Hallo - ich weiß - es gibt schon Baustellen genug, aber ich habe ein Problem, das sicherlich auch andere Groß- und Zwischenhändler - vor allem im Elektro- und Edelmetallbereich interessiert. Hierzu muss ich jetzt etwas weiter ausholen.
In diesen Bereichen sind die Waren mit einem großen Anteil börsennotierter Rohstoffe behaftet; der EK und VK schwankt daher von Tag zu Tag. Im Allgemeinen wird der mittlere Rohstoffpreis vom Vortag für die Aufträge herangezogen. Das Auftragsdatum bzw. Bestelldatum gilt immer als Stichtag; es muss also möglich sein, das Auftragsdatum von Hand um einen oder mehrere Tage zurückzuseten (z. B. bei Bestellungen, die per Post eingehen) bzw. ein Datum für die Rohstoffberechnung einzugeben.
Ich nehme jetzt zur Veranschaulichung einfach mal Koax Antennenkabel mit Kupfer; es könnte aber auch Blei, Gold oder Silber sein.
Um eine Vergleichbarkeit der Preise für zu ermöglichen, wurde bei Kabeln mit hohem Kupferanteil vor Jahren eine Vergleichsbasis geschaffen. Der Kabelpreis in Preislisten und Warenwirtschaftssystemen wird mit einem starren Kupferpreis pro Längeneinheit (meist km) hinterlegt und in der Rechnung die Kupferdifferenz zum Börsenwert (plus oder minus) für das im Kabel enthaltene Kupfer als nächste Artikelposition hinter dem Kabel ausgewiesen.
Beispiel: Nehmen wir ein Antennenkabel (Erdkabel) mit 150 kg Cu pro km. Hier gibt der Hersteller einen EK von 1000 Euro bei einer Kupferbasis (mittlerer Börsenwert Anfang der 90´ger Jahre) von 150 Euro / 100 kg an. Der aktuelle Börsenwert vom Vortag beträgt aber 550 Euro / 100 kg.
Hier ist also eine Kupferdifferenz von 400 Euro auf 100 kg zu berücksichtigen. Das Antennenkabel kostet also bei 150 kg /km im Endeffekt etwas mehr und zwar 1000 Euro EK + Kupferdifferenz von 600 Euro ist gleich 1600 Euro.
In den schon angepassten Warenwirtschaftssystemen sind meist 1-3 Metalle im Artikel berücksichtigt. Es müssen 3 Postitionen im Datensatz pro Rogstoff hinzukommen; im Falle von Kupfer sind dies z. B. der Schalter "Kupferbearbeitung aktivieren", die Kupferzahl (Enthaltenes Kupfergewicht pro km) und die Kupferbasis (im EK schon berücksichtigter Börsenwert). Interessant wird es natürlich noch bei der Inventur. Das Differenz-Kupfergewicht muss natürlich im Lager des WWS als separater Artikel mitgeführt werden, da bei den einzelnen Lagerpositionen für das Kabel ja immer nur der fiktiver Börsenwert enthalten ist. Das heisst, dass die Firma bei der Inventur um diesen Kupferhaufen zum aktuellen Börsenwert "reicher" ist.
Besonders interessant ist es, dass einige Produzenten un Großhändler ihr eigenes Süppchen kochen. Der eine nimmt einen Basiswert von 150 Euro / kg, der andere 105 Euro / kg u.s.w. Hier beim Einkauf zu vergleichen ist extrem kompliziert.
Mein Problem: Ich bin gerade dabei, einen Zwischenhandel aufzuziehen, in dem ich vor diesem Problem stehe, das die Fachhändler die Vergleichspreise abfragen. Beim Endkunden muss man natürlich über einen bestimmten Zeitraum einen Festpreis machen.
Da meine Frau schon seit Jahren mit der Wawi arbeitet, mir der Ansatz dieses Programms gefällt und kein mir bekanntes "normales" Shopsystem diese Problematik abbilden kann sondern nur "große" Warenwirtschaftssysteme mit börsennotierten Rohstoffen umgehen können, denke ich, dass dies auch eine Möglichkeit wäre, die Wawi und den JTL- Shop weiter zu verbreiten.
Andreas
In diesen Bereichen sind die Waren mit einem großen Anteil börsennotierter Rohstoffe behaftet; der EK und VK schwankt daher von Tag zu Tag. Im Allgemeinen wird der mittlere Rohstoffpreis vom Vortag für die Aufträge herangezogen. Das Auftragsdatum bzw. Bestelldatum gilt immer als Stichtag; es muss also möglich sein, das Auftragsdatum von Hand um einen oder mehrere Tage zurückzuseten (z. B. bei Bestellungen, die per Post eingehen) bzw. ein Datum für die Rohstoffberechnung einzugeben.
Ich nehme jetzt zur Veranschaulichung einfach mal Koax Antennenkabel mit Kupfer; es könnte aber auch Blei, Gold oder Silber sein.
Um eine Vergleichbarkeit der Preise für zu ermöglichen, wurde bei Kabeln mit hohem Kupferanteil vor Jahren eine Vergleichsbasis geschaffen. Der Kabelpreis in Preislisten und Warenwirtschaftssystemen wird mit einem starren Kupferpreis pro Längeneinheit (meist km) hinterlegt und in der Rechnung die Kupferdifferenz zum Börsenwert (plus oder minus) für das im Kabel enthaltene Kupfer als nächste Artikelposition hinter dem Kabel ausgewiesen.
Beispiel: Nehmen wir ein Antennenkabel (Erdkabel) mit 150 kg Cu pro km. Hier gibt der Hersteller einen EK von 1000 Euro bei einer Kupferbasis (mittlerer Börsenwert Anfang der 90´ger Jahre) von 150 Euro / 100 kg an. Der aktuelle Börsenwert vom Vortag beträgt aber 550 Euro / 100 kg.
Hier ist also eine Kupferdifferenz von 400 Euro auf 100 kg zu berücksichtigen. Das Antennenkabel kostet also bei 150 kg /km im Endeffekt etwas mehr und zwar 1000 Euro EK + Kupferdifferenz von 600 Euro ist gleich 1600 Euro.
In den schon angepassten Warenwirtschaftssystemen sind meist 1-3 Metalle im Artikel berücksichtigt. Es müssen 3 Postitionen im Datensatz pro Rogstoff hinzukommen; im Falle von Kupfer sind dies z. B. der Schalter "Kupferbearbeitung aktivieren", die Kupferzahl (Enthaltenes Kupfergewicht pro km) und die Kupferbasis (im EK schon berücksichtigter Börsenwert). Interessant wird es natürlich noch bei der Inventur. Das Differenz-Kupfergewicht muss natürlich im Lager des WWS als separater Artikel mitgeführt werden, da bei den einzelnen Lagerpositionen für das Kabel ja immer nur der fiktiver Börsenwert enthalten ist. Das heisst, dass die Firma bei der Inventur um diesen Kupferhaufen zum aktuellen Börsenwert "reicher" ist.
Besonders interessant ist es, dass einige Produzenten un Großhändler ihr eigenes Süppchen kochen. Der eine nimmt einen Basiswert von 150 Euro / kg, der andere 105 Euro / kg u.s.w. Hier beim Einkauf zu vergleichen ist extrem kompliziert.
Mein Problem: Ich bin gerade dabei, einen Zwischenhandel aufzuziehen, in dem ich vor diesem Problem stehe, das die Fachhändler die Vergleichspreise abfragen. Beim Endkunden muss man natürlich über einen bestimmten Zeitraum einen Festpreis machen.
Da meine Frau schon seit Jahren mit der Wawi arbeitet, mir der Ansatz dieses Programms gefällt und kein mir bekanntes "normales" Shopsystem diese Problematik abbilden kann sondern nur "große" Warenwirtschaftssysteme mit börsennotierten Rohstoffen umgehen können, denke ich, dass dies auch eine Möglichkeit wäre, die Wawi und den JTL- Shop weiter zu verbreiten.
Andreas