Neu Amazon VCS ausgereift Juli 2021?

Stephan K.

Sehr aktives Mitglied
14. Mai 2014
890
165
Moin,

ich frage einfach mal in die Runde, ob in der aktuellen Zeit (Juli 2021) der Amazon Umsatzsteuer-Berechnungsservice im Zusammenspiel mit JTL generell funktioniert und zu keinen fiskaltechnischen Problemen führt?
Ich unterliege keiner Differenzbesteuerung und nutze keine Kleinunternehmerregelung.

Es soll ja früher das Problem gegeben haben, dass VCS auch für nationale, persönliche Steuernummern die Nettobeträge berechnet hat, was nach den EU-Mehrwertsteuerrichtlinie ja nicht möglich sein darf. Es muss also zwingend immer und nur bei einer vorhandenen Ust-IdNr. der Nettobetrag berechnet werden.

Gibt es hierzu von JTL technische Unterstützung für das Versandprotokoll/Gelangenheitsbestätigung und den qualifizierten Ust.-IdNr.-Nachweis? Das wären so die zwei größten Baustellen, die mir einfallen.
Gerne auch die Aufmerksamkeit von @Pinkman , der sich oft negativ dazu äußert ;)
 

Pinkman

Sehr aktives Mitglied
14. April 2016
915
136
Hallo Stephan K.,

lt. Angaben des JTL Supports ist es immer notwendig die neuste Version zu nutzen, da es in jeder neueren Version Bugfixes für VCS gibt.
Nicht jeder hat hier die Lust alle 14 Tage ein Update zu machen.
Desweiteren muss man unterscheiden ob man VCS oder VCS Lite nutzen möchte.
Zusammenspiel mit JTL generell funktioniert
generell funktioniert es schon besser als vor einigen Monaten. Rund läuft das ganze aber leider nicht. Es ist sogar schon vorgekommen, dass aktive VCS Lite Kunden plötzlich gar keine VCS Daten mehr von Amazon erhalten haben!
Das liegt dann nicht an JTL, ist aber für mich ein K.O. Kriterium, wenn ich mich dann mit dem Amazon Verkäuferservice auseinandersetzen muss, die dann gar nicht verstehen was der Händler will.
Wir haben keinerlei Probleme stattdessen IDU zu benutzen und auch andere mir bekannte Händler, die nicht bei JTL sind, nutzen auch dort weiterhin IDU ohne Umsatzeinbußen von B2B Händler zu spüren.
Daher bleibe ich weiterhin dabei, VCS braucht man nicht um erfolgreich bei Amazon zu verkaufen, ABER jeder darf hier selbst Erfahrungen sammeln. ;)
 

Stephan K.

Sehr aktives Mitglied
14. Mai 2014
890
165
Hallo Pinkman,

danke für die Rückmeldung nach dem Anstupser.

Mir fiel als erstes auf, dass der JTL-Guide fehlerhaft ist. Man stellt das Startdatum für VCS ein, das in der Zukunft liegt, und aktiviert es in den Globalen Einstellungen wie mitgeteilt für zukünftige Aktivitäten und schwupps, gilt es genau ab diesem Moment.
Zum Glück lassen sich Rechnungen noch manuell freischalten und herkömmlich erzeugen, denn das war im Anschluss nötig. Das war wohl früher nicht möglich und man hatte ganz verloren. So immerhin nur nervig und gewohnt 80% Leistung.
Ich habe es also erstmal rückgängig gemacht und denke mir meinen Teil dazu.

Dass die einfache UST-ID Abfrage möglich ist, weiß ich, aber mit JTL kann man das wohl nicht im Zusammenspiel mit dieser Schnittstelle tun, oder? Es soll ja ein ERP sein, aber es kann weder Buchhaltung richtig noch GoBD. Dazu würde die Abspeicherung der einfachen/qualifizierten Abfrage und die Gelangenheitsbestätigung super gut passen und einfach in einem verschlüsselten Container zu implementieren sein. Ich finde dann könnte man die eA-Schnittstelle auch mal so richtig zu 100% nutzen in all ihrer Funktionalität. Daher meine ursprüngliche Frage, wie man denn damit richtig arbeiten kann.
 

SebastianB

Moderator
Mitarbeiter
6. November 2012
1.865
157
Hi,

die UstId-Abfrage oder Prüfung in der ERP-Software bringt ja nichts: Wenn die Prüfung negativ ist, hat man keine Chancen weiter einzugreifen - man kann bestenfalls noch den gesamten Verkauf stornieren (Was vermutlich für die Verkäufer-Performance nicht so wahnsinnig gut ist). VCS ist von Amazon so konzipiert, dass Amazon wirklich die Hoheit über die Rechnungsstellung haben muss - d.h. Amazon müsste die Prüfung vornehmen. Wir bauen im Grunde diese Option immer weiter aus - wir übernehmen 1:1 die Rechnungsdaten von Amazon, egal, was im Auftrag steht. In Zukunft wird es so sein, dass wir auch den "Umweg" über die "virtuelle Rechnung" in der ERP Software rausnehmen, d.h. die Rechnungsdaten werden von uns 1:1 von Amazon geladen und für die Buchhaltung und den DATEV-Export bereitgestellt - und das war es dann auch.

In einer der nächsten 1.5er Versionen wird der VCS-Bereich beschleunigt und bereinigt - dann wird es auch einen "Automatik"-Modus geben, dass das größte Problem unserer Kunden aktuell angeht: Nämlich, dass die ERP-Software und die Amazon-Einstellungen "auseinanderlaufen". Sprich: Bei Amazon ist VCS eingestellt, in der JTL-Wawi aber VCS-lite oder sowas - und das führt zu massiven Nacharbeiten. Noch dazu "erzwingt" Amazon mehr und mehr die Rechnungsstellung - bei GB-Marktplatz z.B. Es gibt leider über die Amazon-API keine Möglichkeit, die genauen Einstellungen zu erkennen, aber wir versuchen diese dann aus den Berichtsdaten (die kommen leider erst 24h verzögert) zu erkennen.

Ob man es als Händler nutzt, sollte man sich gründlich überlegen - es hat definitiv Vor- und Nachteile. Wenn alles richtig eingestellt ist, läuft es bei den meisten Kunden ordentlich. Stellt man etwas falsches ein, oder Amazon macht komische Dinge, dann hat man sehr, sehr viel Nacharbeit vor sich.
 

Stephan K.

Sehr aktives Mitglied
14. Mai 2014
890
165
Hi,

die UstId-Abfrage oder Prüfung in der ERP-Software bringt ja nichts: Wenn die Prüfung negativ ist, hat man keine Chancen weiter einzugreifen - man kann bestenfalls noch den gesamten Verkauf stornieren (Was vermutlich für die Verkäufer-Performance nicht so wahnsinnig gut ist). VCS ist von Amazon so konzipiert, dass Amazon wirklich die Hoheit über die Rechnungsstellung haben muss - d.h. Amazon müsste die Prüfung vornehmen. Wir bauen im Grunde diese Option immer weiter aus - wir übernehmen 1:1 die Rechnungsdaten von Amazon, egal, was im Auftrag steht. In Zukunft wird es so sein, dass wir auch den "Umweg" über die "virtuelle Rechnung" in der ERP Software rausnehmen, d.h. die Rechnungsdaten werden von uns 1:1 von Amazon geladen und für die Buchhaltung und den DATEV-Export bereitgestellt - und das war es dann auch.

In einer der nächsten 1.5er Versionen wird der VCS-Bereich beschleunigt und bereinigt - dann wird es auch einen "Automatik"-Modus geben, dass das größte Problem unserer Kunden aktuell angeht: Nämlich, dass die ERP-Software und die Amazon-Einstellungen "auseinanderlaufen". Sprich: Bei Amazon ist VCS eingestellt, in der JTL-Wawi aber VCS-lite oder sowas - und das führt zu massiven Nacharbeiten. Noch dazu "erzwingt" Amazon mehr und mehr die Rechnungsstellung - bei GB-Marktplatz z.B. Es gibt leider über die Amazon-API keine Möglichkeit, die genauen Einstellungen zu erkennen, aber wir versuchen diese dann aus den Berichtsdaten (die kommen leider erst 24h verzögert) zu erkennen.

Ob man es als Händler nutzt, sollte man sich gründlich überlegen - es hat definitiv Vor- und Nachteile. Wenn alles richtig eingestellt ist, läuft es bei den meisten Kunden ordentlich. Stellt man etwas falsches ein, oder Amazon macht komische Dinge, dann hat man sehr, sehr viel Nacharbeit vor sich.

Hallo SebastianB,
danke für die Antwort.

a)
Nun, so ganz werde ich dir sicherlich nicht zustimmen, denn wie jeder gute ERP-Anbieter weiß, gehört die GoBD-Buchhaltung zum guten Ton und zum täglichen Geschäft. Also zu sagen, dass UST-ID Prüfungen nichts bringen, ist eine rein waghalsige, verantwortungslose JTL-Sicht auf die Dinge. Da solltet ihr mal mit euren StBs oder dem Finanzamt reden, was die dazu sagen.
Und daher nehme ich lieber die reellen 1-2% fehlerhaften UST-IDs in Kauf und versteuere diese anstelle der Schätzung vom FA zu unterliegen (10-30%) und das versteuern zu dürfen. ;) Und 10-30% sind optimistische Werte.
Soll heißen: Amazon hat die Hoheit, macht Fehler und das lässt sich derzeit nicht ändern. Ich nehme es in Kauf. Und trotzdem muss ich beweisen können, dass nur ein Bruchteil davon falsch ist. Euer Weg wäre: Puh, tja, liebes FA: Keine Ahnung! Und deren Antwort: Sie dürfen alles nachversteuern.

b)
Das Problem, das ich ansprach, ist nicht, dass JTL und Amazon divergieren, sondern dass die JTL - mal wieder - Divergenzen und Inkonsistenzen aufweist. Der Guide sagt: Startdatum einstellen + Globale Einstellungen. Und was in Wahrheit passiert: Das Startdatum spielt scheinbar keine Rolle. Sobald das Häkchen gesetzt ist, werden die Rechnungen nicht mehr durch JTL erstellt, aber Amazon macht das ja auch nicht, weil da alles richtig läuft nach Plan. Also gilt die Regel: JTL immer kontrollieren, denn sie wissen nicht, was sie tun.
 

SebastianB

Moderator
Mitarbeiter
6. November 2012
1.865
157
Hi,

das Problem ist, dass Du den Kram ja nicht so ohne weiteres versteuern kannst, da Amazon die Rechnung stellt - Du müsstest quasi einen komplett zweiten Beleg für diesen Verkauf erstellen. Grundsätzlich kannst Du die UstId-Prüfung der Wawi nutzen wie auch bei jedem anderen B2B-Verkauf. Das Problem ist halt, wenn die UstId Prüfung zu einem anderen Ergebnis kommt als Amazon, hat man keine wirklich gute Option mehr.

Es gab mal einen Bug mit dem Startdatum, aber der ist schon seit einigen Versionen raus. Und wie gesagt - das Startdatum wird vermutlich in einer der nächsten Versionen eh rausfliegen.
 

Stephan K.

Sehr aktives Mitglied
14. Mai 2014
890
165
a)
Nachversteuern

b)
Das ist dann wohl nicht behoben bzw. genau so wie bereits von mir geschrieben. Sollte sich nachstellen lassen ;) Ist jetzt aber nicht mehr weiter wichtig. Botschaft angekommen.
 
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