Abgelehnt Kombinierte Picklisten-Druckvorlage (Gesamtmenge und Menge je Auftrags-Nr.) möglich?

dbT

Aktives Mitglied
10. Dezember 2016
33
5
Eine gedruckte Pickliste lässt sich ja nach Lager und nach Aufträgen drucken. Ist es auch möglich eine Art kombinierte Druckvorlage zu erstellen?
Das WMS bietet eine solche Ansicht zumindest auf dem Bildschirm. Nämlich dann wenn ich eine bereits erstellte Pickliste im WMS unter "Picklisten" aufrufe. Dort kann ich die Gesamtmenge eines Artikels (z.B. Gesamtmenge 30) nach Auftragsnummern auffächern (z.B. 10x Auftrag 1234, 20x Auftrag 6789).

Im Prinzip müssten auf der gedruckten Gesamtpickliste unter jeder Artikelnummer eingerückt die Teilmengen für die Auftragsnummern stehen. Wie ließe sich das realisieren. Über die Druckvorlagenbearbeitung der Pickliste habe ich bisher keine Möglichkeit gefunden auftragsbezogene Daten auszuspielen.
 

Stephan Handke

Projektmanager
Mitarbeiter
2. Juli 2009
4.790
553
Essen
Würde das denn Prozess wirklich beschleunigen? Und anhand der Papierpickliste wollt ihr die gepickten Artikel auf die Aufträge verteilen? Das klingt ja unsagbar umständlich.

JTL- WMS weiß doch ohnehin vollautomatisch welche Artikel zu den Aufträgen zusammengehören.

Wie sind eure Arbeitsabläufe? Welche Vorteile versprecht ihr euch dadurch? Gerne beraten wir euch auch mal telefonisch oder besprechen die Möglichkeiten.
 

dbT

Aktives Mitglied
10. Dezember 2016
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Danke für die schnelle Rückmeldung. Also für einen Teil unseres Sortimentes nutzen wir die klassischen Abläufe. Die Picklisten werden gepickt und dann werden die Artikel gegriffen, gescannt und auftragsweise direkt am Bildschirm gepackt. Das passt alles.
Nun haben wir aber ein anderes Sortiment mit reinen Speditionsgütern (alles Palettensendungen) für das wir unseren Ablauf ändern wollen. Jeder Auftrag besteht aus nur wenigen Artikelnummern, meist zwischen 4 und 10 versch. Artikelnummern. Diese aber in bis zu 40-facher Menge.

Der Ablauf bisher:
Die Frühschicht erstellt eine Pickliste und "klickt die Pickliste leer". Alle Aufträge werden mit Klick auf "Verpacken" abgeschlossen, so dass Lieferscheine gedruckt werden. Diese werden dann alle noch vor dem Verpacken bei der Spedition angemeldet.
Das Verpacken erfolgt dann im Laufe des Tages mittels Lieferscheinen. Jeder Packer holt die Ware dann kurz vor dem Packen. Gescannt werden muss nicht.

Beispiel: Artikel A wird für Sendung Auftrag 1,2,3,4 und 5 benötigt. Insgesamt eine Menge von 170 Stück die sich auf diese 5 Aufträge aufteilt.
Der bisherige Nachteil: Für ein und denselben Artikel kurvt der Gabelstapler mehrfach dieselben Wege und verbrät viel zu viel Zeit.

Alle Artikel für alle Aufträge konnten bisher nicht gepickt werden weil das einen Berg von Ware darstellen würde der nur im Weg stünde und dann ja wieder jeder Packer die Ware zu seinem Palettenpackplatz schleppen müsste.
Da es sich um unverpackte Ware ohne Barcodes handelt wäre dieser Prozess sogar noch sehr fehleranfällig und kontrollwürdig.

Der Ablauf wie ich ihn mir künftig wünsche:
Die kummulierten Gesamtmengen werden geholt und direkt auf die Packplätze verteilt. Dazu müsste die Pickliste aber ausweisen welche Teilmengen auf welche Aufträge (und damit Packplätze) entfallen.
So kann der Gabelstapler ganze Verpackungseinheiten (ganze Paletten eines Artikels mit bis zu einer Tonne Gewicht) holen und diese auf die Packplätze verteilen. Die Packer könnten dann einfach an einen fertigen Pallettenpackplatz gehen und drauf los verpacken ohne sich Gedanken machen zu müssen wo er jetzt die Artikel herbekommt oder ob jemand anderes gerade mit den Gabelstaplern unterwegs ist.
Der Staplerfahrer könnte auf diese Weise permanent freie Packplatze mit Ware bedienen und die Packer haben keine Wartezeit. Eine weiterer Vorteil wäre, dass die gepackten Paletten nicht mehr kontrolliert werden müssten, da die Mengenkontrolle allein dem Picker/Staplerfahrer obliegt.

Ich hoffe ich konnte das einigermaßen verständlich schildern ;)
 

Stephan Handke

Projektmanager
Mitarbeiter
2. Juli 2009
4.790
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Essen
Die kummulierten Gesamtmengen werden geholt und direkt auf die Packplätze verteilt. Dazu müsste die Pickliste aber ausweisen welche Teilmengen auf welche Aufträge (und damit Packplätze) entfallen.
Das würde dem Prozess "Versandboxen" entsprechen. Nur das die Boxen bei euch halt keine kleinen Boxen, sondern Paletten wären.

Alles gebündelt einmal picken und dann sauber auf die Boxen (Paletten) verteilen und dann verpacken und wickeln.

Würden die Mengen pro Auftrag getrennt auf der Papierliste stehen, müsste der Staplerfahrer wieder rechnen und selbst kumulierte Mengen berechnen, welche Menge zu welchem Auftrag gehört.
Würden die Pickmengen pro Artikel kumuliert nur mit Auftragsnummern angezeigt werden, müsste der Staplerfahrer ins System schauen, um die Mengen pro Auftrag zu ermitteln.

Die Mengen + Auftragsnummer unterhalb einer Pickposition anzeigen ist aktuell nicht möglich. Das wäre ein Featurewunsch für die Kollegen aus der JTL-Wawi Abteilung, weil es eine Erweiterung der Druckvorlagen darstellen würde, der nicht so simpel zu integrieren ist.

Mit individuellen SQL-Abfragen könnte man die Druckvorlage ggf. so erweitern, dass man die gewünschten Daten aus der Datenbank zieht. Das dürfte möglich sein, wäre aber etwas für euren eigenen IT'ler/Programmierer, falls vorhanden, oder für einen JTL- Servicepartner.


Eine schnelle und kurzfristige Erweiterung der Picklistenvorlage würde ich nicht erwarten und versprechen, dafür haben die betroffenen Abteilungen gerade zuviel mit der Überarbeitung von JTL-Wawi zu tun, wie ihr in den Videos von Manuel Pietzsch im Wawi-Forum mitverfolgen könnt. :)
 

Stephan Handke

Projektmanager
Mitarbeiter
2. Juli 2009
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Essen
Gute Lösungen bietet euch bei großen Aufträgen darüber hinaus die Module JTL- WMS Rollende Kommissionierung und JTL-WMS Pick&Pack.

Hier werden die Bestellungen direkt Auftragsrein, direkt auf einer Pickliste kommissioniert und im Anschluss dann direkt die Bestände ausgebucht und die Dokumente gedruckt.

Der Staplerfahrer wird für diese Großbestellungen also Picker + Packer gleichzeitig, inkl. einer vollständigen Dokumentation der Vorgänge, Artikelprüfung und geprüfter Auslieferung.

Klar - der Staplerfahrer braucht dafür dann etwas länger - aber die Schritte 2 + 3 entfallen vollständig und ihr habt keine Ware die unverpackt irgendwo im Weg steht und später erst noch auf die Aufträge verteilt und verpackt werden muss.
 
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dbT

Aktives Mitglied
10. Dezember 2016
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Danke für das Feedback. Auch wenn es vom Funktionsumfang deutlich mehr ist als das wir brauchen, werden wir dann wohl mal eine Versandboxen-Testphase durchführen.
 

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