Bestandskorrekturen u.s.w.

Andreas Grambow

Sehr aktives Mitglied
Wie macht Ihr das mit Bestandskorrekturen u.s.w.

Es gibt ja folgende teilweise Bestandswirksame Korrekturen die wir mehr oder weniger durchführen. Ich halte hier eine Trennung auch im Zuge einer Invertur für wichtig.

1. Bruch positiv/negativ
2. Preisänderung positiv/negativ
3. Diebstahl positiv/negativ
4. Bestandsänderung positiv/negativ
5. Inventur positiv/negativ

zu 1.

im Geschäft geschieht es auch einmal, das etwas zu Bruch geht. Diese Artikel müssen dann ja aus dem Warenbestand entfernt werden. Sprich negative Buchung von Bestand (Stück) und Wert (€). Die positive Buchung wird im regelfall nicht benötigt, sodern nur dann wenn man die neg. Buchung korrigieren muss (Tippfehler etc.)

zu 2.

bei einer Preisänderung muss ja der entsprechende Differenzwert, welcher aus ArtMenge x (AlterPreis - NeuerPreis) ensteht gebucht werden hier halt positiv bzw. negativ.

zu 3.

Auch Diebstahl muss ja irgendie erfasst werden. Wichtig bei Diebtstahl: es sollte nur der Bestand (Stück) geändert werden. Der Wert muss eigentlich bestehen bleiben, da Dienstahl ja eigentlich eine Inventurdifferenz darstellt. man findet ja auch nicht jeden Diebstahl.

zu 4.

Bestandsänderung ist eigentlich analog Diebstahl, kann hier aber andere Gründe haben. z.B. kostenlose Lieferungen, etc.

zu 5.

Inventur: Hier sollten die Bestandskorrekturen der Inventur durchgeführt werden. Diese müssen Anzahl und Wertwirksam sein.


Und jetzt noch einmal allgemein zur Inventur. Ich empfehle eine Inventur unter zugrundelegung des VK-Preises zu machen, da dies lediglich der einzigste Wert messbare Wert ist. Der EK-Preis kann sich bei jeder Lieferung ändern, und wirkt sich lediglich auf die Spanne und einige anderen Kleinigkeiten aus, aber nicht auf die Inventur.
Hier mal eine kleine Erklärung

Lieferung 1: 100 x 12,99 (netto-EK) oder halt 19,99 (Brutto VK)
Lieferung 2: 50 x 13,99 NEK und immer noch 19,99 BVK
Lieferung 3 300 x 9,99 NEK und immer noch 19,99 BVK

Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, das wir nix verkaufen, mit welchem Wert machen wir die Inventur.

Beim EK haben wir bezahlt: 4995,50 macht bei 450 Art. einen DurchschnittsEK von 11,10 Das funktioniert aber nur solange, wenn wir nix verkaufen. Das ist ja eigentlich nicht in unserem Interesse!

Wenn wir mit dem VK arbeiten haben wir 450 x 19,99 sprich einen Bestand von 8995,50.

Da wir ja jede Preisänderung passend buchen, kann man bei einer Inventur super genau auf VK-Basis arbeiten. Wobei ich mir nicht sicher bin ob Netto oder Brutto VK.

Wenn ich so darüber nachdenke, kann man nur den NVK nehmen. Aber das stelle ich mal zur Diskussion.

So genug geschrieben.

Gruß

Andreas
 

Markus T.

Gut bekanntes Mitglied
Anderung Vk Preis

Was machen wir jetzt wenn sich der Verkaufspreis unter einem Jahr ändert ???

z.B. Rohstoffpreiserhöhung oder

wenn die Inventur vom 1.1 bis 31.12 erfasst wird,und ja die meisten Preise sich im April erhöhen ??


mfg
aqua2241
 

Andreas Grambow

Sehr aktives Mitglied
Da man ja ein (VK)Preisänderung normalerweise ebenfalls buchen muss, erübrigt sich das eigentlich.

Hier mal ein Beispiel.

Inv. 2004

100x 19,99 = Bestand VK 1900,00
25.6.2005 PÄ auf 21,99 bei einem Bestand von 10 Stck.
10x21,99 - 10x19,99 = 20,00 --> Bestands-Aufsetzung um 20,00
Inventur 2005
durch verschiedene Wareneingang (nach der PÄ) haben wir zum Zeitpunkt der Inventur wieder 50 Stck im Bestand.

50 x 21,99 =1099,50 Inventurbestand.


Das Ganze ist aber denke ich nur für größere Firmen interessant, welche mit einem Eurobestand arbeiten. Den Ware = Geld = evtl. Kredit = Zinsen = zus. Belastung

Das Ganze war einfach mal ein Gedankenansatz, auf welcher Basis man eine Inventur durchführt. Das geht meines Errachtens nur über die Menge (unabhängig vom Preis), dann benötigt man auch kein Buchungssystem, ist glaube ich sowieso ein Punkt für ein Buchhaltungsprogramm
oder wenn man mit Lagerbeständen in € arbeiten will über Menge & VK, den nur der lässt m.E. korrekt buchen, so das man wirklich einen genauen Lagerbestand hat.