Neu Anleitung zur Installation der JTL-Datenbank auf MSSQL für Linux in einer virtuellen Maschine auf TrueNAS Core (...interessant für One-Man-Shows...)

TDS2018

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25. Oktober 2018
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Ich möchte mit Euch meine Installation von JTLWAWI auf meiner TrueNAS teilen. Das besondere ist, daß der in einer VM laufende Ubuntu-Server weniger ressourcenhungrig ist, als wenn ich beispielsweise einen Server von Microsoft verwenden würde, ganz abgesehn von den Lizenkosten.

Ich setze JTL-Wawi seit 5-6 Jahren mit Erfolg ein und da ich nur zwei kleine (aber feine) Ebay- Shop habe, hatte ich mich für die Einzelplatzinstallation entschieden. Ich installierte den MSSQL Express unter Windows 10 habe ihn bis heute betrieben. Da ich der einzige User war, hat es mich nicht gestört, keinen Server zu haben, abgesehen davon, daß ich mich um die regelmäßigen Backups kümmern mußte, die zuerst auf dem lokalen System erstellt und dann auf meine NAS kopiert wurden. Wie oft, habe ich diese Backups nur in unregelmäßigen Abständen erledigt.

Zum ersten Mal über den Sinn und Unsinn einer Einzelplatzinstallation dachte ich nach einem Ausfall meiner Samsung SSD, die sich dadurch bemerkbar machte, daß das OS mal langsam mal wieder normal lief bis ich irgendwann durch einen Tipp auf adminstrator.de mit dem Tool CrystalDiskInfo herausgefunden habe, daß der Speicher für die Fehlerkorrektur der SSD restlos ausgeschöpft war. Ein Gure fragte mich damals, ob ich evtl. einen SQL-Server betrieben hatte... Ab da wollte ich die Datenbank auf einen Server auslagern, weil dort drehende Festplatte im Einsatz sind (4 rote WD's als RAIDZ2). Ich hatte kontroverse Diskussionen über das pro und Kontra von RAID und ZFS gelesen, aber nach meinem Verständnis bestehen beide Systeme (auch) aus Sofware mit dem Unterschied, daß man das "Hardware-RAID" meist auf einer Steckkarte findet, während das ZFS "Software-RAID" im Rechner steckt. Was am Ende auf das gleiche hinausläuft. Ich habe mich jahrelang mit FreeBSD beschäftigt und weil das Betriebssystem sehr stabil ist und sich kein einzige Mal aufgehängt hat, bin ich dem ZFS treugeblieben.

Mein NAS-Verbund besteht aus zwei HP Microservern Gen8 (diese schicken schwarzen Würfel), die je 4 Festplatten fassen und eine SSD für das Betriebssystem sowie eine Micro-SD für den GRUB-Bootloader. Auf den NAS läuft das TrueNAS Core in der gegenwärtigen Version 13.0-U5.3.

Bislang habe ich die Möglichkeit der virtuellen Maschinen auf der NAS zum Spielen bzw. Lernen genutzt. Vor Jahren, als Microsoft in einer Stunde guter Ideen den MSSQL für Linux herausbrachte, versuchte ich mich mit der Installation. Kläglich gescheitert, einerseits mangels meines rudimentären Wissens von Linux, anderseits weil niemand ein wirkliches Interesse hatte, daß das ganze unter Linux läuft.

Vor zwei Wochen bin ich wieder über den MSSQL für Linux gestolpert und wollte es diesmal mal wissen. Fragt mich nicht, wieviele Nächte ich erst um 6 Uhr ins Bett gegangen bin und in wievielen Sackgassen ich gelandet bin. Aber dank einiger geduldiger, mir nur als Alias bekannter Profis, gelang es mir heute Nacht das erste Mal einen funktionierenden MSSQL auf Ubuntu zum Laufen zu bringen und nicht nur das, sondern auch, von zwei meinen Rechnern auf meine aktuelle JTL-Datenbank (mit der ich ein wenig Geld auf Ebay verdiene...), zuzugeifen.

Hier meine Anleitung:

Hardware:

HP Microserver Gen8 mit Intel(R) Xeon(R) CPU E31265L @ 2.40GHz mit 16 GB RAM (mehr geht nicht) und 4x WD 4 TB red als RAIDZ2
NAS-Betriebssystem TrueNAS 13.0-U5.3

Eine gleiche zweite NAS als Backp dienend steht 700 km entfernt und auf diese wird über VPN (IPSEC) täglich alles kopiert, was nicht zerstört werden darf. Dann gibt es noch diverse externe USB-Festplatten, die in unregelmäigen Abständen an- und abgestöpft werden, denn ich sage mir immer: Backup, Backup und nochmal Backup.

Schritt 1 - Installation einer VM:

a) Installation von Ubuntu Server 20.04. Dazu laden wir uns das Image 'ubuntu-20.04.6-live-server-amd64.iso' und speichern es auf einem Laufwerk, auf das man von der NAS zugreifen kann.

b) Jetzt legen wir eine neue ZVOL an. Ich habe beim Experiementieren eine 60 GiB große ZVOL angelegt und übersehen, daß MSSQL alles auf die nur 20 GiB große Partition mit dem OS packte und wunderte mich, weshalb ich für meine 10 GiB große Datenbank keinen Platz hatte und Fehlermeldungen, die alles andere sagten, als Festplatte voll. Wir sollten großzügig sein und 100-200 GiB wählen. Diejenigen, die sich mit Linux auskennen, können das hinbekommen, denn sie werden den MSSQL auf eine andere Partition installieren. Ich habe das vor, aber erst in einiger Zeit, wenn mein Freund Alzheimer für einen Monat in Urlaub gehen wird.

c) Auf der TrueNAS auswählen: 'Storage-Pools-AddZvol-Zvol-Name (z.B. sql1) -size (z.B. 200 GiB) - compression level (lz4) - advanced options - block size (4 KiB) - submit - An dieser Stelle schreibe ich das FETT: wer als Block Size etwas anders wählt, also die als Standard vorgegebenen 16 KiB, wird sein Wunder erleben und den MSSQl nie zum Laufen bekommen. Nur Dank eines anderen Users im TrueNAS-Forum habe ich erfahren, daß die Blockgröße dafür verantwortlich ist, daß der MSSQL den Fehler meldet, daß er nicht über Schreibrechte verfügt :)

d) Virtual Machines - Add - Guest operating System (Linux) - Name (z.B. sql1) - next -Virtual CPUs (2) - Cores (1) - Threads (2) - Memory size (3072) - next - Use existing disk image - select existing pool (z.b. unser sql1) - next - operating system (das ISO des zuvor heruntergeladenen Ubuntu-Servers einstellen) - abschließen.

e) VM starten, auf VNC und und die Schritte befolgen. Wichtig, den Open-SSH-Server auszuwählen (Erklärung folgt später). Ich arbeite gerne mit einer festen IP, also überlegt Euch, ob der neue Server seine IP von einem DHCP-Server beziehen soll oder Ihr vergebt sie selbst. Bei der Installation wird in der obersten Zeite nach dem Netzwerk gefragt, dort gebt Ihr beispielsweise 192.168.2.0/24 ein wobei das '/' nicht über der 7 funktioniert, sondern auf dem Nummernblock. Dann die IP des Servers und das Gatewax und den DNS-Server. Ich halte es einfach und habe die IP meiner pfSende (ein selbstgebauter OpenSource-Router) eingegeben.

Beachtet, daß es nach Abschluß aller Abfragen mitunter länger dauert, bis das Ubuntu vollständig installiert wird. Dummerweise steht oben in der Leiste, daß es fertig ist, obwohl das nicht der Fall ist. Das ist ein Trugschluß und am Besten wählt man unten den Log anzeigen. Es kann 10-20 Minuten dauern, denn wir arbeiten ja in einer VM und die ist langsamer. Wenn man vorzeitig auf reboot geht, dann startet die VM neu, obwohl das OS noch nicht vollständig installiert wurde und man kann bestenfalls vom Neuen beginnen. Aber das ist das schöne an VM's...

f) Wenn das OS installiert ist, vor dem reboot nochmal auf die VM in die Einstellungen und auf "Devices" und das ISO aus dem CD-ROM ausbinden (aufs NAS Hauptverzeichnis zeigen uns bestätigen). Sonst bootet die VM wieder in die Installation und es ist m.U. umständlich, sie aus diesem Loop auszuschalten.

g) Wenn alles geklappt hat, dann finden wir uns hoffentlich am Anmeldescreen vom Ubuntu Server und melden uns an.

h) Ich verbinde mich mit der VM nicht nur über VNC, sondern parallel über SSH und nutze dazu den 'Bitvise SSH Client'. Diese Software hat den Vorteil, daß ich dort die Zugangsdaten zu meinen VM's speichern kann und sie über einen praktischen SFTP-Explorer verfügt, mit dem man Dateien auf die VM übertragen kann. Außerdem kann man die Befehle mit dem Rechtsklick einfügen, was aus dem VNC nicht geht.

Schritt 2 - Installation des MSSQL und mehrerer Tools:

Es folgen jede Menge Befehle, die ich zunächst teilweise unkommentiert lasse. Ich ergänze sie später, aber glaubt mir, ich habe es bestimmt 30 Mal gemacht und es funktioniert. Kopiert alles bis zum # - das dahinter ist mein Kommentar

sudo passwd root # wir setzen das Root-Passwort

/etc/ssh/sshd_config change FROM: #PermitRootLogin prohibit-password TO: PermitRootLogin yes # damit kann man SSH als Root (braucht man manchmal)

sudo systemctl restart ssh

sudo apt-get update

sudo apt-get upgrade

sudo apt-get install net-tools

sudo apt-get install mc # das ist eine Art Norton Commander, den ich aus der Anfangszeit der PC's kenne und wenn man dieses Tool schätzt, oft wirk es Wunder

sudo apt install ntp # NTP Server installieren - ich mag es, wenn auch die VM die gleiche Zeit hat, wie meine anderen Systeme

sudo nano /etc/ntp.conf # dies nachfolgeden 4 Zeilen kopieren, ans Ende der Datei gehen und mit Rechtsklick einfügen und mit CTRL-O speichern und CTRL-X verlassen. Ich habe die in der urprünglichen Datei gelisteten Server gelöscht und durch diese ersetzt.

0.de.pool.ntp.org
1.de.pool.ntp.org
2.de.pool.ntp.org
3.de.pool.ntp.org

sudo timedatectl set-timezone Europe/Berlin # dies setzt die richtige Zeitzone ein

sudo apt-get install -y gnupg # diese Utilities werden auch gebraucht
sudo apt-get install -y gnupg2
sudo apt-get install -y sudo
sudo apt-get install -y curl

wget -qO- https://packages.microsoft.com/keys/microsoft.asc | sudo apt-key add -

sudo nano /etc/apt/sources.list # die nachfolgenden zwei Zeilen am Ende der Datei setzen und mit CTRL-O speichern und CTRL-X verlassen

deb https://packages.microsoft.com/ubuntu/20.04/mssql-server-2019 focal main
deb https://packages.microsoft.com/ubuntu/20.04/prod focal main

curl https://packages.microsoft.com/keys/microsoft.asc | sudo tee /etc/apt/trusted.gpg.d/microsoft.asc

sudo add-apt-repository "$(wget -qO- https://packages.microsoft.com/config/ubuntu/20.04/mssql-server-2022.list)"

sudo apt-get update

sudo apt-get install -y mssql-server # hier wird der MSSQL installiert

sudo /opt/mssql/bin/mssql-conf setup # hier wird der Typ des MSSQL ausgewählt. Man kann immer wieder, nachdem man den MSSQL ausgeschaltet hat, die Art der Lizenz ändern. Also ruhig mal experimentieren :)

sudo apt-get update

sudo apt-get install -y fail2ban # Ein Spezialist hat in einer Anleitung auch diese Installtion beschrieben. Ich werde recherchieren, wozu sie dient.

sudo nano /etc/fail2ban/jail.conf # Die nachfolgenden 10 Zeilen einfügen und abspeichern

[mssqld]
enabled = true
logpath = /var/opt/mssql/log/errorlog
maxfailures = 10
findtime = 1200
bantime = 3600
filter = mssqld-auth
port = 1433
action = iptables-allports
backend=polling #!important

su # sich als root anmelden

cd /etc/fail2ban/filter.d # in dieses Verzeichnis wechseln

cat > mssqld-auth.conf # Damit erstellt man eine leere Datei, die später editiert wird. Man kann die Datei direkt mit CTRL +D

nano /etc/fail2ban/filter.d/mssqld-auth.conf # die nachfolgenden 7 Zeilen kopieren, einfügen und abspeichern

[INCLUDES]
before = common.conf

[Definition]
_daemon = mssqld
failregex = Login failed for user .* \[CLIENT: <HOST>\]
ignoreregex =


service fail2ban restart # den service neu starten

exit # als root ausloggen

sudo ufw allow 1433 # in der Firewall die beiden Standrporst öffnen (bei Bedarf anpassen)

sudo ufw allow 1434

sudo su # das braucht man für die Tools

curl https://packages.microsoft.com/keys/microsoft.asc | sudo tee /etc/apt/trusted.gpg.d/microsoft.asc

curl https://packages.microsoft.com/config/ubuntu/20.04/prod.list > /etc/apt/sources.list.d/mssql-release.list

exit

sudo apt-get install mssql-tools18 unixodbc-dev

echo 'export PATH="$PATH:/opt/mssql-tools18/bin"' >> ~/.bash_profile

echo 'export PATH="$PATH:/opt/mssql-tools18/bin"' >> ~/.bashrc

source ~/.bashrc

systemctl status mssql-server --no-pager # damit überprüft man, ob der MSSQL läuft. Wenn keine Fehler kommen und alles grün ist, hat man die Installation geschafft.

Schritt 3 - Die vorhandene JTLWAWI-Datenbank auf unseren Server umziehen:

Als erstes macht Ihr ein Backup von Eurer Datenbank. Wie das geht, brauche ich Euch nicht zu erklären, denn wenn Ihr das nicht wißt, dann wird es eng. Denk immer daran: Backup, Backup, Backup...

Ihr verbindet Euch mit dem neuen Server am Besten mit einem der beiden Tools Bitvise SSH oder Filezilla und kopiert das soeben erstellte Backup der JTLWAWI in das Verzeichnis /var/opt/mssql/data/
Das dauert ein wenig (wir arbeiten ja in einer VM). Solange es kopiert, könnt Ihr Euch - sofern noch nicht erfolgt - das MSSMS (Microsoft SQL Server Management Studio) herunteraden und installieren. Dort gebt ihr unter Server Name die IP Eures neuen Ubuntu Servers ein (bei mir 192.168.2.211), im Feld Authentication SQL Server Authentication, unter login 'sa' und das Password, was Ihr beim Einrichten des SQL-Servers eingegeben habt.

Dann auf Connect gehen und links auf Databases mit Rechtsklick Restore Database. Unter General 'Device' auswählen und rechts ... add - aus dem Verzeichnis /var/opt/mssql/data die dort zuvor abgelegte Backup-Datei auswählen.
Jetzt unter Files (neben dem Schraubenschlüssel) Klick auf Relocate all files to folder, der da vorgegeben /var/opt/mssql/data, sonst versucht das Backup auf die nicht vorhandene Windows-Maschine zu schreiben und es kommt zu einem Fehler.

Sofern alles richtig eingestellt wurde, dauert es erstaunlicherweise nicht sehr lange (bei mir 7 GiB), bis die Datenbank wiederhergestellt ist.

Schritt 4 - JTLWAWI den neuen Ort der Datenbank mitteilen:

JTL-Wawi starten und im Anmeldefenster auf die drei Zahnräder klicken.
Das grüne New profile + auswählen.
Einen Namen wählen (ich habe sql1)
Servername: hier kommt de IP (bei mir 192.168.2.211)
Auf die Schaltfläche 'Weiter' klicken und (hoffentlich) seid Ihr jetzt mit dem neuen SQL-Server verbunden.

Das war's vorerst. Für mich war es positiv, daß ich jetzt trotz eines schnellen i7 mit 64 GB RAM und 4 TB SSD jetzt noch schneller auf die SQL-Datenbank in einer VM auf einem 'alten' HP-Microserver zugreifen kann, als zuvor auf meinem Laptop. Und ich bin mir sicher, daß der MSSQL meine SSD nicht mehr ruiniert, denn jetzt ist die Datenbank auf gewöhnlichen NAS-Festplatten. Auf die ich mit einer IPSEC-VPN-Verbindung von jedem Ort dieser Welt zugreifen kann :)
 
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SebiW

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2. September 2015
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Ist schon interessant wie oft ich hier lese, dass der SQL Server auf Linux viel schneller sei. Entweder hat JTL da sehr spezifisch gearbeitet.
Alle Benchmarks die ich kenne sprechen bestenfalls von gleicher Performance (solange wir jetzt nicht über Megacluster reden bei denen Windows Server definitiv an seine Grenzen kommt).
Nur dass das klar ist, ich spreche hier nicht ab dass das so ist, ich finds nur verwunderlich.

Was einem bei nemm SQL auf Linux auch klar sein muss: Es gibt beim Funktionsumfang Einschränkungen. Bspw gibts kein Filestream und der Agent ist beschnitten. Wenn ich mich richtig erinnere sind auch Versionupdates der Wawi DB weiterhin ein Problem.
Unabhängig davon schau ich mir demnächst sicher mal nenn SQL 22 in ner Linux VM an. Sehe da keine großen Einsparungen für uns, Windows Server Essentials kost ja fast nix, aber die Performancegewinne klingen allemal interessant.
 

mh1

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4. Oktober 2020
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318
Ist schon interessant wie oft ich hier lese, dass der SQL Server auf Linux viel schneller sei.
Solche pauschalen Aussagen sind doch eh nie sinnvoll.
Falls du das hier wirklich so oft liest, kannst du sowas getrost ignorieren ;)

Entweder hat JTL da sehr spezifisch gearbeitet.
Alle Benchmarks die ich kenne sprechen bestenfalls von gleicher Performance (solange wir jetzt nicht über Megacluster reden bei denen Windows Server definitiv an seine Grenzen kommt).
Die Datenbankengine ist dieselbe egal auf welchem Betriebssystem der SQL -Server installiert wird. Microsoft hat vereinfacht gesagt vor die DB Engine einen Abstraktionsschicht gebastelt (sie nennen das PAL (=Platform Abstraction Layer).

Wenn man den Begriff Performance in die Runde schmeisst muss man ja zuerst mal klären, was man darunter versteht.
Das englische Wort "Performance " wird mit "Leistung" übersetzt, aber was denn nun die für das eigene Unternehmen relevanten Leistungsindikatoren sind, muss in jedem Unternehmen individuel festgelegt werden. Dazu gehören ja auch z.b. ob im Haus ein Linuxserver einfacher/schneller/kostengünstiger gewartet werden kann. Wenn z,B. die geamte IT aus Windows Rechnern besteht und ich habe einen Windows Admin im Haus, der stets den reibungsfreien Betrieb sicherstellen kann, aber er wüsste nicht wo er bei einem Linux-Server ansetzten müsste, wenn der SQL Dienst nach einem Update nicht mehr startet, dann muss ich über SQL-Server auf Linux gar nicht nachdenken... ;)

Das was gerne als bessere Performance dargestellt wird ist ja meist auf die geringeren Hardwareanforderungen eines Servers mit einem linuxbasierten Betriebssystem zurückzuführen. Und dann halt deshalb, weil man auf diesem im Normalfall keine grafische Oberfläche installiert hat.
Für ein Windows 10 sollten ja schon 8GB RAM drin sein, nur damit das Win10 so einigermaßen läuft. In einen Windows Server, der dann evtl. auch noch ein AD verwaltet kann man gleich mal 32+ GB reinstecken.
 
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mh1

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TDS2018

Sehr aktives Mitglied
25. Oktober 2018
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Zum Thema Hardwarenaforderung:

"Alter" HP Microserver G8 mit "nur" 16 GB. Dort ist TrueNAS-Core installiert. Dem Linux-Server habe ich 2 virtuelle CPU's, 1 Core und 2 Threads sowie 3 GB RAM verpasst. Obwohl es heißt, daß ZFS viel Speiecher benötigt. kommt die auf FreeBSD laufende NAS mit den verbliebenen 13 GB klar. Aber ich arbeite auch allein.

Mir ging es in erster Linie darum, eine sinnvolle Aufgabe zu haben, wenn ich mit VM's und vor allem Linux experiemntiere.

Gegenwärtig grübele ich über die täglichen Backups nach. Ich kann einen Snapshot von meiner VM, besser erstellen und diesen auf einen zweite NAS sichern. Wenn ich dort jedoch eine neue VM einrichte, dann werden mir beim Versuch auf dss ZVOL zuzugreifen jede Menge Fehler ausgespuckt. Ist aber klar, weil eine SQL-Datenbank zu sichern ist was anderes als die gesamte Festplatte, auf der der Linux-Server läuft.

Beim Versuch über das Datenbanktool von JTL die Datenbank in /var/opt/mssql/data zu sichern bekomme ich den Fehler, daß kein Speicherplatz vorhanden ist. Das hängt mit unzureichenden Schreibrechten zusammen und das weiß ich noch nicht zu lösen. Derweil speichere ich das Backup unter /home/user. Vor dem Speichern dauert die "Prüfung der Identität...." ewig. Alternativ kann ich die Datenbank mit dem SSMSM sichern.
 
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JTL_fwenzl

WMS Entwickler
Mitarbeiter
15. Dezember 2017
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Hürth
Hallo zusammen,

damit es nicht zu falschen Erwartungen kommt. Wir entwickeln und testen die Wawi nicht mit der Linux Version des Microsoft Sql Servers!

Daher unterstützen wir diesen aktuell auch nicht. Der Einsatz erfolgt auf eigenes Risiko, kein offizieller Support von uns.

Der Datenbankkern ist laut Microsoft zwar identisch, aber das bedeutet nicht das alles gleich funktioniert.
Z.B. gibt es keine Filestreams, TLS 1.3, AD Support, Replikation, CLR Erweiterungen bei der Linux Variante.

Siehe hier:
https://learn.microsoft.com/en-us/s...erver-ver16#unsupported-features-and-services

Als Experiment ist es natürlich ganz spannend zu sehen wie sich der Linux SQL Server so verhält!
Wir nutzen, soweit ich weiß, kein Windows exklusives Feature, ausser den optionalen FileStreams, das den Einsatz unter Linux verhindern würde.

Sehr cool, das es solche Experimente in der Community gibt, aber bitte die potentiellen Probleme im Blick haben.

Gruss,
Frank
 

TDS2018

Sehr aktives Mitglied
25. Oktober 2018
436
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Ein schönes Wochenende allen! Ich brauche eurere Hilfe:

Nachdem der MSSQL in der Ubuntu VM einige Tage stabil lief, habe ich versehntlich ein Upgrade von Ubuntu 20.04 auf 22.04 angestoßen und oh Wunder, der MSSQL läuft darauf nicht mehr. War nicht schlimm, weil ich regelmäßige Backups der SQL-Datenbank mache und da ich ohnehin den SQL-Server optimieren wollte, war es heute Nacht soweit. Ich habe eine 60 GiB große VM erstellt und dort den Ubuntu Server und den MSSQL 2022 neu installiert. Dann habe ich mehrere ZVOL's angelegt, wo die SQL-Datenbanken hinkommen. Somit habe ich das OS und die Datenbank auf unterschiedlichen ZVOL's, so daß auch die Backups durch die TrueNAS als Snapshot erledigt werden. Das läuft alles soweit so gut.

Nach der heutigen Installation des neuen MSSQL 2022 meldet Wawi eine Fehlermeldung über eine falsche Sortierung. Ich kenne diese Problem, wenn bei der Installation versehentlich eine andere als von JTL vorgeschriebene Sortierung "Latin1_General_CI_AS" wählt.

Bei mir funktioniert die gleiche SQL-Datenbank Windows 11 einwandfrei und wenn ich die gleiche Datenbank unter Ubuntu 20.04 starte, meldet die Wawi den Fehler mit der Sortierung.

Habe ich etwa bei der Installation des SQL-Servers unter Linux einen Fehler gemacht? Denn bei der Installation unter Linux wird anders als unter Windows bei der Installation nicht abgefragt, welche Sortierung man will. Wo kann ich uunter Linux am SQL-Server die Einstellungen vornehmen oder geschieht das in der Datenbank? Ich bin ein wenig irritiert, weil ich bei geschätzt 5 Testinstallationen, bei den ich stets gleich vorgegangen bin, erst heute diese Fehler bekommen habe,
 

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mh1

Sehr aktives Mitglied
4. Oktober 2020
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Wahrscheinlich hast du ja bei der Insttallation des OS in der vm die Systemsprache auf en_US.UTF-8 festgelegt.
Das bedeutet dann wenn bei der Installation des SQL-Servers keine Collation angegeben wird, wird standardmäßig SQL_Latin1_General_CP1_CI_AS als Systemcollation gewählt.
Dein Backup der Datenbank verwendet aber vermutlich Latin1_General_CI_AS.
Wenn Datenbankcollation und Servercollation aber nicht zusammenpassen, kriegst du immer Fehlermeldungen.

  • Das einfachste ist, du löscht die eazybusiness wieder auf dem neuen SQL-Server (du hast jka das Backup)
  • Dann beendest du den SQL-Server und konfigurierst ihn mit der neuen Collation (sudo /opt/mssql/bin/mssql-conf set-collation)
  • Hier wird dann Latin1_General_CI_AS angegeben. mssql-conf wird jetzt den SQL-Server neu konfigurieren und die Systemdatenbanken konvertieren. Abschlussmeldung: 2023-07-29 17:14:54.33 spid18s The default collation was successfully changed.
  • SQL Server neu starten
  • Server Collation überprüfen -> select convert(varchar,SERVERPROPERTY('Collation'))
 
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