Kein negativer Wareneingang möglich - Überverkäufe

skende

Aktives Mitglied
26. Juli 2013
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Mahlzeit allerseits,

Ich betreue ein Unternehmen, dass die JTL-Wawi seit geraumer Zeit nutzt und habe auch immer wieder im Forum einige Probleme die sich ergeben haben nachgelesen und beheben können.

Nun bin ich über ein Problem gestolpert, für das ich trotz Forensuche keine Lösung gefunden habe.

Die Situation ist folgende:
Das Unternehmen ist ein Versandhändler welcher mittels JTL und dessen Connectoren beinahe die gesamte Logistik übernimmt.
Über CSV Exporte ist Etikettendruck auf Easylog, Easypak u.a. eingebunden, mittels Access-Lösung wurde eine automatisierte Versendebestätigung implementiert, soweit so gut.

Ende der letzten Verkaufssaision (Winter/Frühling) haben wir ein Versionsupdate von 99765 (2011) auf 99894 durchgeführt und wurden von einer neuen Lagerverwaltung überrascht.
In der Zwischenzeit haben wir uns ganz gut an das neue Interface und an die geänderten Abläufe gewöhnt, ein einziges Problem bleibt uns allerdings:

Überverkäufe sind möglich, die logistische Abwicklung der selbigen nicht!

Wozu wollen wir den Versand komplettieren bevor überhaupt Ware da ist?

Folgendes Szenario ist schon manchesmal passiert und wird vermutlich auch wieder passieren:
Ein beliebter Artikel läuft leer, die Ware ist bereits bestellt und es laufen weiterhin massig Bestellungen ein.

DERZEIT ist es so, dass wir warten müssen, bis die Ware eingebucht ist damit wir beginnen können Lieferscheine und Versandetiketten zu drucken, weil die Wawi es einfach nicht zulässt. Aus diesem Umstand ergibt sich, dass die effizente Auftragsabwicklung, nämlich das im Büro alle Papiere vorbereitet werden während im Lager ausgerollt wird, nicht möglich ist; das kostet Zeit (Aufträge müssen mehrere Male (als eigentlich nötig) in die "Hand" genommen werden) und im weiteren Sinne natürlich auch Geld.


WÜNSCHENSWERT wäre die Möglichkeit dem Lagerstand die Möglichkeit zu geben auch ins Minus zu laufen. Damit könnten man
a.) Die Versandpapiere vorbereiten bevor die Ware bereits eingetroffen ist
b.) Sicherstellen, dass bei der nochmaligen Abarbeitung der Aufträge keine unbearbeiteten durchrutschen
c.) Sicherstellen, dass der Lagerstand (im Endeffekt) wieder korrekt ist.
Um ein grenzenloses Minus zu vermeiden könnte noch ein Textfeld eingegliedert werden, dass einen maximalen Minusstand definieren könnte.


Warum sind wir (anscheinend) die ersten die sich mit diesem Problem herumschlagen?
Die meisten mir bekannten Versandhändler haben ein breites Repertoire an meist mehreren hundert Artikeln über die sich die Verkäufe mehr oder weniger gleichmäßig verteilen. Oft sind auch unterschiedliche Lieferanten im Spiel und eine derartige Funktion ist nicht wirklich wichtig, einzelne Artikel verkaufen sich möglicherweise nicht so häufig und können deswegen bequem nachgebucht werden.

Mein Kunde hat eine sehr überschaubare Anzahl von unterschiedlichen Artikelnnummern, die Stückzahlen der Verkäufe pro Artikel sind dafür umso höher.


Abschließend würde ich mich freuen wenn jemand eine ähnliche Problematik zu berichten hat und ob er oder sie vl. einen brauchbaren Workaround haben dafür?
Derzeit haben wir den Stückzahlen ein Offset gegeben, allerdings werden die Statistiken damit dann komplett unbrauchbar...
 
Zuletzt bearbeitet:

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.649
1.966
AW: Kein negativer Wareneingang möglich - Überverkäufe

Wenn die Aritkelanzahl so überschaubar ist, dann würde ich eher mal der Beschaffung auf die Zehen treten als einen Workaround für fehlende und somit falsch disponierte Ware zu suchen die unnötige Kosten verursacht.
Und - wenn die Versandpapiere komplett fixfertig gemacht werden können, weil die Ware GANZ BESTIMMT ankommt, dann kann die Ware ganz bestimmt auch früher ankommen ... ;)

Auch ist es nicht unbedingt weniger Aufwand die Versandunterlagen vorzuhalten und rauszusuchen bis die Ware dann auch tatsächlich da ist und versendet werden kann.
-> Umdenken ?
 

crazy_mary

Gut bekanntes Mitglied
15. Dezember 2010
165
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AW: Kein negativer Wareneingang möglich - Überverkäufe

Warum werden denn Versandpapiere für nicht ausführbare Lieferungen fertig gemacht? Dauert es so lange, bis eingetroffene Ware eingebucht wird? An der Schraube würde ich dann mal intern drehen.

Wir haben auch des öfteren das Problem, dass bestellte Ware nicht zu dem Zeitpunkt eintrifft, zu dem wir damit rechnen. Ergo, einige Bestellungen können eben nicht ausgeliefert werden. Dazu ist ja im Versand die Unterscheidung zwischen komplett Lieferbar und teillieferbar gedacht. Sobald die Ware angekommen und eingebucht ist, rutschen die Aufträge in komplett lieferbar und werden bei uns auch erst zu dem Zeitpunkt ausgedruckt. Das ist für uns eine der besten Neuerungen im neuen Versand überhaupt! Überverkäufe sind ja nur dazu gedacht, dass ein Artikel weiter verkauft werden kann, weil die Ware auf jeden Fall zeitnah eintrifft und es nicht so tragisch ist, wenn gerade nicht auf Lager. (oder wenn irgendwas intern produziert wird) Aber verschicken kann man eben nur was tatsächlich da ist. Wenn man überverkäufe für Artikel möglich macht, die eine längere Laufzeit zum Verkäufer haben, dann handelt man sich ja nur verärgerte Kunden ein. Die wollen das Paket ja am liebsten direkt nach betätigung des Bestellen buttons auf dem Tisch haben...

Ich würde auch mal den workflow überdenken und die Menschen im Büro dazu anhalten nur die Papiere für die Bestellungen fertig zu machen, die auch lieferbar sind.
 

maydo

Sehr aktives Mitglied
28. März 2011
2.135
86
DE-Fulda
AW: Kein negativer Wareneingang möglich - Überverkäufe

Dies wurde bereits mehrmals und ziemlich ausführlich disktutiert.

Ware die nicht lagernd ist kann man nicht ausliefern. Warum sollte man nicht lagernde Ware ausliefern ?
Verkaufen ja, macht ja auch Sinn, wenn dann Wareneingang verbucht wurde, wird ausgeliefert.
 

seocom

Gut bekanntes Mitglied
9. September 2010
174
6
Luxembourg
AW: Kein negativer Wareneingang möglich - Überverkäufe

Hallo Sekende,
mal eine Frage im voraus warum habt ihr: "mittels Access-Lösung wurde eine automatisierte Versendebestätigung implementiert" wenn ihr mit EasyLog arbeitet.
EasyLog kann doch schon lange Personalisierte Versandmails mit dem Paketlink (bei Abschluss der Sendungen) verschicken.

Wenn ihr sicher seit das eure Warenlieferung am selben Tag eintrifft (z.B. Mittags) könnt ihr doch schon Vormittags den Wareneingang buchen und das Büro kann schon alles vorbereiten.
Wenn allerdings dann was fehlt, in der Lieferung habt ihr ein Problem da ja RG und Versandaufkleber schon mit den fehlenden Artikeln erstellt wurden.
 

DITH-Shop

Sehr aktives Mitglied
8. Juli 2013
2.891
217
AW: Kein negativer Wareneingang möglich - Überverkäufe

Wo genau liegt das Problem? Beim Artikel "Lagerbestand kleiner NULL = Ja (Haken setzen)" dann geht es doch?

Wenn ich vom Lieferanten die Info, Paketnummer und Tracking-Link habe dass das Paket Nachmittags verschickt wurde, kann ich zu 99% sicher sein dass es am nächsten Morgen zwischen 8 und 9 Uhr da ist. Die RG und Etiketten werden dann im Laufe der Nacht gedruckt obwohl die Ware noch nicht da ist (Version 099780).
Am nächsten Morgen werden dann nur noch die Pakete ausgepackt, Eingang gebucht, die Ware versiegelt, verpackt und verschickt.

Nun sagt bitte nicht dass die 099894 das auch nicht mehr kann?
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.649
1.966
AW: Kein negativer Wareneingang möglich - Überverkäufe

Derzeit nicht, ggf. mit WMS, da soll es ja sowas wie temporäres Minuslager geben, d.h. es hieß mal dass man im WMS im Minus sein kann, das dann mit einem Wareneingang wieder aufgelöst wird und die Preise (EK/EP) trotzdem korrekt sein werden.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.649
1.966
AW: Kein negativer Wareneingang möglich - Überverkäufe

Hi,

nein, Minusbestände erlaubt WMS nicht.

Nach meiner Meinung eh besser so, würde alles nur unnötig kompliziert um "seltsame" Arbeitsabläufe zu unterstützen, zudem der ganze Aufwand wenn etwas doch nicht ankommt, das wird von den Meisten einfach ignoriert, diese ganzen "Ausnahmefälle" mit Mehraufwand.

Was nicht da ist, kann man auch nicht versenden ... basta aus. ;)
 

skende

Aktives Mitglied
26. Juli 2013
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AW: Kein negativer Wareneingang möglich - Überverkäufe

Erstmal vielen Dank für die vielen Kommentare, ich werde mich von oben nach unten durcharbeiten um alles zu beantworten

Und - wenn die Versandpapiere komplett fixfertig gemacht werden können, weil die Ware GANZ BESTIMMT ankommt, dann kann die Ware ganz bestimmt auch früher ankommen ...
Wenn zwischen Bestellung der Ware und Lieferung der selben mehrere Monate vergehen, weil Container halt am Schiff unterwegs ist, dann hilft auch Umdenken nicht sehr viel.
Wenn ich Restbestände wegen besserer Auftragslage früher verkauft habe als sonst und weiß, dass der Container in x-Tagen ausgeladen und die Ware zu mir transportiert wird dann sehe ich eigentlich nicht ein warum ich die Bestellungen nicht schon vorbearbeiten können sollte sondern die Mitarbeiter (überspitzt gesagt) Däumchen drehen lassen soll.
Ich weiß ja nicht wie teuer Lagerplatz in Dornbirn ist und wie stark die Auftragslage in eurem Shop ist, vorausschauend zu arbeiten heißt nicht sich auf jede mögliche oder unmögliche Bestellung vorbereiten zu können.
Wenn ein neuer Großkunde 1000 Stück bestellt dann ist das Lager leer, die Schwankungsbreite ist hier enorm.
Warum werden denn Versandpapiere für nicht ausführbare Lieferungen fertig gemacht? Dauert es so lange, bis eingetroffene Ware eingebucht wird? An der Schraube würde ich dann mal intern drehen.
Wie schon gesagt, die Menge innerhalb der Bestellungen kann extrem stark variieren und wenn ein guter Artikel, trotz bereits vorhandener Lagerkapazitäten, ausläuft entsteht dadurch keine Leerzeit; die Mitarbeiter können trotzdem weiterarbeiten und die Ware wird dann entsprechend ausgeliefert.
Ich würde auch mal den workflow überdenken und die Menschen im Büro dazu anhalten nur die Papiere für die Bestellungen fertig zu machen, die auch lieferbar sind.
Wir reden hier nicht von monatelanger Wartezeit, wir reden hier faktisch davon, dass die Ware leer gelaufen ist und quasi bereits am Weg ist;
Im Übrigen: Selbst wenn die Palette mit Ware bereits vor der Türe steht muss diese Ware erst eingebucht werden bevor die Versandpapiere gedruckt werden können, wenn das Lager gerade beschäftigt ist mit zu verpackenden Sendungen bleibt die Ware so lange auf der Palette stehen bis wieder Zeit ist.
Ware die nicht lagernd ist kann man nicht ausliefern. Warum sollte man nicht lagernde Ware ausliefern ?
Verkaufen ja, macht ja auch Sinn, wenn dann Wareneingang verbucht wurde, wird ausgeliefert.
Nach der Logik macht der Verkauf ebenfalls keinen Sinn, denn was ich nicht habe kann ich nicht verkaufen.
Abgesehen davon habe ich nie behauptet, dass Ware ausgeliefert werden soll, die nicht vorhanden ist. Alles was ich will ist die Versandetiketten und den Lieferschein auszudrucken, unabhängig ob er auf Lager ist oder nicht.
Der bestätigte Versand wird in die Datenbank über besagte Access Lösung automatisch mit Barcode Scanner importiert damit man tatsächlich den Versand erst bestätigt wenn die Ware fertig und raus ist.
mal eine Frage im voraus warum habt ihr: "mittels Access-Lösung wurde eine automatisierte Versendebestätigung implementiert" wenn ihr mit EasyLog arbeitet.
EasyLog kann doch schon lange Personalisierte Versandmails mit dem Paketlink (bei Abschluss der Sendungen)
Das ist ganz einfach erklärt: Das was von EasyLog, EasyPak und CAS ausgeht ist eine Bestätigung wenn die Paketliste mittels Tagesabschluss an den entsprechenden Server übermittelt wird.
Wir hatten in der Vergangenheit das Problem, das die Versandbestätigungen einzelnen gar nicht, einzeln falsch und meist nicht einheitlich übermittelt wurden.
Manches mal gingen die Packlisten gar nicht elektronisch raus, manchmal schon.
Um

  1. Sicherheit darüber zu haben, dass der Kunde tatsächlich über den Versand informiert wird
  2. das Versanddatum automatisiert an die Datenbank übergeben zu können (Barcode Scanner)
  3. eine weitere Kontrollinstanz dazwischen zu schalten, die fehlerhafte Daten aussortieren kann

Wo genau liegt das Problem? Beim Artikel "Lagerbestand kleiner NULL = Ja (Haken setzen)" dann geht es doch?

Nun sagt bitte nicht dass die 099894 das auch nicht mehr kann?
Ich habe noch einmal nachgesehen, eine Option-/Checkbox für „Lagerbestand kleiner Null“ habe ich bei den Artikeln nicht gefunden.
Was nicht da ist, kann man auch nicht versenden ... basta aus.
Noch einmal, nach der Logik kann ich auch nicht verkaufen was ich nicht habe…

Ich persönlich verstehe nicht was daran kompliziert sein soll einen negativen Lagerstand zu erlauben, vor allem wo’s in den früheren Versionen der JTL ja auch funktioniert hat.
Im Endeffekt ist es wichtig, dass am Ende aller Transaktionen eine Null (oder bei weniger Bestellungen >0) dabei rauskommen muss…

Abschließend möchte ich noch bemerken, dass ich anscheinend nicht der einzige bin, der so denkt, denn angeblich wurde diese Diskussion, laut maydo,
bereits mehrmals und ziemlich ausführlich diskutiert
.
Wenn so viele Diskussionen bereits hier sind und mein Thread, einen Tag nach dem Post bereits 3 Likes hat, vielleicht gibt es dann hier mehr Leute, die eine derartige Funktion benötigen würden und einfach nicht über richtig und falsch über deren Arbeitsprozesse mit anderen Leuten diskutieren wollen sondern einfach nur ein Feature (zurück) haben wollen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!


EDIT: Grammatikfehler gefunden und ausgebessert
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.649
1.966
AW: Kein negativer Wareneingang möglich - Überverkäufe

"Noch einmal, nach der Logik kann ich auch nicht verkaufen was ich nicht habe…"

Da ist falsch, denn dafür gibt es ja Lieferzeiten die im Shop angegeben sind und die sollte man eben auch pflegen.


Ansonsten hätte noch den einen und anderen Haken an eurer Organisation gefunden der nicht stimmig ist, aber ich belasse es hiermit.

Lösung:
-> Wenn bei euch alles so Topp ist, dann mach den Wareneingang von dem was kommen sollte 1-2 Tage bevor die Ware tatsächlich ankommt und dann kannst du deine Papiere schon vorher fertig machen und hoffen, dass auch alles stimmt ... also so wie bisher. Differenzen dürft ihr dann wie bisher aufwändig suchen und den Papierkram korrigieren. Man muss sich nicht verbessern, aber man darf ... :)
 

skende

Aktives Mitglied
26. Juli 2013
4
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AW: Kein negativer Wareneingang möglich - Überverkäufe

Aus irgendeinem Grund kann ich meinen gestrigen Beitrag nicht editieren, deswegen Doppelpost:

Wir haben das Problem (für uns pragmatisch) gelöst:

Bei den Artikeln kann im Feld "Mindestbestellmenge" ein negativer Wert eingegeben werden!
Somit sind negative Lagerstände möglich und das Thema ist erledigt!


Vielen Dank trotzdem für die zahlreichen Inputs und ein schönes Wochenende!
 

Schmalfred

Gut bekanntes Mitglied
12. Oktober 2007
250
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AW: Kein negativer Wareneingang möglich - Überverkäufe

Schade das seitens JTL so stur dagegengearbeitet wird... gerade wenns i Versand schnell gehen soll und man Bestände nachbuchen könnte wenn z.B. die gepackten Pakete abgeholt hat.

@skende .. wie habt ihr das bei "Mindestbestellmenge" genau gelöst.. gibts an anderer Stelle evtl. wieder Probleme?

Danke
 

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