Ich glaube, wir reden beim Begriff „empirisch“ etwas aneinander vorbei.
Ne, du schreibst: „Denk doch mal nach!“ ist jedenfalls kein empirischer Beleg.
Verstehst du was du geschrieben hast oder muss ich es dir erklären ?
Natürlich hat auch die eigene Beobachtung einen Erkenntniswert. Aber zwischen „Ich habe X beobachtet“ und „X ist deshalb eine belastbare Erklärung für eine allgemeine historische oder gesellschaftliche Entwicklung“ liegt ein ziemlich großer Schritt. Genau für diesen Schritt braucht es dann eben nachvollziehbare Belege.
Tja, ich wiederhole:
"Wobei du mir nicht absprechen solltest, dass ich umfassende Beobachtungen mache sowie Entwicklungen registriere und interpretiere. Auch die eigene systematische Wahrnehmung besitzt empirischen Wert und erfordert nicht zwingend einen Fremdbeleg."
X ist was anderes.
Und nein, ich halte eine möglichst lange Liste von Quellen ebenfalls nicht automatisch für ein Argument. Entscheidend ist, ob die Quelle die konkrete Behauptung tatsächlich stützt. Genauso wenig wird eine Behauptung dadurch richtig, dass man sie als „Hausverstand“ bezeichnet.
Aha.
"Entscheidend ist, ob die Quelle die konkrete Behauptung tatsächlich stützt" eine Quelle ist eine Quelle und müsste als solches auch verfiziert werden und als "unstrittig" anerkannt.
" Genauso wenig wird eine Behauptung dadurch richtig, dass man sie als „Hausverstand“ bezeichnet." Ja, mit "Genauso wenig", damit kann ich leben, denn du stellst die "Quelle" und den "Hausverstand" auf die gleiche Ebene, also gleichwertig.
Insofern bin ich exakt der Meinung, dass man uns den Hausverstand und auch das Bauchgefühlt "Kann das sein ?" abspricht und nur mehr Quellen und Wissenschaft gelten lässt.
Kennst du wenigstens 1 Wissenschafter persönlich und seit 10 oder 20 Jahren ? Wenn ja, dann weißt du wie das läuft ...
Bei „historisch anerkannten Fakten“ meinte ich übrigens nicht, dass deutsche Historiker per Definition die Wahrheit gepachtet hätten. Gemeint war: Dinge, bei denen es einen breiten, fachwissenschaftlichen Konsens gibt und die man nicht einfach durch „in einem anderen Land wird das anders gesehen“ auf dieselbe Ebene mit einer beliebigen Gegenposition stellen kann.
"beliebige Gegenposition", tja.
Das ist das Problem der Normalos.
Sie sind beliebig.
Sie sollten still sein und das Reden den Erwachsenen, äh, ich meine den Wissenschafter überlassen, denn dafür werden die ja bezahlt ... von wem auch immer.
Dass historische Forschung sich weiterentwickelt, bedeutet schließlich nicht, dass jede Interpretation jederzeit gleich gut begründet ist.
Da Forschung schon immer Fehltritte beging, bedeutet schließlich nicht, dass jedes Ergebnis jederzeit automatisch falsch ist.
Man sollte einfach die Weiterentwicklung abwarten die auch ohne Kritik oder Anstoß von Außen stattfindet.
Und genau deshalb finde ich deine letzten Absätze eher schade. „Propaganda“, „Fangemeinde“, „Vererbung?“ usw. sind letztlich wieder persönliche bzw. politische Spitzen.
Absolut, so sind diese von mir gedacht und verwendet.
Immerhin hast du es erkannt.
Respekt.
Ich würde an deiner Stelle meine Wortmeldungen noch 2 x lesen.
Damit bestätigst du eher meinen ursprünglichen Eindruck, dass die Diskussion inzwischen mehr von gegenseitiger Zuschreibung als von der eigentlichen Sachfrage lebt.
Sachfrage ?
Die war von mir schon lange geklärt, SebiW wollte es nur nicht wahrhaben.
Sozialisten sind verantwortlich für Umbrüche, Revolutionen, Zerstörung von Gesellschaften und ebnen seit über 100 Jahren den Weg für Diktatoren welche die Unfähigkeiten der Sozialisten zu organisieren und halbwegs einer Meinung zu sein ausnützen.
Einfacher gesagt:
Sozialisten hauen alles planlos zusammen, können dann mit dem enstandenen Chaos vor lauter Uneinigkeit selbst nichts mehr anfangen und müssen an Diktatoren abgeben die mit harter Hand wieder Ordnung schaffen.
Beispiele gefällig, einfach hier nachlesen.