Wünsche Bestellwesen

eufory

Aktives Mitglied
8. Mai 2014
76
2
Hallo,

bei dem Bestellwesen würde ich mich freuen, wenn folgende Punkte umgesetzt würden:

1. Zu einem Artikel mehrmals den gleichen Lieferanten zuordnen. Wir haben oft den Fall, dass der Artikel nicht lieferbar ist und wir dann einen Ersatzartikel nehmen, bekommen. Diesen würden wir auch gerne bei dem Artikel hinterlegen. Beim Wareneingang sollte es dann auch möglich sein, wenn Artikel A bestellt wurde, aber Artikel B als Ersatz kam, diesen für die Position einzubuchen.

2. Eine EAN pro Lieferant. Teilweise kommt es vor, dass die Lieferanten für den selben Artikel eine eigene EAN besitzen. Diese sollte hinterlegt werden können und auch entsprechend durchsuchbar sein. Gerade auch für das Scannen der Artikel beim Wareneingang und -ausgang muss diese berücksichtigt werden.

3. Zur Zeit erfassen wir nur die Eingangsrechnungen in der Wawi. Im Lieferantennummer sollte auch nur nach der Nummer bei dem Lieferanten gesucht werden. Wenn wir die gleiche Nummer für einen anderen Artikel verwenden, dann wird auch dieser angezogen und nicht der Artikel des Lieferanten. Das ist unglücklich. Standard sollte die Nummer des ausgewählten Lieferanten Vorrang vor der eigenen Artikelnummer haben

4. Bei Eingabe des Artikels in den Eingangsrechnungen sollte als Einkaufspreis der Preis des Lieferanten für den Artikel genommen werden und nicht der durchschnittliche EK. Der ist auf Grund von Zusatzkosten oder Preisändern, Mengenstaffeln nicht identisch mit dem Einkaufspreis des Lieferanten.

Es wäre schön, wenn diese Puntke in einer der nächsten Versionen behoben würden.
 

Stetto

Sehr aktives Mitglied
2. Juli 2009
4.813
580
AW: Wünsche Bestellwesen

Hi,

zu deinen Punkten möchte ich wie folgt antworten:

1.) Bei einem Ersatzartikel liegt es schon in der Natur und Bedeutung des Wortes, dass es sich nicht um den identischen Artikel handelt. Es empfiehlt sich also einen neuen Artikel dafür anzulegen. Ist das absolut nicht gewünscht, so lässt sich die zusätzliche EAN in der Gebindeverwaltung des Hauptartikels hinterlegen.

2.) Der Lösungsansatz ist identisch mit Antwort 1.)

3.) Es ist wichtig und grundsätzlich empfehlenswert doppelte Nummern zu vermeiden. Auch im Zusammenspiel mit JTL- WMS werdet ihr sonst Probleme bekommen, weil die Artikel nicht mehr eindeutig identifizierbar sind.

4.) Bei der Erstellung einer Eingangsrechnung bildet die dafür herangezogene Lieferantenbestellung die Basis für die Preise. Der durchschnittliche EK wird erst beim Buchen der Eingangsrechnung in den Artikelstammdaten hinterlegt, nicht aber in der Eingangsrechnung oder der Lieferantenbestellung. Auch durch das Verteilen der Zusatzkosten auf die EKs der Eingangsrechnung handelt es sich nur um einen veränderten berechneten EK, nicht aber um den durchschnittlichen EK, der erst auf längere Sicht durch die Anzahl der Wareneingänge und der ggf. schwankenden EK-Preise berechnet wird.

Das Umlegen der Zusatzkosten in der Eingangsrechnung ist keine Pflicht, einfach diesen Schritt überspringen, um die normalen Lieferanten-EKs in der Eingangrechnung zu behalten.

Das gesamte Bestellwesen wird aber in Zukunft nochmal überholt und verbessert. Die Eingangsrechnungen werden druckbar und die Bestellvorschläge flexibler gestaltet.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.650
1.966
AW: Wünsche Bestellwesen

"Der durchschnittliche EK wird erst beim Buchen der Eingangsrechnung in den Artikelstammdaten hinterlegt"

Weil es schon mal ein Thema war und nie eine klare Antwort kam:
Der Bestand wird verändert, der Wert erst beim Buchen der ER.
ABER der Wert, also EK, im Auftrag der zwischenzeitlich ggf. schon erfasst wurde oder vom Shop kam, hat immer noch den alten EK, obwohl die Ware erst nach dem Buchen des WE versendet wurde.
Somit ist der Warenwert falsch (im Verkauf) und damit die Marge falsch.

Es ginge so gar soweit, dass nicht nur Aufträge sondern auch Rechnungen im EK-Wert korrigiert werden müssten, wenn die Erstellung der Rechnung(Lieferschein) nach dem Buchen des Wareneingangs aber vor dem Buchen der ER erfolgte.

Wann wird das verbessert, denn es ist schlichtweg falsch ?
 

eufory

Aktives Mitglied
8. Mai 2014
76
2
AW: Wünsche Bestellwesen

Hallo Stephan,

ich wollte ja auch nur, dass diese Punkte in einer Bearbeitung berücksichtigt werden.

1.) Natürlich handelt es sich nicht um einen identischen Artikel. Aber es kommt halt häufig vor, dass der Kunde einen Artikel im Shop bestellt, dieser beim Lieferanten nicht unbedingt lieferbar ist, es einen alternativen Artikel dafür gibt. Diesen Artikel habe ich aber eigentlich gar nicht in meinem Shop. Nun habe ich aber schon meinen Auftrag vom Kunden und meine Bestellung beim Lieferanten mit dem Artikel. Also müsste ich jetzt hergehen, den Auftrag ändern und auch die Bestellung entsprechend ändern. Dieses ist einiges an manuellen Aufwand. Wenn dieses natürlich anders gelöst werden könnte, mit weniger manuellem Aufwand kann man sich auch über alternative Lösungen unterhalten. Dazu kommt noch, dass ich ja kenntlich machen muss, welche möglichen Artikel als Ersatz geliefert werden könnten.

2.) Dieses kommt bei uns leider teilweise vor, dass Lieferant A EAN 1 und Lieferant B EAN 2. Und ich kenne auch Shops, die extra eigene EANs anlegen, damit Ihre Artikel seperat auf Amzon gelistet werden.

3.) Wie soll ich verhindern, dass der Lieferant den selben Nummernkreis wie ich verwende. Dieses kommt nun in der Praxis öfters vor als gedacht. Vielleicht muss dieses auch über zwei Felder oder eine Auswahlmaske gelöst werden, dass mehrere Artikel gefunden wurden.

4.) Wenn ich zur Zeit aber ohne Lieferantenbestellungen arbeite, sondern mit der Funktion Eingangsrechnung "Neu", damit ich den GLP für meine GuV erhalte, dann zieht sich die Wawi den GLP bei Eingabe des Artikels und nicht den Preis des Lieferanten. Um eine genaue GuV zu erhalten, wäre es schon gut, dass die Zusatzkosten kalkulatorisch mit berücksichtigt werden.

Würde mich freuen, wenn meine Anregungen aufgegriffen würden.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan
 

XRacKS

Aktives Mitglied
3. Dezember 2012
56
2
Hamburg
AW: Wünsche Bestellwesen

2.) Der Lösungsansatz ist identisch mit Antwort 1.)

Also wir haben das bei uns im Lager mal versucht, jedoch funktoniert dies nicht. Ausserdem muss ich Eufory zustimmen, dass viele Händler mehrere Großhandler als "Backup" für gängige Artikel haben und somit pro Lieferant eine eigene EAN bestitzten.
Lösungsansatz hierfür wäre "einfach" eine Spalte unter Lieferanten hinzufügen, die "Lieferanten EAN" heißt und mit in die Suche mit einfließt. Somit hätte JTL mehrere Probleme mit einer klappe geschlagen. Der Benutzer (WIR) können eigene EAN vergeben + haben noch die möglichkeit über die Suche etc pp die verschiedenen Lieferanten Artikel anhand DEREN EAN zu finden.
 

dagoberto

Sehr aktives Mitglied
19. Juli 2009
1.573
9
Köln
AW: Wünsche Bestellwesen

"Der durchschnittliche EK wird erst beim Buchen der Eingangsrechnung in den Artikelstammdaten hinterlegt"

Weil es schon mal ein Thema war und nie eine klare Antwort kam:
Der Bestand wird verändert, der Wert erst beim Buchen der ER.
ABER der Wert, also EK, im Auftrag der zwischenzeitlich ggf. schon erfasst wurde oder vom Shop kam, hat immer noch den alten EK, obwohl die Ware erst nach dem Buchen des WE versendet wurde.
Somit ist der Warenwert falsch (im Verkauf) und damit die Marge falsch.

Es ginge so gar soweit, dass nicht nur Aufträge sondern auch Rechnungen im EK-Wert korrigiert werden müssten, wenn die Erstellung der Rechnung(Lieferschein) nach dem Buchen des Wareneingangs aber vor dem Buchen der ER erfolgte.

Wann wird das verbessert, denn es ist schlichtweg falsch ?

von mir hier volle Zustimmung, sollte wirklich konform geändert werden
 

Janusch

Administrator
Mitarbeiter
24. März 2006
13.921
264
AW: Wünsche Bestellwesen

Hallo,

das korrigieren von -bis macht nicht viel Sinn da es der GLD ist und nicht der richtige EK für diesen spez. Artikel der in der Position gespeichert wird. Von dacher ist es immer falsch.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.650
1.966
AW: Wünsche Bestellwesen

Jein, der GLD ist eben ein GLD und kein EK. GLD ist akzeptiert als Bewertung, wie man ja an der Lagerbewertung sieht.
Und, jein, der GLD ist der GLD der zum Zeitpunkt der Lieferung gültig ist, und das ist er heute nicht, wenn die Auslieferung-Lieferung vor dem Einbuchen des Werts der Einlieferung-Lieferung erfolgt.
Beispiel: Schlimmstenfalls ist der GLD 0 bei einem neuen Artikel, ergibt dann Marge 100%.
Verbrauchswert somit 0 und der Restlagerwert ist dann mit dem neuen GLD lt. Lagerbewertung. Differenz hoch zwei.

Oder wenn das Lager auf 0 ist, der Auftrag schon besteht, der Wareneingang gemacht wird, die Ware geliefert, mit Marge vom alten GLD und dann erst kommt die Eingangsrechnung und es ergibt einen neuen GLD der aber nicht in der Lieferung/Rechnung und auch nicht in der Marge/Statistik abgebildet wird.
Wir haben viele Artikel auf Bestellung, ca. 400, und die wären dann alle falsch.

Durchgetestet habe ich es nicht, zu aufwändig, aber so war und vermutlich ist auch der Stand der Dinge.

Randbemerkung:
Wenn es ganz genau ginge, dann müsste es sogar eine Überleitung des Warenverbrauchs (wertmäßig) geben womit sogar eine Kontrolle in Abstimmung mit Einkauf, Verkauf, Lagerwert möglich wird womit ein Kontrolle der Warenwirtschaft möglich ist. Denn in Summe dürfte es keine Differenz geben die nicht nachweisbar wäre.
Auch fehlt eine Typisierung von Lagerkorrekturen und deren Bewertung.
etc. etc. etc.

-> Aber das "Spiel" mit Aufrollung des dEP bei versetztem Einbuchen von WE und ER, das sollte schon sein ...

Janusch, dies alles in Kurzform, denn ausgiebig darüber diskutiert-geschrieben haben wir ja schon. Vor mehr als 1 Jahr im Forum.

-> Zumindest sollte es eine klare Dokumentation im Wiki geben wie das alles gehandhabt wird. Auch wenn es nicht so ist wie man es sich wünscht. D.h. es wäre an der Zeit die Wertermittlung für Statistik, Lagerbewertung, genauer darzustellen, so kann jeder sich danach richten und ist sich ggf. einer Unschärfe bewusst und kann dies ggf. auch mit dem Buchhalter besprechen.
Früher hätte mich das auch weniger interessiert, aber wenn eine Firma wächst und die Zahlen entsprechend auch, dann will man schon Zahlen haben denen man Vertrauen kann.

In diesem Sinne und stets: :)

SG,
Michael
 

Janusch

Administrator
Mitarbeiter
24. März 2006
13.921
264
AW: Wünsche Bestellwesen

Deshalb macht es keinen Sinn so den EK als GLD pro Position zu speichern. Man müßte immer alle Positionen mit dem aktuellen GLD überschreiben. Womit man sich das sparren kann und den GLD vom Artikel nehmen kann.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.650
1.966
AW: Wünsche Bestellwesen

Stimmt so nicht. Auch ich in aller Kürze.

Lagerbestand 1.1.2014
+/- alle Bewegungen (Eingang, Korrekturren, Ausgang)
= Lagerbestend 31.12.2014
Kannst du mit der JTL-WAWI durchrechnen und es wird stimmen.

LagerWERT 1.1.2014
+/- alle Bewegungen (Eingangswert, Korrekturwert, Ausgangswert)
= LagerWERT 31.12.2014
Kannst du mit der JTL-WAWI durchrechnen und es wird NICHT stimmen.

Also ist die Lagerbewertung falsch, womit wir wieder beim Thema sind.

:)

Ganz davon abgesehen, dass man den GLD und somit den Lagerwert jederzeit "manipulieren" kann. Stornos/Rückbuchung (z.B. falscher Wareneingang) nur kläglich möglich sind.
Artikelkonto ist ein Konto.
Lagerwert ist "mein" Vermögen.
WAWI = Warenwirtschaft.

;)
 

Janusch

Administrator
Mitarbeiter
24. März 2006
13.921
264
AW: Wünsche Bestellwesen

Das hängt davon ab wann du den GLD errechnen wirst. Macht man das 2 Wochen nach Lagerbuchung, dann ist dies das Problem.
Es gibt Benutzerechte für GLD ändern.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.650
1.966
AW: Wünsche Bestellwesen

2 Minuten, 2 Stunden, 2 Tage oder 2 Wochen, völlig egal, falsch bleibt falsch.
Es kommt darauf an was in dieser Zeit gebucht wurde und nicht wie viel Zeit verstrichen ist.

10:00 WE
12:00 10 Aufträge geliefert (die darauf gewartet haben) und abgerechnet
14:00 ER buchen
-> Alles komplett falsch.
 

Janusch

Administrator
Mitarbeiter
24. März 2006
13.921
264
AW: Wünsche Bestellwesen

Wir reden an einander vorbei.
ich spreche davon wenn wir keinen EK pro Auftrgasposition speichern sondern nur mit GLD des Artikels arbeiten. Dann ist das hier völlig egal.
Um 15:00 Uhr habe ich korrekte Auswertung.
 

3po

Sehr aktives Mitglied
30. August 2011
2.601
98
AW: Wünsche Bestellwesen

Was mich beim Durchschnitts-EK stört ist, dass wenn man einen Artikel neu anlegt und zum Verkauf anbietet ohne das er bisher auf Lager gelegt worden ist, ist der Durchschnitts-EK logischer weise 0. Wenn nun der Artikel zum ersten mal verkauft wird, startet der GW-Netto von null, somit stimmt die Gewinn-Anzeige in den aufträgen nicht und dieser wird dann auch in die Statistik übernommen, Dashboard anzeigen usw. Somit stimmt nirgends der Gewinn bei Artikeln / Bestellungen wo der Artikel nicht gleich auf Lager geholt wird oder manuell der EK eingetragen wird.

Derzeit machen wir es eben so, das wir beim neu anlegen eines Artikels den schlechtesten EK Preis als Durchnittts-EK eintragen, damit die Statistik halbwegs stimmt.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.650
1.966
AW: Wünsche Bestellwesen

Nein Janusch, wenn ich Menge und Wert versetzt buchen ermögliche, dann muss ich auch dafür sorgen, dass:
12:00 10 Aufträge geliefert (die darauf gewartet haben) und abgerechnet
korrekt bewertet werden und das ist nicht der Fall.

9:59 Bestand 30, dEP 1
10:00 Eingang 200, EK ?, dEP 1
12:00 dEP ist noch 1 und so werden 100 geliefert und die Marge berechnet
14:00 Wertmäßgier Eingang von 200, physischer Bestand 130, EK 1.5, dEP ??? (müsste 1,4348 sein)

Die Marge um 12:00 ist sicherlich falsch und ob der dEP um 14:00 korrekt ist müsste man testen.





 

Janusch

Administrator
Mitarbeiter
24. März 2006
13.921
264
AW: Wünsche Bestellwesen

Es gibt die Möglichkeit den Wert beim Buchen mit zu übergeben.
Jeder kann entscheiden wie er arbeiten will. Nutze ich ER die später eintreffen muss man mit leben.
Sonst Lieferantenpreise pflegen und beim Buchen EK berechnen lassen.

Nachhinein Positionen zu korrigieren mit EK macht keinen Sinn. V.a. Weiß man nie ob diese noch vom alten Bestand oder vom neuen Bestand gebucht wurden. Dazu ist ein ganz anderes vorgehen nötig, das wir nicht verfolgen werden.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.650
1.966
AW: Wünsche Bestellwesen

Das Dilemma in der Softwareentwicklung:
"Leider muss man oft JA sagen, auch wenn man gerne NEIN sagen würde."

Noch bin ich nicht in Pension, ich werd´s erleben, wetten ? ;)
 

Janusch

Administrator
Mitarbeiter
24. März 2006
13.921
264
AW: Wünsche Bestellwesen

Wenn wir die Sachen in 2-3 Jahren refactorn, dann kann man dies mit berücksichtigen. Wäre auch fatal wenn nicht :)
 

eufory

Aktives Mitglied
8. Mai 2014
76
2
AW: Wünsche Bestellwesen

Soweit mir bekannt ist, kann die BEwertung von Lagermaterial auf unterschiedlichen Bewertungspreisen beruhen. Der GLD oder Durchschnittspreis ist nicht die einzige Möglichkeit. In einem anderen Unternehmen bewerten wir schon immer auf Basis von letztem Einkaufspreis und dass ist auch vom Wirtschaftsprüfer und dem Finanzamt so anerkannt.

Des Weiteren könnte ein GLD auch noch durch die Art der Ware beeinflusst werden. Waren mit Haltbarkeitsdatum können vernichtet werden oder herabgewertet werden. Dieses würde auch Einfluss auf den GLD haben.

So wie der GLD hier berechnet wird, ist es allerdings auch eine Frage, da die Preise von vor 3 oder 5 Jahren auch im GLD berücksichtigt worden sind. Theoretisch müsste der GLD auf den Lagerbestand gerechnet werden. Ist der Lagerbestand=0 wäre der GLD oder Bewertungspreis auch 0. Ein neuer Lagerbestand hätte dann den letzten EK als Bewertungspreis und wenn dann noch ein weiterer Wareneingang mit abweichendem EK erfolgt, dann ändert sich der GLD. Aber dieses abzubilden ist nicht so einfach.

Selbst große ERP-Systeme haben bei der Bewertung von Artikeln so Ihre tücken udn Schwachstellen.

P.S.: Ich hoffe meine Wünsche vom Beginn des Threads werden nicht vergessen.
 

XRacKS

Aktives Mitglied
3. Dezember 2012
56
2
Hamburg
AW: Wünsche Bestellwesen

Moinsen,
ok also das war ja mal ne Wall of Text hier :)

Also rein technisch gesehen aus der Sicht einer Lagerbewertung:

Ich kaufe Artikel A x10 fuer 10€ (Durchschnittlicher EK = 10€ und GLD = 10€)
Eine Woche später Kaufe ich Artikel A x10 fuer 20€ (Durchschnittlicher EK = 15€ und GLD = 15€)
(Bis hierher keine Verkäufe)
Nun verkaufe ich 10x Artikel A (Durchschnittlicher EK = 10€ und GLD = 15€)

Nun kommts:
Der durchschnittliche EK bezieht sich auf Lagerware die physikalisch da ist, quasi eine Mischkalkulation. Der GLD ist meines erachtens nur ein Anhaltspunkt für welchen Wert durchschnittlich eingekauft WURDE.
Da aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht die 10x Artikel A fuer 20€ EK mehr Lagerkosten verursachen, werden diese auch als erstes Verkauft, damit eine geringere Kapitalbindung stattfindet.
Nach abverkauf der "teuren" EK Artikel A senkt sich somit der Durchschnittliche EK wieder.

Ich glaube Problem hierbei ist einfach nur die Bezeichnung fuer verschiedene Funktionen. Diese sollten Definiert werden bzw die Formel sichtbar sein.
GLD ist fuer mich einfach eine generelle übersicht, die sonst nirgens einbezogen werden sollte von allen getätigten einkäufen des Artikels.
Durchschnittlicher EK (DEK) = Ist laut dem Wortlaut das selbe wird meines erachtens GLD. In der Logistik, aber auf den Lagerbestand bezogen (siehe oben).
Auf den Lagerbestand bezogen darf der EK niemals "verallgemeinert" werden. Denn es werden erst die teuren Arikel verkauft.

Demnach muss der GLD eigentlich in "DEK" umbenannt werden und dieser wie oben beschrieben zur errechnung des GW-Nettos hinzugezogen werden.
GLD sollte eigentlich irgendwo in die Rubrik Einkauf verschoben werden um dem Einkäufer den GLD als richtwert zu zeigen.

Fuer eine vernünftige Lagerbewertung ist die korrekte Berechnung des DEK der Lagerware nötig. (HIFO-Prinzip)
Für Lebensmittel müsste es dann nach dem FIFO-Prinzip passieren.
Demnach muss sich eigentlich der DEK nach dem Lagerprinzip richten ^^ Und hat somit auch auswirkungen auf den GW...

Beispiel zur Berechnung:
DEK = EK1+EK2/2
Hinzu müsste eine Funktion kommen die sagt,
dass die günstigere Bestellung als "letztes" verkauft wird und die teure zuerst
(Bestellung1=(EK1*Menge1)) EK1 = 10€ Menge = 10
Bestellung = 100€
(Bestellung2=(EK2*Menge2)) EK2 = 20€ Menge = 10
Bestellung = 200€

Die Bestellung 2 soll somit als erstes das Lagerverlassen. (EK1/2=15€)
Nachdem 10 Stück verkauft wurden senkt sich der DEK automatisch wieder (EK1=10€)


Ich hoffe ich hab die Problematik die hier herrscht richtig verstanden ^^ Sonst nunja einfach ignorieren...