Neu Rechnung AT -> Lieferung DE mit Ust-ID.-Nr

MaCam

Aktives Mitglied
2. April 2019
8
2
Hallo,

kurze Frage:
Kunde mit einer gültigen Ust.-ID-Nr. bestellt bei uns im Webshop.
Rechnungsadresse Österreich
Lieferadresse Deutschland
JTL sagt, dass keine MwSt. erhoben werden muss (also 0 %). Das ist doch falsch, oder nicht? Da es in Deutschland bleibt, müssten doch 19 % MwSt. erhoben werden!?
 

exilianer

Aktives Mitglied
4. Mai 2017
18
0
Hallo,


ja, deine Vermutung ist richtig.


Entscheidend ist bei einer innergemeinschaftlichen Lieferung nicht die Rechnungsadresse oder die gültige österreichische USt-ID, sondern die tatsächliche Warenbewegung.


Da die Ware in Deutschland geliefert wird und Deutschland nicht verlässt, liegt grundsätzlich eine in Deutschland steuerpflichtige Lieferung vor. Somit müssen bei regulär besteuerter Ware 19 % deutsche Umsatzsteuer berechnet werden.

Wenn JTL hier automatisch 0 % berechnet, sollte die Steuerkonfiguration überprüft werden. Insbesondere würde ich kontrollieren, ob die Steuerberechnung anhand der Lieferadresse erfolgt.



Grüße
 

Markus Schmid | StoreSchmide

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10. Mai 2022
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Hallo,

exilianer hat recht: maßgeblich ist das Lieferland, nicht die österreichische Rechnungsadresse mit USt-ID. Lieferung innerhalb Deutschlands = in der Regel 19 % deutsche USt (sofern nicht OSS/Sonderfall).

In JTL prüfen: Steuerberechnung orientiert sich an Lieferadresse (Shop: Formulare/Steuer; Wawi: Kunde und Auftrag). USt-ID allein darf nicht auf 0 % EU-Lieferung schalten, wenn die Ware in DE ankommt. Auftrag im Test mit gleicher Konstellation anlegen und in der Positions-/Steuervorschau das ermittelte Lieferland ansehen.

Wenn 0 % bleibt: Kundengruppe, Steuerklasse des Artikels und ob „Steuerfrei innergemeinschaftlich“ am Auftrag hängt, gegenprüfen.

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