Neu FBA Betrug ("Vom Kunden beschädigt" - trotzdem erstattet)

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systemo123

Aktives Mitglied
27. Juli 2016
58
4
#1
Hallo zusammen,

ich suche Erfahrungen von Sellern, die diese Fälle möglicherweise schon durch haben.

Wir haben im Rahmen einer FBA Remission einen Artikel zurückerhalten, der offensichtich mit einem Cutter regelrecht zerschmettert wurde. Beim VK-Support verweist man darauf, dass der Artikel in diesem Zustand vom Kd retourniert wurde ("vom Käufer beschädigt"), man aber bedauerlicherweise schon vorab eine Erstattung veranlasst hat. Konkret:
"Die Erstattungen wurden von Amazon Kundenservice automatisch veranlasst und darauf haben wir keinen Einfluss. Die Kunden sollen die Einheiten im verkaufbaren Zustand zurück schicken, leider hat der Kundenservice keine Möglichkeit zu prüfen, wie die Artikel bei der Rücksendung aussehen."

Ich müsste mich direkt mit dem Kunden in Verbindung setzen, um das zu klären.

Haken dran und weiter machen wäre natürlich eine Option. Da es sich allerdings um einen 250EUR Artikel handelt, würde ich mögliche Konsequenzen gerne zumindest prüfen. Daher meine Frage:
- wer konnte ähnliche Fälle im Nachgang klären?
- wie seid ihr dabei vorgegangen?

Viele Grüße,
Alex
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
10.225
193
#2
"Cutter regelrecht zerschmettert wurde " du meinst wohl zerschnitten ?
Dann kann es letztlich jeder gewesen sein der den Inhalt überprüfen wollte.

Du trägst das Transportrisiko, auch bei einer Retoure.
 

systemo123

Aktives Mitglied
27. Juli 2016
58
4
#3
Der Artikel ist auf jeden Fall stark beschädigt. Neben einem Schnitt oder Riss sind weitere Kratzer, Abschabungen und Flecken vorhanden.

Lt. Dokumentation wurde der Artikel nicht vom Transporteur bzw. auf dem Versandweg beschädigt, sondern vom Kunden.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
10.225
193
#4
Und ? Im Originalversandkarton erhalten ? Oder wie oft wurde der Artikel neu verpackt ?
Für mich klingt das nach Transportschaden.

Schad um die Zeit ...
 

guidob

Gut bekanntes Mitglied
8. März 2014
236
5
#5
Wenn ich mich richtig erinnere beauftragen wir als Verkäufer bei FBA Amazon mit der Abwicklung der Lager-, Versand- und Retourentätigkeit. Ansprechpartner ist also in diesem Fall Amazon. Hier hätte vor der Erstattung die Retoure geprüft und reagiert werden müssen. Der Kunde ich aus meiner Sicht da raus, denn es wurde ja der vollständige Preis erstattet und somit die Retoure ohne Minderung abgeschlossen.

Bei allen FBA-Artikel kalkulieren wir genau dieses Problem in den Preis mit ein. Amazon wird weder Unterstützung gegen den Kunden liefern, noch sich den Schuh anziehen. Ob Recht oder Unrecht...der Kunde hat Recht!!! Unsere Erfahrung im FBA und normalen Amazon-Verkauf.
 

systemo123

Aktives Mitglied
27. Juli 2016
58
4
#6
Hi Guido,

Vertragspartner ggü. dem Kunden, welcher den Artikel im Rahmen seines Widerrufsrecht retourniert, bleibt man ja trotzdem. Die (von Amazon automatisch veranlasste Erstattung) entbindet den Kd ja nicht von seiner Pflicht die Ware in einem einwandfreien Zustand zurückzusenden. Andernfalls muss er (theoretisch) für die Wertminderung aufkommen. Die Praxis sieht (dank Amazon) aber offenbar leider anders aus, da stimme ich dir zu.

viele Grüße
 

ROGUE

Gut bekanntes Mitglied
11. September 2013
276
14
#7
Hallo zusammen,

ich suche Erfahrungen von Sellern, die diese Fälle möglicherweise schon durch haben.

Wir haben im Rahmen einer FBA Remission einen Artikel zurückerhalten, der offensichtich mit einem Cutter regelrecht zerschmettert wurde. Beim VK-Support verweist man darauf, dass der Artikel in diesem Zustand vom Kd retourniert wurde ("vom Käufer beschädigt"), man aber bedauerlicherweise schon vorab eine Erstattung veranlasst hat. Konkret:
"Die Erstattungen wurden von Amazon Kundenservice automatisch veranlasst und darauf haben wir keinen Einfluss. Die Kunden sollen die Einheiten im verkaufbaren Zustand zurück schicken, leider hat der Kundenservice keine Möglichkeit zu prüfen, wie die Artikel bei der Rücksendung aussehen."

Ich müsste mich direkt mit dem Kunden in Verbindung setzen, um das zu klären.

Haken dran und weiter machen wäre natürlich eine Option. Da es sich allerdings um einen 250EUR Artikel handelt, würde ich mögliche Konsequenzen gerne zumindest prüfen. Daher meine Frage:
- wer konnte ähnliche Fälle im Nachgang klären?
- wie seid ihr dabei vorgegangen?

Viele Grüße,
Alex
Hi,

wir haben gerade das selbe Problem. Was wir in diesen Fällen machen --> Wir sind rechtsschutzversichert bei ARAG. Da haben wir kostenlosen Forderungsmanagement. Wir benachrichtigen den Kunden zuerst und klären ihn auf. Danach senden wir dem Kunden eine Rechnung in der wir hinweisen, dass wir die Ware entweder entsoregn oder wenn er wünscht an ihn zurück senden. Wenn der Kunde nicht reagiert, dann schalten wir Forderungsmanagement ein.
Es klappt nicht immer das muss ich zugeben, aber auch wenn es nicht klappt, werden die Kunden vom Forderungsmanagement immer wieder angeschrieben. Jeder zweite Kunde bekommt aber Angst und bezahlt.

Was Amazon mit uns Händlern treibt ist nicht mehr menschlich. Die wichtigen Abteilungen wie Verkäufer Performance oder die die für Garantie Zuständig ist, ist in Indien soweit ich weiß und den Leuten dort ist alles scheiß egal. Die entscheiden immer zu den Gunsten von den Kunden.

Es wird langsam Zeit, dass alle Händler anfangen zu klagen. Denn Amazon steht nicht über dem Gesetzt. Aber alle haben Angst selbstverständlich. Ich werde gleich auch ein Beitrag eröffnen zu Amazon Themen.
 
Zustimmungen: WAWI-USER321

Neodym

Sehr aktives Mitglied
13. Februar 2012
886
30
Berlin
#9
Problem: Amazon ist es vollkommen egal ob sie im Recht oder im Unrecht sind. Das ist hinlänglich bekannt und im Amazon-Forum gibt es sehr viele Beiträge zu unfairen oder rechtswidrigen Entscheidungen von Amazon zu Lasten des Händlers.

Lösung 1: Rechtsstreit gegen Amazon
Lösung 2: FBA sofort abschalten und selbst Logistik betreiben

Ergebnis Lösung 1: Egal wie der Rechtsstreit ausgeht, was die weitere Existenz des Verkäuferkontos angeht, würde ich einkalkulieren, dass auf Lebenszeit gesperrt wird. Irgendeinen Grund wird Amazon schon finden
Ergebnis Lösung 2: Abhängigkeit gemindert, unfairen Gigant Amazon nicht weiter bei FBA unterstützt. Bleibt noch die normale Marketplace-Existenz.