Neu EAD-Pflicht ab 2020

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Hanthyphy

Neues Mitglied
5. Juli 2019
10
1
#1
Hallo zusammen,

wir sind vor kurzem auf das Thema EAD-Pflicht für Lieferungen außerhalb der EU aufmerksam geworden.

Zitat aus einer Publikation des Händlerbundes:
"Die Finanzminister der Europäischen Union haben Mitte Dezember 2017 das Auslaufen der Besserstellung der Postadministrationen und der bestehenden Freigrenzen für grenzüberschreitende Warensendungen (meist 22 Euro) Ende 2020 beschlossen. Gleichzeitig werden fortgeschrittene elektronische Datensysteme verpflichtend eingeführt. E-Commerce-Portale und -Plattformen werden in standardisierter Form alle wesentlichen Daten zur ein-eindeutigen Identifikation der Warensendung, zu Inhalt, Wert, Empfänger und Einfuhrumsatzsteueridentifikation direkt digital an die Zoll- und Finanzbehörden übermitteln." [...] "Zoll- und Finanzbehörden verlangen eine ein-eindeutige Identifikationsnummer pro Warensendung, die auch mit den Warenwirtschaftssystemen der Online-Plattformen und -Portalen verbunden ist. Direkte digitale Kontrolle des Inhalts, dessen Wert und dessen Beschaffenheit auf Basis der Identifikation der Sendung ist damit möglich. Das Europäische Komitee für Normung (CEN) arbeitet unter EU dotierten Mandaten an den notwendigen Datensystemen (s.g. electronic advanced data/EAD) zu Zoll-, Umsatzsteuer- und Transportsicherheitszwecken sowie deren Implementierungsanleitungen für die Plattform und Portalbetreiber ."
Aus: https://www.haendlerbund.de/de/downloads/stellungnahmen/grenzueberschreitende-warensendungen.pdf

Nach meinem Verständnis bedeutet das, dass zukünftig (ab welchem Datum genau, konnte ich bisher leider noch nicht herausfinden) ausnahmslos alle gewerblichen Sendungen ins außereuropäische Ausland mit Zolltarifnummer und genauem Wert versehen und vorab elektronisch angekündigt werden müssen.

Jetzt meine Frage: Inwieweit arbeitet JTL bereits daran, dies zu implementieren? Oder gibt es bereits die Möglichkeit der EAD aus der WaWi heraus? Hängt dies von den einzelnen Versanddienstleistern und deren Angebot ab?
Haben andere Händler, die jetzt schon regelmäßig die Freigrenzen überschreiten, hiermit Erfahrungen?
Wir kennen uns hiermit leider überhaupt nicht aus und wüssten gerne, was hier für ein Aufwand auf uns zukommt und wie wir uns darauf vorbereiten können.
 

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3. März 2017
374
97
Prutting / Nähe München
#2
So wie ich das verstehe gehts erstmal um Import aus China nach EU. Hier verlieren die Staaten in der Tat einige Euros an Umsatzsteuer.

Aber wenn das für die EU kommt in Form von Lieferung EU nach CH dann:
Eine "Zollanmeldung" samt TARIC-Code und Herkunftsland wird ja jetzt schon über die Schnittstelle per DHL erstellt. (Genauer gesagt "CN23")
Das ganze wird dann eben verpflichtend für andere Paketdienstleister die bisher die Verzollung anhand der Begleitpapiere erledigen. (Handelsrechnungen bspw.)

Sehe hier eher nicht JTL in der Pflicht etwas zu tun, sondern die Paketdienstleister. Erst dann nachgelagert muss JTL die Schnittstellen anpassen zu diesen.

Bis Ende 2020 ist ja noch viel Zeit.
 
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