

Fakt ist, ohne massive Gegenwehr treibt die Post Ihr Spielchen weiter, ohne den "kleinen" Händler überhaupt wahrzunehmen. Der Nachteil entsteht hierbei nur dem Händler, da dieser die Zustellung nicht nachweisen kann. Bei "Warenpost tracked" gibt es bekanntlich keine Erstattung bei Verlust. Falls "mal" eine Sendung nicht verfolgbar ist, können wir damit leben, jedoch nicht bei ca. 50% der Sendungen.

Die deutsche Post treibt dieses Spiel übrigens seit Einführung der Versandart "Warenpost tracked", wobei wir hier von ca. 2 Jahren sprechen. Dass das nicht hinnehmbar ist, erklärt sich von selbst.

Wollt Ihr einen Deutschen Post Versand mit Tracked Zusage, bzw. auch vertraglicher Umsetzung, ohne eventuelle Erstattungspflicht durch Versagen der Post, meldet euch kurz zu Wort.
 
Zuletzt bearbeitet:

Rektor

Sehr aktives Mitglied
22. November 2011
203
26
Was die AGB der Post angeht, ist das absolut zu ignorieren, zumal es dabei um "in der Regel" geht. In der Regel sind 50% ohne Sendungsverfolgung nicht annähernd die Regel, bzw. absolut unzureichend.
Lese die AGB/Beförderungsbedingungen der Post und du erfährst was dort dokumentiert wurde.
Die Bundesnetzagentur hat zu diesen Vorfällen bereits einschlägige Meldungen, welche nicht unbedingt den AGB der Post entsprechen, zumindest nicht AGB-Konform sind.
 

lullifatz

Neues Mitglied
13. Januar 2020
21
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Auch wir haben es mit der Warenpost probiert und machten die gleiche Erfahrung. Wir haben das ganz schnell wieder eingestampft. Es ist schon blöd, wenn man im Shop mit einer Sendungsnummer wirbt, der Kunde anruft und danach fragt und man dann feststellen muss, dass es dazu keine Sendungsdaten gibt! Da kommt man ganz schnell in Erklärungsnöte.
Dieses Produkt hält nicht, was es verspricht.
 
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MasterChief

Gut bekanntes Mitglied
24. Oktober 2008
212
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Ich kann euren Unmut verstehen und ich brauche auch die AGB der Post nicht lesen, da mich das grade nicht interessiert, ich wollte damit eher zum Ausdruck bringen daß die Warenpost noch nie eine richtig gute Alternative war.

Wir nutzen seit vielen Jahren(zehnten) Postleistungen als Brief, jedoch vor allem international.
Da gab es das Einschreiben international, das war recht schnell, preiswert, mit allem Schnickschnack, wurde dann ja ausgemustert weil der Weltpostverein das auch nicht mehr wollte (jetzt neu ist das die Warenpost international). Da sind die Probleme teilweise ähnlich, aber deutlich besser beim Tracking als für nationale Sendungen.
Was wir bemerkt haben: Warenpost international mit Nummer und Unterschrift = schlechtes Tracking
jedoch: Warenpost international nur mit Nummer = gutes Tracking sogar in sehr exotische Länder

Aber zurück zum nationalen: wir haben uns immer eine Alternative gesucht, z.B. Versandtasche (Maxibrief oder Großbrief) + Einschreiben Einwurf oder jetzt eben Prio, seit es das gibt. Beides etwas teurer, dafür zuverlässig und es funktioniert :)
Der Mehrpreis wird durch weniger internen Aufwand und zufriedenere Kunden mehr als wiedergutgemacht.... und schneller ists auch noch.

(bei DPD gabs den ParcelLetter, sozusagen ein Großbrief von DPD, das wahr ähnlich unzuverlässig. Der wurde solange geknechtet bis ein Paket dann nur noch 50 Cent mehr gekostet hat, da braucht man nicht lange zu überlegen....)
 

MaxWe

Aktives Mitglied
6. August 2018
182
17
Hamburg
Aber zurück zum nationalen: wir haben uns immer eine Alternative gesucht, z.B. Versandtasche (Maxibrief oder Großbrief) + Einschreiben Einwurf oder jetzt eben Prio, seit es das gibt. Beides etwas teurer, dafür zuverlässig und es funktioniert :)
Der Mehrpreis wird durch weniger internen Aufwand und zufriedenere Kunden mehr als wiedergutgemacht.... und schneller ists auch noch.
Klingt nach einer guten Idee, ich werde es bei uns mal anregen.

Allerdings muss man sagen, dass dies keine echte Lösung sein kann.. Die Post kann nicht einen Service anbieten, den sie nie noch nie einhalten konnte.. Dazu dann noch eine teurere Variante bei der es auf einmal funktioniert.
Schwieriges Thema, bei dem man nur hoffen kann, dass die Verbraucherzentrale da etwas erreichen kann.
 

Rektor

Sehr aktives Mitglied
22. November 2011
203
26
Für uns kommt nur ein Versandunternehmen in Frage, welches National an den Briefkasten zustellt. Aufgrund der geringen Kaufbeträge von 5-50 Euro gibt es sonst Rücksendungen von nicht abgeholter Ware beim Versandunternehmen, bzw. wird die Ware beim Abholstützpunkt nicht abgeholt, aufgrund von Abwesenheit des Kunden am Zustelltag. Bei DPD oder auch GLS würden wir ähnliche Konditionen bekommen, jedoch ohne Zustellung an den Briefkasten, was uns nichts bringt, außer massive Rücksendungen wegen Nichtabholung.
Früher war das bei uns mal Einwurf-Einschreiben der Post, jedoch entfallen auf den Preis der Post keine MwSt.-Abgaben. Wir müssen aber MwSt. auf unseren Versandpreis entrichten, dementsprechend ein großes Minusgeschäft beim Versand.
Ist das bei der Versandart "PRIO" mit der MwSt. genau so? Ich hatte mich mit PRIO noch nicht genau beschäftigt.

Eigentlich beschweren wir uns über Warenpost National tracked nicht direkt, da die Kunden wie bereits genannt, meistens ehrlich sind. Doch kann man erwarten, wie beim Einwurf-Einschreiben, das die Sendungen gescannt werden und in der Sendungsverfolgung auftauchen.
2 Jahre nach Produkteinführung sollte das eigentlich möglich sein, jedoch offensichtlich nicht bei der deutschen Post.
 

MasterChief

Gut bekanntes Mitglied
24. Oktober 2008
212
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you get what you pay for
Warum sollte die Post zwei Produkte mit gleichen Leistungen zu zwei untersch. Preisen anbieten :p (Warenpost/ Einschreiben Einwurf - sofern man da also gleiche Leistungen erwartet, die Haftung ist ja wohl vernachlässigbar da die beim Einschr. auch praktisch nie zum tragen kommt), und falls Warenpost zu viel Probleme macht kicken´s die halt raus, who cares?

Aus Sicht der Post ggf. eh ein ungeliebtes Ding und allenfalls wollen die dann nur noch die wirklichen Großversender behalten, also massenhafter Katalog-/Probenversand etc., aber da gibts ja auch schon andere Produkte dafür.