Rückstandsverwaltung

curra

Sehr aktives Mitglied
5. Juli 2007
2.757
15
Guten Tag,

ist eine Rückstandsverwaltung geplant?

Derzeit ist es ja so: Ein Kunde bestellt 10 Positionen. Davon sind nur 8 lieferbar. Er will die 8 ausgeliefert haben und die 2 Positionen in den Rückstand wenn diese verfügbar sind. Ganz normales Distributions Verfahren.

Das bedeutet für uns, 2 Aufträge erstellen.
Worste Case kommt dann die 9. Position rein obwohl die 10. Position noch nicht da ist will der Kunde die Auslieferung. Also 3. Auftrag erstellen mit Position 10, da diese weiterhin im Zulauf ist.

Nun stelle man sich das bei 20. Positionen vor, wovon z.b.7 nicht lieferbar sind (kommt bei uns täglich vor, nicht etwa weil der Artikel an sich nicht da ist, wir haben 95% Verfügbarkeit, sondern weil die Mengen so groß sind das die Position nicht vollständig bedient werden kann)
Also sind das dann zunächst bei Auftragserstellung wieder 2 Aufträge und dann gehts über die nächsten Wochen hinweg, mit immer wieder neuen Splits des Auftrags weiter.

Hier fehlt leider die komplette Kundenbasierte Rückstandsverwaltung.

Im Endkunden Geschäft, so vermute ich, wird das die wenigsten interessieren. Aber Firmen die Geschäftskunden haben und teilweise in der Distribution von Produkten stecken, haben hier sehr schwere Verwaltungsarbeit.

Die Rückstandsverwaltung stelle ich mir grob skizziert so vor:

1. Auftrag wird aufgenommen.
2. 20 Positionen werden in den Auftrag aufgenommen, davon 8 nicht lieferbar.
3. Am Ende der Zeile gibt es eine Checkbox "Rückstand".
4. Hier kann man anwählen, ob man die Position in den Rückstand buchen will, oder ob diese im Auftrag bleiben soll (weswegen auch immer, ist ja nicht lieferbar und der Kunde will das lagernde ausgeliefert haben)
5.Auftrag wird erstellt, im Auftrag erscheinen nur die Positionen wo KEIN Haken bei Rückstand gemacht wurde.

Jetzt kommen wir zur sog. Rückstandsauflösung

Man sieht das Ware zugebucht wurde und kann nun ausliefern. (Hier wäre es natürlich schön, das man wie bei Wareneingang, eine Liste hat wo angezeigt wird, welche Rückstandspositionen global, ab sofort verfügbar sind)

Man geht in die Kundenverwaltung und kann nun die Rückstände auflösen und in einen neuen Auftrag überführen.


Das ganze geht auch mit einer Auftragsbezogenen Rückstandsauflösung. Sprich es wird im Hintergrund bei der 1. Bestellung automatisch ein weiterer Auftrag für die Rückstände erstellt. Dieser könnte in der globalen Auftragsansicht ausgeblendet werden, da dieser erstmal irrelevant ist. (Einstellungssache)


Sorry das ich euch mit meinen Vorstellungen langweile :) :) aber ich hatte heute einen Ortstermin bei einem Broadliner, wo ich mal wieder einen Blick in die Software blicken durfte und wo wir zusammen ein paar Bestellungen für 2009 aufgenommen haben und ich fing bald das sabern an wie man das dort handeln konnte. Das es so geht, habe ich schon oft gesehen und die guten WAWIs die den Gegenwert einer Strand Villa Kosten sind da natürlich besser, aber wir wollen ja alle zusammen die JTL Wawi verbessern und keine andere

Das von mir skizzierte ist nur sehr sehr grob und kann in vielen Punkten noch ganz anders ausgelegt werden, da gerade das Rückstands Handling ein bisschen tricky ist und ein guter Workflow her muss, mit die Sache Sinn macht.

Falls das alles schon mal besprochen wurde, löscht meinen Beitrag :)
 

chrigi78

Aktives Mitglied
17. Juli 2008
7
0
Hallo

ja das wäre meine frage was machen ich wenn ein kunde 3 Stk bestellt ?
und gibt es eine möglichkeit bestellvorschläge zu mâchen ?

wenn ich einen mindest bestand hinterlege wie zeigt mir das system das ein artikel unterschritten ist ??
 

curra

Sehr aktives Mitglied
5. Juli 2007
2.757
15
Zitat von chrigi78:
Hallo

ja das wäre meine frage was machen ich wenn ein kunde 3 Stk bestellt ?
und gibt es eine möglichkeit bestellvorschläge zu mâchen ?

wenn ich einen mindest bestand hinterlege wie zeigt mir das system das ein artikel unterschritten ist ??

du würfelst hier einiges durcheinander....

Bestellvorschläge kommen im Bestellwesen, siehe Foren Suche
 

promangi

Aktives Mitglied
16. Juli 2009
21
0
AW: Rückstandsverwaltung

Ich möchte hier anknüpfen, denn eine Rückstandsverwaltung ist absolut notwendig bei Kunden, die aus einem Katalog oder anderen Werbemitteln bestellen. Dies gilt insbesondere bei gewerblichen Kunden.

Das übliche Vorgehen bei den großen Warenwirtschaften ist:

  1. Beim Artikel gibt es ein Verfügbarkeitskennzeichen. Das sagt aus, ob der Artikel ausverkauft ist, oder in Rückstand genommen wird.
  2. Der Auftrag wird erfasst oder eingespielt.
  3. Bei der Fakturierung wird der verfügbare Bestand geprüft. Ist der Lagerbestand höher als die bestellte Menge, dann wird der Artikel fakturiert.
  4. Reicht der Lagerbestand nicht für die Positionsmenge, dann wird entsprechend dem Verfügbarkeitskennzeichen, der Artikel in den Rückstand genommen oder abgesagt.
  5. In der Bearbeitung wird der nicht lieferbare Teil eines Auftrags abgetrennt und als neuer Subauftrag gespeichert. Der übrige Auftragsteil wird in die Rechnung übernommen. Die Nachlieferung wird vermerkt.
  6. Hat der Artikel das Kennzeichen nicht "Ausverkauft", dann wird dies auf der Rechnung vermerkt.
Bei JTL-Wawi könnte ich mir den Ablauf wie folgt vorstellen:

  1. Bei den Artikeln gibt es das Kennzeichen Lagerbestand darf kleiner Null sein. Ist dieses Kennzeichen gesetzt, wird der Artikel in den Rückstand genommen. Wenn nicht wird er abgesagt.
  2. Da JTL-Wawi bei der Erfassung den Bestand abprüft, könnten alle Artikel mit negativem Lagerbestand ein Kennzeichen bekommen. Dies führt mit der Rechnungsbildung zu einem neuen Auftrag aus diesen Artikel.
  3. Gleichzeitig führt das Kennzeichen dazu, das bei den Artikel der Hinweis Nachlieferung kommt.
  4. Bei den Artikel ohne negativem Lagerbestand wird sofort der Hinweis ausverkauft gedruckt.
Ich denke, die Frage, dass eine Zahlung auf 2 Rechnungen aufgeteilt wird ist steuerrechtlich kein Problem, denn in der Kundenbuchhaltung werden die Daten wieder zusammengefasst.

Ich kann EDV-technisch nichts machen, aber ich kann Ablauftechnisch gerne meine Erfahrung einbringen.

Ich halte eine Rückstandverwaltung für eine absolut gute Ergänzung.

Gruß
 

Janusch

Administrator
Mitarbeiter
24. März 2006
13.921
264
AW: Rückstandsverwaltung

Das übliche Vorgehen bei den großen Warenwirtschaften ist:

  1. Beim Artikel gibt es ein Verfügbarkeitskennzeichen. Das sagt aus, ob der Artikel ausverkauft ist, oder in Rückstand genommen wird.
  2. Der Auftrag wird erfasst oder eingespielt.
  3. Bei der Fakturierung wird der verfügbare Bestand geprüft. Ist der Lagerbestand höher als die bestellte Menge, dann wird der Artikel fakturiert.
  4. Reicht der Lagerbestand nicht für die Positionsmenge, dann wird entsprechend dem Verfügbarkeitskennzeichen, der Artikel in den Rückstand genommen oder abgesagt.
  5. In der Bearbeitung wird der nicht lieferbare Teil eines Auftrags abgetrennt und als neuer Subauftrag gespeichert. Der übrige Auftragsteil wird in die Rechnung übernommen. Die Nachlieferung wird vermerkt.
  6. Hat der Artikel das Kennzeichen nicht "Ausverkauft", dann wird dies auf der Rechnung vermerkt.


Hallo,

ich meine fast genauso haben wir dies implementiert.

Im Auftrag in der ersten Spalt gibt es die Markierung ob diese Position für Fakturierung übernomen wird oder nicht. Für alle Positionen die nicht markiert wurden entsteht automatisch ein Auftrag mit der Auftragsnr_01.

Dies ist z.Zt. manuelle arbeit, da beim arbeiten mit Lagerbestand keine Aufträge erstellt werden können, womit man garnicht in Rückstand kommen dürfte.
 

D********t

Guest
AW: Rückstandsverwaltung

Dies ist z.Zt. manuelle arbeit, da beim arbeiten mit Lagerbestand keine Aufträge erstellt werden können, womit man garnicht in Rückstand kommen dürfte.

Das ist ansich schon ein Problem, diese Einstellung sollte vom Shopbetrieb entkoppelt werden. Ich hatte es schon mehrmals geschrieben, derzeit mache ich eine Rabattaktion, bei der nur verfügbare Artikel und nur lagernde Variationen angezeigt werden sollen, ich habe dies im Backend so eingestellt, musste aber händisch bei etwa 1000 Produkten den Haken bei "Lagerbestand darf <0 werden" entfernen, damit kann ich aber nun keine manuellen Aufträge für nicht lagernde Artikel mehr erstellen, ohne kurzeitig bei den enstpr. Produkten den Haken wieder zu setzen. Prinzipell müsste es so laufen, das wenn man im Shop "Nur Variationen mit Lagerbestand >0 anzeigen" einstellt, auch nur diese im Shop angezeigt weren, völlig unabhängig von der WaWi, dort sollte die Funktion nur noch für Leute eine Bedeutung haben, die aus irgendwelchen Gründen nicht wollen, das der Lagerbestand unter 0 sinkt.

Die ganze Entkoppelung wäre wie Du schon sagtest, eine wichtige Voraussetzung für das Arbeiten mit Rückstandslisten.

Ich freue mich schon auf den 31 August, da kann ich nämlich bei 1000 Artikeln den Haken wieder setzten...bis zur nächsten Lagerräumung...