Neu Installation SQL Server Express aber Wo ?

Kaffeeautomatenersatzteil

Aktives Mitglied
17. Februar 2022
41
10
Hallo zusammen, ich bin gerade beim Umstieg auf JTL WaWi.
Die Dokumentationen zu allem sind nun wirklich Spitze, besser geht es wohl kaum.

Ich bin an dem Punkt, das ich neue Hardware angeschafft habe und stelle nun fest,
das es wie immer mehrere Wege nach Rom gibt.

Ich bin zugegebenrmaßen leicht verwirrt, welcher Weg der Bessere ist.

Vorab muss ich sagen das es gut möglich ist, das ich die Guides nicht richtig gelesen
oder nicht richtig verstanden habe.

Also wir haben einen Windows Server 2019 Standard aufgesetzt.
Es sind 2 x Raid 1 mit jeweils 1 TB SSDs vorhanden und auch ein Intel Silver mit 8 Kerne sowie 64GB RAM.
Ein weiterer Prozessor kann auf dem Board später nachgerüstet werden.
Der Techniker sagt, dieser Konstruktion geht bis etwa 5 Mitarbeitern niemals die Puste aus...

Installiert ist:
1 x Hyper-V
1 x Server als Domänencontroller
1 x Server für SQL Server
1 x Server als Terminalserver ( RDS )

Wir dachten das es sinnvoll ist, dem SQL Server eine eigene Maschine und ein eigenes Raid 1 mit 1 TB SSDs zu geben.
Die Wawi soll auf dem Terminalserver installiert werden und dann mit dem SQL Server verbunden werden.
Da dies wohl über IP Adresse des SQL Servers erfolgen wird... bin ich jetzt nicht mehr ganz sicher, ob diese Konstruktion gut ist.

Alle Kommentare, wie man es ggf. besser machen könnte sind willkommen,
Zuspruch, das wir auf dem richtigen Weg sind natürlich auch.

Danke Euch.
 

HMS_IT

Sehr aktives Mitglied
29. Januar 2014
780
110
Leipzig
Hallo, Du schreibst das Folgendes installiert ist:
1 x Hyper-V
1 x Server als Domänencontroller
1 x Server für SQL Server
1 x Server als Terminalserver ( RDS )

Sind das physische, also einzelne Server oder VMs? Die SQL-DB für die Wawi muss auf den SQL-Server und die Wawi auf den Terminalserver und in der Wawi wir ddann die DB-Verbindung zur DB eingetragen, am Besten über die IP, denn ich denke dass der SQL-Server ja eine feste IP haben wird.
 

Karalanta

Sehr aktives Mitglied
18. April 2020
465
188
Abgesehen davon das es mit den Server Lizenzen schon recht teuer werden dürfte wenn man das so umsetzt finde ich das ein wenig chaotisch und ohne mehr zu Wissen unnötig.

Wie sieht den der Rest des Netzes aus?
Bleibt es bei max. 5 Nutzern in absehbarer Zeit?
Ist ein Domänencontroller wirklich sinnvoll und nötig?
Wer verwaltet und pflegt das ganze wenn jetzt schon solche Fragen gestellt werden? Sorry

Machbar ist dein oben aufgeführter Vorschlag natürlich auch Problemlos.

HyperV ist ok aber wäre nicht meine erste Wahl.
Wenn wirklich nötig ist ein dediziertet AD Server auch in Ordnung.
SQL-Server, Wawi und der Terminalserver könnten auf eine Maschine, wichtig ist die Aufteilung der Dateien auf die Speichermedien und die Konfiguration des restlichen SQL-Server, nicht das er alleine läuft.

Bei einem Hardware defekt fällt dir eh alles aus da es VMs sind. Softwarefehler dürften bei passendem Backup Prozess nicht sonderlich schwer ausfallen da sich passende Backups und Snapshots der VMs erstellen lassen und die auch fix wiederhergestellt werden können. Zusätzlich Backups extern sind natürlich Pflicht!!!
 

Kaffeeautomatenersatzteil

Aktives Mitglied
17. Februar 2022
41
10
Hallo HMS_IT,

Danke für Deine Nachricht dazu.

Ja auf einem physischem Super Micro Serverboard mit 2 Prozessorsteckplätzen,
1 x XEON Silver 4215R und 64 GB RAM + 2 x Raid 1 mit jeweils 1TB SSDs läuft MS-Server 2019 Hyper-V.
  • HyperV verwaltet jetzt nach Installation 3 virtuelle Server 2019 Maschinen,
    denen wir unter Hyper-V entsprechend Ressourcen zuweisen können.
  • Ja, die VM für den SQL Server hat eine feste IP, alle anderen VMs auch.
  • Der XEON Prozessor hat 8 Kerne, MS-SQL Express kann ja ( wenn richtig gelesen ) bis 4 Kerne,
    aber unter Hyper-V ist ja alles doppelt, also 16 Prozessor-threads
Meine Irritation ist, ob es klug und performant sein kann, dem MS-SQL eine eigene Maschine zu geben die nichts anderes macht,
oder den SQL Server auch auf dem Terminalserver laufen zu lassen und dem Terminalserver dann entsprechend mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

Die Frage die mich beschäftigt ist ob die Kommunikation zwischen Wawi und SQL-Server schneller ist,
wenn beides auf einer Maschine läuft oder ob es keinen Unterschied macht, das die Wawi über die IP Adresse jedesmal nachfragen und holen muss.
Wenn Daten gelden werden, ob dies über ( wenn auch internes ) Netzwerk nicht langsamer ist, als wenn beides auf 1 Maschine unter C:\ läuft.

Möglicherweise mache ich mir an der Stelle auch zu viele Gedanken.

Ich denke wenn ich die Guides und Empfehlungen nicht richtig gelesen oder verstanden habe,
mache ich vielleicht schon bei der Grundinstallation einen vermeidbaren Fehler.
 

HMS_IT

Sehr aktives Mitglied
29. Januar 2014
780
110
Leipzig
Alles klar. Die Wawi-DB mit auf dem Terminalserver zu haben, wird kaum spürbar schneller sein. Aus IT-Sicht würde ich es trennen, hat Vorteile in der Backup-Organisation.
Da Du eine SQL-Express installieren willst, ist diese sowieso der Flaschenhals, da die Express-DB nur 1GB RAM und nur 1 Prozessorkern nutzt.

Du gibst so einen Haufen Geld für die Hard- und Software des Servers aus, da würde ich lieber in eine Standard-Lizenz des SQL-Servers investieren, sonst hast Du einen AMG C63 und fährst mit 4 Noträdern.
 

Kaffeeautomatenersatzteil

Aktives Mitglied
17. Februar 2022
41
10
Hallo Karalanta,

vielen Dank für Deinen Rat.
Ich denke auch, das SQL Server und WaWi auf 1 Maschine könnten.

Fakt ist: Die Konstruktion mit eigener VM für den SQL-Server soll innerhalb der nächsten Tage aufgesetzt / installiert werden.
Aber bevor ich das mache, höre ich sehr gerne Eure Expertise.

Fehler, die alles langsam machen, sind schnell gemacht...

Nur ist man lokal bei der Arbeit manchmal unterschiedlicher Meinung oder interpretiert die Guides unterschiedlich.
Und daher habe ich die Idee gehabt, dort nachzufragen, wo Leute sich mit diesem Thema beschäftigen.

Der Domänencontroller war vorher schon da unter Server 2012 Foundation.
Damals sollte günstigst eine professionelle Server-Struktur her, die 24/7 laufen kann.

Da sich die 2012er aber nicht so ohne Weiteres virtualisieren lässt,
Haben wir den Umzug auf eine VM 2019 entschieden und gemacht.

Die Alterative wäre gewesen, die alte Hardware als DC weiterlaufen zu lassen.
Wir haben uns dagegen entschieden.

Eine Erweiterung der alten Hardware für JTL Wawi war nicht sinnvoll.

Deshalb nun die neue Hardware, die nicht nur "ausreichend" sein sollte...
Das die Lizenzkosten anfallen würden, gefällt natürlich nicht, war aber vorher bekannt.
 

Kaffeeautomatenersatzteil

Aktives Mitglied
17. Februar 2022
41
10
Hallo HMS-IT,

danke, der Vergleich ist vermutlich passend...😃
Ich dachte aber 2GB und 4 Kerne, aber dann habe ich sicher was falsch gelesen.
Die Idee ist tatsächlich, zunächst die Express laufen zu lassen um zu sehen wie es geht.
Upgraden sind dann nur wenige Klicks denke ich...
 

HMS_IT

Sehr aktives Mitglied
29. Januar 2014
780
110
Leipzig
Ne, mit einem simplen Upgrade ist es beim Wechsel von Express zur Standard-Version nicht getan, wird eine eigene Installtion des SQL-Servers Standard und dann das Backup aus der Express einspielen.
Danach sollte dann eine komplette DB-Optimierung durchgeführt werden, damit die Pferdchen auch ordentlich rennen.

Aber verstanden, hier noch meine Tipps für das beste Setup:
- SQL-Server auf eigener VM
- separater Terminalserver als Arbeitsmaschine für die User

Warum?
a) kannst Du besser die Arbeitslast der VMs steuern und verteilen
b) kannst Du die Backup-Strategie besser umsetzen

Wir fahren von der Wawi DB bspw. ein stündl. Backup aus der DB heraus, die Terminal- und Fileserver werden jede Nacht gesichert.
 

Kaffeeautomatenersatzteil

Aktives Mitglied
17. Februar 2022
41
10
Danke, diese Einschätzung hilft mir sehr.
Das es so gemacht werden kann wie geplant und hier zu hören das es keine echten Einschränkungen bedeutet, beruhigt ungemein.

Ich wünsche allen ein schönes WE.
 

MichaelH

Sehr aktives Mitglied
17. November 2008
14.583
1.936
... und vergiss trotz allem nicht deine DB-Daten laufend mit SQLBACKUPANDFTP an einen sicheren Ort zu bringen, am Besten jede Stunde.
-> Full in der Nacht und Differential jede Stunde.

Denn dies ist das häufigste Problem und Versäumnis.
 

mh1

Sehr aktives Mitglied
4. Oktober 2020
1.851
556
Hallo HMS-IT,

danke, der Vergleich ist vermutlich passend...😃
Ich dachte aber 2GB und 4 Kerne, aber dann habe ich sicher was falsch gelesen.
Die Idee ist tatsächlich, zunächst die Express laufen zu lassen um zu sehen wie es geht.
Upgraden sind dann nur wenige Klicks denke ich...
Genau.
Die Express Version ist beschränkt auf 4 Kerne, Aber diese 4 Kerne müßen auch auf einer CPU sein.
Wahrscheinlich meinte mein Vorredner genau das: Express nutzt nur einen Socket oder <4 Kerne.

Der Arbetsspeicher pro Instanz ist beschränkt auf 1410 MB.
 
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