Neu JTL2Datev Monatsabschluss Sept vermeintlich zu niedrige Amazongebühren (neue Rücklagenrichtlinie Amazon)

dazligth

Sehr aktives Mitglied
6. September 2018
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Hallo Leute,

ich möchte hier mal (auch für mich) folgendes niederschreiben.

Unsere Sept BWA war viel zu gut, weil Amazon uns "scheinbar" für Sept viel weniger Gebühren belastet hat als sonst.

Haben dann was recherchiert und uns ist in den amazon settlements folgendes aufgefallen:
Im August fehlten "schon" ca. 6% der August- FBA Gebühren, da sie erst im September im Settlement als "posted/veröffentlicht" standen.
Im September fehlten dann schon 25%, der September-FBA Gebühren, die erst im Oktober "posted/veröffentlicht" waren.
Amazon hat hier also was umgestellt und sehr wahrscheinlich hängt das mit dieser neuen Rücklagenrichtlinie zusammen.

Problem:
Klar JTL2Datev nimmt den Kapitalfluss und macht dann alles über das Posted Date und so fehlen uns in der Sept BWA 25% aller Amazon Gebühren im Aufwand, die da eigentlich reingehören.
In den pdf Rechnungen von Amazon werden natürlich richtigerweise die Gebühren in voller Höhe in Rechnung für Sept gestellt.

Ich weiß nicht wie die Nutzung von JTL2Datev vorgesehen ist, wir haben aber immer "geglaubt" das passt alles.
Genau genommen haben wir JTL2Datev im Zusammenspiel mit der Buchhaltung vielleicht auch nicht richtig benutzt. Spitzfindig formuliert ist JTL2Datev ist nur ein Tool um den Kapitalfluss des Amazonkontos aufzulösen und nicht um Umsatzsteuer, Aufwände, ... 100% auf das Leistungsdatum korrekt abzubilden. Ist vielleicht die gwünschte User-Idee dahinter, kann aber nicht klappten auf der Datengrundlage die wir aktuell im Settlement sehen.
Dnn die 6% fehlenden Gebühren aus dem August Beispiel wären auch schon verkehrt gewesen.
Wir haben bisher die Amazon Rechnungs pdfs nie in der Buchhaltung berücksichtigt und sie "nur" als Anlage zum Datevstapel mit in die Buchhaltung gegeben.

Wir müssen das noch final mit unserem Steuerberater abklären, aber:
Die Lösung ist Wahrscheinlich, dass wir die Amazon-Gebühren-Beleg PDF's in Zukunft auf ein eigenes Buchungskonto verbuchen und die Gebühren aus dem Settlement gegen dieses Konto abgeschlossen werden.

Wie verbucht Ihr die Amazon Gebühren? Haben wir was übersehen in der Vergangenheit ?
 

dazligth

Sehr aktives Mitglied
6. September 2018
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Das Problem trifft natürlich auch die Vorsteuerabzüge auf die Gebühren für FBA-Versand und Verkaufsprovision.
 

Bigga

Neues Mitglied
3. Dezember 2024
1
0
Hallo,

bei uns gab es im September auch diese auffällige Verschiebung und sind nun froh, dass es nicht nur uns betrifft, da uns dort keiner weiterhelfen konnte. Super dass du dieses Thema so aufgedröselt hast und es nun transparenter ist.

Wie sieht denn eure angestrebte Lösung buchungsmäßig in DATEV aus?
 

dazligth

Sehr aktives Mitglied
6. September 2018
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Hallo,

bei uns gab es im September auch diese auffällige Verschiebung und sind nun froh, dass es nicht nur uns betrifft, da uns dort keiner weiterhelfen konnte. Super dass du dieses Thema so aufgedröselt hast und es nun transparenter ist.

Wie sieht denn eure angestrebte Lösung buchungsmäßig in DATEV aus?
Die Lösung ist so wie oben angenommen.

Wir verbuchen die PDF Rechnungen von Amazon händisch auf die bisherigen Aufwandskonten die im JTL2Datev ursprünglich hinterlegt waren. Jeweils mit verschiedenen Buchungsschlüsseln für "mit" und "ohne" USt (weil wir immer noch vereinzelte kleine Amazon Rechnungen netto bekommen)
Im JTL2Datev wurden neue Konten hinterlegt für die FBA-Gebühren und FBA-Provisionen und diese werden dann gegen die alten Konten abgeschlossen.

So haben wir über die Dinge die fehlten dann eine Forderung (Geld) an Amazon, bis sie die Gelder 7 Tage später freigegeben haben.
Und damit stimmt dann auch wieder die Aufwandsseite und die Umsatzsteuer in der Buchhaltung.
 

dazligth

Sehr aktives Mitglied
6. September 2018
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Nur mal so als Warnung weil es uns passiert ist.

Wie hier geschildert haben wir seit August nun begonnen die Amazon Rechnungen im Aufwand zu buchen und die JTL2Datev Settlement Stapel dagegen zu buchen.
Historisch haben wir seit Jahren immer die Rechnungen von hier benutzt:
https://sellercentral.amazon.de/tax/seller-fee-invoices

Im Fall der PPC Gebühren konnte man dort ca. um den 15. eines Monats ein pdf mit der Summe des Vormonats runterladen. Jetzt ist aufgefallen, dass dies genau genommen nur Zusammenfassungsansichten sind (ja sie nenen es trotzden Rechnung) und aber eigentlich die richtigen Rechnungen an ganz anderer Stelle bereitgestellt werden.
Da jetzt für Januar'25 diese Zusammenfassungsrechnungen garnicht mehr bereitgestellt wurden ist uns aufgefallen, dass die richtigen PPC Rechnungen hier runter zu laden sind:
https://advertising.amazon.de/ads-bg/billing/history?ref_=xx_stm

Hier gibt es dann für uns, für alle Europa Länder 57 Stk. für Jan'25 statt wie zuvor je eine Zusammenfassung pro Marktplatz.
Erfreulicherweise sind dann auch schon am 2-3. eines Monats alle Belge da. Sind zwar viel mehr Belege, aber man kann schon im laufenden Monat anfangen die zu verbuchen.

Darüber hinaus ist aufgefallen, dass die Zusammenfassungen für BE & NL seit Juni'24 garnicht mehr gekommen sind
UND für Canada gab es seit 2022 noch nie eine
UND in den erstellten Zusammenfassungsrechnungen für UK / FR / DE fehle sogar für Dez'24 je eine der echten Rechnungen.
Die Zusammenfassung war also Fehlerhaft.

Solange man dass also so getan hat und die Settlements via JTL auch gleich in den Aufwand gebucht hat, war zumindest die Aufwandsseite im Saldo ok (wenn auch nicht Fristenkongruent).
Da wir so aber nicht mehr seit August arbeiten können/dürfen, brauchen wir natürlich 100% aller Rechnungen.

Das uns PPC-Eingangsrechnungen fehlen wäre natürlich irgendwann im Jahresabschluss in Ende 2025 / Anfang 2026 aufgefallen, aber das muss ja nicht sein.

Also prüft genau ob Ihr alle PPC Rechnungen habt und ob die korrekt verbucht sind.
 
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